
Stille reloaded - Was wir im Schweigen erleben können
Unser Podcast ist ein Jahr alt - und wir erzählen noch einmal von unserem Lieblingsthema, der Stille. Wie Gerhard und Kathrin das Schweigen als Qualität in zwei Seminaren erlebt haben, warum Stille scheinbar das Jahresmotto 2022 von Kathrin sein sollte und wie man Stille in einer Hospizbegleitung aushält – all das erfährst du hier. Am Ende gibt es in einer praktischen Achtsamkeitsübung Gerhards neue Klangschale zu hören. Mit dieser Episode kommst du gut an in deiner eigenen Stille.
Transkription
Hallo,
Schön,
Dass du dabei bist bei Fullstop Forward,
Dem Podcast für Achtsamkeit und die bewusst andere Perspektive.
Wir sind Katrin und Gerhard und wir freuen uns,
Dass du reinhörst.
Heute freuen wir uns ganz besonders,
Denn wir sind zurück nach einer kleineren Pause.
Zwischen der letzten und dieser Folge lagen einige eigene Projekte,
Seminare,
Familienzeit über Weihnachten und eine kleine stille Schaffenspause während des Jahreswechsels.
Ohne Alltagslärm.
Und damit sind wir im Grunde auch schon mitten in unserem heutigen Thema.
Gerhard,
Um was geht es in unserer aktuellen Folge?
In unserer aktuellen Folge geht es um Stille.
Jetzt sagst du vielleicht,
Stille,
War das nicht das Thema eurer ersten Folge?
Dann hast du recht.
Die erste Folge hieß Stille.
Es ist sowieso ein Thema,
Das uns immer wieder begleitet und wir beide,
Katrin,
Du und ich,
Wir sind auch große Freunde und Fans der Stille.
Deswegen dachte ich,
Wir machen heute noch einmal eine Episode zu Stille mit dem Titel Stille Reloaded.
Genau.
Und im Grunde ist es ein etwas anderer Jahresrückblick zum Start,
Nämlich in unser zweites Podcastjahr.
Vor kurzem,
Am 20.
Januar,
Hat unser Podcast Fullstop Forward nämlich seinen ersten Geburtstag gefeiert.
Vielen Dank an dieser Stelle auch an dich,
Liebe Zuhörerinnen,
Lieber Zuhörer,
Fürs Reinhören,
Fürs Abonnieren,
Fürs Dabeibleiben,
Fürs Kommentieren und fürs Mitlauschen.
Ich habe gestern Abend nochmal in das Dashboard unseres Hosters geklickt und in der Folgenrangliste ist tatsächlich die erste Folge,
Nämlich die der Stille,
Tatsächlich unangefochten auf Platz 1.
Das freut uns mega,
Weil für uns beide Stille,
Wie Gerhard gerade gesagt hat,
Eine Herzensangelegenheit ist.
Ja,
Und jetzt sind wir gespannt,
Wie du unsere zweite Folge zu Stille finden wirst.
Vor allem teile diese Episode auch gerne,
Damit hilfst du uns und dem Podcast zu wachsen,
Damit möglichst viele Leute die Themen Achtsamkeit,
Resilienz,
Umgang mit Wandel oder das Hineinspüren in die eigene Endlichkeit mitbekommen.
Du kannst natürlich auch immer den Podcast bei Spotify und Apple abonnieren oder eine Bewertung hinterlassen,
Auch das hilft uns.
Und bevor wir jetzt in unsere heutige Episode einsteigen,
Gibt's wie immer den Moment der Woche.
Gerhard,
Du warst Anfang Dezember bei einem Meditationsretreat in Österreich und hast mir Bilder davon geschickt,
Beziehungsweise auch von der Hütte in den Bergen und von der Schneelandschaft.
Wir hatten das in unserem Fullstop Forward Instagram-Kanal,
Beziehungsweise in der Story ja auch geteilt,
Das Haus,
Meine ich,
Heißt auch Haus der Stille,
Was hat es damit auf sich?
Ja,
Tatsächlich war ich Anfang Dezember in Österreich im Haus Purreck,
Das ist eigentlich ein ganz kleiner Bergbauernhof,
Der wurde dann mit Spendengeldern und einer Stiftung umgebaut und heute ist dort ein kleines Meditationszentrum.
Zentrum ist eigentlich ein viel zu großes Wort,
Es ist wirklich eigentlich ein Gebäude,
Was 400 Jahre alt ist und zu einer Meditationshalle mit Schlafräumen umgebaut wurde und das liegt etwa 1200 Meter hoch.
Als ich dort war,
War schon Schnee und es kam noch mehr Schnee dazu,
Das war sehr malerisch und sehr weihnachtlich.
Nichtsdestotrotz ist es auch nicht aus der Welt,
Gegenüber ist ein Skihang und man ist schon noch unter Menschen und hat auch noch Kontakt zur Welt,
So ist es nicht,
Aber es ist eine wunderbare Gelegenheit,
Einmal den Alltag zu verlassen und wirklich nur Zeit für sich zu haben und Stille zu erleben.
Ja,
Das klingt wirklich sehr erdend,
Ich habe gestern in der Vorbereitung für den Podcast auch noch mal kurz auf die Webseite von Purreck gespitzt,
Da steht ein Ort der Begegnung von Ost und West in jenem heiligen Schweigen,
Das passt doch wunderbar zu unserem heutigen Vorhaben der Stille.
Da möchte ich auch dann noch etwas dazu sagen,
Zur Begegnung von Ost und West,
Aber bevor ich das tue,
Möchte ich dich natürlich fragen,
Was ist denn so dein Moment der Woche gewesen?
Ja,
Mein Moment der Woche,
Ich nenne ihn fast mal Moment des Januars oder Moment des Jahresauftakts.
Ich habe im Januar beim Surfen im Internet nämlich mehr oder weniger zufällig ein Seminar entdeckt,
Das eine Woche später gestartet hat oder vielleicht hat auch das Seminar mich gefunden,
Ich weiß es nicht,
Also so,
Man sagt ja auch,
Es gibt vielleicht keinen Zufall oder eben dieses Wort Zufall ist gleich,
Es ist mir zugefallen.
Es ist ein Seminar und zwar nennt sich das Jahreszyklus,
Es gibt vier Termine in diesem Jahr,
Wir treffen uns in jeder Jahreszeit einmal und das Modell,
Mit dem dort gearbeitet wird,
Bedient sich der vier Schilde beziehungsweise dem Medizinrat oder auch Lebens- oder Seelenrat genannt und dabei geht es um einen Entwicklungsprozess,
Der ja mehr oder weniger in der Weisheit der Natur oder unserer Vorfahren oder auch in der Zyklik der Jahreszeiten wurzelt,
Genau.
Das klingt ja ganz spannend,
Jetzt bin ich ja jemand,
Der auch öfter solche Kurse besucht,
Manchmal auch Kurse gibt,
Aber wenn vielleicht jetzt jemand uns zuhört,
Wie kann sie oder er sich das vorstellen?
Du kommst dort an,
Wie viele Leute sind da dort und wo bewegst du dich da,
Was ist da für ein Raum,
Was ist da für eine Welt?
Erzähl doch gerne ein bisschen.
Ja,
Total gern.
Genau,
Also wir sind eine relativ kleine Gruppe,
Die Seminarleiterin bietet es auch jedes Jahr an und wir waren jetzt zu viert und haben uns in der Natur getroffen,
In der Tat auch in einer kleinen Jurte am Ammersee,
Das ist in Bayern,
Im Süden von Bayern,
Zwischen München und Allgäu,
So ganz grob gesagt.
Und ja,
Wir haben uns da eben getroffen zum Januartreffen,
Also zum Treffen sozusagen im Winter und jeder dieser Seminartage,
Also in jeder Jahreszeit,
Steht eben dann für die Jahreszeit und für die Qualitäten,
Die mit dieser Jahreszeit verbunden sind und eben mit diesem Lebensrat.
