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destress U - Wie Du die Stress-Spirale im Arbeitsalltag durchbrichst

by Nadine Horn

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Meditation
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Nils Belich ist zu Gast in meiner aktuellen Podcastfolge. Nils ist Psychologe und beim Landsberger Mittelständler Rational als Organisationsentwickler beschäftigt. Er berichtet von seinen spannenden Erfahrungen, Achtsamkeit in die Organisation zu bringen, und hält außerdem den ein oder anderen Tipp parat. Welche kleinen Übungen helfen, im Arbeitsalltag nicht nur einen klaren Fokus zu behalten, sondern auch in stressreichen Situationen die Handlungsoptionen zu vergrößern, erfährst Du hier.

Transkription

Herzlich willkommen bei De-Stress-You,

Dem Podcast für mehr Stresskompetenz im Alltag.

Für alle,

Die nach neuen Strategien zur Stressbewältigung suchen und lernen möchten,

Wie Achtsamkeit und Natur die eigene Widerstandskraft stärken.

Ich bin Nadine Kurz und hier im Podcast erwarte ich geballtes Expertenwissen.

Du erhältst Einblicke in den Erfahrungsschatz von Gesundheitsspezialisten,

Beratern und Unternehmensgründern mit der Mission,

Mehr Bewusstheit,

Gelassenheit und Gesundheit in die Welt zu bringen.

Schön,

Dass du heute mit dabei bist.

In dieser Folge erfährst du,

Wie du es schaffst,

Im Arbeitsalltag nicht nur einen klaren Fokus zu behalten,

Sondern auch in stressreichen Situationen deine Handlungsoptionen zu vergrößern.

Dazu möchte ich Nils Behlig im Podcast begrüßen.

Nils ist als Psychologe in einem mittelständischen Unternehmen als Organisationsentwickler tätig und hat sich vor nicht allzu langer Zeit auf den Weg gemacht,

Mehr Achtsamkeit in den Arbeitsalltag zu bringen.

Für sich,

Aber auch für die Organisation.

Er spricht über seine Überzeugungen und berichtet von entspannten Erfahrungen,

Die er seit Beginn an macht.

Viel Freude beim Zuhören.

Heute begrüße ich den Nils Behlig bei mir im Podcast.

Schön,

Dass du da bist.

Wir haben uns ja kennengelernt letztes Jahr bei der Mind,

Bei der Mind-Conference und wir waren da zusammen in den Workshops mit Peter Bostelmann und auch Paul Kotis,

Die so ein bisschen ja aus ihrer Erfahrung berichtet haben,

Wie es funktioniert mit dem Thema Achtsamkeit im Unternehmen.

Und da hast du mir erzählt,

Dass du da auch gerade in deinem Job dabei bist,

Das Thema voranzutreiben.

Ich fand das total spannend,

Was du da vorhattest und bist ja mittlerweile da schon ein ganzes Stück weitergekommen.

Vielleicht magst du dich einfach kurz vorstellen,

Was du da machst,

Wie du da hingekommen bist und was dich daran vielleicht auch so fasziniert.

Ja,

Also hallo erst mal.

Schön,

Nadine,

Dass du mich in deinem Podcast einlädst.

Ja,

Nils Behlig heiße ich,

Bin bei der Firma RATIONAL.

Wir sind ein mittelständisches Unternehmen und stellen Kombidämpfer für Profiküchen her und sitzen in Landsberg am Lech.

Und ich glaube,

Wenn es einen Ort gibt,

Wo man das eigentlich nicht erwarten würde,

Dass man das Thema Achtsamkeit und alles,

Was damit zu tun hat,

Irgendwie vorantreiben könnte,

Dann ist es wahrscheinlich so das Bild eines bayerischen Mittelstandsunternehmen,

Wo es viel Technik gibt und Produktion.

Und ja,

Ich bin da aber schon seit über fünf Jahren jetzt und bin eigentlich über Umwege dort hingekommen und bin heute für Culture & Communication mitverantwortlich und habe so als meinen Hauptaufgabenschwerpunkt inzwischen,

Das war vor einem Jahr,

Als wir uns kennengelernt haben,

Noch überhaupt nicht so,

Das Thema Mindful Practices.

