27:15

#2 Meditieren lernen – Was du zu Beginn wissen solltest

by Achtsamkeit mit Anna

rating.1a6a70b7
Bewertet
4.7
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
Aufrufe
892

Willst du meditieren lernen? Dann solltest du dir diese Folge anhören. Denn hier lernst du, warum du meditieren solltes, was Meditation wirklich ist, wie du richtig meditierst, welche positiven Effekte du bemerken wirst und wie du mit Entmutigung umgehst.

Transkription

Willkommen bei Achtsamkeit mit Anna,

Deinem Podcast für die beste Freundschaft mit dir selbst.

Ich bin Anna Hoffmann und meditiere seit acht Jahren täglich.

Warum auch du regelmäßig meditieren solltest,

Was Meditation wirklich ist und wie das geht,

Erfährst du heute in der Sendung.

Los geht's!

Heute will ich einfach mal einsteigen für die unter euch,

Die gar keine bis wenig Erfahrung mit dem Meditieren haben.

Deshalb will ich jetzt erst mal erzählen,

Warum Meditation so toll ist und warum es sehr sinnvoll ist,

Regelmäßig zu meditieren.

Im letzten Beitrag habe ich ja schon davon berichtet,

Dass Meditation meiner Meinung nach das wirksamste Mittel ist,

Um mehr Achtsamkeit zu leben.

Durch Meditation werden wir nämlich viel bewusster und sind daher nicht mehr die Opfer unserer eigenen Unbewusstheit.

Denn wenn du dir mal überlegst,

Wie oft bist du wirklich bei der Sache und wie oft sind es unsere Gewohnheiten,

Die uns lenken und kontrollieren.

In der Meditation ist es so,

Dass wir uns selbst kennenlernen und dadurch werden wir uns darüber bewusst,

Was schon ein ganz großer Schritt ist und langfristig können wir dann sogar die Gewohnheiten ändern,

Die uns limitieren oder uns und anderen schaden.

Mit diesen vielen Gedanken ist es auch so,

Dass sie freundlicher werden,

Wenn wir meditieren.

Die kontrollieren uns dann nicht mehr so sehr,

Sondern wir sie,

Weil wir uns ja über sie bewusst werden.

Wir haben dann auch Einfluss darauf,

Wie wir über Dinge denken und können unsere Gedankenwelt auch positiver gestalten.

Meditation hilft,

Die eigene Mitte zu finden,

Frieden mit sich zu schließen,

Was ganz wichtig ist,

Und auch mit den Dingen,

Die wir nicht ändern können.

Und weil es ja hier auch ganz viel um das Thema Selbstfreundschaft geht,

Ist das etwas,

Was wirklich essentiell ist.

Durch Meditation lernen wir auch,

Weder an den Dingen,

Die natürlicherweise wieder vergehen,

Zu sehr festzuhalten,

Noch uns gegen die Sachen,

Die uns nicht so gut gefallen,

Zu wehren.

Und das hilft uns,

Im Allgemeinen flexibler zu sein und die Dinge auch mal anders zu betrachten.

Es entsteht also auch viel mehr Offenheit bei uns.

Dadurch entsteht dann auch Gelassenheit und Ruhe und wir erkennen uns selbst.

Also,

Wenn man das vergleicht,

Wenn du dir vorstellst,

Du selbst bist das Meer und alle deine Gedanken sind Wellen,

Dann über die Meditation lernst du,

Das Meer zu sehen und nicht mehr nur die Wellen,

Die hochkommen.

Genauso ist es mit einem Spiegel,

Wenn du dir vorstellst,

Du siehst eigentlich den ganzen Tag die Bilder im Spiegel,

Nicht aber wirklich,

Was der Spiegel ist.

Und das ist total spannend,

Weil du das durch Meditationen mehr und mehr herausfindest.

An diesem natürlichen Zustand,

Den man einfach hat,

Gewöhnt man sich und die Konsequenz davon ist dann wirkliche Zufriedenheit und Freude,

Die einfach ganz aus einem Selbst heraus entsteht.

Also,

Wenn man das dann mal integriert hat in seinen Alltag,

Dann wird man auch Stück für Stück unerschütterlich und angstfrei.

Und bevor ich dir jetzt erzähle,

Wie du das alles durch Meditation trainieren kannst,

Will ich aber erst mal noch mit ein paar Mythen um die Meditation aufräumen.

