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Die geheimnisvolle Feder: Kurzgeschichte zum Träumen

by Zaubermond – Einschlafen und Entspannen für Kinder

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In dieser achtsamen Kurzgeschichte begleitet Ihr Kind Nele auf eine Entdeckungsreise mit einer geheimnisvollen Feder. Die Geschichte erzählt in ruhigen, kindgerechten Bildern von Neugier, innerer Ruhe und der Kraft der Vorstellung. Durch eine leichte, poetische Sprache lädt sie Kinder ab ca. 5 Jahren zum Träumen ein und regt dabei sanft die Fantasie an – ohne aufzuregen oder zu überfordern. Ideal für entspannte Nachmittage oder die sanfte Einstimmung auf den Abend.

Transkription

Die geheimnisvolle Feder Es war ein milder Frühlingstag und die Wiese hinter dem Garten leuchtete in frischem Grün.

Zwischen den Halmen tanzten kleine Fliegen und Bienen,

Als hätten sie den ganzen Winter darauf gewartet,

Wieder in die Luft zu steigen.

Auf einem Stein mitten im Gras saß Nele und hielt eine weiße Feder in der Hand.

Der Wind blies sanft darüber.

Die Feder bewegte sich ein wenig,

Fast so,

Als wolle sie losfliegen.

Nele betrachtete sie eine Weile.

Sie war weich und leicht und sie hatte einen fast silbrigen Schimmer.

Und obwohl sie ganz still lag,

Sah sie so aus,

Als würde sie Geschichten kennen.

Von weiten Reisen durch den Himmel,

Von stürmischen Tagen und warmen Nestern.

Nele stand auf und hielt die Feder in den Wind.

Einen Moment lang geschah nichts.

Dann hob sie ab,

Langsam,

Ganz langsam und flog davon,

Nicht hoch und auch nicht schnell.

Der Wind trug sie über die Wiese und Nele lief hinterher.

Zwischen den Gräsern war die Feder manchmal kaum zu sehen,

Aber Nele konnte sie immer wieder erblicken.

Sie kletterte über einen kleinen Hügel,

Sprang über einen Bach und lief einen schmalen Pfad entlang,

Den sie noch nie zuvor bemerkt hatte.

Hinter einer Kuppel stand ein Baum,

Groß und knorrig,

Mit einer dicken Krone.

Dort landete die Feder,

Direkt auf einem der unteren Äste.

Nele trat näher und dann sah sie es.

In der Rinde war eine kleine Öffnung,

Kaum größer als ihre Hand.

Dahinter schimmerte ihr ein Licht entgegen,

Nicht grell,

Sondern ganz sanft,

Wie das Glitzern auf dem Meer.

Nele beugte sich vor und schaute hinein.

Es war,

Als würde sie in eine andere Welt blicken.

Weite Felder,

Schimmernde Flüsse,

Ein riesiger Himmel.

Und am Himmel flog ein Vogel,

Groß,

Stolz und frei.

Nele hielt die Luft an.

Das war kein Film oder Bild,

Es war der kurze Blick in eine andere Welt.

Für einen Moment fühlte es sich an,

Als würde auch sie schweben,

Hoch oben,

Dort,

Wo der Wind Geschichten erzählte.

Dann war das Licht verschwunden.

Die Öffnung im Baum war nur noch ein Stück dunkle Rinde.

Die Feder glitt sanft hinunter auf den Boden.

Nele hob sie auf und stellte sie vorsichtig in ihre Jackentasche.

Auf dem Heimweg lächelte sie unentwegt.

Das schillernde Licht,

Der kurze Blick in eine andere Welt,

Die so ruhig und friedlich war,

All das machte sie sehr glücklich.

Sie griff in ihre Jackentasche und streifte kurz über die Feder,

Fast so,

Als wollte sie sich vergewissern,

Dass sie noch da war.

Zu Hause stellte sie sie in eine schöne Vase.

Und vielleicht würde sie sich eines Tages wieder mit der Feder auf eine kleine Abenteuerreise begeben.

Ein Abenteuer,

Das nur sie kannte.

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