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Die Macht der Worte – Erkennen und nutzen (1/3)

by Mindfulclass

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In der Regel schenken wir unserer Wortwahl im Alltag keine besondere Aufmerksamkeit. Unser Vokabular hat jedoch enormen Einfluss auf unsere Denk- und Verhaltensweisen. Worte programmieren uns, und diese Programmierung können wir bewusst steuern.

Transkription

In der Regel schenken wir unserer Wortwahl im Alltag keine besondere Aufmerksamkeit.

Unser Vokabular hat jedoch enormen Einfluss auf unsere Denk- und Verhaltensweisen.

Worte programmieren uns und diese Programmierung können wir bewusst steuern.

Die vielen Bedeutungen eines Wortes Jeden Tag drücken wir uns mit Hilfe von Worten aus.

Mit Worten bringen wir Freunde zum Lachen,

Zeigen unserem Partner die Liebe,

Die wir für ihn empfinden und erklären dem Kunden das geplante Projekt.

Worte können ermutigen,

Beruhigen,

Versöhnen,

Beleidigen und verletzen.

Dies geschieht jedoch nicht schlicht allein durch aneinandergereihte Buchstaben,

Sondern durch die Bedeutung,

Die wir den Worten beimessen.

Das Wort an sich kannst du dir also wie eine leere Kapsel vorstellen,

Das wir mit Inhalt,

Also Bedeutung,

Füllen.

Die persönliche Bedeutung Wir haben mit der Zeit gewisse Erfahrungen gemacht und sind zu Erkenntnissen gekommen,

Die einem Wort eine neue oder weitere Bedeutung gegeben haben.

Das geschieht unbewusst.

Niemand macht eine Erfahrung und sagt,

Oh,

Dem Wort XY verleihe ich jetzt eine neue Bedeutung.

Diese Neubefüllung von Worthülsen geschieht also automatisch.

So könnte zum Beispiel der Begriff Arbeit bisher mit Geldrand schaffen,

Musketan werden,

Macht keinen Spaß,

Verbunden gewesen sein.

Nach einer beruflichen Veränderung kann es dann zum Beispiel mit persönlicher Weiterentwicklung,

Visionen umsetzen und Geld verdienen assoziiert werden.

Die gemeinschaftliche Bedeutung Eine Gruppe von Menschen,

Die in irgendeiner Weise regelmäßig miteinander zu tun haben,

Hat einem Wort eine bestimmte Bedeutung gegeben.

Diese Menschengruppe kann zum Beispiel eine Familie,

Ein Unternehmen,

Ein Freundeskreis oder ein Verein sein.

Innerhalb dieser Gruppe weiß jeder,

Was ein gewisses Wort bedeutet.

Unsere Eltern beispielsweise füllten tausende Worte mit Inhalt,

Den wir für Jahrzehnte oder vielleicht bis an unser Lebensende nicht mehr verändern.

Die Inhalte,

Die wir als Kind vermittelt bekommen haben,

Sind oft wie einzementiert.

Die Familie hat wahrscheinlich den größten Einfluss auf unseren Sprachgebrauch und unsere Wortwahl.

Die kollektive Bedeutung Jedes Kollektiv gibt gewissen Wörtern eigene Bedeutungen.

So nutzt zum Beispiel jede Berufsgruppe bestimmte Begriffe in einem eigenen brancheninternen Kontext.

Weitere Kollektive sind zum Beispiel Länder,

Städte,

Generationen,

Soziale Schichten,

Bevölkerungsgruppen,

Sexuelle Orientierungen,

Interessensgebiete etc.

Die gesellschaftliche Bedeutung Der gesellschaftliche Sprachgebrauch wird täglich von den Medien beeinflusst.

Die Inhalte,

Die der Mainstream stetig konsumiert,

Prägen die Wortwahl und füllen Worte mit neuer Bedeutung.

Bei all dem ist es wichtig zu verstehen,

Dass jeder Mensch Worte anders interpretiert.

So kann ein gesprochener Satz für drei verschiedene Menschen etwas völlig anderes aussagen.

Babylon lässt grüßen.

Unsere Gedanken,

Unsere tägliche Programmierung Wir kommunizieren nicht nur mit anderen Menschen,

Sondern auch mit uns selbst.

Dabei kleiden sich unsere Gedanken ebenfalls in Worte.

Die Art,

Wie wir mit uns selbst sprechen,

Kann uns bestärken und motivieren,

Aber uns auch klein machen und entmutigen.

In der Regel denken wir nicht darüber nach,

Wie wir mit uns selbst reden.