Ja,

Wie bin ich eigentlich zugekommen?

Ich habe selber vor vier Jahren das Thema Achtsamkeit für mich entdeckt,

Auch aus so einem persönlichen Thema heraus,

Dass ich einfach so viel gearbeitet habe und habe total viel Stress empfunden und habe gefühlt,

Ich muss irgendwie was machen.

Ich habe dann einen MBSA-Kurs suchen wollen,

Habe aber festgestellt,

Zu dem Zeitpunkt in meinem Leben hatte ich gar keine acht Wochen am Stück,

Wo ich mal einmal die Woche irgendwo hingehen könnte.

Das war natürlich auch schon ein Zeichen,

Habe das dann so autodidaktisch angefangen und dann hat mich das Thema aber immer irgendwie weitergetrieben und weitergenommen und ja,

Ich habe einfach gemerkt,

Diese extrem positiven Effekte bei mir selbst,

Habe dann verschiedene Sachen gemacht und dann so das Thema Corporate Mindfulness,

Ganz ehrlich,

Das kam,

Ich habe eine Weiterbildung gemacht im Bereich Somatics Coaching,

Also wo man sozusagen körperliche,

Also jede Emotion hat einen körperlichen Gegenspieler und das kann man nutzen für sich selber oder auch im Umgang mit anderen,

Gerade wenn man das im Coaching benutzt als Resonanz und fliege von dieser Weiterbildung,

Bin ich auf dem Weg zum Taxi und fliege zurück und sitze im Flugzeug und muss über einen Satz nachdenken,

Den mir ein anderer Teilnehmer dargegeben hat,

Der hieß,

Nils,

Wenn du das Thema umsetzen möchtest,

Kannst du es denn für dich vertreten,

Es nicht zu versuchen,

Nachdem du selber diese Effekte für dich festgestellt hast und du hier in so einer Weiterbildung bist und so eine ganz einwöchige Ausbildung,

Wo man wirklich von morgens bis abends an den Themen gearbeitet hat und probiere es halt,

Weil ich es mir gar nicht so vorstellen konnte,

Das war ein Thema für mich eher und irgendwie habe ich gar nicht gewusst,

Ob das bei uns reinpasst.

Und dann habe ich gesagt,

Ja dann,

Nee,

Ich kann das eigentlich nicht vertreten,

Das andere Menschen,

Weil ich habe sehr,

Sehr viele extrem nette Kollegen,

Da habe ich gesagt,

Ja,

Ich muss das irgendwie in die Firma tragen.

Und so kam das.

Und so kam das,

Genau.

Ja,

Und dann habe ich mich irgendwie so mal auf den Weg gemacht.

Und wie das dann so ist,

Man fängt im Internet mal an zu gucken und dann trifft man irgendwie einen Peter Bostelmann,

Der auf TED mal eine Keynote hält und die Google Talks mit dem Meng,

Der sein Search Inside Yourself vorstellt für Ingenieure,

Was ja in meiner Arbeitsumgebung eigentlich extrem gefragt ist.

Und dann habe ich mich einfach ehrlich gesagt so vorgearbeitet und habe Kontakt aufgenommen mit Menschen bei SAP,

Die haben mir wiederum andere empfohlen,

Weil sie selber uns nicht begleiten konnten.

Und dann haben sich so die Dinge langsam zusammengebaut.

Und dann ging es eigentlich ehrlich gesagt einfach los.

Schön,

Dass du da den Mut gefunden hast,

Das einfach anzupacken,

Weil das ist ja schon auch ein Thema,

Was zum Teil ja auch sehr kritisch beäugt wird.

Das ist ja nicht so,

Dass Unternehmen sagen,

Hey,

Klar,

Her damit.

Also zumindest noch nicht viele.

Und du sprachst ja auch gerade von Peter Bostelmann.

Ich weiß nicht,

Ob alle Hörer und Hörerinnen wissen,

Wer das ist.

Ich habe es ja auch einleitend schon gesagt.

Magst du vielleicht auch nochmal sagen,

Wer das ist und wie er dich inspiriert hat?

Ja,

Der Peter Bostelmann hat eigentlich so ein bisschen einen ähnlichen Hintergrund dann,

Also zumindest was seine eigene Geschichte angeht.