Also man kann sich das so vorstellen,
Das ist quasi so visuell vor dem geistigen Auge,
Es ist als Kreis aufgebaut,
Der vier Quadranten hat und jeder dieser vier Teile besteht eben oder ist bezeichnet mit der Jahreszeit und Winter,
Frühling,
Sommer und Herbst und jede dieser Jahreszeiten sind bestimmte Qualitäten zugeordnet und aber auch die Himmelsrichtungen und Elemente.
Und der Winter steht für den Norden,
Ihm wird die Luft zugeordnet,
So von der Qualität her die Hingabe und die Verbindung,
Also es gibt dann auch bestimmte Fragen,
Die man sich da dort stellt,
Die alle so ein bisschen auch mit dem Jahresende oder dem Jahresanfang,
Mit Reflexionsfragen,
Die wir so kennen,
Verbunden sind,
Also was gilt es loszulassen,
Was ist für mich vielleicht auch tot,
Wo will ich mich hineingeben,
Was ist wesentlich für mich in meinem Leben,
Mit was fühle ich mich verbunden und ja,
Die Qualität des Winters,
Ich glaube,
Wenn wir so alle in uns hineinspüren,
Dann ist uns das auch trotzdem ganz geläufig,
Auch wenn wir manchmal gar nicht so bewusst hinspüren,
Denn die Qualität des Winters ist ja auch eine Energie,
In der sich die Natur zurückzieht,
Also es schneit,
Wenn wir rausschauen und im Winter irgendwie sehen,
Dass es schneit,
Dann haben wir auch direkt so eine Stille oder so eine Ruhe in uns irgendwie,
Also so von der Naturerfahrung her und ja,
Im Winter ruhen wir uns auch natürlich vom vergangenen Jahr aus,
Wir haben wenig Licht,
Es wird später hell und so und so auch das Thema Wintersonnenwende spielt da mit rein,
Wenn das Licht zurückkehrt und ja,
Also alles das haben wir sozusagen in Naturerfahrungen erlebt,
Hatten das erlebbar an dem Tag und ja.
Jetzt hast du gerade erzählt,
Dass der Winter für dich Rückzug bedeutet,
Auch Energie sammeln und Kraft sammeln.
Jetzt brauchst du dafür vielleicht auch eben einen anderen Ort,
Du bist extra am Ammersee,
Du bist auch in der Natur und vielleicht braucht es auch so etwas wie eben die Stille,
Weil ich vielleicht im normalen Alltag das so für mich gar nicht wahrnehmen kann.
Wie ging dir das an dem Tag?
Welche Rolle hat da die Stille für dich gespielt?
Ja,
Also das,
Was du sagst,
So das turbulente Leben,
Also der Alltag,
Da hilft es mir wirklich auch dann zu so einem Seminar rauszufahren,
Also kurz aus dem kleinen viel zitierten Hamsterrad auszusteigen und so ein Seminar dann an einem anderen Ort oder eben in dem Fall auch an der Natur oder in der Natur zu erleben und es war wunderschön,
Weil genau zwei,
Drei Tage vorher hat es begonnen zu schneien und zwar richtig,
Richtig viel.
Wir haben uns an dem Tag auch mehrfach drüber unterhalten,
Dass es wirklich wahnsinnig schön ist,
Dass jetzt genau an diesem Tag,
An unserem Seminartag des Winters mit all den eben vorhin beschriebenen Qualitäten auch eben Schnee lag und durch die Schneedecke und die Schneelandschaft war plötzlich so viel Ruhe und Klarheit und der Blick,
Der dann so von links nach rechts über die Schneelandschaft schweifen konnte,
Der hat einfach wirklich so eine Ruhe ausgestrahlt.
Und wir wurden auf eine Schwellenwanderung geschickt,
Das ist auch ein Tool,
Glaube ich,
Der oft in einer Visionssuche auch verwendet wird,
Also man bekommt eine Frage mit auf den Weg und begibt sich sozusagen auf eine kleine Reise durch die Natur.
Wir hatten eineinhalb Stunden Zeit und sind mit dieser Frage,
Die sich tatsächlich auch ums Loslassen gedreht hat,
Dann in die Natur und in die Stille geschickt worden.
Und ja,
Also ich habe da ganz,
Ganz intensiv die Stille in der Tat auch wahrgenommen,
Natürlich nochmal vielleicht verstärkt auch durch diesen winterlichen Schnee.
Manche würden ja eben die Stille als Langeweile empfinden.
Wie hast du die Stille empfunden?
Offensichtlich gar nicht so.
Die Stille habe ich empfunden so ein bisschen,
Wie wir in unserer ersten Podcast-Folge vor einem Jahr das auch beschrieben haben,
Nämlich dass sie unglaublich laut war im ersten Moment.
Also ich ging auf diese Schwellenwanderung und bin so gelaufen und dachte mir,
Boah,
Irgendwie im Kopf hämmerts und es kommen tausend Gedanken und es hat mich einfach wahnsinnig viel beschäftigt und mit jedem weiteren Schritt,
Den ich so gegangen bin und eben in die Ruhe der Natur gucken konnte und in das Weiß und in die Klarheit und so wurde es besser oder für mich auch irgendwie einfacher,
Mich darauf einzulassen.
Aber ich habe schon auch gemerkt,
Dass wir ganz oft so ganz unbewusst natürlich durchs Leben laufen und ja,
Viele Gedanken einfach beiseite schieben und der Stille ganz oft gar keinen Raum geben.
Aber sobald wir ihr Raum geben,
Dann kommt eben auch,
Ist ja auch so ein Begriff oder oft zitiert,
So der Monkey Mind und dann schickt es dir irgendwie tausend Gedanken in den Kopf.
Aber ich denke mal,
So einfach dranbleiben und es immer wieder für sich auch ein bisschen üben oder hineinspüren,
Das ist wahrscheinlich dann auch so die Magic an der Sache.
Und natürlich die Natur.
Mal aus der Natur wieder lernen,
Mal wirklich die Natur erleben,
So wie sie gerade jetzt im Augenblick da ist und wenn sie im Winter eben bedeckt ist oder Schnee liegt und alles gedämpft ist und ruhig ist,
Dann kann das eben auch ein absolut besonderes Erlebnis werden.
Ja und ich finde auch das Bewusstsein,
Dass wir Menschen ja auch ein Teil der Natur sind,
Also ein Teil des großen Ganzen.
Das ist jetzt vielleicht ein sehr spiritueller Gedanke,
Aber im Wesentlichen,
Wir sind ein Teil der Natur und wir dürfen da auch mitschwingen und wir dürfen auch,
Wenn wir das vielleicht manchmal gar nicht so wollen,
Weil also mir geht es so,
Ich bin jetzt kein Wintertyp,
Ich mag den Sommer wahnsinnig gerne.
Ich tue mir im Winter schon manchmal ein bisschen schwer,
Da mich wirklich so reinzugeben und eben diese Energien der Natur auch dann für mich zu nutzen.
Aber ich sage mir dann auch oft,
Es scheint irgendwie einen Sinn zu haben.
Also den Winter gibt es oder ohne den Winter gäbe es dann auch den Sommer nicht und auch den Frühling nicht.
Deswegen darf ich mir dann auch im Winter die Erlaubnis geben,
Mich zurückzuziehen und genauso wie die Natur zu schwingen,
Nämlich mich unter meiner Schneedecke zu vergraben und ja,
Einfach die Langsamkeit mal walten lassen und einfach in mich heuchen.
Und auch,
Ich muss dann nicht unbedingt raus und ich darf dann auf meiner Couchhöhle sitzen und ich darf was lesen und ich darf mir vielleicht Fragen stellen oder auch nicht,
Wenn ich das nicht möchte.