Wer mich schon ein bisschen kennt,

Der weiß ja,

Ich räume gerne mit Mythen auf,

Weil es so viel über Meditation und Achtsamkeit mittlerweile gibt,

Aber so falsch verbreitet wird,

So dass ich möchte,

Wenn du jetzt gerade im Begriff bist,

Dich dafür zu interessieren,

Dass du weißt,

Was das wirklich ist und dass du da keine falschen Informationen bekommst.

Deswegen fange ich jetzt mal damit an,

Was Meditation nicht ist.

Also Meditation ist ja ein relativ gängiger Begriff und auch total angesagt momentan und wenn man Meditation mal bei Google eingibt oder sich die Influencer anschaut,

Die über Meditation berichten,

Dann sieht man ganz oft,

Dass die so spannende Handgesten machen oder Musik beim Meditieren hören oder am besten sogar noch eigene Meditationen anbieten,

Das gibt es nämlich leider auch oft.

Das sind dann Influencer oder bekannte Gurus,

Selbst einander,

Die sagen,

Ja,

Das ist hier meine eigene Meditation,

Die mache ich jeden Morgen und ich zeige dir jetzt,

Wie das geht.

Also sowas wie,

Mit dieser Meditation kommst du zu mehr Selbstliebe oder mit dieser Meditation weißt du,

Welchen Job du machen willst.

Und da muss ich jetzt mal ganz klar sagen,

Nein,

Das ist nicht Meditation.

Es geht nämlich nicht darum,

Den Geist,

Also dich,

In einen bestimmten Zustand zu versetzen,

Wo du besondere fantastische Dinge erlebst oder Visionen hast,

Lichter siehst.

Nein,

Es geht nicht darum,

Den Geist zu etwas zu bringen oder irgendwelche Gefühle und Gedanken hervorzurufen.

Es gibt ja Leute,

Die nehmen sogar extra LSD,

Um bestimmte Erlebnisse hervorzurufen,

Die sie dann Meditation nennen.

Und das ist total verrückt.

Oder sie versuchen,

Bestimmte Gefühle im Körper zu erzeugen und spielen Musik.

Das mag schön sein,

Es sind aber letztlich alles nur verschiedene Gefühle,

Die künstlich kreiert und erlebt werden.

Und deshalb zählen auch Traumreisen,

Nicht zur Meditation.

Die ermöglichen zwar Entspannung und Arbeiten mit Vorstellungskraft,

Haben aber nicht dieselbe Wirkung.

Mit Musik und Bildern,

Die man sich dann vor das innere Auge holt,

Ist das eher,

Ja,

Ich würde mal sagen Urlaub vom anstrengenden Alltag.

Meditation hat auch nichts mit Nachdenken.

Man sagt ja oft,

Ich meditiere über etwas.

Das hat aber nichts mit,

Ich denke jetzt mal darüber nachzutun,

Hat auch nichts mit Wünschen zu tun und auch nichts mit Beten.

Das bedeutet aber auch nicht,

Dass das jetzt alles schlechte Dinge sind.

Also ich habe nichts gegen Wünschen,

Nichts gegen Beten.

Nachdenken ist auch super,

Aber es ist halt nicht Meditation.

Das hat tolle Effekte teilweise,

Also diese Sachen können auch die Gesundheit fördern und das allgemeine Wohlbefinden,

Vielleicht bei der Lösungssuche helfen,

Aber sie wirken halt anders und vor allem oberflächlicher.

Man könnte eher sagen,

Das sind dann Vorstufen von Meditation,

Wirken aber halt nicht so effektiv wie das,

Was ich mit Meditation meine und was auch normalerweise unter Meditation verstanden wird.

Das Problematische nämlich an diesen Sachen,

Die ich gerade genannt habe,

Ist,

Wenn wir jetzt mal bei dieser Spiegelmetapher,

Die ich vorhin genannt habe,

Bleiben,

Also dass man ja nicht den Spiegel sieht,

Sondern nur die Bilder,

Die er reflektiert,

Dann ist es bei diesen Übungen immer noch so,

Dass man mit den Bildern beschäftigt ist und nicht mit dem Spiegel.

Genauso ist es auch,

Das Auge ist ja den ganzen Tag am Sehen,

Am Eindruck verarbeiten,

Am Wahrnehmen.

