
Die sechzehn Übungen des bewussten Atmens (Kurzversion)
Diese traditionelle buddhistische Meditation basiert auf dem Ānāpānasati Sutta und beinhaltet sechzehn kurze Übungen, mit denen wir den Strom unserer Gedanken zur Ruhe bringen können. Die Interpretation der Übungen sowie die begleitenden Kommentare sind eng an das Buch "Das Wunder des bewussten Atmens" des Zen-Meisters Thich Nhat Hanh angelehnt, das zum tieferen Verständnis dieser Meditation empfohlen sei. Neben der 30-minütigen Kurzversion, gibt es auch eine 45-minütige Version. Die Übungen 1-4 fördern unsere Konzentration, indem wir uns auf unseren Körper beziehen und ihn tief betrachten. Die Übungen 5-8 lenken unsere Aufmerksamkeit auf unsere Gefühle. Die Übungen 9-12 gehen auf die Aktivitäten unseres Geistes ein und beschäftigen sich mit der Tiefe unseres Bewusstseins. Die Übungen 13-16 lassen uns die wahre Natur der Dinge erkennen und beleuchten die Unbeständigkeit und Vergänglichkeit, sowie die Freude der Befreiung und die Möglichkeit, uns selbst loszulassen.
Transkription
Die 16 Übungen des bewussten Atmens,
Eine geleitete Meditation,
Zusammengestellt und bearbeitet von Günther Görg,
Sprecher Günther David Die 16 Übungen des bewussten Atmens helfen uns dabei,
Den stromstörender Gedanken zur Ruhe zu bringen.
Dadurch werden wir ruhig und gefestigt und wir erlangen tiefe Einsicht in die wahre Natur der Dinge.
Nimm eine bequeme Sitzposition ein und erlaube deinem Körper,
Sich zu entspannen.
Richte nun die Achtsamkeit auf deinen Atem.
Atme ruhig ein und aus.
Versuche nicht,
Deinen Atem zu beeinflussen oder zu kontrollieren.
Folge ihm und nimm ihn an,
Wie er kommt und geht.
Übung 1 Wenn ich lang einatme,
Erkenne ich,
Ich atme lang ein.
Wenn ich lang ausatme,
Erkenne ich,
Ich atme lang aus.
Der Atem ist ein Anker.
Durch die Achtsamkeit auf den Atem sammelst du deinen Geist im gegenwärtigen Augenblick.
Du beruhigst deinen Gedankenfluss und kommst an,
Im Hier und Jetzt.
Übung 2 Wenn ich kurz einatme,
Erkenne ich,
Ich atme kurz ein.
Wenn ich kurz ausatme,
Erkenne ich,
Ich atme kurz aus.
Der Atem ist das Objekt deiner Achtsamkeit.
Wenn du die Achtsamkeit auf deinen Atem richtest,
Kannst du erkennen,
Dass der Atem deinen Geist beeinflusst.
Und der Geist deinen Atem.
Übung 3 Ich atme ein und nehme meinen ganzen Körper bewusst wahr.
Ich atme aus und nehme meinen ganzen Körper bewusst wahr.
Du dehnst die Achtsamkeit nur noch deinen ganzen Körper aus.
Betrachte die einzelnen Körperteile und umarme deinen Körper.
Durch deine Achtsamkeit auf den Atem bilden Körper und Geist eine Einheit.
Übung 4 Ich atme ein und lasse meinen Körper ruhig und entspannt werden.
Ich atme aus und lasse meinen Körper ruhig und entspannt werden.
Durch das Beruhigen des Atems kommt auch dein Körper Schritt für Schritt zur Ruhe.
Die Aktivitäten innerhalb deines Körpers verlangsamen sich.
Du ruhst in dir.
Übung 5 Ich atme ein und empfinde ein Gefühl der Freude.
Ich atme aus und empfinde ein Gefühl der Freude.
Richte deine Achtsamkeit nun auf deine Gefühle.
Durch das Beruhigen deines Geistes und Körpers entsteht ganz natürlich ein Gefühl tiefer Freude.
All deine Sorgen,
Probleme und Ängste sind aus deinem Geist verbannt.
Übung 6 Ich atme ein und empfinde ein Gefühl des Glücks.
Ich atme aus und empfinde ein Gefühl des Glücks.
Aus Freude entsteht ein Gefühl des Friedens und des Glücks.
Freude enthält auch Anteile von Aufgeregtheit.
