
Mindful Bites - Über die wichtigen Schutzstrategien deiner Psyche und warum du sie auflösen solltest.
Wie eine Zwiebel können wir unsere Persönlichkeit schälen und uns Stück für Stück von dem Lösen, das unser Leben ungemein schwerer macht. Unsere negativen Glaubenssätze gehören mit Sicherheit dazu. Aber auch unsere psychischen Schutzstrategien. Warum du nicht wirklich bist, was du von dir denkst, das erfährst du in dieser Folge von Mindful Bites.
Transkription
Hallo,
Hier ist Dani von Evakuera und das ist eine neue Folge von Mindful Minutes,
Dem Podcast,
Der sich normalerweise um Meditation und Achtsamkeit dreht,
Aber eben auch um das Thema Persönlichkeitsentwicklung und das ist etwas,
Was wir heute machen wollen.
Also wir wollen gewisse Techniken nutzen,
Wir wollen tief in unsere Psyche eintauchen,
Unter anderem mithilfe der buddhistischen Psychologie,
Um eben Dinge in uns tief drin an der Basis zu verändern,
Dass uns ja,
Dass das Leben einfach so ein bisschen einfacher ist und entspannter und dass wir gelassener sein können und dass wir begreifen,
Dass ein glückliches Leben eben wirklich in unserer Hand liegt.
Und dass wir das begreifen ist ganz wichtig und ich habe diese Woche mit einer lieben Teilnehmerin von mir,
Mit einer lieben Klientin gesprochen,
Die an meinem Programm Innere Stärke jetzt teilnimmt und wenn du das möchtest,
Kannst du natürlich auch gerne daran teilnehmen.
Ich freue mich sehr,
Wenn wir gemeinsam an deinen Themen arbeiten können.
Und Andrea hat mir eine E-Mail geschrieben und das könnt ihr jederzeit gerne alle tun.
Und was sie gefragt hat ist,
Was mich aber noch interessieren würde,
Ist,
Hast du auch mal einen Podcastbeitrag aufgenommen zum Thema emotionale Abhängigkeit?
Oder hast du einen Tipp dazu?
Wenn wir uns solche Themen anschauen,
Wie zum Beispiel emotionale Abhängigkeit,
Dann zoomen wir raus,
Wir gehen auf die Metaebene und gucken von dieser Ebene,
Was hat das Ganze mit uns zu tun,
Mit unserer Persönlichkeit zu tun.
Sie schreibt weiter,
Manchmal fühle ich mich etwas emotional abhängig von meinem Partner.
Also ich habe das Gefühl,
Dass ich mein persönliches Glück manchmal von ihm abhängig mache.
Und dann schildert sie noch ein paar Beispiele.
Doch die Beispiele sind gar nicht so wichtig.
Das ist etwas,
Was wir oft tun,
Wenn wir uns zum Beispiel mit Freundinnen oder Freunden unterhalten und wir wollen gerne unterstützen und dann sagen wir,
Okay,
Er hat das gesagt und das gesagt und das gesagt und das gemacht oder ich habe das gemacht und das gesagt und das empfunden.
Und wir wollen allerdings wirklich da rausgehen.
Wir wollen rauszoomen auf eine Metaebene und schauen,
Okay,
Was ist überhaupt wirklich,
Ja,
Was ist damit verbunden.
Und zum Thema emotionale Abhängigkeit kann ich sagen,
Wie zu vielen anderen Themen auch,
Die wir in unserem Leben haben,
Es ist eine Schutzstrategie,
Die wir in unserer Kindheit entwickelt haben.
Es ist eine Schutzstrategie als Antwort auf Glaubenssätze,
Die wir entwickelt haben.
Und von diesen Schutzstrategien gibt es eine Menge.
Wenn wir also diese Schutzstrategie,
Wie zum Beispiel eine emotionale Abhängigkeit,
Auflösen wollen,
Dann müssen wir verstehen,
Wann haben wir die überhaupt in unserem Leben entwickelt.
Warum machen wir so etwas überhaupt?
Zum Beispiel sind wir,
Das ist in meiner Familie sehr beliebt,
In einem intensiven Opferdenken drin.
Ich sehe das allerdings nicht nur in meiner Familie,
Sondern das ist ja gesellschaftlich auch anerkannt.
