
Mitgefühl kultivieren und festigen
Wissenschaftler weltweit erforschen die positiven Effekte von Mitgefühl und Freundlichkeit auf unser Gehirn und Verhalten. Diese Achtsamkeitsübung ist eine klassische Mitgefühlsübung, bei der Du Dir und anderen Menschen alles Liebe und Gute wünschst.
Transkription
In der nachfolgenden Achtsamkeitsübung werden wir unser Mitgefühl stärken.
Finde hierfür eine für dich bequeme Position im Sitzen oder Liegen.
Bequemlichkeit hilft dir,
Dein Mitgefühl zu entfalten.
Wenn wir uns gut fühlen,
Dann können wir uns selbst und anderen besser entgegenkommen.
Zunächst richte deine Aufmerksamkeit ins Hier und Jetzt.
Nimm hierfür deine Füße wahr.
Nimm wahr,
Wie die Füße auf dem Boden sind oder auf einer Unterlage.
Vielleicht spürst du Druck bei den Füßen.
Nimm deine Beine wahr.
Was spürst du in den Beinen?
Sind dort angenehme Empfindungen oder unangenehme?
Und wie fühlt sich dein Gesäß an?
Spürst du vielleicht den Stuhl oder das Kissen oder die Unterlage?
Welche Empfindungen hast du in deinem Rücken?
Was spürst du in deinem Rücken?
Nimm alle Empfindungen in deinen Schultern wahr.
Es kann sein,
Dass deine Gedanken dich davontragen in die Vergangenheit oder in die Zukunft.
Wenn das der Fall ist,
Dann bring deine Aufmerksamkeit freundlich zurück zu deinem Körper und zwar zu deinem Kopf.
Welche Empfindungen spürst du in deinem Kopf?
Und nimm nun einmal deinen gesamten Körper wahr,
Wie du hier sitzt oder liegst.
Nimm deinen gesamten Körper wahr,
Wie du hier sitzt oder liegst.
Und Mitgefühl zu entwickeln und zu kultivieren ist manchmal gar nicht so einfach.
Insbesondere zu uns selbst,
Denn oftmals sind wir sehr kritisch zu uns.
Aus diesem Grund möchte ich dich einladen,
Folgende Sätze im Geist zu wiederholen zu dir selbst.
Sprich mir einfachen Gedanken nach.
Möge ich glücklich und zufrieden sein.
Möge ich gesund sein.
Möge ich frei von Sorgen sein.
Möge ich geliebt sein.
Möge ich unabhängig sein.
Und statt im Konjunktiv zu sprechen,
Möchte ich dich ermuntern,
In der Gegenwart die Sätze zu formulieren.
Auch wenn du vielleicht in diesem Moment nicht das Gefühl hast,
Gesund oder glücklich zu sein.
Sprich mir in Gedanken nach.
Ich bin gesund,
So wie ich bin.
Ich bin zufrieden.
Ich bin glücklich.
Ich bin erfolgreich.
Ich werde geliebt.
Ich bin selbstbewusst.
Ich bin frei.
Ich bin gut,
So wie ich bin.
Mitgefühl zu sich selber aufzubauen ist gut und wichtig.
Aber genauso wichtig ist es,
Mitgefühl zu anderen zu entwickeln.
Ganz nach dem Motto,
So wie ich in den Wald hineinrufe,
So schallt es heraus.
Wenn ich gut und mitfühlend zu anderen bin,
Dann sind diese tendenziell genauso zu mir.
Und deshalb möchte ich,
Dass du dir hierfür jemanden vorstellst,
Den du magst.
Stell dir in deinem geistigen Auge jemanden vor,
Den du magst.
Es kann sein,
Dass du an viele verschiedene Personen auf einmal denkst.
Versuche dich für eine zu entscheiden.
Wenn du Schwierigkeiten hast,
Dann kannst du einfach die allererste Person nehmen,
An die du gedacht hast,
Die du magst.
Und versuch dir diese Person lebhaft vorzustellen.
Das kann manchmal schwer sein.
Und hierfür gibt es einen Trick.
Stell dir ein Foto von dieser Person vor,
Was du vielleicht auf dem Schreibtisch hast oder auf deinem Handy oder vom Urlaub oder von wo auch immer.
Stell dir ein Foto von dieser Person vor.
Und wie sieht er oder sie aus?
Welche Haarfarbe würdest du sagen?
Er oder sie ist groß oder klein?
Wie sieht die Person aus,
Wenn sie lächelt?
Vielleicht kannst du sie sogar riechen in Gedanken.
Nimm das gesamte Erscheinungsbild wahr.
Und nimm wahr die Verbindung,
Die du zu dieser Person hast.
Nimm die Freundschaft wahr.
Die Liebe.
Die Anerkennung.
Die Freude.
Und während du diese Verbindung wahrnimmst zu dieser geliebten Person,
Stell dir nun vor,
Welche Herausforderungen und Probleme diese Person hat.
Welche Sorgen oder Nöte?
Welche Bedenken hat diese Person?
Welche Ängste?
Welche Verluste hat diese Person erlitten?
Welche Schmerzen?
Und werde dir kurz bewusst,
Dass alle Menschen irgendwelche Herausforderungen,
Probleme und Ängste haben.
Und während du dir die Probleme deiner geliebten Person vorstellst,
Nimm wahr,
Wie vielleicht ganz natürlich der Impuls entsteht,
Zu unterstützen.
Vielleicht möchtest du die Sorgen und Nöte für sie oder ihn tragen.
Und du kannst durch die Praxis des Mitgefühls dieser geliebten Person ganz nah sein,
Ohne emotional zu sehr mitgenommen zu sein.
Und hierfür möchte ich dich einladen,
Ihm oder ihr in Gedanken alles erdenklich Gute zu wünschen.
Stell dir deine geliebte Person vor und sprich mir in Gedanken einfach nach.
Mögest du glücklich und zufrieden sein?
Mögest du gesund sein?
Mögest du frei von Sorgen sein?
Mögest du geliebt sein?
Mögest du unabhängig sein?
Mögest du keine finanziellen Sorgen haben?
Mögen deine Wünsche in Erfüllung gehen?
Mögest du viele Freunde haben?
Mögest du ein erfülltes und glückliches Leben haben?
Vielleicht kannst du wahrnehmen,
Wie du deiner geliebten Person ganz nah bist und halte sie oder ihn einfach in deinem geistigen Auge und nimm einfach nur wahr,
Wie ihr zusammen seid,
Im jetzigen Moment,
In deinen Gedanken.
Und wir kommen nun langsam zum Ende dieser Übung.
Und hierfür möchte ich,
Dass du dir kurz die Frage stellst,
Was brauchst du,
Um diese Übung zu beenden?
Möchtest du noch in Gedanken weiter mit der Person sein?
Möchtest du ein paar bewusste Atemzüge nehmen?
Möchtest du einfach an Gedanken nachhängen?
Was auch immer du brauchst,
Nimm es dir.
Nimm nun drei tiefe Atemzüge.
Und wenn du soweit bist,
Dann werd dir der Tageszeit bewusst.
Bewege kurz deine Zehen und deine Fingerspitzen und öffne ganz langsam deine Augen,
Falls du sie geschlossen hattest.
Und ich wünsche dir einen sehr schönen Tag oder Abend.
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