
Nie Zeit = das Ende unserer Träume und Visionen
by Vilas Turske
In einer Zeit voller Informationen und visueller Überlagerungen geht uns der Kontakt zu uns selbst verloren. Wir rennen nur noch hinterher und sehnen uns nach stillen Momenten um etwas Ruhe zu erfahren. Unmerklich verlieren wir die Verbindung zu unseren Träumen und Visionen. Zu dem, was uns wirklich ausmacht und Inspiration für unser Leben ist. Vilas zeigt, wie wir uns neu "einstellen" können, um bewusster mit uns umzugehen. Achtsame Atmung ist ein Weg.
Transkription
Ich begrüße euch ganz herzlich zu unserer Meditation.
Nie Zeit.
Wie oft hören wir dieses Wort,
Nie Zeit.
Nein,
Nein,
Nein,
Ich kann jetzt nichts machen,
Ich habe keine Zeit.
Oder schnell,
Ganz schnell bitte,
Mach jetzt.
Und wie wir aufgehen in diesem nie Zeit,
Gehen wir auf,
Auf unserem Weg weg von uns.
Wir sind erfüllt von Ideen,
Von Wünschen,
Von Visionen,
Von Träumen.
Und sind unterwegs auf unserem Weg.
Und dann kommt immer wieder diese Hürde.
Ich habe keine Zeit.
Das kann ich jetzt nicht machen.
Mir fehlt die Zeit.
Ja,
Aber es ist doch klar,
Es muss ganz schnell gehen.
Wir müssen das jetzt durchziehen.
Und all diese Worte,
Die verhindern,
Dass wir diesen wunderbaren Weg gehen,
Der eigentlich die Voraussetzung ist für jede Vision,
Für jeden Traum.
Zeit.
Aber wo fängt es an,
Diese Not?
Sie fängt im ganz einfachen Miteinandersein an.
Ich bin in einem Gespräch,
Sehe mein Gegenüber und dann höre ich zu.
Und während ich zuhöre,
Denke ich drüber nach,
Was ich als nächstes tue.
Während ich zuhöre,
Überlege ich mir,
Was ich als nächstes sage.
Während ich zuhöre,
Holen mich Gedanken ein,
Die ich jetzt eigentlich gar nicht haben wollte,
Aber sie sind trotzdem da.
Und das Ganze spiegelt mir meine tiefe innere Not wieder.
Ich habe nicht einmal Zeit,
Zuzuhören.
Wann habt ihr das letzte Mal aufmerksam eurem Gegenüber zugehört?
Zuhören heißt wirklich zuhören.
Nicht an was anderes denken.
Zuhören.
In dem Moment,
Wenn wir zuhören können,
Haben wir Zeit.
Zeit.
Momente des Innerhaltens.
Ich bitte euch,
Jetzt euren komfortablen Sitz einzunehmen.
Innerlich auch komfortabel zu sitzen.
Wie es sich anfühlt,
Mein Sitz.
Wie ich mich fühle,
Wie ich sitze.
Und wenn das alles stimmt,
Dann bitte ich euch,
Einen Ort für eure Hände zu finden,
Wo die ruhen können.
Den Atem aufgreifen und dem Atem folgen.
Aufmerksam.
Ich atme.
Nochmal die Gesichtshaut wahrnehmen.
Das Gesicht.
Die Zonen um den Mund herum.
Nochmal den Mund weit öffnen,
Um die Kiefermuskulatur zu entspannen.
Die Zunge ruht dann irgendwann entspannt im Unterkiefer.
Sanfter Blick,
Geschlossene Augen oder leicht geöffnete Augen.
Dieses sich ganz nach innen richten,
Aber ganz wach in unserem äußeren Raum sein.
Stille.
Und dann kommen sie schon wieder,
Die Gedanken.
Schau sie mir an,
Nehm sie an und lass sie gehen.
Wenn wir Zeit haben wollen,
Lohnt es sich nicht,
In irgendeiner Form zu kämpfen.
Auch nicht mit den Gedanken.
Sie kommen,
Wir schauen sie uns an und wir lassen sie gehen.
Friedliche Atemzüge.
Und um diese Gedanken jetzt ein bisschen weiter an ihren Ort verweisen.
Dort,
Wo sie gerne sein können,
Nur nicht in meiner Präsenz im Moment.
Dann beginnen wir mit einer Atmung,
Die uns hilft,
Diese Gedanken wegzuschieben.
Und deshalb möchte ich euch bitten,
Jetzt euch zu beobachten,
Wie ihr atmet.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Und ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Und dieser Satz,
Der darf unsere Gedanken begleiten.
Der darf den Atemzug begleiten,
Um dann der einzige Gedanke zu werden.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Ich beobachte mich,
Wie ich aushatme.
Und ich mache mir ganz bewusst,
Dass ich einatme.
Und ich mache mir ganz bewusst,
Dass ich aushatme.
Das Atmen ist jetzt der einzige Gedanke.
Ich atme ein.
Ich atme aus.
Meine ganze Aufmerksamkeit gilt dem Atmen.
Einatmen.
Ausatmen.
Und wenn Gedanken kommen,
Unterstütze ich das wieder mit diesem Satz der Beobachtung.
Vielleicht ein längerer Satz,
Vielleicht ein kürzerer Satz.
Der Satz passt sich der Länge meiner Atemzüge an.