Das machen ganz viele Menschen,
Dass sie in ihrer Opferrolle drin bleiben und nicht sehen,
Dass sie in ihrer eigenen Opferrolle ja genauso aktiv auch etwas tun können,
Um da rauszukommen.
Nicht jetzt unbedingt jeder,
Das will ich gar nicht sagen,
Sondern ein Großteil der Menschen.
Ein Mensch zum Beispiel,
Der eine Auseinandersetzung mit jemand anderes hat und sich klein fühlt oder angegriffen fühlt,
Nicht wertgeschätzt fühlt,
Verlässt den Raum.
Also eine passive Aggressivität ist das.
Verlässt den Raum und entzieht sich so der Situation,
Hat aber das Gefühl,
Okay das ist berechtigt,
Ich bin das Opfer.
Doch in der Situation oder in dem Moment,
Wo er den Raum verlässt,
Begibt er sich in eine aktive Position hinein.
Also nimmt das Ganze selbst in die Hand und ist kein Opfer mehr,
Sondern tut sein eigenes zu dieser Situation mit dazu.
Eine andere Schutzstrategie ist aber auch zum Beispiel Perfektionismus.
Wir wollen perfekt sein,
Weil wenn ich perfekt bin,
Dann kann ich nicht angegriffen werden.
Ich werde diesen Podcast mir sicherlich noch einmal anhören und ich werde ihn überarbeiten und hoffe,
Dass ich keine Fehler mache,
Dass ich mich nicht verspreche oder irgendetwas anderes oder im Hintergrund irgendein anderes Geräusch auftaucht.
Das ist normal in unserer Gesellschaft,
Weil wir wollen eine perfekte,
Glatte Oberfläche bieten.
Und wenn wir das tun,
Sind wir nicht nur nicht angreifbar,
Sondern wir zeigen,
Guckt mal hier,
Wie liebenswert wir sind,
Wie toll wir sind,
Wie perfekt wir sind.
Wir sind es wert,
Angenommen und geliebt zu werden.
Auch das ist eine Schutzstrategie,
Die wir in unserer Kindheit entwickeln.
Genauso ist es,
Was bei mir sehr extrem war,
Lange ist das Harmoniestreben.
Keine Konflikte eingehen,
Auch keine Konflikte aushalten können.
Auch das Harmoniebedürfnis ist eine Schutzstrategie,
Die wir in der Kindheit entwickelt haben,
Auf gewisse Situationen,
Die dort passiert sind,
Auf gewisse Glaubenssätze,
Die wir ganz tief in uns begraben haben.
Und dann gibt es auch noch das Bedürfnis,
Anderen Menschen zu helfen.
Wir sprechen da von einem Helfer-Syndrom.
Ein Helfer-Syndrom ist wirklich etwas,
Was über das normale Bedürfnis,
Ich unterstütze jemanden hinaus geht.
Das Helfer-Syndrom beinhaltet,
Dass ich mich selbst aufgebe.
Ich empfinde mich vielleicht selbst sogar auch als Opfer,
Weil ich kann ja gar nicht anders.
Und das ist ja auch bei diesen Schutzstrategien ganz oft der Fall.
Wir spüren und wir merken überhaupt nicht,
Dass wir aus dieser Art und Weise,
Wie wir leben,
Ja auch aussteigen können,
Aus diesem Theaterstück,
Was wir ja irgendwie,
Auch wenn es unbewusst ist,
Jederzeit spielen.
Ein Kontrollstreben ist auch eine Schutzstrategie.
Wenn ich die Dinge kontrolliere,
Dann liegen die in meiner Hand.
Dann habe ich ein gewisses Machtgefühl,
Dann entgleitet mir das nicht.
Das Bedürfnis nach die Kontrolle über etwas haben,
Hat ganz viel damit zu tun,
Dass wir unsicher sind.
Dass wir keine Sicherheit da entwickelt haben,
Wo die Dinge eben nicht in unserer Hand liegen.
Dass wir das Gefühl haben,
Wir sind ausgeliefert.
Wenn ich jetzt allerdings eine Persönlichkeit entwickle,
In der ich sehr stark das Bedürfnis nach Kontrolle habe und mein Umfeld genauso eben strukturiere,
Dass ich viel Kontrolle habe,
Vielleicht sogar Menschen um mich herum sammeln in der Partnerschaft,
Die mir die Kontrolle abgeben,
Dann gibt mir das eine gewisse Art von Sicherheit.
Eine scheinbare Sicherheit mit Sicherheit,
Doch sie funktioniert erst mal.