Er ist bei SAP beschäftigt und hat dort das Thema Corporate Mindfulness oder Mindful Practices,

Wie sie es nennen,

Eigentlich ins Leben gerufen.

Und hat es auch selber erst als so ein etwas merkwürdiges Hobby gesehen und ist dann durch auch Zufälle mehr oder weniger darauf gekommen,

Dass er sich mal einen Sponsor gesucht hat.

Und in diesem Kontakt eben auch mit Google und dem Search Inside Yourself Programm,

Das Google damals da mitentwickelt hat,

Hat er das bei SAP eingeführt.

Und inzwischen,

Ich weiß es nicht mehr genau,

Die aktuellen Zahlen,

Aber ich glaube 10.

000 Teilnehmer hatten die inzwischen in ihrer Organisation und haben weitere 10.

000 auf ihrer Warteliste und ist so eines der erfolgreichsten Programme dort.

Was hat mich daran fasziniert?

Also ich meine,

Das war einfach genau das,

Was du sagst.

Das ist eben etwas,

Was du in einem typischen Unternehmen,

Wo es doch viel auch um Zahlen,

Um Resultate geht,

Um Fakten,

Wenn man sowas um die Ecke kommt und sagt,

Ja,

Ich habe da was ganz Tolles entdeckt.

Ich meditiere jetzt da jeden Morgen auf dem Kissen und es fühlt sich so gut an.

Und das sollten jetzt hier alle im Büro tun.

Das ist eigentlich nicht unbedingt vom Erfolg gegründet,

Weil du brauchst irgendwie auch mal ein paar Hintergründe.

Du musst erklären,

Wenn ich Ressourcen möchte,

Ob das Geld ist oder Zeit von Menschen oder wir das hoch priorisieren,

Dass wir da jetzt Veranstaltungen zum Beispiel anbieten,

Da muss ich schon auch begründen können,

Was hat das eigentlich für Nutzen.

Und da fand ich es sehr gut,

Dass SAP,

Das hat mich auch sehr inspiriert,

Auf der einen Seite da sehr transparent mit umgegangen ist,

Hat gesagt,

Schaut,

Das sind die Zahlen,

Die dafür auch sprechen.

Also wir haben eine ROI von 200 Prozent und das rechnet sich.

Und das Zweite ist,

Dass der Peter Wostelmann auf der MIND-Konferenz,

Wo wir beide waren,

Auch gesagt hat,

Hey,

Und das ist auch nach so vielen Jahren immer noch nicht leicht.

Ich auch so,

Wie fange ich das jetzt an?

Du denkst dann so,

Ich bin ja eh schon so als Psychologe in so einem Technikunternehmen,

Da bist du schon ein leichter RPT-Trinker,

Der so ein bisschen hier mit Klangschalen um sich wirft.

Und irgendwie,

Wie kriegst du den Einstieg in das Thema,

Ohne dass du eben die Leute jetzt vor den Kopf stößt oder die sagen,

Jetzt spinnt der herfällig.

Und das fand ich sehr inspirierend.

Und auch so diese,

Was ich mir von ihm dann auch abgeschaut habe und von ihm und seinen ganzen Kollegen,

Muss man ja sagen,

Ist dieses wirklich das stückweise zu entwickeln und das sind wir auch heute noch.

Also es ist jetzt nicht so,

Dass wir ein Corporate-Programm haben und alle unsere 2.

200 Mitarbeiter sollen jetzt irgendwie in ein Mindfulness-Training gehen,

Sondern tatsächlich ganz kleine Schritte zu gehen,

Mal vielleicht einen ersten Piloten zu machen,

Den sehr systematisch auszuwerten,

Dass ich Argumente in der Hand habe.

Ja,

Und so sind wir dann eigentlich auch gestartet.

Also insofern ist er da wirklich eine Inspiration gewesen.

Ich fand das auch unglaublich,

Ja,

Einfach auch inspirierend an diesem Workshop,

Den wir da zusammen hatten und wo er einfach ein bisschen erzählt hat,

Wie das da so losging und mit welchen Widerständen man da auch zu rechnen hat.

