
Spüre Deine Atemräume
In dieser Übung lade ich dich ein, deine Atemräume bewusst wahrzunehmen und gezielt zu erspüren. Beim Atmen arbeiten viele Muskelgruppen zusammen, die je nach Aktivierung unterschiedliche Bereiche deines Körpers ansprechen. Gemeinsam erkunden wir drei zentrale Atemräume – oberen Brustkorb, untere Rippenbögen und Bauch – und lenken unsere Aufmerksamkeit achtsam dorthin. Indem du jeden dieser Räume zunächst wahrnimmst und schließlich auch verstärkt hinein atmest, förderst du ein feineres Gespür für deinen Körper und vertiefst die Verbindung zu deinem Atem. Diese Übung stärkt deine Körperwahrnehmung und unterstützt dich, in einen Zustand von Ruhe und Präsenz zu kommen. Musik: Indian Flute With Soft Waterfall by TunePocket Exclusive Bild: Jeremy Perkins auf Unsplash
Transkription
Hallo,
Mein Name ist Irene.
Schön,
Dass du heute hier bist.
Heute möchte ich dich zu der Übung Atemräume spüren einladen.
Wenn wir atmen,
Sind unterschiedliche Muskeln an der Atmung beteiligt und je nachdem welche Muskeln aktiv sind,
Öffnen und schließen sich auch unterschiedliche Räume in unserem Körper.
Unser Bauch,
Unser Brustkorb verformen sich und unterschiedliche Bereiche der Lunge werden mit Luft gefüllt.
Die heutige Übung wird dich dabei unterstützen,
Ein Gefühl für diese Atemräume zu entwickeln.
Du kannst die Übung so oft du magst wiederholen und du wirst merken,
Dein Gefühl wird sich immer mehr verfeinern.
Lass uns nun beginnen.
Finde einen ruhigen Platz,
An dem du die nächsten 10-15 Minuten ungestört bist.
Am besten du setzt dich aufrecht hin,
So hat dein Körper viel Raum und kann sich ausweiten.
Du kannst dich gerne auch etwas erhöht setzen,
Zum Beispiel auf eine Decke oder auf ein Meditationskissen.
Wichtig ist,
Dass sich deine Wirbelsäule gut aufrichten kann,
Dass dein Rücken schön gerade und entspannt ist und dass dein Bauch und dein Brustkorb viel Platz haben,
Sich auszudehnen,
Sich zusammenzuziehen mit jedem Atemzug.
Und so lade ich dich ein,
Hier mal anzukommen,
Den Boden unter dir zu spüren,
Diese Berührung,
Die Verwurzelung,
Das Getragensein.
Und dann spüre auch deinen höchsten Punkt,
Deinen Scheitel und lass den Scheitel mit jeder Einatmung etwas mehr nach oben fließen,
Ganz entspannt,
Ganz gelöst.
Und vielleicht merkst du,
Wie du so etwas mehr Platz schaffst zwischen deinen Wirbeln.
Merkst,
Wie sich auch dein Rumpf mehr aufrichtet,
Wie du mehr Raum jetzt schon schaffst.
Dein Atem fließt ganz entspannt durch deine Nase ein und aus,
Sofern dir die Nasenatmung möglich ist.
Du kannst gerne deine Augen schließen,
Um ganz bei dir anzukommen.
Und dann nimm auch mal deine Schultern wahr.
Zieh deine Schultern mit der nächsten Einatmung hoch zu deinen Ohren.
Zieh sie hoch.
Spüre die Spannung und lass sie mit der Ausatmung ganz gelöst sinken.
Mach das noch zweimal.
Zieh sie mit der Einatmung hoch.
Lass sie mit der Ausatmung sinken.
Noch einmal.
Einatmen hoch und ausatmen senken.
Und während der Atemübung lade ich dich dann ein,
Auch immer wieder zu überprüfen,
Wie es deinen Schultern geht und darauf zu achten,
Dass sie schön,
Angenehm,
Entspannt bleiben.
Du lässt nun deinen Atem weiter fließen und schaust dir mal an,
Wie er fließt.
Wo kannst du ihn wahrnehmen?
In welchen Körperstellen?
Wie geht es der Atmung gerade?
Wo nimmst du jetzt Bewegung wahr?
Wie lange sind die Atemzüge?
Wie tief sind die Atemzüge?
Wir kommen nun zum ersten Atemraum.
Der liegt ganz oben in deinem Brustkorb.
Dafür nimmst du deine Hände und legst sie in den oberen Bereich deines Brustkorbs,
So dass deine Fingerkuppen ungefähr an den Schlüsselbeinen liegen,
Die Handflächen darunter.
Die Hände liegen satt und entspannt auf.
Die Ellbogen dürfen Richtung Brustkorb heransinken.
Die Schultern sind entspannt und du spürst die Berührung der Hände mit dem Brustkorb.