Aber genau so dieses mit der Natur schwingen.
Ja Gerhard,
Jetzt waren wir gerade schon bei der Natur.
Du hast vorhin von deinem Seminar ja erzählt in Purek,
Das ist ja auch ein Zentrum der Stille.
Kannst du oder magst du vielleicht da auch nochmal irgendwie tiefer einsteigen,
Wie es da aussieht oder was die Stille dann auch in dem Seminar mit dir gemacht hat oder wie kann man sich das vorstellen?
Also wie war da so ein Tagesablauf oder wie hast du auch die Natur für dich mit einbezogen?
Das Interessante ist ja,
Dass das Haus Purek eine christlich-buddhistische Gründung ist,
Also von zwei Religionen beeinflusst ist.
Und das Interessante daran wiederum ist,
Dass der Tagesablauf dadurch recht ähnlich ist und auch die Art und Weise,
Wie man meditiert,
Recht ähnlich ist.
Der Tagesablauf sieht so aus,
Dass man um fünf Uhr aufsteht.
Man steht um fünf Uhr auf und eine halbe Stunde später beginnt man mit der ersten Meditation.
Und diese Meditation geht etwa zweimal zwanzig Minuten mit einer kleinen Pause dazwischen und danach wird aufgeräumt.
Dann stehen tatsächlich Aufräum- und Putzarbeiten im Vordergrund und es gibt immer noch kein Frühstück.
Und erst wenn das dann geschehen ist und wenn wirklich aufgeräumt ist und soweit alles klar ist,
Dann gibt es auch tatsächlich ein Frühstück.
Und von dort aus wird wieder meditiert.
Das alte Gebäude hat den Charakter von einer Scheune oder von einem Stall,
Also das heißt,
Es ist alles viel Holz.
Und wir waren etwa zwanzig Leute,
Die sitzen dann dort im Kreis verteilt auf einem Sitzkissen oder einem Meditationsbänkchen.
Ist an sich alles sehr schön gestaltet,
Es sind viele Kerzen.
Es gibt in dem ganzen Haus keinen elektrischen Strom.
Auch interessant.
Das heißt,
Man sitzt eigentlich immer in diesem Kerzendämmerlicht.
Das ist auch eine interessante Erfahrung,
Da sind wir überhaupt nicht mehr gewohnt durch unser elektrisches Licht.
Und wir sitzen und meditieren.
Und dann werde ich immer gefragt,
Warum?
Warum sitzt du da und meditierst und was bringt das?
Und dann noch den ganzen Tag.
Dann gilt auch Schweigegebot.
Das heißt,
Man spricht nicht miteinander.
Man ist also eigentlich vollkommen mit sich selbst beschäftigt,
Mit der eigenen Seele,
Mit den eigenen Gedanken.
Und das kommt natürlich auch aus diesem religiösen Hintergrund.
Also ein religiöser Hintergrund ist der Buddhismus.
Und im Buddhismus geht es ja darum,
Zu einem freien und wachen Geist zu kommen,
Also letztlich die Enge des eigenen Ichs,
Die Enge des eigenen Lebens und der eigenen Gedanken hinter sich zu lassen.
Und im Christentum wiederum ist es so,
Man strebt Erlösung an.
Und das ist eigentlich ein ähnlicher Gedanke.
Auch da will ich alles hinter mir lassen,
Was mir eben vielleicht Leid bringt,
Wo ich unglücklich bin,
Wo ich unzufrieden bin oder wo ich begrenzt bin.
Und beide Traditionen gehen davon aus,
Dass man dies dadurch erreichen kann,
Dass man in Meditation oder Gebet in der Stille Zeit verbringt.
Das zeigt sich dann auch daran,
Dass in bestimmten Klöstern buddhistische und christliche Mönche oder Nonnen auch zusammen beten oder zusammen leben.
Also das ist schon längst auch üblich geworden.
An der Stelle fällt mir auch ein,
Dass einer der Gründerväter unser schon oft zitierte Benediktinermönch David Steindl Rast ist,
Gell?
Genau,
Der David Steindl Rast,
Der jetzt meines Wissens 96 Jahre alt ist mittlerweile,
Der ist da Mitbegründer.
Und der steht sozusagen für den christlichen Weg,
Der da dahinter steht.
Er ist ja selber auch halt im Kloster,
Also als Mönch unterwegs.
Und da kommt auch diese Tradition her,
Dass man sich aus der Welt zurückzieht.
Wir machen das eben teilweise,
Mal einen Tag oder mal ein Wochenende,
Die machen das sozusagen ein Leben lang.
Und die Idee ist eben tatsächlich,
Dass ich in mir einen Weg finde,
Mich Gott anzunähern.
Und da ist immer so der Punkt,
Da wird es manchmal ganz gern so gegeneinander ausgespielt.
Da heißt es ja im Buddhismus gibt es quasi keinen Gott oder keinen persönlichen Gott und im Christentum gibt es einen persönlichen Gott.
Aber wenn man genau hinschaut,
Löst sich das beidseitig ganz gerne auf.
Weil wenn ich den Weg so nach innen gehe,
Dann erlebe ich etwas,
Sag ich mal,
Von der Unendlichkeit,
Von der Weite und auch von einer großen Kraft,
Wenn ich Glück habe.
Wenn ich weniger Glück habe,
Dann erlebe ich tatsächlich nur Müdigkeit und Schlaf und kreisende Gedanken.
Aber es gibt immer die Phasen,
Wo das Gegenteil eintritt.
Und da ist der Gedanke natürlich genau der,
Dass man letztlich Gott näherkommt oder einem umfassenden großen Geheimnis näherkommt.
Der David Steinel Rust nennt das auch das große Geheimnis.
Und da muss man eben die Religionen überhaupt nicht gegeneinander ausspielen.
Der Gedanke ist immer,
Ich lasse mein Ich zurück,
Ich lasse all das,
Was mich bedrückt und belastet zurück oder beziehungsweise integriere es so,
Dass ich zu einem glücklichen und befreiten Menschen werde.
Und dafür brauche ich oft Zeit.
Und der erste Schritt ist,
In der Stille sich selbst überhaupt kennenzulernen.
Wenn ich in der Stille sitze,
Dann tauchen Gedanken auf und ich kann diese Gedanken schrittweise kennenlernen und auch Abstand von ihnen nehmen.
Ich muss mich von den Gedanken nicht jagen oder treiben lassen.
Und ich kann beobachten,
Dass sich Gedanken ändern.
Kein Gedanke ist ewig.
Alles verändert sich,
Alles vergeht.
Aber das Positive daran ist eben,
Es kann auch wieder alles Neue entstehen.
Und ähnlich ist es,
Wenn ich in der Meditation meine Gefühle beobachte.
Dann sind die vielleicht momentan,
Ein bestimmtes Gefühl ist vielleicht momentan absolut präsent,
Aber es wird auch vergehen.
Und das ist ein ganz,
Ganz wichtiger Punkt.
Das ist eine Möglichkeit,
Wieder freier zu werden.
In der Stille,
Indem ich mich kennenlerne,
Kann ich gleichzeitig auch Abstand nehmen von allem,
Was ich in mir so mitschleppe und mittrage.
Ja,
Ich höre so raus,
Die Stille ist,
Wie du es jetzt beschrieben hast,
Gerade dann in einer mehrtägigen Praxis ja eigentlich auch so ein hilfreiches Tool,
Um in sich zu horchen.
Also,
Man könnte ja jetzt auch sagen,
Ach,
Das kann ich jetzt auch im Großstadtschungel machen,
Wenn ich in der Trambahn sitze und von A nach B sitze.
Aber ich höre schon raus bei dir jetzt von deiner Erzählung oder von deinem Bericht vom PUREG,
Dass es einfach hilft,
Dass die Stille eben eine Methodik oder ein Tool ist,
Um sich da einfach näherzukommen.
