
Festliches Ruhen - Entspannungspause an den Feiertagen
by Anja Benesch
Feiertage sind oft voller Trubel und Erlebnisse. Es tut gut, sich zwischendurch immer mal wieder Zeit zu nehmen, um einfach nichts zu tun, Anstrengung loszulassen und den Körpererfahrungen Raum zu geben. Die physische Ruhe, das Innehalten und Stillsein unterstützen uns in dieser Übung des „festlichen Ruhens“ dabei, innere Ruhe und Momente der Entspannung zu erleben, die uns neue Kraft für feierliches Miteinander schenken. Gönn dir diese Entspannungspause gerne im Liegen mit einer Decke über dir.
Transkription
Willkommen zum festlichen Ruhen.
Mein Name ist Anja und ich freue mich,
Dass du dir mit mir diese Entspannungspause für die Feiertage gönnst.
Am angenehmsten ist diese Übung sicherlich,
Wenn du sie im Liegen machst.
Ich lade dich ein,
Es dir jetzt bequem zu machen.
Schau,
Dass du weich und angenehm liegst und vielleicht magst du auch eine leichte Decke über dir ausbreiten und irgendwo Kissen hinstecken,
Sodass du wirklich angenehm ruhen kannst.
Wenn es gerne festlich sein darf für dich,
Mach dir ruhig auch eine Kerze an und vielleicht etwas,
Was ein bisschen räuchert,
Einen angenehmen Duft verströmt.
Schau wirklich,
Was du jetzt brauchst,
Um dich einlassen zu können auf dieses festliche Ruhen.
Und während du es dir so bequem machst auf deiner Unterlage,
Merkst du vielleicht,
Dass da auch viele Gedanken sind,
Bilder von Dingen,
Die du erlebt hast,
Heute oder auch in den letzten Tagen.
Vielleicht macht es auch eine Resonanz in deinem Körper,
Dass du merkst,
Auch dein Körper ist damit noch beschäftigt.
Und guck mal,
Ob du das alles einladen kannst,
Mit dir jetzt auf diese Entspannungsreise zu gehen.
Dein ganzer Körper ist eingeladen,
Deine Sprache mit allen Gedanken und Geschichten und Erlebnissen und auch dein Geist mit all den Emotionen und wiederum Geschichten darin.
Alles darf mit auf die Reise,
Darf vielleicht auch ein wenig Vorfreude haben,
Jetzt ein wenig zur Ruhe kommen zu dürfen.
Für das festliche Ruhen bringen wir die Aufmerksamkeit ganz zum Körper.
Wir laden vor allem den Körper ein,
Wirklich innehalten zu dürfen,
Still werden zu dürfen,
Nichts tun zu müssen.
Da ist es immer gut,
Am Anfang erstmal hinzuspüren,
Wie fühlt sich mein Körper gerade eigentlich an.
Und ich lade dich ein,
Jetzt mal genau das zu tun,
Auf Tuchfühlung zu gehen,
Zu spüren all die Stellen,
Wo dein Körper Kontakt hat mit der Unterlage.
Auch zu spüren,
Dass diese Unterlage eine Unterstützung ist,
Die Halt gibt,
Dein Körper hält.
Und du darfst auch das ganze Gewicht deines Körpers abgeben,
Nach unten einsinken in die Unterlage.
Und vielleicht magst du,
So wie ich jetzt einige Male,
Etwas tiefer atmen und mit jedem Ausatmen spüren,
Wie du tiefer einsinkst in diese Unterlage.
Und sende eine tiefe Erlaubnis an dein Körper hier loszulassen,
Alle Anstrengung,
Anspannung,
Die da vielleicht spürbar ist in deinem Körper,
Abzugeben,
Nach unten an die Erde.
Und dich wirklich einfach tragen zu lassen jetzt.
Spür das,
Dass du die Erlaubnis hast,
Einfach da zu sein,
Zu ruhen,
Ohne jetzt in diesem Moment irgendwas Bestimmtes tun zu müssen,
Leisten zu müssen,
Darstellen zu müssen.
Einfach da sein und atmen.
Sei dir gewahr,
Wie dein Ausatmen die Qualität der Entspannung mit sich bringt.
