09:56

#2 Was ist eigentlich Yoga?

by YOGASTRONG mit Alexa Katharina

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Meditation
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Ein kleiner Exkurs in die Yogaphilosophie: Wenn über Yoga gesprochen wird, werden manchmal völlig unterschiedliche Dinge gemeint. In dieser Folge erfährst du, was eigentlich alles zu Yoga gehört, und kannst für dich entscheiden, welcher Bereich im Yoga dich interessiert.

Transkription

Und herzlich willkommen zu meinem Yoga Strong Podcast.

Das hier ist schon die zweite Episode und ich freue mich riesig,

Dass ihr heute eingeschaltet habt.

Ich bin Alexa Katharina und heute beschäftigen wir uns mit der Frage,

Was denn eigentlich Yoga ist.

Ich habe euch über Instagram gefragt,

Was für euch Yoga ist und habe ganz unterschiedliche Antworten von euch erhalten.

Ich lese einige einmal vor.

Selbstliebe,

Meinem Körper näher kommen,

Jeden Tag etwas für mich und meinen Körper tun.

Yoga ist für mich Teil eines bewussten Lebensstils.

Yoga hilft mir,

Mich selbst kennenzulernen.

Meine Quality Time.

Yoga tut mir einfach extrem gut.

Yoga ist Ausgleich,

Me-Time,

Sport und Meditation.

Ja,

Ganz unterschiedliche Antworten habe ich von euch erhalten.

Von Entspannung zur sportlichen Aktivität.

Doch was gehört eigentlich alles zu Yoga?

Ist Yoga ein Sport oder eher Meditation?

Heute werden wir uns das einmal genauer anschauen.

Wenn dich das auch interessiert,

Dann bist du hier heute genau richtig.

Yoga ist viel mehr als nur irgendwelche körperlichen Übungen.

Yoga bringt dich näher zu dir selbst und wir werden hier jetzt nicht irgendwie mega tief in die Yoga Philosophie einsteigen,

Aber wir werden uns anschauen,

Was denn so alles zum Yoga gehört.

Ursprünglich,

Also ganz,

Ganz,

Ganz früher,

Bestand Yoga nur aus Meditation.

Die klassische Meditationshaltung im Lotus-Sitz,

Also da sitzt man wie im Schneidersitz,

Nur eben,

Dass die Füße zu den Leisten gegeben werden,

War so die klassische Yoga-Haltung.

Und jeder,

Der das mal ausprobiert hat,

Also ich mache das gerne im halben Lotus für den Ganzen,

Bekomme ich selbst nicht hin,

Merkt schnell,

Wie anstrengend diese Übung eigentlich sein kann.

Und dann kamen nach und nach körperliche Übungen dazu,

Um den Körper zu kräftigen,

Zu mobilisieren und natürlich auch flexibel zu halten.

Und das eigentlich alles nur,

Damit man ganz lange beschwerdefrei meditieren kann.

Diese Übungen haben positive Auswirkungen auf den Körper und auf den Geist und wurden deshalb immer weiter ausgebaut.

Im 15.

Jahrhundert entstand dann der erste Text,

Der auch die körperlichen Übungen mit einbezieht.

Es gibt einige Werke von Juris,

Auf der bis heute noch unsere Yoga-Praxis aufgebaut ist.

Ziel ist es,

Den Geist zu reinigen und mit diesem so rein und unverschleiert wie nur möglich in die Welt zu blicken.

Im Ashtanga-Yoga oder auch im Raksha-Yoga gibt es dazu einen achtgliedrigen Pfad,

Den ich euch gerne erzählen möchte.

Für mich selbst kann ich den Leitfaden sehr gut im Alltag anwenden.

Es geht vor allem darum,

Wie wir mit uns selbst und mit den anderen umgehen sollten.

Ich bin mit mir selbst eine lange Zeit in meinem Leben nicht so gut umgegangen und deswegen hilft mir dieser Leitfaden immer da zurückzufinden.