Jetzt hast du vorhin ja noch gesagt oder den Begriff genannt,
Das Ich hinter dir lassen oder das Ich sozusagen beiseite zu stellen.
In so einer Praxis,
Das Einfach,
Das Einfach,
Also so einfach ist es ja dann auch nicht,
Aber das Einfachen Sitzens und dem Erleben der Stille könnte ich mir jetzt vorstellen,
Weil du jetzt Ego und Ich auch genannt hast.
Wie ist es denn?
Gibt man dann da vielleicht auch sein Handy am Empfang ab oder ist das Handy dann im Flugmodus an so einem Wochenende?
Wie hast du das gemacht?
Also,
Du darfst dein Handy natürlich behalten,
Aber du sollst es tatsächlich in den Flugmodus stellen.
Einerseits,
Damit andere nicht gestört werden und andererseits,
Damit du mal wirklich loslässt und abschaltest.
Und es fällt mir dann auch schwer,
Die erste Zeit das wirklich liegen zu lassen und auf der anderen Seite ist es irgendwann tatsächlich einfach angenehm,
Weil das Gefühl,
Was ich in der Stille einstellen kann,
Ist genau das.
Ich muss gar nichts,
Weil ich ja nur sitze und atme oder bete.
Ich muss nichts und das ist eine Erfahrung,
Die haben wir äußerst selten,
Weil wir uns den Terminkalender extrem voll machen oder weil Menschen von uns viele Dinge erwarten oder weil wir glauben,
Dass bestimmte Erwartungen an uns gestellt werden.
Und da einmal zu erleben,
Ich kann auch freier sein,
Das beginnt dann ganz simpel mit dem Handy liegen lassen.
Und tatsächlich passiert ja auch nichts,
Wenn das Handy einfach liegen bleibt.
Ist gar kein Problem.
Ja,
Wir sind es so gewohnt,
Man hat das Handy in der Jackentasche oder in der Hosentasche,
Steht an der Ampel,
Zieht sofort das Handy raus,
Statt einfach die rote Ampel anzugucken und auf grün zu warten.
Das ist,
Glaube ich,
Ganz schön,
Wenn man sich da immer wieder im Alltag auch dran erinnert.
Oder wenn ich jetzt so dran denke,
Es gibt ja Tage,
Glaube ich,
Das kennt einfach jeder,
Da hat man das Handy zu Hause vergessen und man ist den ganzen Tag irgendwie so urnervös und denkt sich,
Oh,
Meine Existenz ist ausgelöscht für diesen einen Tag.
Oder was mag wohl passieren,
Wenn ich heute Abend nach Hause komme und aufs Handy gucke?
Also da ist es wirklich,
Glaube ich,
Hilfreich,
Das einfach zu üben,
Wie du sagst,
So einfach das einen Tag lang im Flugmodus von all dem,
Was passieren kann,
Loszulassen.
Weil in der Regel passiert wirklich wenig,
Es sei denn,
Es ist jetzt ein Notfall natürlich,
Dann ist es nochmal eine andere Sache.
Aber ja.
Du hast ja auch gerade nochmal die Thematik angesprochen mit dem Ich oder dem Ego.
Und der David Steindl-Rast,
Der hat da auch eine schöne Unterscheidung.
Der unterscheidet das Ego und das Selbst.
Und das Ego ist das,
Wo wir uns an etwas festklammern.
Wir wollen unbedingt etwas haben und behalten.
Also im schlimmsten Fall kann man das immer bei Diktatoren beobachten.
Die klammern sich an alles und raffen alles zusammen,
Was es nur irgendwie gibt.
Das ist also dann das blanke,
Pure Ego.
Alles für sich haben und sozusagen niemanden etwas abgeben wollen und letztlich auch an seinem Leben extrem hängen und alles festklammern.
Und das Selbst ist für ihn eine Grundhaltung oder eine Grunderfahrung,
Wo man mit dem Geheimnis verbunden ist,
Mit dem Göttlichen,
Mit der Weite,
Mit der Unendlichkeit.
Und dieses Erlebnis ist eben Freiheit.
Ego heißt klammern und dann habe ich Ängste und will unbedingt und Zorn und alles wird immer schlimmer.
Und Selbst heißt eben loslassen können,
Das Leben einfach erstmal genießen,
So wie es da ist,
Das Leben so erleben,
Wie es kommt und verbunden sein mit vielleicht einem größeren Geheimnis,
Was dahinter steckt.
Und dann spüre ich Freiheit.
Und tatsächlich ist das auch eine Meditationserfahrung.
Es kann sein,
Also neben den anderen Formen,
Dass mir die Füße einschlafen oder dass ich ganz furchtbar müde werde,
Kann es tatsächlich sein,
Dass es Phasen oder Momente gibt,
Wo man sich unendlich frei leicht fühlt.
Da nehme ich mir das Wort Freiheit mit,
Wenn ich das nächste Mal rausgehe und das Handy in der Hand habe und es nicht in den Rucksack stecken möchte.
Das versuche ich mir mitzunehmen,
Das Wort Freiheit.
Jetzt fällt mir gerade bei dem Wort Freiheit tatsächlich auch noch was ganz anderes ein.
Das haben wir in der Vorbereitung für unsere heutige Folge ja auch besprochen.
Wir hatten uns ja auch noch vorgenommen,
So ein bisschen auf das letzte Jahr der Stille sozusagen oder auf ein Jahr Stille zurückzublicken und darüber zu sprechen,
Wie wir sozusagen seit unserer ersten Folge,
Seit unserer ersten Stille-Folge bis heute die Stille erlebt haben.
Wir haben jetzt schon von unseren beiden Seminarerfahrungen erzählt.
Rückblickend aufs letzte Jahr,
Da ist ja auch viel passiert.
Wir befanden uns,
Befinden uns,
Da hat jeder eine andere Ansicht.
Immer noch irgendwie ein bisschen in einer Pandemie bzw.
Hat sich letztes Jahr da eigentlich relativ viel getan,
Weil es wieder offener wurde.
Wie hast du das denn erlebt mit den Aktivitäten,
Die dann teilweise wieder in unser Leben zurückgekehrt sind?
Hast du da auch Stille noch gefunden oder war die Stille ganz weg?
Also ich habe die Stille eher nicht gefunden,
Weil mein Lebensgefühl war natürlich ähnlich dem Lebensgefühl von vielen anderen Menschen.
Ich wollte erst einmal wieder rausgehen,
Ich wollte viele andere Menschen sehen und ich wollte viel unternehmen und das habe ich dann auch getan.
Und insofern war ich letztes Jahr wirklich extrem viel unterwegs und habe eigentlich genossen,
Viel Neues kennenzulernen,
Viel wieder Gespräche zu führen und viel mit anderen Menschen unterwegs zu sein.
Trotzdem ist es natürlich so,
Dass man sich immer wieder danach sehnt,
Wirklich auch wieder dieses Stille-Gefühl zu haben.
Deswegen war ich ja dann auch in Purig.
Aber ich sage jetzt mal so,
Wenn mir Stille zwangsweise verordnet wird,
Weil halt eben momentan die Verhältnisse so sind,
Weil eine Pandemie herrscht und man wenig Leute trifft und man automatisch stiller ist,
Dann hat das eine andere Qualität.
Dann fühlt sich das für mich manchmal eher wie Einsamkeit an.
Oder ich hatte das Wort auch mal das Verstummen.
Das ist eigentlich fast Richtung Traurigkeit oder fast Depression,
Dass wenn du zu sehr alleine bist und sozusagen zwangsweise still sein musst,
Dann passiert nicht die Freiheit,
Sondern das Gegenteil.
Und das ist für mich auch der Grund,
Warum man oft an diesen Wochenenden in Gruppen meditiert oder du auch Seminare machst mit einer Gruppe zusammen,
Weil die Gruppe dich immer mitträgt und auffängt.
