29:27

Atemmeditation (30 Min.)

by Pascal Hartmann-Boll

rating.1a6a70b7
Bewertet
4.6
Group
Aktivität
Meditation
Geeignet für
Alle
Aufrufe
292

In dieser Meditation begleite ich dich bei der Erforschung deines Atems. Du brauchst dafür nicht mehr als einen ungestörten Ort und 30 Minuten Zeit. Sie ist angelehnt an achtsamkeitsbasierte Traditionen und gibt dir Orientierung bei deiner täglichen Praxis.

Transkription

Dies ist eine Atemmeditation.

Suche dir einen Ort,

An dem du in den nächsten 30 Minuten ungestört sein kannst.

Nimm eine aufrechte und leicht würdevolle Haltung ein.

Deine Augen kannst du schließen oder deinen Blick auf einen Punkt im Raum ruhen lassen.

Die Meditation beginnt und endet mit dem Klang des Gongs.

Richte deine Aufmerksamkeit nun auf deine Atmung.

Du musst nichts tun,

Deine Atmung darf genau so sein,

Wie sie ist.

Dein Körper atmet ganz von alleine.

Beobachte einfach,

Wie dein Körper das tut.

Wenn deine Atmung sich verändert,

Während du sie beobachtest,

Ist das vollkommen in Ordnung,

Auch das darf sein.

Wenn deine Gedanken zwischendurch abschweifen,

Ist das ganz normal.

Führe deine Aufmerksamkeit dann wieder sanft zurück zu deiner Atmung.

Spüre einmal nach,

An welcher Stelle du deine Atmung am meisten spüren kannst.

An der Nasenspitze,

Wo die Atemluft in deinen Körper fließt,

Im Hals,

Wo sie ihren Weg in deine Lungen findet,

In deiner Brust,

Die sich mit jedem Atemzug hebt und senkt,

Oder in deinem Bauch,

Der in seinem eigenen Rhythmus deinen Atem begleitet.

Folge mit deiner Aufmerksamkeit der vollen Länge jedem Atemzuges,

Der ganzen Strecke ein und der ganzen Strecke aus.

Und wenn es dir hilft,

Deiner Aufmerksamkeit an deiner Atmung zu haften,

Sprich mit jedem Atemzug in Gedanken ein und aus und bemerke auch die Zeitpunkte,

Die kleine Lücke,

Wo dir ein Atem die Richtung wechselt,

Die kleine Pause zwischen den Atemzügen.

Und wenn dich deine Gedanken vortragen,

Dann löse deine Aufmerksamkeit von ihnen und führe sie sanft wieder zurück zu deiner Atmung.

Und auch wenn da störende Gefühle sind – Ungeduld,

Traurigkeit,

Wut,

Angst,

Sorge – lass diese Gefühle so sein,

Wie sie sind und richte deine Aufmerksamkeit auf deine Atmung.

Was ist,

Darf sein und was sein darf,

Kann sich wandeln.

Und wenn da Schmerzen in deinem Körper sind,

Dann dürfen auch die so sein,

Wie sie sind.

Bemerke sie und richte deine Aufmerksamkeit dann wieder auf deine Atmung.

Und wenn deine Atmung sich verändert,

Während du sie beobachtest,

Ist das vollkommen in Ordnung und ganz normal.

Dann beobachte einfach diese Veränderung in deiner Atmung und bemerke,

Dein Atem und du,

Ihr seid nicht zwei,

Aber auch nicht eins.

Und bemerke,

Wie das Leben dich atmet,

Wie es rhythmisch in dich hineinfließt und wieder hinaus,

Wie es dich mit jedem Atemzug,

Mit allem verbindet,

Was ist,

Mit allem verbindet,

Was war und mit allem verbindet,

Was einmal sein wird,

Wie der Atem die Moleküle des Lebens in dich hineinträgt und wieder hinaus und wie dein Atem dich in die Gegenwart führt in diesen Moment und wie du keinen Moment festhalten kannst,

Sondern nur bemerken,

Wie der Moment stattfindet,

Jetzt und jetzt und jetzt und beobachte nun,

Wo dein Atem in deinem Körper anfängt und wo er endet.

Beobachte,

Wo er in deinem Körper beginnt,

Wohin er sich ausdehnt und wo er seine Grenzen findet.

Und beobachte,

Ob diese Grenzen festgesetzt sind oder ob auch sie sich verändern,

Weiten oder enger werden können und schau einmal,

Ob du selbst Einfluss nehmen kannst darauf,

Wie die Grenzen gesetzt sind,

Ob du sie weiter werden lassen kannst,

Damit dein Atem tiefer in dich fließt und wenn da störende Gedanken,

Gefühle oder Geräusche sind,

Dann ist das vollkommen normal und ganz in Ordnung.

Löse deine Aufmerksamkeit davon und führe sie wieder sanft zurück zu deiner Atmung.

Und vielleicht hast du schon festgestellt,

Dass dein Atem weiter werden konnte,

Dass er dich mehr ausfüllen konnte und bemerke,

Wie dein Atem diesen weiten Raum in dir füllt und wenn sich in diesem weiten Raum Gedanken oder Gefühle in den Vordergrund drängen,

Dann ist das normal und vollkommen in Ordnung.

Dann lass das so sein,

Beobachte es und richte deine Aufmerksamkeit weiter auf deine Atmung und bemerke nun,

Wie jeder Atemzug deinen Körper bewegt,

Bemerke diese feine Bewegung,

Die wie Wellen über deinen Körper schlägt,

Sanft über dich hinweg gleitet und bemerke auch,

Wie du dort sitzt und in dieser Bewegung in deinem Sitz Halt findest,

Getragen von der Erde,

Die Erde,

Die dir Halt und Stabilität gibt und die Luft,

Die Leben und Bewegung in dich fließen lässt und bemerke,

Wie sich beides in dir trifft,

Halt und Bewegung und wie du dadurch in deiner Mitte sein kannst.

Mit der Erfahrung,

In deiner Mitte zu sein,

Kehre nun langsam zurück in deinen Alltag,

In dem Einfluss auf deine Atmung und atme dreimal tief ein und aus und wenn es für dich stimmig ist,

Dann öffne langsam deine Augen und lasse deinen Blick durch den Raum wandern und wenn es für dich stimmig ist,

Dann streck dich gerne,

Wecke deine Muskeln und Gelenke aus der Ruhe und komme langsam zurück in einen sicheren Stand.

Erlaube dir auch noch den letzten Moment der Stille und spüre auch noch mal hier im Stehen deine Mitte zwischen dem Halt der Erde und der Bewegung aus der Luft.

4.6 (12)

Neueste Bewertungen

Heidi

February 25, 2025

So einfach und doch so effektiv. Danke

© 2026 Pascal Hartmann-Boll. All rights reserved. All copyright in this work remains with the original creator. No part of this material may be reproduced, distributed, or transmitted in any form or by any means, without the prior written permission of the copyright owner.

Trusted by people. It's free.

Insight Timer

Get the app

How can we help?

Sleep better
Reduce stress or anxiety
Meditation
Spirituality
Something else