Erst erzähle ich euch einmal von den acht Punkten und dann gehen wir auf die ersten zwei noch ein bisschen genauer ein.

Nummer eins ist Yama.

Das ist das zwischenmenschliche Verhalten.

Als zweiter Punkt sind die Niyamas,

Der Umgang mit uns selbst.

Danach kommen die Asanas,

Von denen haben bestimmt einige von euch schon mal gehört.

Das sind die körperlichen Übungen,

Also das,

Was wir so immer im Yoga-Unterricht meistens praktizieren.

Punkt Nummer vier ist Pranayama.

Das sind verschiedene Atemtechniken.

Prana bezeichnet die Lebensenergie.

Durch Achtsamkeit und Üben können unser Körper und unser Geist positiv beeinflusst werden.

Pratyayara.

Ich hoffe,

Ich habe es richtig ausgesprochen.

Sonst,

Liebe Yogis,

Schreibt mir gerne.

Dabei werden die Sinne zurückgezogen und achtsam wahrgenommen,

Was so in einem selbst passiert.

Dharma ist die Konzentration auf ein Objekt,

Also die Fähigkeit,

Dort zu bleiben,

Wo man jetzt gerade ist und den Fokus dort zu finden.

Dhyana,

Die Meditation,

Die sagt bestimmt auch vielen von euch etwas.

Das ist ein Zustand,

Bei dem die Gedanken und das Ego keine Rolle mehr spielen sollten.

Samadhi ist die letzte und höchste Stufe,

Die erreicht werden kann,

Also das Vollkommene,

Die Verwirklichung eines höheren Selbst,

Also dass man mit sich so vollkommen im Reinen und zufrieden ist.

Ich möchte jetzt noch mal auf die Yamas und Niyamas eingehen,

Also Punkt eins und zwei.

Das ist die innere Haltung und unsere Werte,

Die wir haben.

Yama ist das zwischenmenschliche Verhalten.

Da gibt es fünf verschiedene Punkte.

Punkt eins ist Ahimsa.

Das bedeutet keine Gewalt,

Also Rücksicht nehmen in Gedanken,

Worten und Taten,

Aber nicht nur Rücksicht gegenüber von anderen.

Klar,

Man kann auch zum Beispiel sagen,

Hey,

Ich soll niemanden schlagen.

Ja,

Das ist klar,

Aber es ist auch die Gewalt gegen mich.

Das heißt,

Wenn ich mich zum Beispiel in der Yoga-Praxis in irgendeine Position reinzwängen möchte,

Dann ist es Gewalt gegen mich.

So gehört dazu aber auch Gewalt im Alltag mit Worten,

Zum Beispiel gegenüber Kollegen,

Dem Partner oder sonstige Personen,

Mit denen ich zu tun habe.

Gleich auch als Chef gegenüber von meinen Angestellten,

Wenn ich die Leute mit gewalttätigen Worten sozusagen beschimpfe.

Satia,

Die Ehrlichkeit.

Das ist ganz leicht,

Sage die Wahrheit.

Sei authentisch,

Sei du selbst,

Sei ehrlich.

Der dritte Punkt ist Asteya,

Kein Stehlen.

Hierzu gehört auch nicht neidisch sein und sich nicht mit Taten rühmen,

Die man nicht selbst begangen hat.

Punkt Nummer vier ist Brahmcharia,

Auch ein sehr schwieriges Wort.

Dieser Punkt wird oft mit Treue übersetzt,

Aber auch teilweise mit sexueller Enthaltsamkeit.

Für mich hat dieser Punkt eher was mit Handlungen zu tun,

Nämlich dass man alles in Maßen tut und nicht übertrieben handeln soll.

Dann kommen wir zum letzten Punkt der Yamas,

Aparigraha.

Das bedeutet so viel wie nicht gierig sein,

Also dass man Dinge nicht anhäufen sollte,

Die man in Wirklichkeit gar nicht braucht.

