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Bergmeditation

by Mathias Feil

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Meditation
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Die Bergmeditation ist eine Achtsamkeits- und Visualisierungstechnik, bei der der wir uns mit der Kraft und Stabilität eines Berges verbinden. Sie kann dir im Alltag zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit verhelfen und lässt dich mit etwas Übung mit mehr Gleichmut durch die Stürme des Lebens gehen.

Transkription

Die Bergmeditation.

Ich lade dich ein,

In der Sitzhaltung anzukommen.

Aufrecht,

Präsent,

Wach und dennoch locker und entspannt.

Die Kontaktpunkte des Körpers im Sitzen spüren,

Mehr und mehr da ankommen,

Wo du gerade bist und dem Fluss des Atems folgen.

Stelle dir nun vor deinem inneren Auge den schönsten Berg vor,

Den du kennst,

Von dem du gehört hast oder den du dir vorstellen kannst.

Werde dir der massiven Form bewusst,

Des aufragenden Gipfels,

Des tief mit der Erde verbundenen Fußes,

Seiner Steilhänge oder sanft abfallenden Bergflanken,

Was immer sein Erscheinungsbild auch sein mag.

Verweile einfach.

Sitze und atme mit diesem Bild vor deinem inneren Auge.

Jetzt in diesem Augenblick,

Während du hier sitzt und mit dem Berg atmest,

Erlaube deinem Körper sich ganz zu erden,

Wie der vorgestellte Berg.

Dein Kopf führt zum hoch aufragenden Gipfel,

Die Schultern und Arme zu den Flanken und Seiten hängen,

Gesäß und Beine zur soliden Basis.

In diesem Augenblick bist du nichts anderes als ein atmender Berg,

Der ganz unerschütterlich in der Stille verweilt.

Tag ein,

Tag aus verharrt der Berg in dieser Ruhe,

Während die Sonne über den Himmel wandert,

Licht,

Schatten,

Farben und das Wetter sich ständig verändern,

Ob Regen,

Schnee,

Starke Winde oder Stürme.

Der Berg verweilt einfach nur,

Ist einfach nur er selbst,

Während die Jahreszeiten ineinander übergehen und das Wetter von Tag zu Tag,

Von Augenblick zu Augenblick wechselt,

Bleibt der Berg immer der gleiche.

Von all dem unberührt verharrt der Berg.

Und vielleicht können wir in gewisser Weise mit einem solchen Gefühl und dem Bild des Berges vor unserem inneren Auge,

Bei allen Dingen,

Die sich in unserem Leben ständig verändern,

Eine gleiche unbeirrbare Ruhe verkörpern und in gleicher Weise verwurzelt sein.

Wir können uns mit der Kraft und Stabilität des Berges verbinden und unser Bemühen unterstützen,

Dem Leben mit Ausgeglichenheit und Klarheit zu begegnen.

Dabei mag die Überlegung hilfreich sein,

Dass es sich mit unseren Sorgen,

Gedanken,

Gefühlen,

Ja manchen Gefühlsstürmen und Krisen,

Mit allem was uns zustößt,

Nicht anders verhält als mit dem sich ständig verändernden Wetter am Berg.

Das Wetter in unserem Leben darf weder ignoriert noch verleugnet werden.

Wenn wir jedoch nicht von den Stürmen fortgerissen werden wollen,

Müssen wir sie klar sehen,

Sie respektieren,

Spüren,

Sie bewusst als das erkennen,

Was sie sind.

Dann ermöglichen wir uns inmitten aller Stürme die Erfahrung einer inneren Ruhe,

Stille und Weisheit,

Die tiefer sein kann,

Als wir für möglich gehalten hätten.

Dich dann langsam vom inneren Bild des Berges verabschieden,

Deine eigene Kontur,

Körperform wieder spüren und wahrnehmen und zum Abschluss nochmal die Aufmerksamkeit für ein paar Momente zum Atemfluss bringen.

4.3 (17)

Neueste Bewertungen

Daggy

April 11, 2024

Ein schöner Vergleich, der gerade so passend ist. Danke🙏

Birgit

December 7, 2022

Sich wie ein Berg fühlen und die Stürme lediglich wahrnehmen….. Das ist großartig! Danke schön!

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