
Meditation: Achtsamkeit erfahren
In dieser Meditation geht es um den Atem, der ein sehr hilfreicher Anker in der Meditation und im Alltag sein kann. Er kann Dich in jedem Moment aus Gedanken und Gefühlen raus in den gegenwärtigen Moment holen. Häufig wird er schon ruhiger und tiefer, wenn Du Dich auf ihn fokussierst und das wiederum hat eine beruhigende Wirkung auf Gedanken und Gefühle. Dies ist eine MOMENTUM-Meditation aus dem Modul "Präsenz"
Transkription
Herzlich willkommen zurück.
Heute geht es um drei verschiedene Ebenen der Achtsamkeit,
Die wir im Kontakt mit uns selbst erfahren können.
Körper,
Gefühle und Gedanken.
Finde eine aufrechte Haltung,
Die für dich Präsenz und gleichzeitig Entspannung verkörpert.
Atme einmal bewusst tief ein und aus.
Schließe die Augen oder richte den Blick weich vor dich auf den Boden.
Und dann spüre,
Wie du jetzt hier sitzt.
Nimm den Kontakt zur Sitzunterlage wahr.
Spüre den Atem und komm ganz bewusst in diesem Moment an.
Es gibt nichts zu tun.
Nichts zu erreichen.
Einfach nur jetzt.
Einfach nur hier.
Wir machen heute einen sogenannten Selbstcheck-in.
Das heißt,
Wir werden uns nacheinander bewusst,
Was jetzt gerade im Körper,
In der Gefühlswelt und in unseren Gedanken los ist.
Und wir beginnen wie immer beim Atmen,
Um ganz bewusst hier anzukommen.
Für ein paar Momente einfach nur einatmen,
Ausatmen.
Dann richte deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper.
Nimm wahr,
Was du jetzt gerade im Körper spüren kannst.
Den Kontakt der Füße zum Boden wahrnehmen.
Den Kontakt zum Stuhl oder zum Kissen.
Den Kontakt der Hände mit den Oberschenkeln oder miteinander.
Vielleicht spürst du,
Wie der Atem die Brust und den Bauch beim Einatmen hebt und beim Ausatmen wieder senkt.
Nichts verändern,
Nichts anders haben wollen.
Einfach spüren,
Wie der Atem ganz von alleine ein- und wieder ausströmt.
Dir bewusst sein,
Welche Muskeln jetzt gerade eher entspannt,
Welche Muskeln eher angespannt sind.
Und dann bleibe mit deiner Aufmerksamkeit einfach bei allen Empfindungen,
Die jetzt im Körper auftreten.
Ganz bewusst den Körper erleben.
Nimm jetzt Gefühle in den Fokus der Aufmerksamkeit.
Wahrnehmen,
Wie sich dieser Moment gerade anfühlt.
Vielleicht ist das Bild vom inneren Wetter hilfreich für dich.
Ist es innerlich sonnig,
Wolkig,
Stürmisch,
Neblig,
Heiter?
Wie auch immer es ist,
Auch das nicht kommentieren oder bewerten.
Einfach interessiert feststellen.
Ah,
So ist die Wetterlage in genau diesem Moment.
Und wenn du gar nichts wahrnimmst,
Dann auch das einfach freundlich und interessiert zur Kenntnis nehmen.
Und vielleicht magst du dieses Nichts auch etwas genauer untersuchen.
Ist es eher ruhig oder eher unruhig?
Eher angenehm oder eher unangenehm?
Eher wach oder eher schläfrig?
Bleibe mit Neugierde bei der Frage,
Welches Gefühl oder welche Gefühle jetzt gerade präsent sind.
Wende dich jetzt mit deiner Aufmerksamkeit deinen Gedanken zu.
Es geht weniger um den Inhalt der Gedanken und mehr darum,
Die Gedanken als solche wahrzunehmen.
Das heißt,
Sind da viele oder wenige?
Ist es eher ruhig oder unruhig?
Vielleicht findest du hier das Bild von einem Aquarium hilfreich,
Wo manchmal viele kleine Fische umherwuseln oder der eine große Fisch immer wieder kommt,
Wo das Wasser klar oder trüb ist,
Ohne in die Inhalte der Gedanken einzusteigen,
Ohne etwas zu analysieren,
Einfach nur neugierig feststellen,
Ah,
So ist das in meiner Gedankenwelt gerade.
Und vielleicht kannst du dir auch noch mehr des Wassers bewusst werden,
In dem die Gedankenfische schwimmen.
Ganz neugierig bei der Frage bleiben,
Was ist jetzt gerade in meinen Gedanken los?
Und kann ich mir dessen bewusst sein,
Ohne im Inhalt der Gedanken verloren zu gehen?
Dann geh mit deiner Aufmerksamkeit nochmal zurück zu deinem Körper.
Spüre,
Wie er jetzt hier sitzt,
Lebendig,
Atmend.
Nimm noch einen tiefen,
Bewussten Atemzug und dann öffne die Augen,
Falls du sie geschlossen hattest.
Der Selbstcheck-in kann im Arbeitsalltag sehr hilfreich sein.
Dir bewusst zu sein,
Was körperlich in deiner Gefühls- und Gedankenwelt los ist,
Bedeutet,
Achtsam mit dir zu sein.
Vor wichtigen Meetings,
Telefonaten oder schwierigen Aufgaben kann das einen großen Unterschied machen,
Weil es dir hilft,
Nicht blind aus dem Affekt heraus zu reagieren,
Sondern ganz bewusst zu agieren.
Vielleicht findet sich ja da in nächster Zeit eine Gelegenheit,
Das mal auszuprobieren.
Dann bis morgen.
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