Und nun nimm hier mal wahr,
Ob du die Atmung spüren kannst an den Händen.
Gibt es hier Bewegung?
Und wenn ja,
Welche Qualität würdest du dieser Bewegung zuschreiben?
Welche Eigenschaft würdest du der Atmung in diesem Bereich zuschreiben?
Jede Beobachtung,
Die du machst,
Darf genau so sein.
Du beobachtest ohne zu bewerten,
Ganz frei,
Offen und neugierig für das,
Was jetzt da ist.
Und nun lade ich dich ein,
Bewusst ein paar tiefe Atemzüge zu den Händen hinzuschicken.
Besonders tief ein und lange auszuatmen,
So dass sich deine Hände nun noch mehr heben und senken mit jedem Atemzug.
Hier atmest du noch einmal tief ein und lange aus.
Und danach gleiten die Hände direkt weiter nach unten,
Bis unter deine Brust an deine untersten Rippenbögen und etwas zur Seite.
Und du spürst hier wieder den Kontakt der Hände mit diesem Bereich.
Wir sind angekommen beim zweiten Atemraum.
Und auch hier lade ich dich wieder ein,
Zunächst rein zu beobachten,
Die Atmung nicht zu verändern,
Sie einfach fließen zu lassen.
Du siehst dir an,
Was jetzt da ist.
Du heißt es willkommen.
Du bist dankbar für jede Beobachtung.
Und du bleibst aufmerksam.
Und auch hier lade ich dich jetzt wieder ein,
Die Atmung zu vertiefen und bewusst zu den Händen hinzuatmen,
So dass sie sich noch mehr heben und senken mit jedem Atemzug.
Du spürst,
Wie sich die Rippenbögen weiten,
Wie sie Raum schaffen für die Lunge,
Die sich füllt,
Bis in die unteren Lungenspitzen.
Und du atmest tief ein und aus,
Immer weiter.
Genießt es,
Genießt diese tiefe Atmung,
Bleibst dabei.
Atme hier noch einmal tief ein und aus.
Und danach lässt du die Hände noch weiter nach unten gleiten,
So dass sie auf deinem Bauch zu liegen kommen,
Etwa in Höhe deines Bauchnabels.
Und auch hier lässt du nun zunächst den Atem ganz entspannt,
Ganz von selbst und frei fließen.
Du beobachtest,
Bleibst aufmerksam.
Und erlaubst dem Bauch sich ganz zu entspannen und Raum zu schaffen für die Ausdehnung.
Und auch hier lässt du nun die Atmung tiefer werden.
Mit jeder Einatmung öffnet sich der Bauch,
Bläht sich auf,
Fast wie ein Ballon.
Und mit der Ausatmung leert er sich wieder,
Sinkt zurück,
Ganz gelöst.
Atemzug für Atemzug.
Bleib dabei,
Bleib aufmerksam und ganz in deinem Atemfluss.
Und nimm auch hier wieder wahr,
Was die Atmung mit dir macht,
Wie sie wirkt,
Wie sie sich anfühlt.
Vielleicht tauchen Gefühle,
Emotionen,
Eindrücke auf.
Nimm das alles wahr.
Bleib dann auch wieder fokussiert bei der Atmung.
Und nach deiner nächsten Ausatmung legst du nun die Hände auf deinen Oberschenkeln oder Knien ab und lässt den Atem wieder ganz zur Ruhe kommen.
Nun ist Zeit,
Um nachzuspüren.
Was ist jetzt da?
Wie kannst du deine Atemräume spüren jetzt nach dieser Übung,
In der du nach einander dich auf drei Bereiche fokussiert hast?
Wie spielen diese drei Bereiche jetzt zusammen?
Und vielleicht nimmst du wahr,
Dass sich deine Atmung verändert hat durch die Übung.
Vielleicht hat sich auch etwas an deiner Aufmerksamkeit verändert.
Was auch immer jetzt da ist,
Nimm es für dich wahr.
Bleib liebevoll dabei,
Interessiert und heiße alles willkommen,
Was sich zeigen möchte.
Abschließend lade ich dich noch ein,
Einmal tief durch die Nase einzuatmen und lösend durch den Mund aus.
Danke,
Dass du heute mit mir geübt hast.
Ich hoffe,
Die Übung unterstützt dich dabei,
Mehr Gespür für deine Atemräume zu entwickeln und ganz im Allgemeinen für deine Atmung.
Und ich lade dich auch ein,
Im Alltag immer wieder den Fokus auf deine Atmung zu lenken,
Mit deiner Atmung zu sein.
Die Atmung ist ein wertvoller Schlüssel,
Der uns im Alltag unterstützen kann,
Um zu mehr Leichtigkeit,
Mehr Balance und Stabilität zu finden.
Ich wünsche dir noch einen wunderschönen restlichen Tag und freue mich,
Wenn wir bald wieder miteinander üben.
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