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Der meditative Weg zu Glück. Und dem Missverständnis, das dich unglücklich macht

by Daniela Barchasch

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Meditation
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Der Prinz rettet seine Prinzessin und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende... Eine Vorstellung, die uns doch allen gefällt, andernfalls hätten die Zeitschriften Gala und Co. doch keine Chance. Doch was für ein Dilemma ist hierin enthalten? Genauso wie in so vielen anderen unbewussten Vorstellungen unserer modernen Zeit? Der meditative Weg zu Glück ist ein komplett anderer... der dich überzeugen wird, versprochen. Lass dich darauf ein. Denn er ist lebensverändernd.

Transkription

Wir alle wollen glücklich sein,

Keine Frage,

Und wir alle haben auch eine ganz genaue Vorstellung davon,

Was das denn für uns bedeutet.

Also was muss passieren,

Und was muss da sein,

Damit ich glücklich sein kann?

Und genau diese Vorstellung beinhaltet leider ein riesiges Missverständnis,

Das uns irrtümlicherweise und auch ungewollt doch zwangsläufig unglücklich werden lässt.

Hast du dich einmal gefragt,

Was Glück eigentlich für dich bedeutet?

Und ich denke wahrscheinlich schon,

Denn das Glücksprinzip treibt sich ja jetzt schon eine ganze Weile in den Medien rum.

So gab es im letzten Jahrzehnt Unmengen an Fernsehsendungen oder Filme,

Bücher oder eben auch Ratgeber hierzu,

Und vielleicht hast du ja den einen oder anderen auch gelesen.

Hast du dich dann auch mal gefragt,

Wo dein Glücksverständnis eigentlich herkommt?

Wann hat es denn bei dir angefangen,

Glück nicht mehr im Moment in der Sandkiste zu finden,

Sondern irgendwo anders,

Wo es scheinbar kaum erreichbar ist,

In der Vorstellung eben,

Wie das Leben sein sollte,

In der Vorstellung,

Was du alles haben könntest?

Ich weiß nicht,

Wie es bei dir ist,

Aber ich weiß,

Wie der menschliche Geist funktioniert.

Und wie wir denken und wie wir handeln.

Wie wir quasi agieren und reagieren.

Und wenn wir uns unter diesem Aspekt das Glücksprinzip einmal anschauen,

Dann erkennen wir,

Dass darin ein riesiges Dilemma liegt.

Denn seit klein auf werden wir darauf trainiert,

Das Glück,

Oder erweitern wir den Begriff mal,

Also das gute Gefühl,

Was damit verbunden ist,

In anderen Dingen zu suchen.

Wir definieren Glück als das,

Was wir erreichen könnten,

Als das,

Was mal sein wird,

Als das,

Was wir mal haben werden.

Und vielleicht sagst du ja jetzt und denkst ja jetzt,

Ja Dani,

Das weiß ich doch aber schon alles längst und ich nehme mir immer wieder vor,

Das anders zu machen.

Dann hast du vollkommen recht.

Wir wissen es,

Spätestens seit dem letzten Jahrzehnt und in zahlreichen Büchern und Fernsehsendungen.

Wir versuchen es auch anders zu machen,

Aber wir scheitern immer wieder.

Und das hat einen einfachen Grund.

Der Grund liegt darin,

Dass unser Geist einfach anders trainiert ist.

Das Positive dabei ist,

Dass wir ihn umprogrammieren können.

Das Negative ist allerdings,

Dass diese Umprogrammierung gegen so vieles angeht,

Was unsere ganze Gesellschaft ausmacht,

Was unser Leben einnimmt.

Denn fast jede Industrie versucht uns Glück zu verkaufen.

Ich habe nicht einfach nur ein Handy,

Nein,

Ich habe ein iPhone.

Und das auch verbunden mit all diesen positiven Gefühlen,

Die Apple schon lange damit verbunden hat.

Da sind auch Glücksgefühle,

Die wir durchaus spüren können.

Und zwar in dem Moment,

Wenn wir das kaufen oder vielleicht schon darauf die Vorfreude und dann kaufen wir es und dann nehmen wir es mit nach Hause und dann packen wir es aus und vielleicht auch noch danach eine Weile.

Doch dann verschwinden sie.

Doch kein Problem,

Denn Apple plant ja höchstwahrscheinlich schon das nächste Produkt.

Und genauso verhält es sich auch mit Badewasserzusätzen und Duschgelds,

Die ich kaufen kann,

Wenn ich in der Drogerie bei dm bin und alles sieht so toll aus und so harmonisch um mich herum und ich freue mich schon,

Wenn ich mich damit in die Badewanne legen kann.

So verhält es sich auch mit dem neuen veganen Brotaufstrich in diesem wahnsinnig schön dekorierten Glas oder eben der teuren Küchenmaschine,

Die endlich auf meiner Arbeitsplatte steht.

Natürlich hat sie sichtbar einen perfekten Platz eingenommen,

Dass ich sie regelmäßig sehen kann.

