
Dein Strahlen – Sound Meditation & Kurzgeschichte
Willkommen zu einer besonderen Reise der Sinne – einer Verbindung aus Worten und Klängen, die deine Fantasie entfacht und deine Seele berührt. Ein Soundbath untermauert mit einer Kurzgeschichte aus dem mystischen Lehren Asiens. Viel Freude!
Transkription
Hallo,
Schön,
Dass Du hier bist zu dieser geführten Meditationsreise.
Mach es Dir dafür auf Deiner Unterlage ganz bequem,
Sodass Du eine Weile so bleiben kannst,
Sitzend oder liegend,
Ganz wie Du magst.
Und lass uns zu Beginn noch einmal drei ganz tiefe und klärende Atemzüge nehmen.
Atme tief ein durch die Nase,
Ganz tief in den Bauch hinein und aus durch den Mund.
Noch einmal ganz tief ein durch die Nase und atme noch ein letztes Mal tief ein durch die Nase und halte mit voller Lunge einen Moment die Luft an.
Halten und säufze durch den Mund wieder aus.
Lass nun Deine Atmung wieder ganz natürlich fließen und komme ganz bei Dir an.
Mach Dich schwer auf Deiner Unterlage,
Fast so,
Als würdest Du ein Stück weit mit Dir verschmelzen.
Es gibt jetzt in diesem Moment nichts,
Was es zu tun gäbe.
Du darfst jetzt einfach nur sein.
Diese Meditationsreise steht unter dem Thema,
Sich selbst zu erkennen und sich selbst wert zu schätzen,
Mit dem,
Was man isst und mit dem,
Was man zu geben hat.
Ich möchte den Raum öffnen,
Um zu erforschen,
Wie wir uns selbst wirklich sehen,
Ob wir uns überhaupt sehen und wenn ja,
Ob wir uns auch so zeigen können,
Wie wir uns sehen und wie wir wirklich sind.
Dafür möchte ich Dich einladen,
Dich jetzt ganz bewusst auf Deinen Herzraum zu konzentrieren und die Energie zu spüren,
Die sich darin befindet und zu fühlen,
Wie diese Energie immer weiter und weiter sich nach außen ausdehnt.
Du Dich nach außen ausdehnst.
Als Sinnbild für das Erkennen von sich selbst,
Möchte ich Dir gerne von der Sonnengöttin Amaterasu erzählen,
Eine der wenigen weiblichen Sonnengottheiten in der Mythologie.
Amaterasu war so hell,
Dass sie die ganze Welt erleuchtete.
Durch ihr Strahlen gediehen und blühten die Felder und deshalb war sie bei den Menschen auch als die höchste Gottheit angesehen,
Was ihren Bruder Susanu allerdings sehr eifersüchtig machte.
Susanu war selbst der Gott der Meere und der Stürme und ließ aufgrund dieser Eifersucht die Welt mit seinen Winden und mit seinen Wellen komplett verwüsten.
Als Amaterasu das sah,
Überkam sie eine tiefe Traurigkeit.
Sie konnte diesen Schmerz nicht ertragen,
Dass Irith wegen alles zerstört war.
Und sie verschwand daraufhin in einer Höhle und verschloss den Eingang mit einem großen Felsen.
Ab diesem Moment verdunkelte sich der Tag und das Sonnenlicht war verschwunden.
Dunkelheit herrschte über die Welt.
Die Wörter erkannten,
Dass nun etwas getan werden musste und versuchten Amaterasu zu überzeugen herauszutreten,
Ihr zu erklären,
Dass ihr Licht unentbehrlich war.
Vergeblich,
Denn sie glaubte ihren wohlwollenden Worten nicht.
Einer der Götter jedoch erkannte den wahren Kern des Problems und stellte einen großen Spiegel an den Eingang der Höhle.
Daraufhin veranstaltete er dort ein lautstarkes Fest,
Was Amaterasu sehr neugierig machte.
Um zu sehen,
Was vor sich ging,
Öffnete sie die Höhle einen Spalt breit und er blickte daraufhin etwas Unerwartetes.
Eine neue Sonnengöttin.
Verblüfft trat sie näher,
Um einen besseren Blick zu erhaschen.
Doch je näher sie trat,
Je klarer wurde ihr etwas bewusst,
Dass diese neue,
So strahlende Sonnengöttin sie selbst war.
Sie erkannte,
Dass sie sich selbst im Spiegel sah.
Sie erkannte ihre Strahlkraft und ihre Gaben und sie erkannte,
Dass es niemandem nütze,
Diese zurückzuhalten und zu verstecken.
Daraufhin kehrte sie nie wieder in die Höhle zurück.
Geht es uns oft nicht auch so?
Kennen wir das nicht auch,
Dieses Licht,
Das in uns wohnt,
Das wir aber nicht sehen können oder gar nicht sehen wollen,
Das wir vielleicht sogar für andere unter den Scheffel stellen oder verstecken,
Weil es nicht gefallen könnte,
Weil es anecken könnte oder weil wir glauben,
Dass die Welt es überhaupt nicht benötigt?
Aber wir alle sind mit einem leuchtenden Geschenk hier auf die Welt gekommen,
Mit dem wir das Leben der anderen erhellen können und mit dem wir auch unser Leben erhellen können.
Konzentriere dich nochmal auf deinen Herzbereich,
Beobachte nochmal,
Was mit dieser Energie passiert ist in diesem Brustbereich,
Ist sie noch weiter geworden oder ist sie wieder kleiner und enger geworden?
Spür mal rein und öffne dein Herz nun mal ganz bewusst für dich selbst.
Öffne dich für dich selbst,
Für deine Fähigkeiten und das Licht in dir.
Erkenne sie an,
Freue dich dessen,
Nimm wahr,
Wie unentbehrlich sie sind,
Genau wie Ameterasu.
Lass damit auch alle Urteile über dich,
Du seist nicht wichtig,
Du bist es nicht wert,
Es benötigt keiner,
Es gibt bessere.
Lass all diese Urteile los und vertraue darauf,
Vertraue in dich selber,
Vertraue darauf,
Dass du hier gebraucht wirst,
Genau so wie du bist,
Denn das Ganze,
Das Eine wäre nicht das Eine,
Das Ganze,
Wenn du als Teil davon fehlen würdest.
Nimm dir jetzt hier den Moment zu diesem Zeitpunkt,
Das für dich zu integrieren,
Dich diesem zu öffnen,
Ja zu sagen zu dir selbst.
Und in dieser Achtsamkeit zu dir selbst,
Zu deinen Gaben,
Zu deinem Leuchten,
Dieser Achtsamkeit lade ich dich ein,
Dir nun selbst das Versprechen zu geben,
Dieses,
Dein Licht auch mit der Welt zu teilen.
Dich auf deine ganz besondere Art und Weise zu zeigen.
Du bist so einzigartig,
Dass etwas fehlen würde,
Wenn es dich nicht gäbe.
Dein Licht ist so individuell,
Dass man es sich nicht mal ausdenken könnte,
Selbst wenn man wollte.
Deine Gaben sind hier,
Um geliebt zu werden,
Zur Freude deiner selbst und dein authentisches Selbst wird gebraucht,
Genau so,
Wie es ist.
Tat Tvam Asi.
Das bist du.
Tvam Asi.
Und ganz langsam und in deinem eigenen Tempo,
Bewege wieder deine Finger und Zehen,
Vertiefe deinen Atem ganz bewusst,
Strecke und recke dich,
Wenn du magst.
Und wenn du so weit bist,
Öffne deine wundervollen Augen.
Namaste.
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