Es kann schöne Dinge sehen,

Es kann auch schlechte Dinge sehen,

Aber sich selbst sieht es halt nicht.

Und die Meditation ist aber das,

Was im Beispiel des Auges oder am Beispiel des Auges hilft,

Sich selbst zu erkennen.

Genauso wie mit dem Spiegel,

Zu sehen,

Was ist der Spiegel und nicht sich mit diesen ganzen Bildern zu beschäftigen.

Und wenn man irgendwelche Traumreisen macht oder Meditationen,

Die einen irgendwo hinbringen sollen,

Dann ist es genauso wieder ein schönes Bild im Spiegel,

Aber eben nicht der Spiegel.

Ich hoffe,

Das war verständlich ausgedrückt.

Und was ich dir jetzt sagen will,

Ist,

Was Meditation eigentlich ist.

Dazu möchte ich ganz vorneweg sagen,

Es gibt nicht die Meditation.

Wir sind alle total verschieden,

Alle Menschen sind anders,

Und deswegen gibt es ja auch unterschiedliche Arten von,

Also spirituelle Ansätze,

Die Meditation benutzen.

Und deswegen ist es auch immer Typsache,

Welche Meditation für wen gut ist.

Die Bedeutung ist aber relativ klar,

Und gemeinsam haben alle Meditationen,

Dass es darum geht,

Den Geist zu beruhigen,

Also das,

Was die ganze Zeit Gedanken und mit Gedanken und Konzepten beschäftigt ist,

Zur Ruhe zu bringen.

Und das ist dann auch die Meditation,

Die für alle Menschen geeignet ist,

Oder das ist das,

Was alle Meditationen miteinander verbindet,

Und deswegen können auch alle Menschen das tun.

Meditieren bedeutet eigentlich zu üben,

Einsgerichtet,

Stabil,

Klar,

Nicht verwirrt oder abgelenkt zu sein.

Und es geht darum,

Sich in einen ausgeglichenen Zustand zu bringen,

Der frei von Extremen ist,

So dass man einfach in dem verweilen kann,

Was ist.

Das ist spannend,

Weil normalerweise sind wir Menschen es ja gar nicht gewohnt,

Ausgeglichen zu sein.

Deshalb fühlt sich die Meditation zu Beginn auch noch sehr unnatürlich an.

Unser natürlicher Zustand ist es eher,

Allen möglichen Gedanken den ganzen Tag nachzugehen.

Und deshalb sind uns Verwirrungen,

Dieses ständige Denken und auch Ruhelosigkeit viel vertrauter als Entspannung oder Gleichmut.

Durch Meditation lernen wir aber das zu erfahren,

Was eigentlich da ist,

Und zwar ganz ungefählt hat.

Wir lernen uns zu konzentrieren und diese störenden Eindrücke,

Die wir den ganzen Tag über haben,

In Form von Gedanken zu kontrollieren.

Und dass wir normalerweise gar keine Kontrolle über unseren Geist haben und über unsere Gedanken,

Zeigt sich darin,

Dass wir,

Wenn wir versuchen,

Uns auf etwas zu konzentrieren,

Dann nach ein paar Sekunden entweder müde werden oder an alle möglichen Dinge denken müssen.

Und meistens passiert es ja auch total unbewusst,

So dass man bei irgendeinem Gedanken ankommt und sich fragt,

Wie man da eigentlich hingekommen ist.

Man ist also die meiste Zeit seines Lebens,

Wenn man das mal so betrachtet,

Unbewusst.

Aber das kann man ja trainieren,

Also bewusster zu werden und dadurch das Leben dann auch intensiver zu erleben.

Damit bekommt man dann auch die Kontrolle über die eigenen Gedanken und Gefühle und das geht,

Also dieses Training ist dann die Meditation.

Und jetzt fragst du dich wahrscheinlich auch,

Wie man meditiert.

Und wie meditiert man jetzt?

Also wichtig ist zu sagen,

Dass zur Meditation auf jeden Fall auch Anstrengung und Geduld gehören.

Bis man das Meditieren beherrscht und auch Erfolge sieht,

Dauert es.

