
Einführung in die Sitzmeditation
Einführung in die Sitzmeditation.
Transkription
Einführung in die Sitzmeditation.
Als erstes wählen wir uns eine geeignete Sitzunterlage.
Manche wählen als Unterlage einen Hocker,
Andere einen Stuhl.
Dann hinten bitte nicht anlehnen,
Damit du ganz gerade sitzen kannst und ruhig etwas Raum zwischen den Beinen lassen,
Ungefähr Hüftgelenksbreit sitzen,
Damit du stabil in deinem Sitz bist.
Manche sitzen gerne auf einem Meditationsbänkchen auf dem Boden oder auch auf einem Sitzkissen,
Die Beine vor uns auf den Boden gelegt oder einen Fuß auf dem gegenüberliegenden Oberschenkel platziert.
Wenn die Knie den Boden nicht berühren,
Dann können wir sie auch mit einem kleinen Kissen unter den Knien abstützen.
Wir sollten die Sitzunterlage wählen,
In der wir uns wohlfühlen und in der nicht gleich die größten Schmerzen auf uns zukommen.
Die Hände können wir auf die Oberschenkel legen,
Mit den Handinnenflächen nach oben oder auch nach unten gerichtet oder wir können die rechte Hand in die linke legen oder umgekehrt oder auch die Finger ineinander verschränken,
Wie beim Beten.
Wichtig ist,
Dass wir uns vom Becken her gut in der Wirbelsäule aufrichten und den Nacken lang machen,
Indem wir das Kinn etwas an den Hals heranziehen.
Wir spüren,
Wie die Füße in Kontakt sind mit dem Boden,
Wir spüren die Unterschenkel,
Die Oberschenkel,
Wir spüren,
Wie sich das Gesäß in die Unterlage eindrückt,
Wir spüren unseren ganzen Rumpf,
Wie er sich mit der Einatmung ausdehnt und wie er sich mit der Ausatmung wieder zusammenzieht.
Wir spüren unsere Schultern,
Unsere Arme und bemerken,
Wie wir die Hände abgelegt haben.
Wir spüren unseren Hals und unseren Kopf,
Wir spüren unseren ganzen Körper mit der Ein- und mit der Ausatmung und lassen unseren Atem ganz natürlich fließen,
Ohne ihn zu verändern.
Unsere Atemzüge können lang oder kurz sein,
Flach oder tief.
Wir spüren sie einfach nur und halten sie in unserer freundlichen Beobachtung.
Wenn unser Geist vielleicht nach einer oder zwei Atemzügen wieder in Gedanken oder Träume abgleitet,
Können wir das bemerken.
Wir können hart träumen,
Denken und wir bringen ihn dann ganz freundlich immer wieder zurück zu dieser Einatmung,
Zu dieser Ausatmung und können die ganze Länge dieser Einatmung genießen und können die ganze Länge dieser Ausatmung genießen.
Wir können uns über jede bewusste Einatmung,
Jede bewusste Ausatmung freuen.
Wir kämpfen nicht mit unserem Geist,
Wir verwandeln unsere Meditation nicht in ein Schlachtfeld,
Sondern freuen uns über das Maß an Konzentration,
Was uns jetzt in diesem Augenblick möglich ist.
Manche zählen auch gerne ihre Atemzüge mit der Einatmung 1,
Mit der Ausatmung 1,
Der Einatmung 2,
Der Ausatmung 2 und wir können auf diese Art und Weise bis auf 10 zählen und dann wieder von vorne anfangen.
Oder wir sagen mit der inneren Stimme ein mit der Einatmung und aus mit der Ausatmung.
Dieses Zählen oder Benennen von Ein- und Ausatmung sollte aber nur im Hintergrund geschehen,
Als Mittel um den Geist beim Vorgang des Atmens zu halten.
Das reale Spüren der Empfindungen,
Die mit der Ein- und Ausatmung einhergehen,
Steht im Vordergrund unserer Achtsamkeit.
Ab und zu können wir auch die Geräusche hören und unseren Geist im Hören sammeln.
Wenn starke Schmerzen in den Knien oder im Rücken auftauchen,
Können wir auch unsere Sitzposition ganz langsam und leise verändern,
Damit wir niemanden stören,
Wenn wir in einer Gruppe meditieren.
Wir können dann auch im Liegen oder im Stehen unseren Atem spüren.
Bevor wir unsere Position verändern,
Ist es aber gut,
Erst einmal den Bereich der Schmerzen zu erforschen und zu schauen,
Wie sie sich mit der Ein- und Ausatmung verändern.
Siehe auch die Meditation über körperliche Schmerzen.
Am Anfang oder am Ende der Meditation können wir auch ein oder mehrere Sätze der liebenden Güte für uns selbst und andere Wesen wiederholen.
Zum Beispiel möge ich friedvoll,
Glücklich und leicht im Körper und Geist sein.
Durch diese Wiederholung eines Satzes der liebenden Güte können wir die Energie der liebenden Güte in all unseren Zellen sich ausbreiten lassen.
Mögen alle Wesen friedvoll,
Glücklich und leicht im Körper und Geist sein.
Wir können unserer Meditation auch einem nahestehenden Menschen oder einer ganzen Gruppe von Menschen widmen,
Denen es nicht so gut geht,
Die leiden und denen wir gute Wünsche für ihr Wohlsein zukommen lassen wollen.
Mögest du glücklich sein.
Mögest du lernen,
Mitgefühl mit deinen körperlichen und geistigen Schmerzen zu entwickeln.
Möget ihr glücklich sein.
Möget ihr lernen,
Mitgefühl mit euren körperlichen und geistigen Schmerzen zu entwickeln.
Unsere Übung besteht darin,
Ganz offen und empfänglich zu sein für alle körperlichen Empfindungen und keine zurückzuweisen.
Einfach zusammen zu sein mit der Wirklichkeit dieses Augenblicks.
Viel Freude bei der Meditation.
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