
Ozean des Mitgefühls (MSC)
Geführte Meditation für Mitgefühl mit sich selbst und anderen. Sie hilft, auf die Herausforderungen des Lebens mit weniger Stress, Angst, Verzweiflung und Sorge zu reagieren und bringt Mitgefühl und Selbstmitgefühl in Balance. Wir bekommen einen klaren Blick dafür, was wir für uns und andere tun können ohne uns selbst zu überfordern und erleben Freude und Verbundenheit. Meditation aus dem MSC-Programm „MindfulSelf-Compassion“. Zitat am Ende: Thich Nhat Hanh.
Transkription
Die Meditation mit Gefühl geben und empfangen nach Christine Neff.
Komm in eine Haltung,
In der du jetzt die nächsten 20,
25 Minuten dich wohlfühlst,
Die den Körper unterstützt für diese Meditation.
Vielleicht im Sitzen,
Vielleicht im Liegen.
Wenn du magst,
Schließ die Augen.
Lass dich nieder in deinem Körper,
Zu Hause sein,
Im Körper.
Spür einen Moment alle Bereiche des Körpers,
Die in Verbindung sind mit der Erde.
Im Sitzen die Sitzhöcker auf dem Kissen und im Liegen die ganze Rückseite oder Seite des Körpers.
Bereiche,
Die die Erde berühren.
Und spür dieses Gehalten,
Getragen werden von der Erde.
Und spür auch die innere Empfindung in diesem Moment.
Den Herzschlag pulsieren,
Vibrieren.
Wenn du magst,
Leg eine Hand auf dein Herz,
Den Herzbereich,
Um dich daran zu erinnern,
Nicht nur achtsam,
Sondern auch mit Freundlichkeit deine Erfahrung während dieser Meditation anzuschauen.
Spür die Hand,
Die Hände in dieser körperlichen Geste,
Die die liebevolle Haltung dir selbst gegenüber repräsentiert.
Vielleicht spürst du die Wärme deiner Hände auf dem Herzen liegend.
Und wie reagiert dein Körper auf diese Berührung?
Lass die Wärme der Hände sich ausbreiten im Körper und genieß dieses Gefühl.
Du kannst die Hände dort liegen lassen oder sie wieder in den Schoß zurück sinken lassen.
Und lenke dann deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
Und einige Male ganz tief ein- und ausatmen.
Und erlaube dir,
Beim Ausatmen ganz und gar loszulassen.
Lass deinen Atem dann den natürlichen Rhythmus finden.
Ganz Natürliches Kommen und Gehen,
Wie die Wellen des Ozeans.
Kommen und Gehen.
Wenn du bemerkst,
Dass die Gedanken umherwandern,
Hol sie zurück.
Ganz freundlich,
Ganz liebevoll.
So wie du einen Hundewelpen,
Der sich verlaufen hat,
Zurückrufen würdest.
Lass dein Gewahrsein in deinem Atem ruhen.
Einatmen und ausatmen.
Ein und aus.
Vielleicht kannst du spüren,
Wie der Körper mit jedem Einatmen genähert wird.
Und mit jedem Ausatmen entspannt.
Vielleicht kannst du spüren,
Wie dein Körper von dem Atemrhythmus gewiegt wird.
Sanft innerlich gestreichelt wird.
Von diesem steten Ein und Aus.
Kommen und Gehen.
Und lenk deine Aufmerksamkeit dann auf deinen Einatmen.
Und schau,
Dass du dir bei jedem Einatmen gibst,
Was du in diesem Moment brauchst.
Nähere dich mit jedem Einatmen.
Vielleicht bemerkst du,
Dass du gerade in irgendeiner Weise am Kämpfen oder Hadern bist.
Und vielleicht kannst du dann auch eine andere Qualität einatmen,
Die du jetzt brauchst.
Freundlichkeit,
Liebe,
Mitgefühl,
Wohlwollen.
Nimm diese Qualität mit jedem Einatmen auf.
Vielleicht gibt es ein Wort,
Das mit jedem Einatmen mitschwingt.
Ein Wort,
Das genau das repräsentiert,
Was du jetzt brauchst.
Vielleicht ist es auch mehr ein Gefühl.
Ein warmes,
Goldenes Licht.
Die Qualität von Wärme.
Erlaube dir,
Mit jedem Einatmen etwas Gutes für dich selbst zu empfangen.