Glück ist tiefste Ruhe.
Übung 7 Ich atme ein und nehme alle Aktivitäten meines Geistes bewusst wahr.
Ich atme aus und nehme alle Aktivitäten meines Geistes bewusst wahr.
Erkenne deinen Bewusstseinszustand und betrachte all deine gegenwärtigen Gefühle.
Jedes Gefühl ist ein Energiefeld.
Lass dich nähren von angenehmen Gefühlen und verwandle negative Gefühle durch die Achtsamkeit auf deinen Atem in stärkende Energie.
Übung 8 Ich atme ein und lasse die Aktivitäten meines Geistes ruhig und entspannt werden.
Ich atme aus und lasse die Aktivitäten meines Geistes ruhig und entspannt werden.
Durch die Achtsamkeit auf den Atem kommen deine Gefühle und Emotionen Schritt für Schritt zur Ruhe.
Von nun an kannst du Gefühle,
Körper,
Geist und Atem vollständig vereinen.
Übung 9 Ich atme ein und nehme meinen Geist bewusst wahr.
Ich atme aus und nehme meinen Geist bewusst wahr.
Betrachte alles,
Was in deinem Geist in diesem Augenblick aufkommt,
Ohne es zu bewerten.
Erkenne Gedanken,
Vorstellungen und Wahrnehmungen,
Sobald sie entstehen,
Und bringe sie durch die Achtsamkeit auf deinen Atem zur Ruhe.
Übung 10 Ich atme ein und lasse meinen Geist freudig und glücklich werden.
Ich atme aus und lasse meinen Geist freudig und glücklich werden.
Erkenne die positiven Geistesinhalte,
Die tief in deinem Bewusstsein eingebettet sind.
Berühre sie mit deiner Achtsamkeit,
Und dein Geist ist erfüllt von Freude und Glück.
Übung 11 Ich atme ein und konzentriere meinen Geist.
Ich atme aus und konzentriere meinen Geist.
Erkenne das Geistesobjekt,
Das in deinem Geist gegenwärtig am stärksten präsent ist.
Denke nicht darüber nach und bewerte es nicht.
Es geht lediglich um das Erkennen.
Heilsame Objekte nähren dich,
Während sich unheilsame Objekte durch die Achtsamkeit auf deinen Atem vollständig auflösen.
Übung 12 Ich atme ein und befreie meinen Geist.
Ich atme aus und befreie meinen Geist.
Erkenne,
Welche Knoten und Fesseln deinen Geist binden.
Konzentriere deinen Geist durch die Achtsamkeit auf den Atem.
Das verschaffte den nötigen Klarblick,
Um zum Kern der Blockaden vorzudringen und diese aufzulösen.
Übung 13 Ich atme ein und betrachte die Vergänglichkeit aller Dinge.
Ich atme aus und betrachte die Vergänglichkeit aller Dinge.
Alle Dinge sind einer ständigen Wandlung unterworfen und somit vergänglich.
Da sich alles ständig verändert,
Sind die Dinge leer von einem beständigen,
Unabhängigen Selbst.
Erkenne die wahre Natur der Dinge.
Übung 14 Ich atme ein und betrachte das Erlöschen des Anhaftens an den Dingen.
Ich atme aus und betrachte das Erlöschen des Anhaftens an den Dingen.
Alles befindet sich im Prozess der Auflösung und des Zerfalls.
Erkenne die unbeständige und vergängliche Natur aller Dinge.
Dann schwindet auch deine Neigung daran anzuhaften.
Übung 15 Ich atme ein und betrachte die Befreiung und Loslösung von allen Vorstellungen.
Ich atme aus und betrachte die Befreiung und Loslösung von allen Vorstellungen.
Ergründe die wahre Natur der Dinge und betrachte nicht nur ihre äußeren Zeichen.
Löse dich von allen irrtümlichen Vorstellungen.
Das Entstehen und Vergehen einer Welle kann die Existenz des Wassers nicht beeinflussen.
Auch Geburt und Tod entstehen aus derselben Essenz.
Übung 16 Ich atme ein und betrachte das Loslassen.
Ich atme aus und betrachte das Loslassen.
Lass deine verkehrten Wahrnehmungen und Konzepte los und erkenne die Wirklichkeit.
Du bist nicht gefangen in dieser kleinen Hülle,
Die dein Körper ist,
Und auch nicht in der engen Begrenzung deiner Lebensspanne.
Lass los,
Um vollkommen frei zu sein.
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