Für mich hat das sehr viel mit Minimalismus zu tun.

Ich mag es nicht,

Wenn ich mich mit Dingen belaste,

Die eigentlich unnütz sind und genauso zählt es natürlich auch für Gedanken,

Dass man sich nicht mit Gedanken belastet,

Die gar nichts nutzen und dass man daraus lernt,

Das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden.

Dann kommen wir jetzt zu den Niyamas,

Wie wir uns selbst behandeln.

Punkt eins ist Saucha.

Das ist die Bedeutung von Reinheit von innen und von außen.

Das heißt für mich ernähre dich gut und achte auf die Sauberkeit deines Körpers und deiner Seele.

Das heißt zum Beispiel auch für mich negative Gedanken loszulassen.

Nummer zwei ist Santoscha.

Das bedeutet Zufriedenheit,

Also dass wir wertschätzen wer wir eigentlich selbst sind und zufrieden sind mit dem was wir haben.

Nummer drei sind Tapas,

Bemühungen.

Das ist für mich strenge dich an,

Um alles was du tust so gut wie nur möglich zu machen.

Rede und handle stets mit Achtsamkeit.

Zwarte Jaja ist die Selbstreflexion.

Das finde ich einen ganz ganz wichtigen Punkt.

Beobachte und erforsche dich selbst.

Mache dir Gedanken darüber,

Was du sagst und was du tust und warum.

Wo stehe ich im Moment und wo ist mein Ziel,

Wo möchte ich hin.

Und jetzt kommt das absolut schwierigste Wort überhaupt.

Das schwierigste Wort was ich jemals gehört habe.

Ich warabradidana,

Das Vertrauen in eine höhere Kraft.

Das kann einmal eine göttliche sein,

Aber es kann auch die Kraft in mir selbst sein.

So das ging jetzt alles ein bisschen in die Yoga Philosophie.

Das waren zum Ende noch die Yamas und die Niyamas,

Also wie wir andere behandeln sollten und wie wir uns behandeln sollten.

Für mich selbst ist Yoga ein Weg,

Der mir hilft,

Meinen Körper und meinen Geist gesund zu halten.

Durch verschiedene Techniken schaffe ich es,

Meine Gedanken zu ordnen und gesund zu halten,

Meinen Körper wert zu schätzen,

Zu lieben und ihm das zu geben,

Was er gerade braucht.

Ich schaffe es,

Stress im Alltag zu reduzieren und bin mir sicher,

Dass ich persönlich durch Yoga das Leben mehr genießen kann.

Durch Yoga habe ich es geschafft,

Emotionale Blockaden zu lösen und meine Depression zu therapieren.

Ich bin sicherlich nicht die spirituellste Person,

Die es gibt,

Aber das muss man beim Yoga auch gar nicht sein.

Wichtig ist,

Dass du deinen eigenen Weg findest,

Auch deinen eigenen Yoga Weg.

Was für dich Yoga ist,

Darfst und sollst du völlig selbst entscheiden.

Yoga ist keine Religion.

Wir sind alle Individuen und jeder darf und soll selbst entscheiden,

Was er möchte.

Es gibt viele verschiedene Yoga Stile.

Finde den einen,

Der zu dir passt.

Aber dazu erzähle ich dir mehr in der nächsten Podcast Folge.

Bis dahin würde ich mich riesig freuen,

Wenn wir uns auf Instagram sehen.

Da findest du mich nämlich unter dem Namen Alexa-Katharina.

Außerdem würde ich mich riesig freuen,

Wenn du Teil meiner privaten Facebook-Gruppe wirst und dich mit anderen aus der Yoga Strong Community austauscht.

Ich verlinke alles in den Show Notes.

Bis dahin wünsche ich dir eine wunderbare Woche.

Bis bald und Namaste.

4.3 (6)

Neueste Bewertungen

Tati

July 3, 2022

Wunderbar🙋🏼‍♀️🌈🙏

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