Die bewahrt dich davor,
Wenn du mal merkst,
Ich zweifle oder ich stürze ein bisschen ab.
Und die bewahrt dich auch davor,
Wenn du so einen Überflieger kriegst und sagst,
Ich habe es kapiert,
Ich weiß,
Wie die Welt läuft,
Ich weiß,
Wie der liebe Gott ist,
Ich habe das Geheimnis des Lebens entschlüsselt,
Dann fängt die dich auch wieder ein.
Und das finde ich auch sehr,
Sehr wichtig,
Genau,
Wirklich auch diesen Gemeinschaftsaspekt in die Stille mit reinzunehmen.
Und ich erinnere mich auch noch,
Du hattest letztes Jahr einen Monat,
Glaube ich,
Da haben sich dann alle verschobenen Events bei dir auch so gehäuft.
Und wir haben auch im Vorfeld so ein bisschen überlegt,
Wie wir unsere Folge eben aufbauen möchten oder was wir auch gerne teilen möchten.
Und da fiel auch das Wort eben so,
Ja,
Ich nenne es jetzt einfach Freizeitstress irgendwie.
Also in den Lockdowns hatten wir eben auferlegte Stille oder beziehungsweise auch die Situation,
Dass wir ganz viel einfach nicht mehr machen konnten aufgrund der äußeren Umstände.
Und in dem Moment,
In dem die vermeintliche Normalität zurückkehrt,
Ist es natürlich auch ein ganz schmaler Grat,
Irgendwie so in so einen Freizeitstress eben wieder umzuschwenken oder eine Reizüberflutung auch wahrzunehmen.
Das haben ja auch viele in meinem Umfeld so in Gesprächen oder so auch wiedergespiegelt.
Und im Grunde auch damit so eine Art,
Ich nenne es jetzt Zugzwang mitmachen zu müssen.
Also mir ging es tatsächlich letztes Jahr so,
Ich hatte das jetzt nicht so,
Dass ich unbedingt wieder raus wollte.
Bei mir war dann auch im Februar,
Als eben ja dann auch der Ukraine-Krieg ausbrach,
Das habe ich dann auch in meinem Umfeld von vielen auch wiederum gehört.
Und mir ging es auch so,
Man war irgendwie erst mal sprachlos und man hatte eine große Sorge.
Und das,
Was du gerade auch schon angerissen hast,
So das Verstummen aufgrund von Sorgen,
Leid oder Betroffenheit,
Das ist eben nicht Stille.
Also das führt natürlich zu Stille und zu Ruhe.
Ich habe in der Zeit mich einfach viel wirklich rausgenommen und ich habe mir viel sozusagen vom Hals gehalten.
Also jetzt salopp gesprochen und habe mich einfach auch gegen viel entschieden,
Beziehungsweise mich dafür entschieden einfach,
Ja,
Vielleicht wirklich das ein oder andere Mal zu Hause in Ruhe zu sein.
Oder das ja viel zitierte,
Einfach mal nix machen und sich auf die Couch setzen oder mir selber einen schönen Blumenstrauß kaufen und mich daran erfreuen.
Also ich habe wirklich so richtig runtergefahren.
Ich habe das richtig gebraucht und ich merke auch jetzt im Nachhinein,
Wie gut es mir getan hat,
Beziehungsweise im Umkehrschluss,
Wie ungut es mir getan hätte,
Wenn ich dann einfach mitgemacht hätte.
Und wie gelingt es dir,
Dass du wirklich auch umschaltest und das durchziehst und sagst,
Nee,
Ich will jetzt doch eher ruhige Momente,
Ich will doch eher nicht mitmachen,
Weil es ist ja dann doch die Erwartungshaltung da,
Wenn vielleicht nicht durch dich selbst,
Dann durch die anderen.
Wie ist da dein Weg,
Zu diesen Ruhemomenten zu finden?
Puh,
Das ist jetzt eine extrem gute Frage.
Also ich merke in solchen Momenten schon,
Dass es mir nicht gut tut.
Also es ist ein Bewusstmachen,
Was ja auch immer nicht so leicht ist,
Wenn man einfach im Strudel des Alltags gefangen ist.
Wir haben alle Aufgaben,
Wir haben Rollen,
Wir haben einen Job,
Wir haben Familie,
Wir haben viel,
Um das wir uns kümmern müssen.
Aber der Moment,
In dem ich dann merke,
Oh,
Mir wird es gerade zu viel,
Da habe ich für mich gespürt,
Den darf ich nicht überspielen.
Also dem muss ich Raum oder möchte ich Raum geben oder auch eben die Möglichkeit einräumen,
Kurz innezuhalten und tatsächlich dann auch irgendwie so einen Schwenk zu machen beziehungsweise so eben anders abzubiegen und nicht wieder auf meiner normalen Autobahn in das Hamsterrad kommen,
Sondern so dieses Aussteigen,
Klingt jetzt wieder so groß,
So soll es gar nicht gemeint sein,
Aber wirklich so dieses Innehalten und sagen,
Hoppla,
Irgendwie geht es mir gerade nicht gut.
Warum,
Weiß ich jetzt nicht und ich kann auch das Gefühl vielleicht gerade nicht benennen,
Aber es tut mir jetzt gerade nicht gut,
Ja,
Eine Essenseinladung zuzusagen und dann quasi mir das selbst auch zu erlauben,
Zu sagen,
Du,
Mir geht es gerade vielleicht nicht so gut oder das ist ganz lieb gemeint,
Aber lass uns vielleicht in vier Wochen treffen oder gerade passt es bei mir nicht so gut.
Also genau das wirklich auch aussprechen und nicht einfach mitmachen,
Nur weil es von einem erwartet wird.
Ich denke,
Man muss den Absprung sehen oder man darf den Absprung nicht verpassen,
Weil mir erzählen oft Leute,
Ja,
Mit Meditieren oder mit Stille oder mit irgendwelchen Achtsamkeitsübungen,
Das ist wunderbar und es tut mir echt gut,
Aber manchmal,
Da geht es mir einfach so schlecht und dann kann ich überhaupt keine Übung machen und dann kann ich überhaupt nicht meditieren oder kann die Stille überhaupt nicht brauchen und das verstehe ich auch,
Das kenne ich auch und ich denke,
Was du schilderst,
Ist genau die Mitte.
Zu erkennen,
Wann brauche ich eigentlich jetzt mal Ruhe,
Wann muss ich auch einmal Nein sagen,
Weil wenn du es nicht getan hättest,
Dann ging es dir zunehmend schlechter oder du würdest dich zunehmend gestresster und ausgebrannter fühlen und tatsächlich dann zu sagen,
Ach ja,
Jetzt hole ich mir die Stille,
Jetzt hole ich mir die Erholung,
Das ist oft dann zu spät beziehungsweise es fällt einem einfach schwer und das Blöde ist,
Genau dann bräuchte man es.
Ja,
Ja,
Genau und natürlich ist,
Aber also ich will es auch gar nicht verherrlichen und sagen,
Irgendwie ich bin jetzt so erleuchtet,
Dass wenn es mir nicht gut geht,
Dann halte ich inne und sage,
Mensch,
Jetzt weiß ich nicht,
Meditiere ich oder jetzt sitze ich einfach mal in Stille auf der Couch oder auf dem Stuhl oder auch am Schreibtisch und nehme ich kurz mal eine halbe Stunde raus.
Es ist schon harte Arbeit,
Sich immer wieder daran zu erinnern,
Aber ich glaube,
Wir hatten es ja auch in einigen Folgen schon mal angesprochen,
Wir haben ja auch die Möglichkeit,
Uns vielleicht so kleine Reminder in den Alltag zu packen,
Also sei es ein Post,
Was am Rechner klebt,
Auf dem Atmen steht oder irgendwie,
Ja,
Eine Routine,
Dass man sagt,
Frühmorgens,
Bevor ich in den Tag starte,
Bevor ich im Büro bin,
Biege ich noch mal anders ab und gehe eine kleine Spaziergangsrunde oder wenn man den Hund oder ein Tier hat,
Dann sich mit dem irgendwie zu beschäftigen oder für Kinder ganz präsent sein.
