
Grenzen setzen: Meine Sensibilität stabilisieren
"Wie kann ich lernen, mich besser abzugrenzen?" gehört zu den wichtigsten Fragen für sensible Menschen. Oft fällt es gerade sensiblen Menschen schwer, Grenzen zu setzen, weil sie dem eigenen Gefühl, das „Jetzt reicht es!“ sagt, nicht trauen. Lerne in dieser geführten Meditation mit der „Goldenen Acht“ ein einfaches und sehr kraftvolles Werkzeug, um in Beziehungen mehr bei dir selbst bleiben zu können.
Transkription
Herzlich Willkommen zu dieser Meditation,
Deine Sensibilität stabilisieren.
Heute geht es darum,
Deine inneren Grenzen etwas deutlicher zu spüren,
Zu ihnen zu stehen und sie dann auch in Deinen Beziehungen liebevoll und zugleich klar auszudrücken.
Wenn Du jemand gut kennst und magst oder auch häufiger mit ihm zusammen bist,
Dann sind Deine Grenzen offener,
Deine Mauern niedriger.
Du lässt diesen Menschen näher an Dich heran,
Sowohl körperlich als auch emotional.
Je näher wir zu einem Menschen stehen,
Desto schwieriger fällt es uns,
Unsere Grenze deutlich zu machen.
Menschen,
Die uns nahestehen,
Können uns auch leichter manipulieren.
Das muss noch nicht mal aus bösem Willen oder mit Absicht geschehen.
Oft laufen diese Mechanismen unbewusst und die Menschen selbst sind in ihren eigenen Mustern gefangen.
Wenn wir uns in diesen uns nahestehenden Menschen einfühlen können,
Beschäftigen uns die Dinge,
Die ihn auch belasten.
Wir wollen helfen und machen uns Gedanken oder Sorgen,
Wie wir diesen Menschen unterstützen können.
Auf diese Weise werden fremde Probleme zu unseren.
Mitgefühl wird dann schnell zu Mitleid und unsere Gedanken werden von Problemen beherrscht,
Die nicht unsere sind.
Deshalb brauchst Du eine innere Wahrnehmung für Deine eigenen Grenzen und diese kannst Du am besten in Deinem Körper spüren.
Zu Beginn finde mit Deiner Aufmerksamkeit wieder zu Deinen Atem,
Nimm eine aufrechte und würdevolle Haltung ein und spüre,
Wie der Atem einströmt und ausströmt und ausatmet.
Fühle die Luft,
Wie sie ganz von selbst einströmt.
Du musst nichts dafür tun.
Dieser feine Rhythmus,
Der Dich am Leben hält,
Gehört zu Deinem Leben.
Stell Dir eine Linie aus Gold vor,
Eine goldene Linie,
Die Du in Deiner Vorstellung um Deinen Körper herumziehst.
Sie markiert den Raum,
Der zu Dir gehört.
Und nun habe vor Augen einen Menschen,
Mit dem Du öfter zusammen bist.
Das kann irgendein Mensch sein,
Dein Partner oder Freund oder Nachbar,
Arbeitskollege,
Irgendein Mensch in Deinem Lebensraum.
Wenn Du diesen Menschen vor Deinem inneren Auge hast,
Dann lade ich Dich ein,
Deine goldene Linie,
Die Dich umgibt,
Zu einer goldenen Acht zu formen.
Das Bild Deiner goldenen Acht hilft Dir,
In Beziehungen bei Dir zu bleiben und Deine Energie nicht grenzenlos ableiten zu lassen.
Du kannst dieses Bild der goldenen Acht immer dann nutzen,
Wenn Du helfend tätig bist,
Wenn Du in Beziehungen wichtige Gespräche führst oder einfach auf der gebenen Seite bist.
Es hilft Dir dabei,
Innerlich bei Dir zu bleiben.
Mit dieser goldenen Acht erschaffst Du einen Raum der Liebe um Dich herum und um den anderen,
Ohne den eigenen Raum dabei aufzugeben.
Die Acht ist ein energetisches Nein und zugleich ein kraftvolles Bindemittel,
Besonders wenn Du mit einem bestimmten Menschen zusammen bist,
Bei dem Du in Gefahr läufst,
Dich selbst aufzugeben.
Auch wenn Du auf ungesunde,
Süchtige Weise ganz und gar mit diesem Menschen verschmelzen möchtest,
Hilft Dir dieses innere Bild,
Bei Dir zu bleiben,
Den Sog der anderen Person standzuhalten und Deinen eigenen Platz nicht zu verlassen.
Richte nun Deine Aufmerksamkeit noch tiefer nach innen.
Du siehst nun Dich und den anderen Menschen,
Wie er Dir gegenüber sitzt oder liegt oder steht.
Und nun stell Dir ein Lichtband vor.
Du kannst auch einen strahlend goldenen Stiftsand nehmen oder Dir eine Wunderkerze vorstellen.
Beginne nun von dem Punkt aus,
Der zwischen Euch beiden liegt,
Eine goldene Acht zu malen,
Entweder mit der sprühenden Wunderkerze oder mit dem goldenen Stift.
Der Schnittpunkt dieser Acht ist genau zwischen Euch beiden.
Jeder erhält den gleichen Raum.
Achte darauf,
Dass die Linie nicht unterbrochen wird,
Sondern dass Du sie in einer fließenden Bewegung malst.
Einfach eine goldene Acht malen,
Jede Person bekommt den gleichen Raum.
Lasse die Linie so dick sein,
Dass Du ein gutes Gefühl von Schutz bekommst.
Stell Dir vor,
Wie diese goldene Acht immer mehr zu leuchten und zu strahlen beginnt.
Sie ist kraftvoll und klar und tritt immer deutlicher hervor.
Innerhalb dieser Acht seid Ihr beide sicher und geschützt,
Und Ihr bleibt selbstbestimmt.
Während Du nun auf die andere Person eingehst und Dich mit ihr beschäftigst,
Denke immer wieder an diese Acht.
Stelle sie Dir so golden und stabil vor,
Wie es Dir möglich ist.
Fülle nun die entstandenen Kreise mit Licht und achte besonders darauf,
Dass sich die Acht nicht verschiebt,
Sondern dass jeder den gleichen Raum behält.
Fühle einen Moment in diese kraftvolle Vorstellung hinein.
Und nun lass die Acht wieder langsam verschwinden.
Sie wird zu einem Kreis,
Einem Lichtkreis um Dich herum.
Und auch wenn Du gleich wieder Deine Augen öffnest,
Bleibt dieser Kreis,
Diese Linie um Dich herum.
Sie markiert den Raum um Dich herum,
Der zu Dir gehört,
In dem Du Dich bewegst,
In dem Du liebst,
Wirkst und bist.
Ruhe in diesem Raum.
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