
Geführte Gehmeditation
Eine Gehmeditation ist wunderbar, um deine Achtsamkeit zu schulen. Durch das bewusste Gehen lernst du, deinem Körper, Atem und deiner Ausrichtung mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Gehe aufrecht durch dein Leben, in deinem eigenen Rhythmus. Bitte nimm nicht am Straßenverkehr teil, während du diese Meditation hörst.
Transkription
Hey und hallo.
Schön,
Dass du heute da bist zu der Gehmeditation.
Eine Gehmeditation kann eine wunderbare Alternative sein,
Wenn du das Gefühl hast,
Zu unruhig zu sein zum Sitzen.
Aber Gehmeditationen sind deswegen so wundervoll,
Weil du sie jederzeit üben kannst.
Immer wenn du von A nach B gehst oder einen kleinen Spaziergang machst,
Kannst du eine Gehmeditation ausführen.
Um zu beginnen,
Stelle bitte sicher,
Dass du in der nächsten Zeit keine Anrufe erhalten wirst.
Trage Kopfhörer,
Die sich angenehm für dich anfühlen und dich nicht ablenken.
Um die Entspannung in deinen Körper einzuladen,
Beginnen wir mit drei tiefen Atemzügen.
Du atmest durch die Nase ein und durch den Mund aus,
Durch die Nase ein und durch den Mund aus.
Und ein letztes Mal atmest du durch die Nase ein und durch den Mund aus.
Lasse jetzt deinen Atem im eigenen Rhythmus fließen.
Beginne mit den ersten Schritten,
Richte dich auf und spüre,
Wie du deine Schultern etwas nach hinten und unten ziehst und deine Wirbelsäule präsent ist.
Dein Kiefer ist locker und entspannt und du beginnst,
Jeden einzelnen Schritt wahrzunehmen.
Du spürst die Zehen in deinen Schuhen oder wenn du barfuß gehst,
Nimmst du ganz bewusst deine Fußsohle wahr.
Spüre die Erde unter dir,
Die dich trägt,
Beständig und liebevoll.
Nimm wahr,
Wie sich deine Muskeln bewegen und beobachte deinen Atem.
Beginne nun,
Einen Rhythmus zu finden,
In dem Atem und Schritte aufeinander abgestimmt sind.
Versuche nichts zu erzwingen,
Sondern nimm einfach wahr,
Wie dein Körper atmen möchte,
Während du gehst.
Dein Blick ist weich und entspannt.
Wenn du spürst,
Dass dein Atem aus dem Rhythmus gerät,
Bring ihn ganz sanft wieder zurück zu deinen Schritten.
Je ruhiger du atmest,
Desto bewusster kannst du gehen.
Vertraue deinem Körper,
Dass er den richtigen Rhythmus finden wird.
Entspanne die Partie um deine Augen herum.
Deine Arme dürfen leicht mitschwingen,
Wenn sie das möchten.
Wenn du spürst,
Dass deine Gedanken abdriften,
Bring sie zurück zu deinen Fußsohlen,
Zu deinem Atem.
Du darfst dir diese Zeit nehmen,
In deinem Körper anzukommen und ihn zu genießen.
Richte deine Wirbelsäule wieder auf.
Gehe aufrecht durch dein Leben.
Spüre,
Wie deine Schultern weit sind.
Du darfst dir diesen Platz nehmen,
Diesen Raum einnehmen beim Gehen.
Deine Bauchdecke hebt sich beim Einatmen und sinkt wieder beim Ausatmen.
Schritt um Schritt kommst du immer mehr bei dir an,
Immer mehr in der Entspannung.
Es ist nicht schlimm,
Wenn deine Gedanken wieder zu wandern beginnen.
Du darfst deine Aufmerksamkeit wieder zurück zu deinen Schritten holen.
Deine Füße erden dich buchstäblich.
Wenn du magst,
Darfst du jetzt einen anderen Rhythmus ausprobieren.
Vielleicht hast du bisher zwei Atemzüge genommen.
Vielleicht hast du jetzt beim Einatmen zwei Schritte gemacht und beim Ausatmen zwei.
Wenn du möchtest,
Kannst du jetzt den Rhythmus ausprobieren,
Indem du zwei Schritte beim Einatmen und drei bis vier Schritte beim Ausatmen machst.
Spüre,
Wie es sich für dich anfühlt,
Länger auszuatmen und mehr Schritte zu machen.
Atme ein und mache zwei Schritte dabei.
Atme aus und mache drei bis vier Schritte.
Du darfst jederzeit zu deinem eigenen Rhythmus zurückkommen.
Du darfst jederzeit den Rhythmus ändern.
Du bestimmst,
Wie du durchs Leben gehst.
Und indem du den Atem wieder vertiest,
Kommst du langsam zurück.
Öffne die Augen und nimm deine Umwelt wahr.
Was umgibt dich jetzt gerade?
Wie fühlen sich jetzt deine Füße an?
Spüre in deinen Körper hinein.
Hat ihm diese Gehmeditation gefallen?
Vielleicht hast du das Gefühl,
Noch etwas wackelig auf dem Bein zu sein.
Aber je öfter du achtsam gehst und ganz bewusst aufrecht durch die Welt gehst,
Umso mehr wirst du spüren,
Dass dein Gang selbstbewusster wird.
Geschmeidig wie von einer Raubkatze.
Danke für deine Meditation,
Für deine Zeit und für dein Sein.
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4.5 (99)