Ich glaube,
Da gibt es so ganz viele verschiedene Möglichkeiten.
Man muss sich nur irgendwie dahin bringen oder so,
Ziehen ist auch schon wieder das falsche Wort jetzt,
Aber genau so weit dahin bringen,
Dass man das erkennt und dass man es spürt und wie du sagst,
Dann so einen Absprung hat beziehungsweise eben für sich so eine Aktion daraus generiert und sich selbst eben die Entscheidung auch lässt.
Und selbst,
Wenn man sich dann in so einem Moment vom riesigen Stress dafür entscheidet,
Halt jetzt im Stress weiterzumachen,
Dann ist es aber trotzdem eine Entscheidung.
Und auch das ist ja total okay.
Wir können uns im Alltag nicht in jeder Minute oder in jeder Stunde,
Wenn es gerade passend wäre oder uns guttun würde,
Irgendwie völlig rausnehmen und den Stoppknopf drücken,
Aber eben dieses immer wieder drandenken und dieses eigentlich auch einübendes immer wieder drandenken.
Die Stille begegnet uns ja eigentlich immer an allen verschiedenen Orten.
Manchmal nehmen wir sie wahr,
Manchmal nicht.
Und bei dir,
Katrin,
Kann man sagen,
Ist die Stille im letzten Jahr eigentlich dein Jahresthema gewesen.
Das hat ja schon bei dir mit Beginn des Jahres angefangen.
Erzähl doch mal.
Da sagst du,
Was wahr ist.
Wer unsere letzte Podcast-Folge gehört hat,
Die von meiner Endlichkeitserfahrung,
Von einer Unfallerfahrung und meiner Zeit danach handelt,
Hat es mitbekommen,
Beziehungsweise bin ich in mein Jahr gestartet,
In dem ich in der Tat auch nur drei Tage pro Woche gearbeitet habe und Donnerstag und Freitag sozusagen frei hatte.
Das heißt,
Ich habe mir so eine kleine Wiedereingliederung ermöglicht,
Was mir sehr gut getan hat.
Das heißt,
Ich hatte schon mal ein sehr langes Wochenende und so eine Art geschenkte Stille an zwei Tagen,
Was mir sehr gut getan hat.
Und dann sollte es wirklich scheinbar so sein,
Dass mein 2022 unter dem großen Motto der Stille steht oder stand.
Ich ziehe nämlich ganz gerne aus einem Kartenset zur Wintersonnenwende,
Die am 21.
12.
Nochmal gefeiert wird,
Eine Karte.
Und ich habe da eine Karte gezogen für das bevorstehende Jahr,
Also für dann sozusagen danach das folgende 2022.
Und die Karte lautete Stillness.
Also sie hat mich begleitet oder sollte mich offensichtlich dann auch das ganze Jahr begleiten.
Ich muss sagen,
Dass mir in dem Moment tatsächlich auch ein bisschen die Kinnlade runterfiel,
Aber ich habe die Herausforderung angenommen.
Und so haben sich wirklich sehr viele Momente der Stille irgendwie letztes Jahr auch ergeben.
Genau.
Ja,
Manchmal spielt das Leben einem in die Karten.
Ja,
Genau.
Aber es ist ja tatsächlich so,
Wir reden so oft davon,
Vom Loslassen und dass wir viele Dinge immer erzwingen wollen und unbedingt machen wollen oder machen müssen.
Und es gibt immer auch den Fall,
Dass das Leben einfach sich in die richtige Richtung bewegt oder gefühlt in die richtige Richtung bewegt und wir einfach tatsächlich Zeichen bekommen,
Hinweise bekommen und nur zugreifen müssen.
Und so ging es ja dann bei dir in dem Jahr auch weiter.
Ja,
Wobei du gerade gesagt hast,
Es in die richtige oder erwartete Richtung geht.
Zunächst ging es bei mir dann erstmal in die genau entgegengesetzte Richtung.
Ich habe im Sommer nämlich eine Hospizbegleitung angefangen beziehungsweise eine neue begonnen.
Und im Vorgespräch mit meinen Koordinatoren vom Hospizverein waren wir im Gespräch und ich durfte dann so sagen,
Was ich gerne hätte oder womit ich mich wohlfühlen würde in einer Begleitung.
Oder sie haben mich auch gefragt,
Ob es irgendwas gibt,
Worauf sie bei der Verteilung oder bei der Zuteilung sozusagen Rücksicht nehmen können.
Und ich habe mir dann gewünscht,
Dass ich einen Bewohner eines Pflegeheims,
Eine Bewohnerin,
Einen Begleitenden bekomme,
Der viel oder einen großen Gesprächsbedarf hat.
Und wie es der Zufall so will,
Habe ich genau das Gegenteil bekommen in dem Moment.
Man bekommt vom Leben ja oft das,
Woran man wachsen darf.
Ich begleite nach wie vor auch immer noch die Dame,
Die eine Parkinson-ähnliche Krankheit hat,
Also nicht demenziell erkrankt ist,
Auch bei Bewusstsein ist,
Aber die sich aufgrund einfach ihrer Erkrankung oder der veränderten Strukturen im Gehirn,
Sehr medizinisch,
Nicht mehr äußern kann.
Also sie kann sich nicht bemerkbar mit Worten äußern bzw.
Nicht artikulieren,
Außer was ich sozusagen von ihr wahrnehme oder spüre,
Ist ein Ja,
Aber eben nicht mehr.
Und da war es für mich in der Anfangszeit in der Tat wirklich sehr schwer,
Irgendwie so diese Stille auszuhalten,
Weil wir sind es alle in unserem Alltag gewohnt oder in Gesprächen,
Dass man Rückmeldung bekommt.
Und meine Sorge am Anfang oder auch wirklich meine Herausforderung,
Ich hatte großen Respekt davor,
Dass ich nicht in so einer Frage-Sackgasse antworte,
Weil wenn ich sie natürlich,
Wenn ich das Zimmer betrete und sie frage,
Frau So-und-So,
Wie geht's Ihnen heute,
Dann weiß ich,
Dass ich mich darauf einstelle oder ich muss mich darauf einstellen und weiß,
Es wird keine Antwort kommen.
Und das war wirklich eine große Herausforderung,
Aber auch diese Begleitung in Stille sozusagen war eigentlich ein weiterer Punkt in meinem letzten Jahr,
Genau.
Du hast dann gerade gesagt,
Dass du eben etwas herausspüren kannst oder herausspüren,
Der Weg ist.
Das ist eigentlich eben ohne Worte.
Vielleicht kannst du das mal noch beschreiben,
Wie du das wahrnimmst oder was da eigentlich abläuft oder wie sich das Verhältnis so abspielt.
Ja,
Also es fühlt sich,
Wenn ich in der Begleitung bin,
An,
Einfach wirklich wie ein stiller Raum,
Wie fast schon so ein bisschen so ein heiliger Raum.
Also ich betrete in dem Sinn ja auch eine Intimsphäre einer Person.
Und wir Menschen haben ja alle so Konzepte im Kopf.
Also wenn ich eine Person besuche,
Dann überlege ich mir vorher vielleicht schon,
Was ich sie frage oder was ich sie fragen möchte,
Was ich von ihr erfahren möchte.
Und in meiner Situation kann ich natürlich nicht in den Raum gehen und so ein Konzept verfolgen,
Sondern habt ihr,
Ja,
Also eigentlich fast schon die Pflicht,
In dem Moment dann auch präsent zu sein.
Also präsent ist jetzt auch,
Oder Präsenz,
Auch wieder so ein großes Wort.