Am Anfang kann man auch noch nicht lange meditieren,

Das ist wie beim Sport auch,

Wenn du eine neue Sportart anfängst oder beziehungsweise dann bei jedem Muskel,

Den man trainiert,

Man kann noch nicht direkt top level sein und losballern.

Die grundlegendste Form der Meditation,

Die wirklich jeder üben kann,

Wo es wie vorhin gesagt darum geht,

Einfach sich zu beruhigen und das ist die Grundlage jeder Meditation,

Ist die auf den Atem.

Also man konzentriert sich einfach auf den Atem,

Darauf,

Wie er an der Nasenspitze kommt und auch wieder geht.

Also einfach einatmen und immer am Atem bleiben,

Einfach in den Atem rein spüren.

Du musst den Atem dann nicht halten,

Nicht schneller oder langsamer machen,

Sondern dich einfach darauf konzentrieren.

Ja und warum man das macht?

Der Atem ist was ganz Besonderes,

Dazu werde ich auch noch mal eine Folge machen,

Aber so die psychologische Komponente daran ist,

Dass der Atem ein bisschen wie ein Spielzeug für den eigenen Geist ist.

Also man hat dann was,

Weil wir ja immer mit irgendwas beschäftigt sind,

Das ist einfach unsere Natur,

Wir sind immer am Wahrnehmen,

Aber anstelle uns mit sinnlosen Gedanken zu beschäftigen,

Sagen wir,

Okay,

Jetzt hast du was,

Auf was du dich konzentrieren kannst,

Das ist dann der Atem.

Wenn wir das machen,

Dann nehmen wir ja was wahr,

Aber können in der Zeit Abstand von dem nehmen,

Was uns normalerweise immer ablenkt.

Wenn wir das nicht machen und einfach nur da sitzen,

Dann sind wir ja mit unseren Gedanken irgendwo unterwegs oder wir werden wie betäubt oder unser Körper macht nicht richtig mit,

Alles tut auf einmal weh oder es fällt uns schwer,

Aufrecht zu sitzen und da hilft halt der Atem,

Der nicht zu interessant ist,

Aber uns trotzdem beschäftigt hält.

Und jetzt zu diesen ganzen grundlegenden Sachen,

Also wenn du meditierst,

Ist es wichtig,

Relativ aufrecht zu sitzen,

Denn wir leben ja nun mal mit unserem Körper in dieser Welt und wir erfahren alles über den Körper und deswegen ist es auch wichtig,

Eine Position einzunehmen,

Die die Meditation,

Also das,

Was man mit dem Geist dann macht,

Mit dem Körper zu unterstützen.

Ein gerader Rücken ist dann sehr wichtig,

Weil der uns dabei hilft,

Uns besser zu konzentrieren,

Das merkst du ja auch so,

Wenn du dich gerade hinsetzt oder gerade hinstellst,

Dann ist direkt die Aufmerksamkeit viel mehr bei dem,

Was du gerade machst.

Und man weiß ja heute auch,

Dass die Haltung,

Die körperliche Haltung,

Das Innenleben beeinflusst.

Man wusste ja schon sehr lange,

Dass man,

Je nachdem wie man sich fühlt,

Das auch über den Körper ausdrückt,

Aber mittlerweile weiß man auch,

Dass man sein Innenleben sehr gut auch durch die Körpersprache beeinflussen kann.

Und jetzt zur Sitzhaltung,

Also am besten setzt du dich auf den Boden,

Einfach im Schneidersitz und es ist immer bequemer,

Wenn man sich ein Kissen,

Also ein extra Meditationskissen,

Aber am Anfang tut es auch,

Ein dickes Sofakissen drunter legt oder wer das nicht kann,

Der kann auch auf dem Stuhl sitzen,

Denn anders als in asiatischen Kulturen,

Wo man schon sehr früh meditiert und auf dem Boden dafür sitzt,

Sind wir es ja einfach gar nicht gewohnt.

Und die Hände,

Die müssen auch nicht in einer besonderen Geste sein,

Wie man das immer auf diesen ganzen Bildern sieht,

Sondern die legt man einfach ganz locker auf die Knie.

Die Schultern entspannt man,

Aber zieht sie so ein bisschen auch zurück,

So dass man eben gerade bleibt und der Kopf ist auch gerade.

So ein bisschen kann man ihn nach vorne beugen,

Dass das Kinn ein bisschen eingezogen ist und dann atmet man ganz normal durch die Nase und die Augen bleiben am besten geschlossen.