Und selbst wenn die Zahlen so für sich sprechen,

Dass es ja immer noch viele Menschen gibt,

Die sagen,

Was ist das eigentlich hier für ein Hokus-Pokus und was bringt der Mist und lasst uns doch mal hier irgendwie uns um unser Kerngeschäft kümmern.

Und ja,

Wie gehst du denn mit diesen Hindernissen oder erst mal,

Welche Erfahrungen hast du mit solchen Hindernissen gemacht und wie gehst du damit um?

Also ich muss vielleicht zwei Sachen sagen.

Das eine ist,

Wir sind eine Firma,

Wir sind sehr,

Sehr erfolgreich,

Wir sind super gesund und es liegt eigentlich daran,

Dass wir im Gegensatz jetzt vielleicht,

Wie andere Unternehmen sich das irgendwo hinschreiben,

Bei uns dreht sich wirklich alles um den Kunden.

Aber die Menschen bei uns in der Firma sind ja die,

Die den Kundennutzen kreieren,

Natürlich über technische Lösungen,

Über Anwendungsfragen.

Also ich glaube,

Dass bei uns schon auch sehr Wert draufgelegt wird,

Dass Mitarbeiter sich auch wirklich so einbringen können,

Wie das irgendwie möglich ist.

Deswegen habe ich ganz gute Startvoraussetzungen,

Auch wenn das Thema jetzt erst mal für die meisten neu ist oder wenige kennen.

Ich glaube,

Das Zweite ist,

Ich glaube,

Wo der Widerstand entsteht ist,

Und das geht uns ja vielleicht allen so,

Die in diese Themen reingekommen sind und diese positiven Wirkungen sehen,

Dass sich alles ist nur noch Achtsamkeit und die zwischenmenschliche Beziehung und diese emotionalen Dinge,

Die wir auch vielleicht spüren.

Und ich habe für mich gleich diesen Fokus und diese Aufmerksamkeitsleistung und die Welt dreht sich nur noch um das.

Und ich glaube,

Da muss man auch ein bisschen aufpassen,

Dass das nicht so eine,

Auf der einen Seite,

Es geht nicht darum,

Irgendwas zu verkaufen,

Sondern Menschen Möglichkeiten zu geben,

Etwas zu entdecken.

Und ich glaube,

Das muss einfach auch freiwillig sein,

Das muss sich rumsprechen.

Also ich glaube,

So dieses,

Wir machen jetzt ein Riesenprogramm und weil es gerade schick ist,

Ich glaube,

Das wird keine Nachhaltigkeit haben.

Die Widerstände sind eigentlich,

Ehrlich gesagt,

Mit denen,

So wie ich jetzt momentan vorgehe,

So dieses Hirnpiloten,

Darmpiloten,

Das auszuwerten,

Die sind nicht besonders groß,

Weil die Leute mitbekommen,

Wie ich mit den Themen auch umgehe.

Also sie kriegen das nicht mit,

Dass ich jetzt ein Seminar ausschreibe,

Irgendwie zwei Tage,

Und dann ein vier- oder zwölfwöchiges Begleitungsprogramm,

Sondern ich baue das in Projekte ein.

Also ich habe beispielsweise ein Veränderungsprojekt und mit dem Change Team gesagt,

Leute,

Bevor wir jetzt hier starten,

Ich weiß nicht,

Wie es euch geht,

Ich komme gerade aus einem ganz anderen Thema,

Warum nehmen wir uns nicht mal zwei Minuten für uns selber,

Dass wir erstmal ankommen können.

Also das heißt,

Dann kriegen Menschen schon ein bisschen Kontakt mit den Themen,

Ohne dass das jetzt das große Label Mindfulness oder emotionale Intelligenz hat oder sonstige Dinge.

Ich glaube,

Das sind ganz gute Kriterien.

Also diese Freiwilligkeit,

Schritt für Schritt vorgehen.

Es gibt Leute,

Die sagen auch so,

Ja,

Das ist überhaupt nichts für mich.

Und dann sage ich,

Wunderbar,

Dass du das weißt.

Dann mach es auch nicht.

Was sind denn das so für Gründe oder was ist denn so deine Hypothese dazu,

Weswegen Menschen sagen,

Das ist nichts für mich?

