
Das eigene Universum erkunden
Lalla teilt zunächst ihre Gedanken, warum wir eigentlich sitzen und die Augen schließen. Mit der Meditation die dann beginnt, erfahren wir uns selbst auf dem Weg, uns selbst ein Stück näher zu kommen. Voller Respekt beginnen wir unser eigenes Universum erkunden. Die achtsame Atmung begleitet diese innere Erkundungsreise und lässt den inneren Freund, Maitri, entdecken.
Transkription
Dann begrüße ich euch ganz herzlich zu diesem Morgen,
Möchte für uns den Raum eröffnen hier,
Und ganz im Sinne eines umfassenden Themas,
Was mich immer begleitet,
Ist die Frage,
Was mache ich hier?
Was geschieht eigentlich auf der Matte,
Oder was geschieht auf dem Kissen,
Wenn ich sitze?
Diese Frage ist eine immerwährende Frage,
Und im Moment,
Wo mir bewusst wird,
Ich frage nach dem warum,
Kann ich das auch geruhsam ablegen.
Nicht jede Frage muss eine Antwort haben.
Die besten Fragen sind die,
Die keine Antwort bekommen.
Denn diese Fragen,
Die dürfen einfach immer wieder da sein.
Die dürfen Nahrung sein,
Sind Nahrung,
Nahrung für unseren Wunsch,
Immer wieder zu sitzen,
Uns auf die Matte zu begehen.
Wenn wir uns auf der Matte finden,
Im Sitz finden,
Dann kommt die Antwort von selbst.
Diese Antworten sind nicht immer logisch.
Sie schlüssen sich manchmal auch gar nicht in Sprache auf,
Sondern vielmehr in Eindrücken.
Erkenntnissen,
Die gar nicht formuliert werden können,
Erst mal.
Vielleicht am Tag danach als Reflexion.
Und so möge heute diese Frage nach dem warum,
Wenn wir jetzt die Augen schließen,
In der ganz einfachsten Weise ein Sich-Nähern sein.
Denn das ist unabdingbar,
Das ist unzweifelhaft so.
Wenn wir sitzen,
Auf der Matte sitzen,
Dann nähern wir uns uns selbst und unserem selbst.
Dann erkennen wir,
Dass die Reise schon lange begonnen hat und es jetzt wirklich ein ganz zartes Sich-Nähern.
Da sitzt also jemand,
Der heißt Ich und wir möchten uns diesem Ich.
In seinen hunderten von Facetten möchten wir uns nähern.
Und wäre jede Zelle dieses Ich ein Stern,
Dann würden wir uns jetzt voller Respekt einem Universum nähern und erkennen,
Da sitzt ein ganzes Universum.
Und so nähern wir uns respektvoll.
Was ist so groß und so weit,
Voller Unendlichkeit und unendlichen Möglichkeiten,
Da ist Respekt richtig.
Da ist auch diese Neugier richtig.
Was ist das eigentlich,
Dieses Ich,
Dieses Universum?
Und wir nähern uns ein bisschen mehr.
Eins können wir sicher sagen,
Es ist vielfältig,
Vielschichtig.
Hören wir doch einfach mal hin,
Das ist das Erste beim Nähern.
Gibt es in diesem Universum,
Diesem Ich-Universum,
Gibt es da nicht Klänge,
Vibration?
Und so hören wir unserem eigenen Atem etwas zu,
Ganz leise,
Hören genau hin.
Ist diese innere Vibration unterschiedlich beim Einatmen und unterscheidet sich das Einatmen vom Ausatmen?
Ist das Einatmen etwas heller,
Das Ausatmen etwas tiefer?
Wir nähern uns.
Voller Respekt,
Es ist so fein.
Dann möchten wir es ein wenig mehr ergründen und mal schauen,
Was es mit uns macht.
Die Erkenntnis,
Ich atme ein und ich atme aus.
Was macht es mit mir?
Das bewusste Einatmen und Ausatmen.
Dieses bewusste Einatmen und Ausatmen macht mich noch respektvoller.
Es ist so schön.
Es macht so ruhig und fokussiert.
Dann ich schaue etwas genauer hin.
Wie lange ist mein Einatmen?
Und wie lange ist mein Ausatmen?
Wie lange atmet dieses Ich ein?
Wie lange atmet dieses Ich aus?
Ich schaue ganz genau hin.
Ganz vom Anfang des Einatmens bis zum Schluss.
Und ganz zum Anfang dieses Ausatmens bis zum Schluss schaue ich hin.
Ganz aufmerksam.
Und sehr liebevoll.
Dieses Ich,
Dieses Ich-Universum wird mir nun sehr nah.
Ich nähere mich behutsam,
Voller Respekt.
Und wenn ich mich wieder abwenden möchte,
Dann denke ich,
Das ist mein bester Freund,
Meine beste Freundin.
Da kommt schon eine Erklärung,
Warum ich sitze und beobachte und mich nähere.
Weil ich nah sein möchte.
Ich,
Mein Ich-Universum ist mein Freund,
Meine Freundin.
Ist eine ganz innige Beziehung,
Eine innerliche Beziehung.
Maitri ist der Innenfreund,
Der innigste Freund.
Jedes Mal,
Wenn wir sitzen,
Ist es Zuwendung.
Hinhören,
Hinschauen,
Aufmerksam sein.
Achtsam sein.
Und erkennen.
Wer ist dieses Ich-Universum?
Wer ist meine Freundin,
Mein Freund?
Und schenke ich dieser Freundin,
Diesem Freund wirklich genug Aufmerksamkeit.
Achtsamkeit.
Ganz nah.
Was ist das,
Dieses Atmen?
Was macht es?
Hebt es sich beim Einatmen?
Erdet es beim Ausatmen?
Lass es mich erahnen,
Wie viele Sterne,
Wie viele Zellen da sind.
Lass es mich staunen,
Wenn es einatmet und wenn es ausatmet.
Ja,
Lass es mich nicht fast ein wenig erschauern bei dieser Vielfältigkeit.
Und bin ich jetzt so nah,
Dass ich zu meinem Ich werde,
Zu diesem Universum?
Dass ich mein Freund bin und mein Freund bin ich.
Lasst uns das bejahen und darin große Ruhe finden.
Das bin ich und ich bin das.
Große Ruhe breitet sich aus und Friede.
Ich bin das.
Das bin ich.
Muss nichts mehr anderes sein,
Um nichts mehr kämpfen.
Muss nicht mehr suchen.
In diesem Ich-Universum und universellen Ich.
Namaste.
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