Und wenn du magst,
Dann kannst du mit jedem Einatmen Ruhe einatmen.
Und mit jedem Ausatmen entspannst du mehr,
Verbindest dich tiefer mit der Ruhe.
Spür diese Ruhe in deinem Körper.
Bring deine Aufmerksamkeit für einen Moment zu deinen Händen und sei dir der Ruhe deiner Hände gewahr.
Deine Hände,
Die wahrscheinlich auch heute schon bereits sehr viel getan haben und jetzt nichts tun müssen,
Einfach ruhen dürfen.
Sei dir dieser Ruhe bewusst.
Wenn da irgendein Gefühl von Anspannung,
Enge,
Unbehagen oder Anstrengung ist,
Dann nimm das wahr.
Erlaub dem da zu sein und erlaube auch hier diese Anstrengung loszulassen mit dem Ausatmen und beginne dann langsam mit deiner Aufmerksamkeit durch dein Körper zu wandern,
Zu reisen.
Von deinen Händen bring deine Aufmerksamkeit zu den Unterarmen,
Ellbogen,
Oberarmen,
Den ganzen beiden Armen und spür die Ruhe deiner Arme,
Die physische Ruhe deiner Arme,
Die jetzt nichts tun müssen.
Erlaube der Erfahrung von Ruhe sich auszubreiten,
Wenn du jetzt deine Aufmerksamkeit zu deinen Füßen bringst.
Erlaube auch deinen Füßen jetzt vollkommen zu ruhen.
Vielleicht spürst du da noch das Kribbeln,
Die vielen Schritte,
Die du heute schon gemacht hast.
Und wenn da noch ein Gefühl von Anstrengung damit verbunden ist,
Erlaube dir das jetzt loszulassen mit der nächsten Ausatmung.
Lass jedes Ausatmen eine Vertiefung deiner Erfahrung von Ruhe sein.
Auch wenn du jetzt mit der Aufmerksamkeit weiter gehst,
Über die Fußgelenke beider Beine,
Die Unterschenkel hinauf zu den Knien,
Beide Oberschenkel,
Die Leisten bis zu den Hüften.
Sei dir der Ruhe beider Beine gewahr.
Bleib in Verbindung mit dieser Ruhe und wandere dann jetzt mit deiner Aufmerksamkeit weiter in deinen Unterkörper,
Unterleib,
Wo die Geschlechtsorgane sind,
Viele innere Organe.
Sei dir auch hier der Ruhe deines Körpers gewahr.
Spür die Ruhe auch in allen kleinen inneren Bewegungen,
Die du vielleicht wahrnimmst.
Ein Magengeräusch,
Eine Bewegung im Unterleib,
Vielleicht zwickt es irgendwo.
Schau,
Ob du deine Aufmerksamkeit hier wohlwollend sein lassen kannst,
Allem erlauben kannst,
So zu sein,
Wie es gerade jetzt ist,
Ohne irgendwas verändern zu müssen.
Lass deine Aufmerksamkeit weiter wandern,
Hinauf zum Brustraum,
Zum Oberkörper,
Wo dein Herz ist,
Die Lunge und vieles andere.
Sei dir auch hier der Ruhe gewahr und atme tief und sanft ein in deinen Herzraum und lass jegliches Gefühl von Enge oder Anstrengung los mit dem nächsten Ausatmen.
Vielleicht spürst du eine Spur von Offenheit in deinem Herzraum,
So ein bisschen wie eine Berührung mit dem Himmel.
Da öffnet sich was und eine Weite wird erfahrbar,
So weit wie der Himmel ohne Grenzen.
Du findest diese Weite durch die Verbindung mit der Ruhe deines Körpers.
Sei dir dieser Ruhe gewahr,
Wenn du jetzt die Aufmerksamkeit weiter wandern lässt,
Zu deinen Schultern,
Zum Nackenbereich und atme auch hier tief und sanft hinein.
Besonders hier im Bereich der Schultern und des Nackens.
Schau,
Ob du deine Aufmerksamkeit liebevoll sein lassen kannst,
Wenn du da jetzt Anspannung,
Enge,
Verhärtung wahrnimmst.