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Und es ist so schön,
Dieser Atem führt mich an diesen Ort,
Wo mich die Gedanken nicht mehr bedrängen.
Ich atme ein und weiß,
Dass ich einatme.
Ich atme aus und weiß,
Dass ich aushatme.
Und ich bin ganz bei meiner Atmung und ich bin in einem Raum,
In dem die Gedanken,
Die mich sonst bedrängen,
Gedanken der Vergangenheit,
Erfahrungen der Vergangenheit,
Die mich prägen und immer wieder kommen wollen mit Ideen und übersetzten und wahrgenommenen Gefühlen,
Alles ist weg.
Ich atme ein.
Ich atme aus.
Und die Erwartungen an die Zukunft,
Die Visionen,
Die Träume,
Weg.
Und dieses Bild meiner Rollen,
So wie ich mich manchmal sehe und erlebe,
So wie ich mich manchmal auch gerne habe,
Weg.
Ich atme ein und ich weiß,
Dass ich einatme.
Und ich atme aus und ich weiß,
Dass ich aushatme.
Und jetzt hilft es mir,
Noch fokussierter zu sein.
Ganz starke Konzentration.
Ich atme ein und folge mit meiner Aufmerksamkeit diesem Einatemzug.
Vom Anfang bis zum Ende.
Und ich atme aus und ich folge mit meiner Aufmerksamkeit diesem Ausatemzug.
Ohne Unterbrechung.
Eine ganz klare Linie,
Die ich da ziehe und der ich folge.
Und das macht mich ganz aufmerksam.
Das fokussiert mich auf den Atem.
Und das tut so wohl,
Dieser Atem.
Nur Atem.
Ich bin Atem.
Keine Ablenkung.
Nur Atmung.
Ich atme ein und folge meinem Atemzug.
Und ich atme aus und folge meinem Atemzug.
Ganz von meinem Atem beseelt,
Erfüllt.
Und mein Körper atmet mit.
Ich erlebe,
Wie mein Körper sich ausdehnt bei der Einatmung.
Und ich erlebe,
Wie mein Körper sich ganz sanft zusammenzieht bei der Ausatmung.
Ich atme ein und folge meinem Atem und mein Körper lehnt sich aus.
Und ich atme aus und mein Körper zieht sich leicht zusammen.
Und die Atmung lässt mich wieder in meinem Körper zu Hause sein.
Der Geist,
Die Gedanken.
Ich habe den Eindruck,
Alles wird wieder eins.
Mein Körper atmet.
Und das fühlt sich so gut an.
Dieses Einatmen.
Dieser Körper,
Der mit mir atmet.
Und dieses Ausatmen.
Ein Körper,
Der mit mir ausatmet.
Ich atme ein,
Weiß,
Dass ich einatme und dass mein Körper mit mir atmet.
Und ich atme aus und weiß,
Dass ich ausatme und dass mein Körper mit mir ausatmet.
So wohltuend.
Zeit,
Um zu atmen.
Zeit,
Um mir bewusst zu machen,
Dass ich einen Körper habe.
Dass ich in meinem Körper lebe.
Dass mein Körper atmet.
Einatmen.
Einatmen.
Feine,
Länger werdende Atemzüge.
Ausatmen.
Länger werdende Ausatemzüge.
Und dieses Atmen mit dem Körper,
Der den Atem reflektiert in seiner Bewegung von Ausdehnung und Zusammenziehen.
Dann das aufmerksame Verfolgen der Atmung.
All das fühlt sich so gut an.
In einem inneren Raum,
Der auf einmal zeitlos ist.
Und wie ich so atme,
Entspannt sich mein Körper.
Ich merke dieses wohlige,
Innere Loslassen.
All die Zonen,
Die vorher eng waren,
Werden mir jetzt bewusst,
Dadurch,
Dass sie sich jetzt öffnen und entspannen.
Und ich atme ein.
Und ich atme aus.
Und mit dem Ausatemzug wird der Körper immer weicher.
Ich weiß,
Dass ich atme.
Ich weiß,
Dass dieses Atmen mir Zeit schenkt.
Ich erfahre mich atmend mit Zeit.
Offen.
Bereit für das,
Was kommt.
Vieles kann jetzt geschehen.
Vieles darf kommen.
Ich atme.
Bin ganz hier,
Jetzt.
Ein Atem lässt mich ganz hier sein.
Und Zeit spielt keine Rolle.
Ich atme und weiß,
Wie schön dieses Einatmen ist.
Mich einatmend zu erfahren.
Und ich atme aus.
Wie schön ist dieses Ausatmen.
Der Atem schenkt mir diesen Raum der Zeit.
Wo Zeit keine Rolle mehr spielt,
Sich auflösen darf und ein Raum wird,
Der zeitlos ist.
Da bin nur noch ich,
Mein Atem und Raum.
Die Erfahrung,
In diesem Raum zu sein,
Ganz ohne Zeit.
Einfach nur schön.
Und es ist wie eine Reinigung des Geistes.
Und es ist so schön,
Wie der Atem hilft,
In diesen Raum zu kommen,
Dahin gehen zu können.
Der Atem schafft diesen Weg,
Der uns hilft,
Mit Zeit umzugehen.
Zu begreifen,
Dass wir Zeit brauchen.
Für uns.
Für alles,
Was uns lieb ist.
Für unsere Visionen.
Für unsere Träume.
Danke euch für die gemeinsame Zeit.
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