Aber wenn man sich darauf einlässt oder ich habe schon gespürt,
Wenn ich mich darauf einlasse,
Wenn ich in diesem Raum bin bei der Dame,
Dann gibt es dennoch ganz schön viele Möglichkeiten.
Also wir haben zusammen Musik gehört.
Ich habe dann eine CD eingelegt.
Sie hatte ein Regal mit CDs und gleich kann es dann nur mutmaßen.
Ich kann sie irgendwie versuchen zu fragen,
Worauf sie gerade Lust hat und kann ihr verschiedene CDs unterschiedlicher Musikrichtungen beispielsweise auch anbieten und ja,
Darauf warten eben,
Dass sie dann bei dem einen nickt oder mir irgendwie zustimmt,
Um eben selbst vielleicht auch nicht zu übergriffig zu sein,
Weil ich mir denke,
Ach,
Ich jetzt als Begleitende irgendwie habe jetzt Lust auf Musikrichtung XY,
Dann wird sie das auch haben.
Das ist schon auch so eine Herausforderung.
Aber Musik hören war ein Thema.
Ich habe ihr bislang auch viel vorgelesen.
Sie hat ein Buch dastehen.
Da hatte ich auch die Informationen,
Dass sie daraus gerne vorgelesen bekommt.
Ich habe ihr auch die Beine so ausgestrichen.
Das nennt man so Beine streichen,
Eben von den Knien nach unten.
Also auch eben so eine erdende Bewegung oder die Füße zum Beispiel halten.
Das tut auch gut.
Genau,
Einfach dieses mit der Situation schwingen,
Mit mir selber schwingen,
Mit meinen eigenen Konzepten im Kopf.
Ich müsse doch jetzt was tun und ich darf doch jetzt nicht einfach nur da sitzen und nichts tun.
Ich bin doch jetzt da für die Person.
Und gleichzeitig aber auch mit dem Gegenüber zu schwingen,
Also mit der Situation,
In der sich die andere Person befindet,
Wenn sie im Bett liegt und vielleicht einfach sich nicht artikulieren kann oder auch nicht bewegen kann.
Also dieses mit sich schwingen ist,
Finde ich,
Eine Qualität für so eine Situation oder auch wieder ein Tool,
Eigentlich,
Dem ich mich bedienen kann.
Schwingen ist ja ein ganz schönes Wort.
Und man sagt ja auch zu sich selbst,
Ich bin mit mir im Einklang.
Klingt auch so was an,
Schwingen,
Im Einklang sein.
Und ich denke,
Das ist eine ganz,
Ganz tolle Erfahrung.
Und gerade zwischen zwei Menschen kann es ja oft sein,
Dass es eben nicht die Worte sind oder all das,
Was ich unbedingt will,
Sondern genau das,
Was ich jetzt im Augenblick gemeinsam erlebe,
Gemeinsam spüre.
Und das ist ja auch so ein Wechselspiel.
Also ich bin ganz offen.
Ich weiß nicht,
Was kommt.
Ich gebe was.
Ich weiß nicht,
Was ich gebe.
Dieses Hin und Her.
Und da,
Finde ich,
Wird ja dann wieder auch Stille,
Fülle.
Also es kriegt alles eine ganz neue Qualität.
Also Beziehungen oder ein anderer Mensch wird wirklich nochmal ganz anders spürbar.
Und ich hatte eine Schwingungserfahrung auch Ende letzten Jahres.
Ich habe nämlich eine Klangschalenmassage geschenkt bekommen.
Ich wusste nicht genau,
Was mich erwartet.
Also ich habe selber mittlerweile zwei Klangschalen.
Ich liebe Klangschalen,
Finde das ganz wunderbar.
Warum?
Weil die schwingen.
Und wenn du eine Klangschale anschlägst,
Dann kannst du wirklich zuhören,
Wie das auf- und abschwillt und wie das langsam verklingt.
Und das allein,
Finde ich,
Ist schon ein ganz wunderbarer Weg,
Überhaupt mal loszulassen,
Den Alltag hinter sich zu lassen und sich wieder ein bisschen mehr auf die Gegenwart zu begeben,
Hinzubegeben.
Und bei der Klangschalenmassage ist es so,
Dass du liegst entspannt.
Um dich herum sind Klangschalen aufgebaut und auch in meinem Fall drei große Gongschalen oder wie man sagt,
Oder Gonge,
Was auch immer der Plural von Gong ist.
Oh,
Das weiß ich jetzt auch nicht.
Also um dich herum sind drei Gonge aufgebaut und die klingen natürlich noch viel massiver und schwingen wirklich ganz,
Ganz,
Ganz,
Ganz intensiv.
Die Klangschalenmassage dauert eine Stunde und eine Stunde hast du Klänge um dich herum mit ganz verschiedenen Schwingungen.
Und am spannendsten fand ich,
Wie neben meinem Kopf,
Links,
Rechts,
Über mir und auch eine Schale auf meiner Brust abwechselnd angeschlagen wurde.
Diese ganz feinen Töne um den Kopf herum,
Da hatte ich das Gefühl,
Okay,
Jetzt wird mein Kopf immer,
Immer offener,
Wird immer weiter.
Also ich komme quasi aus mir heraus.
Das war ein ganz,
Ganz tolles Erlebnis und das ist bestimmt die Schwingung.
Wir sind ja auch Flüssigkeit zu großen Teilen und natürlich schwingen wir.
Und wir schwingen auch eben dadurch physikalisch,
Weil ja wirklich alles in Bewegung kommt.
Ich fand das ein extrem verblüffendes Erlebnis und bin deswegen auch nochmal zwei Monate später nochmal hingegangen.
Und ich hatte auch da einen ganz spannenden Effekt.
Nach dieser Klangschalenmassage hatte ich das Gefühl,
Ich spüre meinen Körper anders.
Also ich merke,
Wo bin ich blockiert oder verkrampft und wo bin ich irgendwie weit und locker.
Und das ist nicht nur eine Region im Körper,
Sondern ganz,
Ganz viele verschiedene.
Also ich hatte das Gefühl,
Ich nehme meinen Körper ganz filigran in vielen,
Vielen einzelnen Partien wahr.
Und das ist auch wieder spannend,
Weil natürlich Körper und Seele sind irgendwie dann doch eins.
Also die Blockaden,
Die ich spüre,
Die Regionen,
Wo ich Blockaden spüre,
Sind natürlich auch immer seelische Blockaden.
Und allein die mal so wahrzunehmen und so intensiv zu spüren,
War auch ein interessantes Erlebnis.
Also deswegen schwingen heißt wirklich sich kennenlernen und tiefer in sich hineinblicken können.
Also ich habe jetzt auch richtig Lust,
Sofort eine Klangschalenmassage zu buchen.
Das werde ich mir jetzt mal überlegen.
Ja,
Das,
Was du sagst,
Ist schon,
Finde ich,
Auch noch echt ein wichtiger Punkt.
Weil man könnte ja jetzt auch sagen,
Wir sprechen über Stille,
Aber Klang durch die Klangschale ist jetzt keine Stille.
Also ich habe ja einen Ton im Außen.
Dennoch ist auch das ja sozusagen wieder das Vehikel,
Um uns in die Stille zu bringen.
Und wie du gerade gesagt hast,
Ist es durch den Klang in der Sekunde oder in dem Moment dann auch nichts Statisches.
Also es ist wieder dieses letztendlicher Dasein irgendwie in einer Art Veränderung.
Also wenn man es jetzt auch wieder in den großen Kontext setzen will,
So in dieses Werden und Vergehen,
Was auch eben in der Natur,
In einem Jahreszyklus,
In unserem Lebenszyklus und so uns einfach mit begleitet,
Was einfach da ist,
Da können wir ja gar nichts dagegen tun.
Also auch wenn wir das manchmal scheuen,
Was jeder,
Glaube ich,
Nachvollziehen kann.