Es ist über die Jahre hinweg entstanden,

Ohne bewusstes Eingreifen von uns.

Leider sprechen wir oft mit einem Tonfall mit uns,

Den wir sonst keinem unserer Freunde zumuten würden.

Kritisch,

Zweifelnd und schimpfend.

So ertappe ich mich immer wieder dabei,

Wie ich mich kritisiere.

Das Projekt hätte besser laufen können.

Wie ich an mir zweifle.

Bin ich wirklich schon bereit,

Meine Gedanken in einem Podcast zu veröffentlichen?

Und wie ich mit mir schimpfe.

Das hätte dir früher auffallen müssen.

Was hast du dir nur dabei gedacht?

Das Gute daran ist,

Ich bemerke es mittlerweile und kann dem Gedankenstrom Einhalt gebieten.

Früher konnten diese Gedanken jedoch wie eine Herde wild gewordener Pferde loslaufen.

Ich habe meinen inneren Dialog freien Lauf gelassen.

Nach und nach sind mir meine Gedankenmuster allerdings bewusst geworden.

Und mir ist aufgefallen,

Welche Worte immer und immer wieder vorkommen.

Wenn du magst,

Beobachte doch einige Tage lang einmal,

Welche Sätze du dir immer wieder sagst.

Ist es ein positiver oder ein negativer Gedanke?

Wie oft wiederholst du diesen Satz am Tag?

Beschäftigt er sich mit der Vergangenheit,

Dem aktuellen Moment oder der Zukunft?

Bringt er dich deinem Ziel ein Stück näher oder ist er hinderlich für das Erreichen deines Ziels?

Vergrößert der Gedanke dein Ego oder dein Herz?

Welche Worte kommen dabei immer wieder vor?

Abends die inneren Stimmen nochmal Revue passieren zu lassen und in einem Notizbuch zu notieren,

Kann sehr hilfreich dabei sein,

Seine eigenen Gedankenmuster besser verstehen zu lernen.

Zu Beginn wird es noch anstrengend sein,

Seine Gedanken zu beobachten.

Eine permanente Beobachtung ist zudem auch gar nicht möglich.

Bereite dir dabei also keinen Druck,

Es braucht eben Zeit und Übung.

Bis sich eine gewisse Routine eingestellt hat,

Können wir unsere Emotionen als Hilfsmittel nutzen.

Immer wenn eine Emotion eine Welle schlägt,

Ist es ein guter Zeitpunkt,

Kurz innezuhalten und den gerade gedachten Gedanken wahrzunehmen.

Mentale Programme werden Realität.

Unsere täglichen Gedanken programmieren uns.

Und unsere inneren Programme bestimmen unser Handeln und damit unsere Realität.

Die folgende Weisheit verdeutlicht sehr schön,

Was ich damit meine.

Achte auf deine Gedanken,

Denn sie werden zu deinen Worten.

Achte auf deine Worte,

Denn sie werden zu deinen Handlungen.

Achte auf deine Handlungen,

Denn sie werden zu deinen Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten,

Denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter,

Denn er bestimmt dein Leben.

Wer ein bewusstes Leben führen möchte,

Kommt also nicht umhin,

Sich mit seinen Gedanken und Worten zu beschäftigen.

Sie weisen den Weg,

Dem unser Leben folgt.

In der nächsten Episode werde ich das Thema fortführen.

Ich werde darüber sprechen,

Wie wir unser hinderliches Vokabular durch förderliches ersetzen,

Wie Menschen sich gegenseitig mit Worten beeinflussen und wie wir bewusster damit umgehen können.

Bis dahin,

Euer Florian von Mindfulglass.

4.7 (109)

Neueste Bewertungen

René

October 7, 2024

🙏

Ulrike.

June 20, 2024

Angenehme Stimme :-D Guter Inhalt! Vielen lieben Dank.

Frank

August 31, 2023

Sehr interessant.

Ingrid

August 28, 2023

Danke

Iveta

February 18, 2023

toll

Christiana

January 4, 2023

Genial, bin bereits auf diesem Weg. Aber es hat noch Verbesserungsbedarf. Habe immer ein offenes Ohr für neue Inputs. Sehr empfehlenswert, weiter so👍

Christine

June 13, 2020

Sehr gut! Ein wahres Vergnügen Deinen Worten zu lauschen. Sowohl inhaltlich, als auch Dein Vortrag! Freu mich auf Teil 2 und 3!

Sandy

April 7, 2020

Danke! Deine Stimme ist sooo angenehm!

Engelchen73

July 4, 2019

Danke

Steffen

May 15, 2019

Danke für diesen Impuls. HG Steffen

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