Also ich glaube,

Da gibt es einfach verschiedene.

Einen Teil gibt es,

Ganz ehrlich,

Meine Welt ist vielleicht,

Ich gehe aufs Radl und finde da Balance und Kraft und Energie und habe nicht das Gefühl,

Dass das meins ist.

Ich glaube,

Ganz viele wissen nicht,

Um was es da wirklich geht.

Da gibt es mit Sicherheit viele Vorurteile.

Wir sitzen auf einem Kissen,

Suchen spirituelle Höhen.

Also was auch ein Erfolgsfaktor ist,

Dass man das sämtliche Spirituelle rausnimmt,

Meiner Meinung nach.

Wenn das jemand für sich möchte,

Super.

Also ich glaube,

Das muss jeder für sich entscheiden.

Aber wir machen das ja nicht aus dem Grund,

Dass ich irgendwie komplette Erleuchtung erfahre.

Sondern wir machen das ja tatsächlich aus dem Grund,

Dass Menschen auf der einen Seite für sich Wege finden,

Mit bestimmten Dingen,

Wie Emotionen oder vielleicht auch mal eine Belastungssituation umzugehen,

Aber auch Aufmerksamkeit hochhalten zu können.

Und insofern ist das eher das,

Was ja bei uns im Fokus steht.

Und dann gibt es natürlich so einen ganz dritten.

Das sind,

Glaube ich,

Einfach Menschen,

Die neu im Gegenüber vielleicht nicht so komplett aufgeschlossen sind.

Und dann vielleicht auch sagen,

So,

Ja,

Das haben wir doch früher auch nicht gebraucht.

Also wenn es früher nicht gelaufen ist,

Dann haben wir uns irgendwie noch ein Bier reingeschüttet am Abend.

Am nächsten Tag ging es wieder.

Oder dann haben wir uns halt mal zusammengerissen.

Aber wie gesagt,

Also ich kann jetzt nur sagen,

Bei uns,

So wie ich das jetzt dort wahrnehme,

Ist die Resonanz eigentlich eher positiv,

Mit denen ich da zu tun habe.

Es sind auch Menschen,

Mit denen ich dann ins Gespräch komme.

Das spricht sich jetzt natürlich auch bei uns in der Firma ein bisschen rum.

Und die dann auch erzählen,

Oh,

Interessant,

Was ihr da macht.

Und ich gehe einmal im Jahr sechs Tage in einen Schweiger Retreat in einem Kloster,

Wo du denkst,

Ach,

Der wirklich?

Ja,

Genau.

Dann geht man plötzlich auch wieder offener damit um,

Wenn es den Rahmen zulässt oder die Kultur.

Genau.

Oder der andere erzählt dir von seinen kontemplativen christlichen Erfahrungen,

Die er sammelt.

Menschen machen Yoga.

Also ich glaube so,

Ja.

Aber ich kann auch lustigerweise nicht sagen,

Dass es altersbedingt irgendwie ist.

Da gibt es auch große Unterschiede.

Vielleicht sind jüngere Leute da ein bisschen offener prinzipiell.

Aber ich habe jetzt gerade mit jemandem,

Der war bei uns in so einem Angebot,

Das wir machen.

Zweimal pro Woche gibt es morgens bei uns eine kleine Session.

Und da können Leute dazukommen,

Wenn sie wollen,

Für 20 Minuten am Nachtzimmerstart in den Tag.

Ah,

Wie schön.

Leitest du das an?

Ja,

Genau.

Ja,

Okay.

So gibt es aber auch inzwischen,

Ich brauche ja auch ein paar Kollegen,

Die mal helfen,

Weil ich bin jetzt nicht jede Woche immer da.

Aber wie gesagt,

Es wird sehr gut angenommen.

Und da war einer der Schützenvereine.

Also wie man sich das in Bayern vorstellt.

So schaut er aus und sagt,

Ja super,

Weil das ist genau das,

Was ich vorm Schießen immer mache,

Um meine Konzentration zu sammeln.

Und ich bin meinen Nachwuchsschützen,

Den Jugendlichen,

Bringe ich das gerade bei,

Wie man sich konzentriert und fokussieren kann.