Das hilft dir,

Nicht noch weiter abgelenkt zu sein.

Ja und dann konzentrierst du dich auf diesen Atem,

Aber auch nicht künstlich oder zu steif,

Es soll einfach nur dein Fokus darauf liegen und das machst du so lange,

Wie es dir Spaß macht.

Länger ist natürlich besser,

Aber es ist auch wichtig,

Das Ganze ohne Zwänge zu machen.

Du beginnst also deswegen auch am Anfang mit kurzen Einheiten und wiederholst sie besser,

Anstatt alle Energie in eine lange Zunge zu stecken.

Und mach dir bitte auch am Anfang nicht so viel Druck und hör einfach lieber auf,

Wenn du es partout nicht mehr schaffst,

Dich zu konzentrieren,

Weil sonst entsteht ja so ein Gegendruck im Geist und Abneigung auch zur Meditation und dann wirst du lange nicht mehr meditieren wollen.

Und ein bisschen,

Also nur zehn Minuten beispielsweise am Tag oder fünf zu meditieren,

Ist auch hier,

Genauso wie beim Sport,

Besser als gar nichts zu machen.

Und bitte denkt auch nicht,

Dass jetzt,

Nachdem ihr euch das angehört habt,

Ihr zweimal meditiert und dann ist euer Leben auf einmal total perfekt.

Also sei liebevoll mit dir hier auch.

Die Effekte der Meditation stellen sich eher schleichend ein.

Irgendwann stellt man dann auf einmal fest,

Dass sich was geändert hat,

Aber das geht eben nicht wie mit einem Zauberstab.

Bei mir hat es zum Beispiel einige Monate gedauert und es ändert sich immer noch permanent was.

Und das Gute ist aber,

Dass du diesen Fortschritt dir dann auch keiner mehr nehmen kann.

Meditation ist eine Konditionierung,

Wie alles andere auch,

Und es braucht einfach Zeit,

Bis es zur Gewohnheit geworden ist.

Wenn es aber dann soweit ist,

Dann ist es einfach wie ein Selbstläufer.

Und dann möchte ich dir noch,

Der Ehrlichkeit halber,

Was sagen,

Nämlich,

Dass es auch nicht so angenehme Erlebnisse geben kann,

Wenn man meditiert,

Die einen vielleicht entmutigen.

Und ich nenne das jetzt mal Nebenwirkungen.

Wie immer mit den Erwartungen,

Wenn man denkt,

Ja meditieren ist ganz einfach und man sitzt da einfach und versucht möglichst konzentriert und gelassen zu sein,

Aber wie gesagt,

Das ist für uns nicht natürlich und deswegen ist es,

Wenn wir das zum allerersten Mal machen oder die allererste Zeit,

Auch schwierig.

Zum einen sind es Gedanken,

Die ständig hochkommen und die stören natürlich unser Bewusstsein und unsere Absicht,

Uns zu konzentrieren.

Typische Gedanken sind zum Beispiel die,

Dass man anfängt,

Was zu bereuen.

Also das war bei mir immer so,

Dass ich dann da saß und dann kamen irgendwelche Sachen hoch,

Wo ich dachte,

Diese typischen Stirnklatscher.

Ich weiß nicht,

Ob du das kennst,

Aber wenn man so denkt,

Das habe ich damals denn da gemacht.

Ja,

Oder man fängt plötzlich an,

Sich zu hinterfragen,

Alles zu hinterfragen und warum man denn hier auf diesem Kissen sitzt und was man da tut.

Und dann kommt darauf on top natürlich noch die Erkenntnis,

Dass man noch nicht so weit ist,

Also dass man eben seine Gedanken noch nicht so gut kontrollieren kann und das kann auch frustrierend sein.

Aber das ist tatsächlich eigentlich schon der erste Schritt,

Dass man sich überhaupt dieser ganzen ständigen Gehirnpenetration und diesen ganzen Gedanken bewusst wird.

Und sei auch da wieder liebevoll mit dir bitte,

Weil es geht ja hier um die Freundschaft zu dir selbst.

Diese Gedanken,

Die sind ganz natürlich,

Das heißt nicht,

Dass du die bekommen musst,

Aber wenn du sie hast,

Dann ist das ganz normal.

