
Kurze Einführung zum Bodyscan
by Britta
Kurze Einführung zur Bodyscan Übung. Warum sollten wir Bodyscan üben? Wie den Bodyscan üben? Was ist zu beachten? Mögliche Missverständnisse ...
Transkription
Dann würde ich sage ich einfach noch mal ein paar einführende Worte zum Bodyscan für die,
Die nicht in den Kursen waren oder das schon wieder so ein bisschen vergessen haben.
Also der Bodyscan ist so die Basis aus meiner Sicht,
Ich sag mal die Mutter aller Achtsamkeitspraxis und ganz besonders für uns Berufsdenker,
Die wir immer in unserem geistigen Kontrolltum sind,
95 Prozent am Tag.
Und wenn ich sage,
Das ist eine Basisübung,
Dann heißt das nicht,
Dass das eine Anfängerübung ist und dann auch nach 25 Jahren Praxis,
Wenn es mich mal so richtig emotional aus der Kurve schmeißt,
Das allererste,
Was ich mache,
Meine erste Zuflucht ist eigentlich immer mit der Achtsamkeit in den Körper zu gehen.
Ich schalte dann vom erzählenden Geist in den erfahrenen Geist und das ist ganz oft mein Rettungsangar im Alltag.
Das heißt,
Wenn ich in schwierigen Situationen bin,
Dann schmeiße ich meine verfügbaren Sensoren im Körper an und frage aktuelle Daten ab.
Was ist los?
Wo spüre ich das jetzt im Körper?
Wo ist Anspannung?
Wo ist Druck?
Und ich stelle dann meistens fest,
Dass mich das ganz schnell erdet und ich wieder runter komme und dass ich vor allen Dingen auch diesen Zyklus an Katastrophisien oder an irgendwelchen negativen Gedanken,
Die ich habe,
Damit ganz schnell unterbrechen kann.
Und was dann auch manchmal noch zusätzlich hilft,
Gerade wenn es schwierig ist,
Ist dann,
Dass ich mir vielleicht noch so wohlwollend eine Hand in die Herzgegend lege und mir so einen Moment von Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge schenke.
Die Übungen zur Achtsamkeit auf den Körper,
Sowie der Bodyscan,
Die sind seit tausenden von Jahren Bestandteil von Geistestraining in den verschiedensten Weisheitstraditionen.
Also das ist wirklich tried and proven,
Aber wer es lieber wissenschaftlich mag,
Dem sei noch gesagt,
Dass die Übung unter anderem die Interozeption verbessert,
Das heißt die Wahrnehmung des Körpers von innen.
Und da gibt es auch einen Gehirnbereich,
Der damit assoziiert wird.
Das ist die Insula.
Und die Insula ist auch ein Bereich,
In dem wir trainieren.
Wir verbessern insgesamt die Integration von Vorgängen im Gehirn.
Und es gibt auch Studien,
Die zeigen,
Dass man die Empathie verbessert.
Das heißt,
Wenn ich lerne,
Mich in mich selber und meinen Körper stärker einzufühlen,
Dann lerne ich auch,
Mich besser in andere einzufühlen.
Und was kann besser sein für unsere Beziehungen?
Zusätzlich stärkt das auch noch die Propriozeption.
Die Propriozeption ist die Wahrnehmung von unserer Verortung des Körpers im Raum.
Also wie wir uns im Raum bewegen.
Das wird auch genetiven Wahrnehmung genannt.
Oder sechster Sinn.
Und das ist tatsächlich auch im Gehirn ein ganz,
Komplexes System.
Denn es ist gar nicht so einfach,
Dass wir uns so durch die Welt bewegen können,
Wie wir es können.
Und diese Propriozeption ist etwas,
Was uns auch oft im Alter verloren geht.
Und wir werden dann unbeweglicher.
Man hört es auch oft,
Dass ältere Leute schneller hinfallen.
Und von daher ist es auch vorteilhaft,
Diese Innenwahrnehmung zu stärken und zu üben.
Nicht nur für die Empathie,
Sondern auch für unsere Fitness und Beweglichkeit im Alter.
Also im Summe kann man sagen,
Durch diese Übung der Körperwahrnehmung verbessern wir einfach.
Wir bekommen mehr mit von dem,
Was wirklich jetzt passiert.
Gut.
Was muss man noch wissen zum Bodyscan,
Bevor wir loslegen?
Der Bodyscan ist keine Entspannungsübung,
Sondern es geht darum,
Achtsam zu sein für das,
Was jetzt im Moment da ist.
Entspannung ist tatsächlich auch ein Nebeneffekt,
Aber nicht das Ziel der Übung.
Und es geht darum,
Wie immer in der Achtsamkeitspraxis,
Den Moment zu erleben und anzunehmen,
Was da ist.
Ob es auch die unangenehmen Sachen,
Also ob es uns gefällt oder nicht.
Und solltet ihr während der Übung unangenehme Erfahrungen machen,
Und wenn die leicht unangenehm sind,
Dann könnt ihr das als Anreiz nehmen,
Vielleicht nochmal Akzeptanz zu üben und ein bisschen zu experimentieren.
Diesen Widerstand,
Den wir oft intuitiv haben,
Ein bisschen aufzulösen oder diese Empfindung Raum zu geben.
Wenn es sehr unangenehm ist,
Dann empfehle ich euch,
Geht in einen neutralen Bereich im Körper.
Das können zum Beispiel die Hände sein oder zurück zum Atem.
Also das dazu als Autoausweg.
Insgesamt üben wir wie immer mit freundlicher,
Nicht bewertender Aufmerksamkeit und versuchen auch bei neutralen oder langweiligen oder negativen Erfahrungen dabei zu bleiben.
Wichtig ist auch,
Es geht nicht darum,
Empfindungen künstlich zu erzeugen.
Denn ganz oft ist das so,
Dass wir in manchen Körperbereichen gar nicht viel spüren,
Sondern es geht darum,
Wirklich wahrzunehmen,
Was da ist.
Und wenn man jetzt im Moment gar nichts da ist an Empfindungen,
Dann ist das auch okay.
Und da brauchen wir auch nicht versuchen,
Irgendwas mit Zehen wackeln oder so zu erzeugen.
Abschließend noch ein Hinweis zur Qualität der Erfahrung,
Die wir machen wollen.
Es geht darum,
Den Körper von innen raus zu spüren und nicht darüber nachzudenken.
Wenn ihr euch jetzt zum Beispiel mal auf eure Hände anschaut,
Ganz kurz,
Wenn ihr euch die anschaut,
Dann fangen wir automatisch an,
Wenn wir uns unsere Hände anschauen,
Da kommen dann Bewertungen,
Da kommen Erinnerungen,
Ideen.
Das ist im Prinzip über die Hände nachdenken.
Wenn ihr jetzt eure Hände mal kurz reibt und die Augen schließt und hinein spürt in die Hände,
Dann merkt ihr vielleicht so ein Kribbeln oder Vibrieren.
Und das ist das von innen heraus spüren.
Und mit dieser Qualität wollen wir versuchen,
Jetzt in diesen Bodyscan reinzugehen.
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