Aber dieser tiefe Zustand der reinen Schwingung,
Der ist in so einer Massage,
Wie du es gerade beschrieben hast,
Glaube ich,
Ganz intensiv spürbar.
Es ist tatsächlich eine Form von Stille,
Weil ich nichts mehr an meiner Außenwelt sonst festhalte oder gebunden bin,
Sondern nur diese Schwingungen mich mitnehmen.
Und wie du sagst,
Ist es wie auf einer Welle.
Es geht auf,
Es geht ab,
Es geht auf,
Es geht ab,
Es geht vorwärts,
Es geht rückwärts.
Dieses Mitschwingen ist etwas,
Was wir uns ja oft im Leben eigentlich wünschen.
Dass wir mit den Veränderungen,
Mit allem,
Was passiert,
Offen mitgehen,
Dass wir frei sind,
Dass wir nicht dagegen arbeiten,
Dass wir es wahrnehmen können.
Und es fällt uns halt oft so schwer.
Und auch da ist es halt einfach eine Übung.
Und deswegen Stille ist halt immer ein Training,
Um dann im Alltag das vielleicht auch schaffen zu können.
Also dann buchen wir auf jeden Fall jetzt alle eine Klangschalenmassage,
Um genau das auch zu üben.
Ja,
Das war doch jetzt ein toller Impuls.
Mir fällt jetzt gerade abschließend dazu noch ein,
Man sagt ja auch,
Jeder hat seine eigene Klangschale.
Ich erinnere mich,
Ich war mal in einem Laden,
In einem Buchladen,
In dem es auch,
Glaube ich,
Edelsteine gibt.
Und sich eine Frau hinsichtlich Klangschalen hat beraten lassen.
Und dann wurden ganz viele verschiedene Klangschalen angeschlagen von der Ladenbesitzerin.
Und als wäre es gestern,
Weiß ich noch,
Wie die Frau reagiert hat,
Also die Kundin,
Weil sie auch tatsächlich gesagt hat,
Oh ne,
Die nicht.
Und oh,
Ja,
Oh,
Hier fühle ich es quasi so.
Also jeder hat so seine eigene Klangschale.
Jeder hat seinen eigenen innerlichen Klang.
Jeder schwingt mit seiner eigenen Energie.
Das nehmen wir uns jetzt mit an der Stelle.
Ja,
Jetzt sind wir schon am Ende unserer Stille Reloaded Folge angekommen.
Und wie immer gibt es eine Übung.
Ich habe heute eine Übung mitgebracht,
Die ganz einfach ist.
Und deswegen kannst du diese Übung auch ganz leicht im Alltag umsetzen.
Wir machen jetzt diese Übung gemeinsam.
Und später kannst du sie mitnehmen und vielleicht einmal für 10 Sekunden oder für 30 Sekunden machen,
Wenn du gerade irgendwo unterwegs bist oder wenn du gerade gestresst bist oder genervt bist.
Dann ist diese Übung ideal,
Um dich wieder in die Gegenwart zu holen und neue Kraft zu finden.
Für die Übung suchst du dir einen Platz,
An dem du dich wohlfühlst.
Vielleicht sitzt du schon an diesem Platz.
Vielleicht hörst du deinen Podcast auch unterwegs.
Wichtig ist,
Dass du einfach gut sitzen oder gut liegen kannst.
Wenn du liegst,
Liegst du auf dem Rücken,
Ganz entspannt.
Du kannst auch gerne ein Kissen nehmen und dich unterstützen.
Und wenn du sitzt,
Dann gehe einmal ganz kurz durch deinen Körper durch und überprüfe,
Ob deine Füße und deine Beine gerade sind,
Nicht verknotet,
Nicht angespannt.
Und dann gehe etwas höher,
Vielleicht bis zur Hüfte.
Und dann merkst du,
Bist du mit deinem Rücken gerade oder hängst du etwas nach vorne oder etwas nach hinten.
Dann korrigiere ganz sanft und ganz leicht,
Sodass du möglichst aufrecht sitzt und gut atmen kannst.
Später im Alltag kannst du diese Übung dann auch im Stehen einfach machen.
Es ist überhaupt gar kein Problem.
Ich schlage jetzt die Klangschale an und das ist für dich das Zeichen,
Zu entspannen,
Zeit zu haben,
Einfach nichts tun zu müssen.
Und mit den Schwingungen der Schale kannst du dich auf dich selbst einlassen.
Wenn du willst,
Schließt du deine Augen.
Du kannst aber auch einfach vor dich hin blicken,
Ohne etwas konkret anzusehen.
Und mit deiner Aufmerksamkeit gehst du zu deinem Atemrhythmus.
Auch dein Atem ist wie eine Schwingung,
Ein Auf und ein Ab,
Ein Ein und ein Aus.
Wenn du willst,
Legst du eine Hand auf deinen Brustbereich oder auf deinen Bauch,
Ganz sanft,
Und lässt die Hand mitheben und senken.
Nimm dir jetzt Zeit und spüre deinem Atemrhythmus nach.
Und du musst diesen Rhythmus überhaupt nicht verändern.
Im Gegenteil,
Du nimmst dir Zeit und spürst,
Wie ist dein Atem heute in diesem Augenblick.
Fühlt sich die Atmung eher schnell oder eher langsam an?
Ist es eine eher tiefe oder eine flache Atmung?
Atmest du in den Brustbereich oder in den Bauchbereich und fühlt sich deine Atemluft eher trocken oder eher weich und feucht an?
Bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei deinem Atem.
Und du folgst dem Ein- und dem Ausatmen.
Ein und Aus.
Und beim nächsten Ausatmen sagst du innerlich zu dir das Wort JETZT einatmen.
Und beim Ausatmen JETZT einatmen.
JETZT ein.
JETZT und JETZT.
Und noch dreimal einatmen.
JETZT einatmen.
JETZT einatmen.
JETZT.
Und nimm dir noch einen Moment Zeit und spüre noch einmal in dich hinein,
Wie bist du jetzt gerade da?
Vielleicht bist du etwas wacher,
Aufmerksamer und gelöster da.
Und mit dem Verklingen der Klangschale nimmst du dieses Gefühl mit,
Dass du jederzeit im Augenblick ankommen kannst,
Jederzeit aus Stress und Anspannung herausgehen kannst und jederzeit Zeit für dich finden kannst.
Danke fürs Mitmachen bei der Übung.
Das war unsere 10.
Folge Stille Reloaded.
Wir hoffen,
Dass sie dir gefallen hat und du genauso wie wir einen nochmal anderen Blickwinkel auf stille Momente bekommen hast,
Während es in unserem Leben oder in unserem Umfeld manchmal ganz schön laut sein kann oder auch verstummt sein kann.
Schreib uns gerne,
Wenn du Feedback zur Folge hast.
Schreib auch gerne,
Wenn du Wünsche hast für das kommende Jahr,
Themen,
Von denen du hier gerne mehr hören möchtest.
Wie du uns erreichen kannst,
Findest du in den Show Notes.
Entweder über unseren Podcast Finiti oder meine Stärke bei Instagram.
Wenn dir diese Folge gefallen hat und du die nächste nicht verpassen möchtest,
Dann abonniere Fullstop Forward bei Spotify oder Apple.
Und hinterlasse uns eine kleine Rezension bei Apple Podcasts.
Sternchen kann man mittlerweile überall hinterlassen,
Auch das hilft uns.
Vielen Dank fürs Unterstützen und bis zur nächsten Folge.
Wir freuen uns,
Wenn du wieder reinhörst.
Liebe Grüße,
Gerhard und Katrin.
Tschüüüüüüsss!
Treffen Sie Ihren Lehrer
5.0 (3)
Neueste Bewertungen
Ähnliche Meditationen
Trusted by 35 million people. It's free.

Get the app