Und das Ziel der Meditation ist ja einfach auch,

Diese Hindernisse zu ignorieren und diesen Gedanken,

Die ganz natürlich sind,

Wie gesagt,

Einfach nur nicht mehr nachzugehen.

Geh dann einfach,

Wenn dir das in der Meditation auffällt,

Oh jetzt denke ich wieder über das Einkaufen nach oder über gestern oder ich bereue irgendwas oder ich kriege es nicht hin,

Dann gehst du einfach zurück zum Atem.

Das ist wie mit so einem kleinen Hundewelpen,

Den man auf den Boden setzt und er fängt an zu erkunden und dann kommt aber die Zone,

Wo er eigentlich nicht hin darf und dann packt man ihn und setzt ihn einfach wieder zurück da,

Wo er bleiben darf.

Und dann wird er wieder versuchen rauszulaufen und dann nimmst du ihn wieder und setzt ihn wieder zurück auf seinen Platz.

Und so ist das auch mit den Gedanken.

Was auch total häufig vorkommt,

Also was ich von mir auch sehr gut kenne,

Ist Müdigkeit.

Und das kommt daher,

Dass man noch nicht gewohnt ist,

Seine Gedanken zu kontrollieren oder diese Konzentration ist total ungewohnt.

Und wenn du Probleme damit hast,

Dann höre einfach auf,

Wenn du müde wirst.

Und um dem vorzubeugen,

Habe ich einen Tipp,

Nämlich möglichst vor der Meditation nicht so schwer zu essen.

Und falls es sehr schwerfällt,

Dich zu konzentrieren,

Also wenn du das Gegenteil von Müdigkeit erfährst und eher so eine Fahrigkeit,

Dann kannst du mal probieren,

Vor der Meditation gerade vielleicht noch mal was schwereres zu essen,

Sodass du ein bisschen runterkommst.

Und wie jetzt schon öfter gesagt,

Bitte ich dich einfach mit Spaß bei der Sache zu bleiben.

Also natürlich muss man das mit dem Meditieren üben und es ist wie auch beim Sport,

Dass man sich vielleicht manchmal dazu überwinden muss,

Aber danach fühlt man sich immer besser.

Auch das ist wichtig im Kopf zu behalten.

Und wenn du Phasen erlebst,

In denen du auf gar keinen Fall meditieren willst,

Dann ist das auch eher ein Zeichen dafür,

Dass du die Konzentration in den Meditationen vorher viel zu sehr gewollt hast.

Also auch da,

Das ist wie eine Art Muskelkater,

Da muss man auch aufpassen,

Dass man es nicht übertreibt.

Und was du bitte auch nicht machen sollst,

Ist,

Erwartungen zu haben,

Dass wenn dir jetzt eine Meditation besonders gut gefallen hat,

Dass du es beim nächsten Mal genauso sein musst.

Weil es ist natürlich klar,

Dass man das möchte,

Aber das Ziel ist ja,

Zu trainieren,

Dass man gut mit dem ist,

Was ist.

Und Ziel ist es ja auch,

Dass wir diese Gewohnheit unterbrechen wollen,

Ständig nach dem zu suchen,

Was uns glücklich macht.

Und das ist natürlich nicht einfach,

Weil das ist die stärkste Gewohnheit von allen.

Wir sind permanent auf der Suche nach Glück,

Was nicht schlecht ist,

Aber dass wir uns einfach,

Dass wir lernen,

Uns nicht so sehr davon abhängig zu machen.

Und die Meditation hilft uns dann,

Über diese Gewohnheit bewusst zu werden und auch immer wieder abschneiden zu können.

Also denk an den Hundewelpen,

Einfach immer wieder zurück auf das Jetzt zu kommen.

Wenn wir das regelmäßig üben mit der Meditation,

Erwischen wir uns irgendwann auch mal im Alltag,

Dass wir mit unseren Gedanken abdriften oder komisch werden und haben aber ein ganz neues Bewusstsein darüber.

Das heißt,

Wir können dann eingreifen und wir können uns dann auch wieder auf den Moment besinnen und das ist dann schon ein richtig großer Schritt zur Achtsamkeit.

So,

Jetzt habe ich dir eigentlich das,

Was für den Anfang besonders wichtig ist,

Schon gesagt.

