
Warum Du ständig müde bist (obwohl Du nichts gemacht hast)
Du bist ständig müde, obwohl Du eigentlich gar nicht so viel gemacht hast? Vielleicht kennst Du dieses Gefühl, innerlich leer zu sein, obwohl der Tag gerade erst begonnen hat. In diesem Audioblog geht es um Erschöpfung, Nervensystem und darum, warum Müdigkeit oft kein Zeichen von Schwäche ist — sondern ein Hinweis Deines Körpers, dass etwas nicht mehr dauerhaft gegen Dich funktionieren kann. Kein Druck. Keine Motivationstipps. Sondern ein ruhiger Blick auf das, was vielleicht wirklich hinter Deiner Müdigkeit steckt. Vielleicht hilft Dir dieser Audioblog dabei, etwas freundlicher auf Dich selbst zu schauen. Image: Pavel Danilyuk, Pexels
Transkription
Du bist ständig todmüde und würdest am liebsten den ganzen Tag verschlafen.
Du bist fix und fertig,
Nachdem du eigentlich nur kleine und einfache Dinge erledigt hast.
Oder du hast gar nichts getan und kommst trotzdem nicht hoch?
Du bist müde.
Ohne dass du den Grund dafür kennst?
Ich kenne diesen Zustand sehr gut.
Er begleitet mich seit Jahren immer mal wieder.
Manchmal über Stunden,
Manchmal wochenlang.
Dass es dir so geht,
Ist kein Zufall.
Das ist ein Nervensystem,
Das über viele Jahre im Hochleistungsmodus gelaufen ist.
Und dir heute zeigt,
Dass es so nicht mehr weiter geht.
Nicht weil es böse wäre,
Sondern weil es dich schützen will.
Denn dein System ist dafür nicht gemacht.
Sei mal kurz ehrlich zu dir.
Du hast die ersten Warnzeichen schon vor längerer Zeit bekommen.
Und du hast sie ignoriert,
Oder?
Ich weiß aus eigener Erfahrung,
Wie unangenehm dieser Zustand ist.
Weil er nicht in dein Leben passt.
Weil du viel mehr erledigen solltest.
Weil du glaubst,
Ohne dich läuft's sowieso nicht.
Also funktionierst du weiter,
Obwohl dein System längst am Anschlag ist.
Und während du immer weiter und weiter machst,
Merkst du,
Dass du eigentlich gar nicht mehr kannst.
Du bist leer,
Fertig,
Am Ende.
Du läufst bereits auf dem Zahnfleisch.
Und genau das ist der Punkt,
An dem viele anfangen an sich selbst zu zweifeln.
Weil es von außen so aussieht,
Als wärst du einfach nur müde oder faul.
Und nein,
Du bist nicht faul.
Dein System ist einfacher Scheppe.
Es ist an dieser Stelle sehr wichtig zu verstehen,
Dass dein Körper immer für dich arbeitet,
Nie gegen dich.
Er ist dein Freund,
Auch wenn es sich gerade anders anfühlt.
Aber er beginnt gerade in einer Sprache mit dir zu sprechen,
Die du nicht mehr ignorieren kannst.
Und er sagt dir sehr deutlich,
Wenn du mich weiter ignorierst,
Dann werde ich dich stoppen,
Endgültig.
Was kannst du nun tun?
Auch wenn es für dich vielleicht paradox klingt,
Aber nimm den gegenwärtigen Zustand an.
Denn der Kampf dagegen ist das,
Was dir die letzte Kraft raubt.
Das heißt nicht,
Dass du ihn gut heißt.
Es heißt nur,
Dass du ihn anerkennst.
Schaffe dir Bewusstseiten,
In denen du der Erschöpfung Raum gibst.
Vielleicht erscheint es dir in deinem jetzigen Leben unmöglich,
Aber wenn du wirklich willst,
Wirst du diese Zeit finden.
3 Minuten im Fahrstuhl.
10 Minuten im Bus oder im Stau oder 2 Minuten auf der Toilette.
Vielleicht verbringst du deinen Abend auch vor dem Fernseher oder auf Netflix.
Schalte doch mal bewusst aus und sei stattdessen ganz bei dir und deiner Erschöpfung.
Schaffe dir Zeitfenster nur für dich und dieses Gefühl und integriere sie Stück für Stück in dein Leben.
Davon wird sich deine Erschöpfung zwar nicht in Luft auflösen,
Aber du beginnst langsam,
Deine Sicht darauf zu verändern.
Und vielleicht beginnt da die wirkliche Veränderung.
Nicht im Tun,
Sondern im Sehen.
Im Zulassen.
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