
Meditation bei Angst, innerer Unruhe, Grübeln
by Anna Hahn
Du nimmst aktuell innere Unruhe, Gedankenkreisen und/oder Ängste in deinem System wahr, weswegen du diese Achtsamkeitsübung bzw. Meditation ausgewählt hast. Lass uns gemeinsam die nächsten Minuten versuchen, etwas Ruhe in das unliebsame, innere Chaos zu bringen und uns selbst wohlwollend und mitfühlend zu begegnen. Denn wenn wir etwas unbedingt und ganz schnell loswerden möchten, beißt es sich meist erst recht fest. In dieser Meditation leite ich dich liebevoll an, deinen Fokus zuerst auf die Atmung und schließlich auf bzw. in den Körper zu richten/lenken. Ruhiges und verlängertes Ausatmen bewirkt ganz automatisch, dass sich Körper und Geist entspannen (parasympathische Aktivierung). Die Stille-Sequenzen sind ganz bewusst kurz gehalten (maximal 30 Sekunden), um es dir in dieser herausfordernden Situation etwas leichter zu machen, den Fokus zu halten.
Transkription
Hallo,
Schön,
Dass du da bist.
Du nimmst sehr wahrscheinlich aktuell innere Unruhe,
Ängste und Stress in deinem System wahr,
Weswegen du diese Achtsamkeitsübung bzw.
Meditation gewählt hast.
Lass uns gemeinsam die nächsten Minuten versuchen,
Etwas Ruhe in das unliebsame innere Chaos zu bringen und uns selbst wohlwollend und mitfühlend zu begegnen.
Denn wenn wir etwas unbedingt und ganz schnell loswerden möchten,
Beißt es sich meist erst recht fest.
Versuche in den folgenden Minuten so gut es geht meiner Anleitung zu folgen.
Suche dir einen ruhigen Platz,
An dem du ungestört bist und setze dich aufrecht und entspannt hin.
Rolle deine Schultern jetzt einige Male nach hinten.
Führe die Bewegung ruhig und achtsam aus.
Spüre,
Wie sich dein Brustraum beim nach hinten rollen der Schultern sanft öffnet.
Lasse die Schultern nun nach hinten und unten sinken und mach dich noch einmal lang.
Zieh deinen Scheitel nach oben in Richtung Decke oder auch Himmel und wenn du soweit bist,
Schließe gerne deine Augen oder senke den Blick nach unten ab.
Nimm einen ruhigen,
Etwas tieferen Atemzug durch deine Nase ein und atme ganz bewusst lösend und lange durch den Mund aus.
Noch einmal durch die Nase tief einatmen und durch den Mund aus.
Ein letztes Mal.
Schließe nun deinen Mund und lasse den Atem anstrengungslos,
Ohne ihn verändern zu wollen,
Über die Nase ein- und ausströmen.
Dein Kiefer und auch deine Gesichtsmuskeln dürfen weich werden.
Es darf ein kleiner Spalt zwischen Ober- und Unterkiefer entstehen.
Deine Stirn ist glatt.
Die Spannung zwischen den Augenbrauen löst sich.
Dein Mund ist nun sanft geschlossen.
Ober- und Unterlippe berühren sich.
Der Atem fließt über die Nase ein und aus.
Versuche für einige Augenblicke das Ein- und Ausströmen des Atems wahrzunehmen und wiederhole dabei im Stillen für dich.
Ich atme ein,
Ich atme aus.
Lege nun die rechte Hand auf deinen Unterbauch und die linke auf dein Herz bzw.
Den Brustraum.
Rechte Hand Unterbauch,
Linke Hand Brust.
Mit dem Einatmen heben sich Brust und Bauch.
Mit dem Ausatmen sinken Brust und Bauch.
Kannst du diese natürliche Bewegung der Oberkörpervorderseite in deinen Händen spüren?
Versuche weiterhin mit der Aufmerksamkeit bei der Wahrnehmung des Atems zu verweilen und sage dir im Stillen für dich.
Ich atme ein,
Bauch und Brust heben sich.
Ich atme aus,
Bauch und Brust senken sich.
Versuche gerne dabei deine Ausatmung ohne viel Druck,
D.
H.
Ganz sanft zu verlängern.
Dein tiefes und ruhiges Atmen,
Vor allem Ausatmen,
Bewirkt ganz automatisch,
Dass sich sowohl Körper als auch Geist entspannen.
Lasse deine Hände nun wieder auf die Oberschenkel oder in den Schoß sinken und bringe deinen Fokus zu den Körperteilen,
Die den Boden oder auch die Unterlage berühren.
Füße,
Beine,
Gesäß.
Nimm all diese Körperteile gleichzeitig wahr.
Spüre die Verbindung deines Körpers mit der Unterlage.
Du sitzt in diesem Augenblick ganz stabil.
Du bist geerdet,
Sicher,
Verbunden mit dir,
Mit deinem Körper,
Deinem Atem.
Du bist präsent im Hier und Jetzt.
Lass die folgende Frage auf dich wirken.
Gibt es einen Ort in dir,
Z.
B.
Ein Körperteil,
Der sich in diesem Moment sicher und entspannt anfühlt?
Falls ja,
Lenke deine gesamte Aufmerksamkeit zu diesem inneren Ort,
Mit dem du dich jederzeit auch in deinem Alltag verbinden kannst.
Falls du gerade keinen sicheren,
Entspannten Ort in dir wahrnehmen kannst,
Wiederhole noch einige Augenblicke.
Ich atme ein,
Ich atme aus.
Bringe nun ganz achtsam wieder Bewegung in deinen Körper.
Kreise die Schultern.
Nimm die Arme über die Seiten nach oben,
Mach dich lang,
Streck dich.
Und wenn du soweit bist,
Öffne wieder deine Augen.
Om Shanti.
SWR 2021
Treffen Sie Ihren Lehrer
More from Anna Hahn
Ähnliche Meditationen
Trusted by 34 million people. It's free.

Get the app