Und wenn du jetzt beginnst zu meditieren und das über einen längeren Zeitraum regelmäßig machst,

Dann wirst du irgendwann feststellen,

Dass du auch diese Einheiten immer länger machen möchtest,

Weil es so schön ist.

Und das kannst du gerne tun und es wird sich auch mit der Zeit immer müheloser anfühlen.

Also es ist dann auch einfach Entspannung an sich,

Einfach weil du meditierst.

Irgendwann wirst du dann auch,

Wenn du regelmäßig meditierst,

Öfter und auch langfristiger Freude erfahren,

Sowohl auf körperlicher als auch mentaler Ebene,

Weil du dann vielleicht auch mal den Zustand erreichst,

In dem du gar nichts denkst und es einfach gar keine störenden Gedanken gibt.

Das ist dann ein ganz kurzer Moment nur,

Das ist auch nicht das Ziel.

Also bitte denk jetzt nicht,

Du darfst nichts denken oder du musst diesen Zustand erreichen,

Aber das ist auch einfach mal ein schönes Gefühl,

Weil dann bist du ja schon ganz nah dran an dem,

Was eigentlich ist.

Also quasi du kommst dem Spiegel immer näher und das ist eine sehr schöne Entwicklung.

Und das alles führt halt dazu,

Dass du dann auch im Alltag immer klarer wirst.

Also diese ganze Vorstellung über uns allen liegt durch diese ganzen Gedanken,

Konzepte und Ideen,

So ein kleiner Schleier aus Dummheit,

Der immer mehr verschwindet,

Je mehr wir klar werden,

Je mehr wir meditieren,

Je mehr wir achtsam werden.

Und diese Klarheit,

Das ist ja so,

Versuchen ja einige Menschen mit Drogen,

Ob legal oder illegal,

Künstlich herbeizuführen,

Durch Kaffee,

Durch Koks,

Was auch immer.

Und den erreichst du aber über die Meditation langfristig ganz natürlich.

Und wenn wir ganz große Freude erfahren,

Von der ich auch gerade schon gesprochen habe,

Dann sollte man das aber auch nicht überbewerten oder sich davon abhängig zu machen,

Denn das ist ja wiederum das,

Was wir nicht wollen.

Und du kannst dir sicher sein,

Dass auch dieses Gefühl wieder vergeht und wir sind ja dann wieder traurig,

Wenn es vorbei ist,

Wenn wir damit nicht umgehen können,

Dass es geht.

Also wir sollten weder traurig werden über das,

Was wir in der Meditation erfahren,

Noch sollten wir das abfeiern,

Sondern einfach mit dem sein,

Was ist.

Und wenn wir in der Meditation abdriften,

Den Gedanken immer wieder auf den Atem zurücksetzen.

Natürlich ist es auch so,

Wenn du regelmäßig meditierst,

Dann hilft dir das auch im Alltag,

Neutral zu bleiben und dich nicht von diesen Gefühlen und Gedanken,

Die kommen,

Dominieren zu lassen.

Und dann bist du natürlich auch soweit,

Dass du immer weniger hoffen oder fürchten musst,

Sondern einfach öfter im Moment bleibst.

Und das hat natürlich auch wieder den super positiven Effekt auf die Beziehung zu dir selbst,

Dass du auch mit dir selbst mehr ins Reine kommst,

Dass du dich gelassener betrachten kannst und dass du dich besser annehmen kannst,

Was natürlich schön ist und was auch logisch ist,

Wenn man dem gefolgt hat,

Was ich jetzt gesagt habe.

Weil ja im Allgemeinen du auch durch die Meditation lernst,

Mit schwierigen Situationen besser umzugehen.

Und das ist ja,

Davon sind viele von uns betroffen,

Die mit sich noch nicht die allerbeste Freundschaft pflegen.

Gefühle,

Die dann negativ sind oder die störend sind,

Die lernen wir durch die Meditation einfach vorbeiziehen zu lassen.

Wir müssen da nicht darauf eingehen und das entspannt ungemein.

Gleichzeitig ist es aber auch eine Riesenerkenntnis,

Dass man überhaupt beobachtet,

Dass man abgelenkt ist oder gerade im Begriff ist,

Komische Gefühle zu bekommen.

Und dann kann man liebevoll einfach sagen,

Nein,

Stopp hier,

Zurück in den Moment.

