
Stille hören
by Vilas Turske
Angeleitete Atem- und Meditationspraxis, die über das Hören von der äußeren Welt nach innen wandert. In uns hineinhören. Ein nicht vorbestimmtes Hineinhören, ohne jede Zielvorstellung. Ein Hören, das eine Bereitschaft zur großen Öffnung herstellt. Ein Willkommenheißen von allem, was in uns geschieht. Der ganze Körper atmet und hört. Bewusst machen wir uns dann von allem frei, interpretieren nicht, deuten nicht, analysieren nicht, vergleichen nicht oder verlieren uns in Träumen.
Transkription
Dann kommen wir einfach hier an,
An diesem Ort,
Der unser Ort ist.
Ganz wichtig,
Die äußere Welt wahrzunehmen und aufzunehmen,
Wie sie sich gerade darstellt.
Und das Erste,
Was wir machen,
Ist,
Wir hören.
Wir versuchen,
Indem wir die Augen schließen,
Nach innen zu schauen,
Aber da nicht weiter zu schauen,
Sondern ganz bewusst nach außen zu hören,
Von innen nach außen zu hören.
Wir nehmen die Geräusche wahr,
Jetzt in diesem Falle Natur,
Naturgeräusche.
Und indem wir so die Welt zu uns kommen lassen,
Indem wir nur hören und empfangen,
Ist das ein Ankommen an diesem Ort und ein fast physisch wahrnehmbares Umarmtwerden von der Situation in diesem Moment,
Von der äußeren Situation.
Ein Willkommen heißen und ein Willkommen geheißen werden.
Und jetzt,
Wenn wir schon durch dieses hier Ankommen,
Auch bei uns Ankommen,
Stellen wir fest,
Wie wir,
Ohne es ganz bewusst zu tun,
Ganz sanft durch die Nase ein- und ausatmen.
Und auch das einfach geschehen lassen,
Nicht tun,
Sondern geschehen lassen.
Das ist dieses sanfte durch die Nase einströmen des Atems.
Und das ist das sanfte Ausatmen,
Was sich ganz anders anfühlt in den Nasenlöchern.
Und da der Maugen noch so frisch ist,
Gelingt es uns vielleicht auch noch,
Mit unseren Gedanken sparsamer umzugehen.
Sicherlich kommen die ein oder anderen,
Aber es fällt uns leichter,
Sie anzunehmen und sie wieder gehen zu lassen.
Das Fokussieren auf das Atmen und das Beobachten der Atmung hilft uns.
Und wenn die Gedanken wieder kommen,
Können wir uns innerlich sagen,
Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Und dieser Fokus auf die Atmung hilft,
Die anderen Gedanken etwas zurückzudrängen.
Dann nehmen wir die Außenwelt nochmal wahr mit ihren Geräuschen und dem Geräuschteppich,
Der uns umhüllt,
Um jetzt mit dem Atem bewusster nach innen zu gehen.
Bleiben wir bei den Ohren,
Also bei dem Hören,
Indem wir dem Atem dieses ganz leise Geräusch im oberen Gaumen geben.
Wenn der Atem einströmt und wenn er wieder ausströmt,
Dadurch hören wir,
Wie wir atmen.
Das gibt uns die Möglichkeit,
Den Atem noch feiner zu beobachten,
Noch feiner wahrzunehmen.
Ich höre mir zu,
Wie ich einatme.
Ich höre mir zu,
Wie ich ausatme.
Und jetzt stellen sich vielleicht auch so kleine Momente des Nicht-Hören-Könnens ein,
Wenn es ganz still wird.
Ich höre mir zu,
Wie ich einatme.
Dann entsteht eine innere Stille.
Und ich höre mir zu,
Wie ich ausatme.
Und es entsteht eine äußere Stille.
Einatmen,
Stille.
Ausatmen,
Stille.
Unser Wunsch jetzt ist,
Immer wieder nur hören.
Nicht bewerten,
Was höre ich,
Wie höre ich.
Einfach nur hören.
Ich höre mir zu,
Wie ich einatme.
Gehe in die Stille.
Ich höre mir zu,
Wie ich ausatme.
Bin in der Stille.
Es ist nur noch hören.
Den Atem hören und immer mehr die Stille hören.
Unabhängig der äußeren Geräusche entsteht innere Stille.
Es ist diese ganz hohe Form von Aufmerksamkeit.
Außen wahrnehmend,
Alles was da ist.
Innen gleichzeitig wahrnehmend.
Und da ist es nur noch hören.
Nicht mehr der,
Der wahrnimmt und was er wahrnimmt.
Nicht mehr der,
Der hört oder die,
Die hört.
Und was sie hört oder er hört.
Es ist nur noch hören.
Stille hören.
Aus dem Ich beobachte mich,
Wie ich einatme.
Ich beobachte mich,
Wie ich ausatme.
Wird ein Ich höre zu.
Ich höre,
Wie ich einatme.
Und ich höre die innere Stille.
Und ich höre,
Wie ich ausatme.
Eingebettet in die äußere Stille.
Und je länger ich mich diesem Hören hingebe und nur noch höre,
Entsteht dieses Es hört.
Das ist nur noch hören.
Nicht mehr Ich.
Nicht mehr diese Welt um mich herum.
Sondern ein Aufgehen im Empfangen.
Im Hören.
Völlig ungeachtet der Geräusche,
Der Qualität,
Der Beschreibung,
Was es ist.
Es interessiert gar nicht mehr.
Es geht nur noch um Empfangen.
Aufnehmen.
Annehmen.
Hören.
Stille.
Es hört.
Raum.
Stille.
Ein Raum für die Stille.
Es ist nur noch Raum und Stille.
Innen,
Außen,
Der ganze Körper ist still und hört.
Ein Ganzkörper-Hören.
Alles hört.
Alles empfängt.
Alles ist weit offen.
In einem großen Raum für Stille.
Hören.
Ich möchte euch bitten,
Ganz langsam die Schultern leicht anzuheben.
Um die äußere Hülle des Körpers wieder bewusst zu machen.
Im Hören langsam in die Ganzkörper-Wahrnehmung zu gehen.
Die Finger bewegen etwas.
Oberarme anheben und etwas nach hinten führen.
Den Kopf aufrichten.
Ganz langsam das Kinn senken.
Die Augen behutsam öffnen.
Erst ein bisschen.
Dann mehr.
Dann weiter.
Und die äußere Welt wieder wahrnehmen.
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