Lass deine Aufmerksamkeit so liebevoll sein wie ein wärmender Sonnenstrahl,
Der die Verhärtung etwas weicher werden lässt.
Oder erlaub auch hier deinem Nacken ganz ruhig zu sein,
Nichts tun zu müssen.
Er muss jetzt nicht mal deinen Kopf halten.
Und bring deine Aufmerksamkeit jetzt zu deinem Kopf,
Dem Teil deines Körpers,
Wo viele Sinnesorgane angesiedelt sind.
Die Augen,
Die immer so viel für dich wahrnehmen,
Aufnehmen.
Sei dir bewusst,
Dass auch deine Augen jetzt ruhen dürfen.
Spür diese Ruhe deiner Augen.
Der ruhende Blick,
Der Blick,
Der ruht.
Deine Ohren,
Spür die Ruhe deiner Ohren.
Deiner Nase,
Deines Mundes,
Deiner Zunge,
Deines ganzen Gesichts,
Mit der Stirn und den Wangen,
Dem Kinn,
Dem Kiefer,
Dem Sprechorgan,
Die jetzt auch nichts sprechen müssen,
Einfach ruhen dürfen.
Erlaub ihnen das und atme jegliche Anstrengung,
Anspannung aus,
Mit dem nächsten Ausatmen,
Alles was du vielleicht festhältst in deinem Kiefer,
Deinem Kopf.
Und am Ende der Ausatmung werde dir dieses Moment der Ruhe gewahr,
Der Moment wo dein Körper innehält,
Still wird,
Nicht atmet,
Wo eine ganz natürliche Pause stattfindet.
Und hier in dieser Pause sei dir der Ruhe gewahr,
Verbinde dich mit dieser Ruhe und bleib damit verbunden,
Wenn der nächste Einatmen kommt.
Atme die Ruhe ein und mit jedem Ausatmen vertiefe deine Verbindung zur Ruhe und dehne deine Aufmerksamkeit jetzt aus auf deinen ganzen Körper.
Spür deinen ganzen Körper,
Die Ruhe deines Körpers.
Sei dir dieser Ruhe bewusst und nimm tiefe und sanfte Atemzüge.
Was auch immer du jetzt merkst,
Was da vielleicht noch ist,
Was du festhältst in deinem Körper,
Wo du dich anstrengst.
Vielleicht ist da Anstrengung in deinem Atem.
Atme es aus,
Lass es los.
Ganz bewusst mit dem Ausatmen und fühl wie dein Körper immer ruhiger wird.
Fühl auch die Ruhe des Raumes in dem du bist.
Die Ruhe der Erde unter dir.
Nimm die unbewegte Ruhe in deinem Körper wahr,
Der so stabil und geerdet ist wie ein Berg.
Schritt für Schritt werde dir auch gewahr,
Dass es da eine Ruhe jenseits der Grenzen deines Körpers gibt.
Die Ruhe des Seins,
Einfach so Daseins.
Und vielleicht wird hier so ein Gefühl von Offenheit,
Von Weite spürbar,
Von grenzenlosem Raum.
Vertiefe dich in dieses Gefühl und lass jegliche Anspannung oder jedes Gefühl von Unbehagen in diese Ruhe los.
Lass dich dabei immer wieder von deinem Atem unterstützen und erkenne,
Dass dieser Raum in dir,
Der Raum in deinem Körper ein unendlicher Raum ist,
Unveränderlich,
So weit und offen wie der Himmel über der Wüste.
Sei einfach dieser Himmel,
Ruhefestlich in dieser Weite und Offenheit.
Genieß das,
Wenn es dir möglich ist.
Ruhe hier solange du möchtest und solange deine Erfahrung angenehm und erfrischend für dich ist.
Und wenn du soweit bist,
Dehne und strecke dich.
Massiere vielleicht leicht deinen Körper.
Tu alles,
Was sich gut und richtig anfühlt,
Um ganz sanft und langsam in deinem Tempo aus der Ruhe wieder in die Bewegung des Alltags einzutauchen.
Und irgendwann öffne langsam und sanft deine Augen.
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