Und vorher ist man halt diesen Störungen einfach nachgegangen und hat damit relativ viele schlechte Gewohnheiten auch aufgebaut.

Und wenn du soweit bist,

Dann ist das schon ein sehr,

Sehr starkes Zeichen für Achtsamkeit.

Und bis du dahin kommst,

Erfordert das aber auch Willenskraft und Geduld,

Wie gesagt.

Und noch ein toller Effekt von regelmäßiger Meditation ist auch,

Dass du zufriedener sein wirst,

Weil du angenehme Gefühle und angenehme Dinge ganz natürlich aus dir heraus erfährst,

Die dir äußerliche Dinge nicht so geben können oder weil du auch einfach nichts von außen hinzufügen musst.

Das alles,

Was ich jetzt gesagt habe,

Trainieren wir in der Meditation und erleben das oder erfahren das auch in der Meditation.

Aber durch diese Gewohnheit können wir all das auch in den Alltag mitnehmen und haben dadurch einfach auch ein viel schöneres Leben.

So,

Das war jetzt meine Einführung in das Thema Meditation und auch eine kleine Anleitung mit allen Wissenswerten.

Ich wünsche dir sehr,

Dass du jetzt einfach mal vielleicht eine Woche lang,

Zehn Minuten am Tag das ausprobierst und ich bin mir sicher,

Dass es dir gut tut.

Ich freue mich,

Wenn du dein Feedback mit mir oder mit uns auch in der Facebook-Gruppe teilst.

Du kannst auch immer Fragen stellen zu allem,

Was dich jetzt auch besonders beim Thema oder am Thema Meditation interessiert.

Und deswegen komm doch in unsere Selbstfreundschaftsgruppe.

Ich verlinke das auch noch mal in den Shownotes.

Falls es dir aufgefallen ist,

Ja,

Ich habe die umbenannt.

Das war ja vorher die Happy Minds Gruppe.

Da es ja aber hier vor allem um die Freundschaft,

Um die Beziehung zu dir selbst geht,

Dachte ich,

Das ist einfach ein passenderer und klarerer Name auch.

Ja,

Für mehr Tipps und Inspirationen rund um die Themen Achtsamkeit,

Meditation und auch eben die Selbstfreundschaft folgt mir doch auf Instagram.

Ich freue mich,

Mit dir in Kontakt zu sein.

Du kannst mir immer gerne schreiben.

Ich wünsche dir eine wunderbare Zeit bis nächste Woche,

Wo es dann ums Thema Glück geht und das wird sehr,

Sehr aufregend und spannend und erkenntnisreich.

Ich freue mich schon und bis dahin,

Ganz liebe Grüße,

Deine Anna.

4.7 (54)

Neueste Bewertungen

Walter

February 15, 2024

Danke 🙏🏽

Constantin

April 30, 2023

Vielen Dank für den guten Überblick! Insbesondere auch die Hinweise zu möglichen „Nebenwirkungen“ habe ich als sehr hilfreich empfunden.

Lars

January 22, 2023

Ich „meditiere“ seit einem halben Jahr täglich … bin also wohl kein reiner Anfänger mehr. Gleichzeitig war es wunderschön, den Wert und das „Geheimnis“ darin noch einmal so wunderbar einfühlsam gespiegelt zu bekommen. Dank‘ Dir, Anna, dafür …

Sabine

December 21, 2022

Sehr gut erklärt für mich als Anfänger...

Heidi

October 26, 2022

Sehr gut erklärt. Vielen Dank

Simon

September 30, 2022

Tolle Einführung in die Meditation

Barbara

April 14, 2022

Danke für die wunderbare Erklärung. Es motiviert mich zu meditieren.

Yvi

May 31, 2020

Ganz toller Talk, strukturiert, freundlich und ohne stocken. Sehr interessantes Thema, super rübergebracht und auch für Fortgeschrittene sehr aufschlussreich. Morgen geht's zu Folge 3. Danke 🙏🏻💕

Lothar

January 1, 2020

Toll erklärt, tolle Stimme Danke 🙏

Zauselita

December 9, 2019

Danke. Endlich klare Worte zur Meditation!🙏🏻💋

© 2026 Achtsamkeit mit Anna. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

Trusted by 34 million people. It's free.

Insight Timer

Get the app

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else