Und verstehe mich bitte jetzt nicht falsch,

Ich sage damit nichts gegen diese Produkte.

Was ich in Frage stelle ist,

Wie unser Zugang hierzu ist,

Wie er sich gestaltet.

Es ist das,

Was wir damit verbinden.

Glück ist auch die nächste Beförderung oder generell der neue Job.

Und Glück ist auch die Gehaltserhöhung.

Ich rechne mir aus,

Boah,

Was kann ich mir jetzt alles Neues mehr kaufen.

Glück ist eben das,

Was irgendwann geschieht.

Und dann ist er da,

Dieser Moment,

Wir haben etwas erreicht,

Doch er dauert eben nicht an.

Denn unser Geist ist es nicht gewohnt,

Diesen Moment zu fokussieren und ihn festzuhalten und zu konservieren.

Unser Gehirn hat das überhaupt nicht gelernt.

Denn unser Gehirn verleitet uns dazu,

Zu träumen,

Disney-less grüßen,

Anstelle davon die Zufriedenheit im Moment zu finden.

Ich möchte doch,

Wollte ich ganz,

Ganz lange die Prinzessin sein,

Die von ihrem Prinzen gerettet wird,

Damit ich glücklich leben kann bis an mein Lebensende.

Und so kann es uns passieren,

Dass wir durch den schönsten Sonnenuntergang fahren und die Blätter der Bäume sind rot und gelb und das Licht scheint durch die Baumstämme unten durch,

Weil die Sonne zu tief steht.

Vielleicht kannst du dir so ein bisschen vorstellen,

Ausmalen,

Was ich überhaupt meine,

Und wir sehen es nicht,

Sondern wir sind gefangen in unserem Gedankenkarussell,

In unseren Träumereien,

In diesem Was-wäre-wenn.

Doch was wissen wir aus der Meditationsforschung und aus der buddhistischen Psychologie?

Glück ist kein Zustand in der Zukunft.

Denn jedes falsch interpretierte Glück hier,

Das wir an Dingen anhaften,

Ist extrem vergänglich und noch viel mehr,

Es verleitet uns zu immer mehr und immer mehr und immer mehr.

Es ist ein Fass ohne Boden.

Es ist genauso fatal,

Sein Glück an Dingen festzumachen,

Die wir nicht haben.

Denn das ist grenzenlos,

Wir werden immer weniger Dinge haben,

Als die Welt im Prinzip zu bieten hat.

Denn mehr geht immer.

Wir müssen anfangen,

Das Glück nicht in einem Zustand oder einer Sache zu sehen,

Sondern uns anders dafür zu öffnen.

Denn,

Und das ist die positive Nachricht,

Dann kommt es quasi von alleine.

Glück resultiert aus einem Arbeitsprozess,

Daraus,

Dass wir unseren Geist umprogrammieren,

Unser Gehirn umstrukturieren.

Den Fokus,

Und das lernen wir,

Auf das legen,

Was wir haben,

Was wir sehen,

Was wir spüren.

Und das lernen immer und immer und immer wieder,

Durch unsere Meditationspraxis und Achtsamkeitspraxis.

Und so lernen wir,

Und es geschieht ganz automatisch,

Die Dinge zu sehen,

Die wir haben,

Anstelle davon,

Uns ständig auf den Mangel im Leben zu konzentrieren.

Wir lernen wieder,

Das zu wertschätzen.

Und daraus resultiert Zufriedenheit.

Und das ist die wichtigste Grundlage von Glück.

Damit ich durch den Wald fahren kann und sehen kann,

Wie glücklich ich mich gerade schätzen kann.

Ich möchte Dir,

Wie schon gesagt,

Gar nichts vormachen.

Ja,

Es resultiert aus einer regelmäßigen Praxis,

Doch dieses Gedankenkonstrukt davon,

Wie wir Glück anders angehen können,

Steht in einem immensen Kontrast zur modernen Welt.

Wenn Du das ändern möchtest,

Dann bist Du hier bei mir genau richtig.

Und danke,

Dass Du mir heute Deine wertvolle Zeit geschenkt hast.

Ich weiß es wirklich zu schätzen und bis zum nächsten Mal.

4.7 (62)

Neueste Bewertungen

Ulsim

November 14, 2024

Genau so ist es... mein Glücksverstehen beginnt mit Dankbarkeit.

Lina

August 28, 2022

Ich bin gerührt ich habe tränen in den Augen

Adriana

September 15, 2020

sehr gut erklärt, Danke liebe Daniela! So ist es stimmig! Namaste!

Joe

May 3, 2020

Vielen Dank für diesen Impuls zum Thema Glück - er deckt sich vollkommen mit meiner eigenen Erfahrung und Überzeugung und die beschreibst das sehr treffend und anschaulich. Danke!

Christian

December 13, 2019

Du bedankst dich für unsere Zeit. Gerne. 😃 Und ich sage „Danke!“ für DEINE Zeit, die du investierst, um uns zu inspirieren, zu begeistern und zu motivieren! Danke!

Sandra

November 18, 2019

Schön erklärt🙏🏻

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