Nähere dich mit jedem einzelnen Einatmen.
Und dann löse den Fokus von der Einatmung und wechsle zum Ausatmen.
Einige Male tief und lang ausatmen.
Und spüre die Entspannung,
Die mit diesem tiefen Ausatmen durch den Körper geht.
Und wenn du ausatmest,
Denke an jemanden,
Den du kennst,
Der es jetzt gerade schwer hat und Mitgefühl braucht.
Und lass diesen anderen vor deinem inneren Auge erscheinen und richte dann deinen Ausatmen auf diesen anderen Menschen.
Sende der anderen Person,
Was sie in diesem Moment braucht.
Freundlichkeit,
Liebe,
Mitgefühl.
Vielleicht in Form eines Wortes,
Das sanft auf dem Ausatmen reitet.
Oder einfach ein Gefühl,
Wärme,
Goldenes Licht.
Mit jedem Ausatmen sendest du etwas Gutes an den anderen,
Der auch am Kämpfen und Hadern ist.
Spüre die Entspannung,
Die mit dem Ausatmen einhergeht und schenke diese Entspannung einem anderen.
Dann bring beides zusammen.
Erkenne,
Dass du als menschliches Wesen genauso kämpfst wie die andere Person.
Atme weiterhin Wohltuendes für dich selbst ein.
Mitgefühl,
Freundlichkeit,
Wärme.
Und mit jedem Ausatmen atme für den anderen aus.
Ein und aus.
Eins für mich und eins für dich.
Ein für mich und aus für dich.
Und wenn die Gedanken umherschweifen,
Erneuere das Bild von dir und der anderen Person vor deinem inneren Auge.
Leg vielleicht auch noch einmal die Hände auf das Herz,
Um dich körperlich mit dem Gefühl der Fürsorge zu verbinden.
Fühle die Hände auf dem Herzen.
Atme die Erleichterung des Mitgefühls für dich selbst ein.
Atme die Erleichterung des Mitgefühls für den anderen aus.
Und hast du an irgendeinem Punkt das Gefühl,
Dass du mehr für dich selbst brauchst,
Weil deine Aufmerksamkeit auf deinen eigenen Kampf,
Dein eigenes Leid gelenkt wird,
Fühle dich frei,
Mehr für dich selbst einzuatmen und dich mehr auf dich selbst zu konzentrieren.
Vielleicht drei für mich,
Eins für dich.
Oder umgekehrt,
Wenn der andere Mensch die Aufmerksamkeit stärker auf sich zieht,
Dann konzentriere dich mehr auf die Ausatmung und gib der anderen Person das Mitgefühl,
Das sie braucht.
Oder lass einfach den Atem gleichmäßig und leicht fließen,
Ein und aus,
Wie die Wellen des Ozeans,
Ein und aus.
Ein grenzenloser,
Unerschöpflicher Ozean,
Ausreichend für mich und ausreichend für dich,
Ein Ozean des Mitgefühls.
Lass dich ganz und gar zum Atem werden,
Einatmen und ausatmen,
Mitgefühl ein,
Mitgefühl aus.
Keine Begrenzung,
Keine Limits.
Du kannst dein eigenes Leid und das Leiden des anderen vollständig halten,
Es wie die Wellen eines Ozeans fließen lassen,
Kommen und gehen.
Und wenn dir andere Wesen in den Sinn kommen,
Gruppen von Menschen,
Die leiden,
An diesem Ort des grenzenlosen Mitgefühls,
Atmest du für sie alle aus.
Schließe dich selbst immer mit jedem Einatmen ein.
Keine Unterscheidungen sind notwendig.
Lass diesen Ozean alles Leiden in Liebe und Mitgefühl halten.
Keine Unterscheidungen sind notwendig.
Lass diesen Ozean alles Leiden in Liebe und Mitgefühl halten.
Und schließlich löse den Fokus vom Atem.
Spür wieder deinen Körper sitzend,
Liegend auf der Erde.
Und lass dich fühlen,
Was es in diesem Moment zu fühlen gibt.
In diesem Moment,
In diesem menschlichen Körper.
Und lass dich genauso sein,
Wie du in diesem Moment bist.
Einatmend erkenne ich mich als Teil des wunderbaren Lebensstroms,
Der seit tausenden von Jahren ununterbrochen fließt.
Ausatmend lächle ich und vertraue mich diesem Lebensstrom an.
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