Sie löst etwas in mir aus.
Und so gibt es eine Menge dieser Schutzstrategien,
Die wir in unserem Leben etablieren.
Und was wir machen wollen ist,
Wir wollen uns unser Leben anschauen.
Wir wollen unser Leben analysieren.
Wir wollen gucken,
Wie denken wir,
Wie fühlen wir,
Wie handeln wir.
Und wollen daran die Strategien identifizieren,
Die wir uns irgendwann mal angeeignet haben.
Strategien,
Die uns aber auch immer wieder Steine in den Weg legen.
Die uns das im Leben einfach auch ein bisschen schwerer machen.
Und von diesen Strategien wollen wir uns lösen.
Und das geht nur,
Wenn wir begreifen,
Wo kommen die überhaupt her.
Es geht nur,
Wenn wir begreifen,
Dass die mit unseren Glaubenssätzen in Verbindung stehen.
Und wenn wir uns dann auf den Weg machen,
Dass wir diese Glaubenssätze auflösen.
Dass wir die Glaubenssätze auflösen und damit unser Denken verändern.
Und das ist dann eine Möglichkeit,
Uns von diesen Mechanismen zu befreien,
Die ganz tief in uns vergraben sind.
Zum Beispiel von dem Gefühl,
Emotional abhängig zu sein.
Eine emotionale Abhängigkeit,
Die uns ja auch dazu führen würde,
Dass wir zum Beispiel Schwierigkeiten haben,
Uns von Menschen zu trennen.
Menschen,
Die uns eventuell auch überhaupt nicht gut tun.
Also wir wollen uns von Strategien lösen,
Die wir irgendwann mal etabliert haben und leider heute nicht mehr gut für uns sind.
Und wenn du das auch möchtest und mehr davon erfahren möchtest und dich selbst erkennen möchtest,
Damit du dein Leben einfach bewusster leben kannst und ja leichter leben kannst,
Gelassener sein kannst und entspannter sein kannst und einen besseren Zugang zu dir hast,
Weil das ist ja inkludiert,
Dann freue ich mich,
Wenn du an meinem Programm Innere Stärke teilnimmst.
Ich danke dir,
Dass du mir heute zugehört hast.
Es war eine kleine,
Aber besondere Folge,
Weil wir gesehen haben,
Dass eben ganz ganz viel von dem,
Was wir denken,
Das bin ich,
Das ist meine Persönlichkeit,
Das kann ich nicht irgendwie loswerden oder abschütteln,
Dass das einfach Dinge sind,
Die wir mit der Zeit entwickelt haben und die wir auflösen können.
In der buddhistischen Psychologie gibt es so ein schönes Bild.
Ein Mandala,
Weißt du was das ist?
Wir haben in der Mitte einen Kern und auf diesem Kern drumherum malen wir kleine Kreise oder Rosetten oder irgendwelche Zacken,
Bis dieses Bild immer immer größer wird.
Viele malen es aus,
Um sich zu entspannen.
Und dieses Bild in der buddhistischen Psychologie von diesem Mandala zeigt,
Dass wir innen einen Kern haben und dieser Kern ist etwas,
Was in unserer Kindheit passiert ist.
Und auf diese Situation haben wir unsere Persönlichkeit aufgebaut oder plural man muss sagen auf diese ganzen Situationen.
Und irgendwo in diesem Mandala außen befindet sich dann auch das Gefühl,
Ich bin abhängig von Harmonie oder auch ich bin emotional abhängig von meinem Partner.
Doch das ist nichts,
Was unsere wahre Persönlichkeit ist.
Lass uns deine Persönlichkeit Stück für Stück wie eine Zwiebel schälen und schauen,
Was ist darunter begraben.
Wer bist du wirklich?
So,
Jetzt aber wirklich.
Ich habe mich schon verabschiedet,
Jetzt aufs Neue.
Danke,
Dass du mir zugehört hast und ich freue mich,
Wenn wir uns irgendwann sehen oder schreiben oder auf irgendeine andere Art und Weise miteinander zu tun haben.
Ich wünsche dir einen schönen restlichen Tag oder Abend,
Vor allem einen bewussten und bis bald.
Treffen Sie Ihren Lehrer
4.5 (23)
Neueste Bewertungen
More from Daniela Barchasch
Ähnliche Meditationen
Trusted by 34 million people. It's free.

Get the app