Und wunderbar.

Das ist ja tatsächlich so.

Das ist auch so die Erfahrung,

Die ich häufig mache,

Dass dann Menschen sagen,

Ach ja,

Genau,

Vorm Singen machen wir ja auch sowas.

Oder Schauspieler oder Menschen,

Die Theater spielen.

Die haben ja alle irgendwie auch ihre Rituale und ihre Übungen,

Um sich in so einen Fokus zu bringen.

Ich fände jetzt nochmal total spannend zu hören von euren achtsamen Starts in den Tag.

Wie sieht denn sowas aus?

Kannst du das mal beschreiben?

Also das haben wir eigentlich so gemacht,

Dass das so ein Begleitangebot war für die ersten Piloten,

Die wir jetzt hatten.

Und wir haben eine ganz tolle Trainerin.

Falls sie das jemals hört,

Gabi,

Gabriele Andler,

Du bist großartig.

Vielen Dank,

Dass du uns also toll begleitest.

Und da machen wir so ein zweitägiges Training.

Und dann gibt es hinterher ein Zwölf-Wochen-Programm,

Wo die Teilnehmer quasi so eine Wochenaufgabe bekommen.

Das besteht aus einer formellen und auch informellen Praktiken.

Und was wir dann einfach gesagt haben,

Wer Interesse hat,

Kommt einfach vorbei.

Und ich sitze sozusagen mehr oder weniger in diesem Raum.

Wenn Leute kommen,

Ist es super.

Falls keiner käme,

Dann sitze ich für mich alleine und praktiziere 20 Minuten.

Es war aber noch nicht der Fall,

Dass ich irgendwo alleine saß.

Also so ungefähr ein Drittel,

Würde ich sagen,

Der Teilnehmer nehmen das Angebot dann auch an.

Aber es wechselt auch mal,

Weil man nicht immer jemand kann.

So,

Und dann machen wir eine kurze Begrüßung.

Kommen erst mal an mit einer kleinen,

Vielleicht,

Ob das eine Übung ist,

Drei Atemzüge oder mal eine Minute und dann gibt es meistens irgendwie ein Thema,

Mit dem wir gerade ein bisschen arbeiten.

Bei einer Gruppe sind wir gerade eher so Achtsamkeits- und Aufmerksamkeitsfokussierung über Atemmeditationen.

In einer anderen Gruppe machen wir gerade so das Thema Self-Compassion ein bisschen stärker,

Also so Selbstmitgefühl.

Ja,

Und machen dann eigentlich immer so eine Einheit von 10,

15 Minuten und dann gibt es hinterher noch einen kurzen Austausch darüber.

Die Leute berichten eigentlich,

Dass es ihnen sehr,

Sehr gut tut,

So an den Tag zu starten,

Dass sie das auch sehr schätzenswert finden,

Dass eine Firma das zulässt und auch den Raum dafür gibt.

Es spricht sich dann auch rum.

Es kommen jetzt auch Leute dazu,

Die in den Trainings nicht waren.

Ich glaube,

Das ist auch so ein bisschen die Idee,

Dass wir was anbieten auf der einen Seite und dass sich das auch gerne umsprechen darf und auch Leute,

Die vielleicht gar nichts damit zu tun hatten und aus einem anderen Kontext dann auch einfach mal mit dazukommen können.

Hast du dann vielleicht auch so ein paar O-Töne?

Was sind das für Rückmeldungen zum Beispiel,

Die ihr da bekommt?

Also so aus dem gesamten Thema,

Aus den Trainings.

Wir sehen,

Also wir werten die Trainings sehr,

Sehr gut aus.

Also du kriegst im Prinzip vor den Trainings einen Fragebogen und du kriegst nach vier Wochen und nach drei Monaten einen.

Und es dreht sich nicht darum,

Wie du die Veranstaltung oder so was fandest,

Sondern tatsächlich,

Wie gut gelingt es mir zum Beispiel,

Einen belastenden Gedanken loszulassen.

Oder fühle ich mich bei der Arbeit gestresst und unter Druck gesetzt?

Und da sehen wir schon alleine in den Daten,

Dass wir sowohl im Bereich der emotionalen Intelligenz,

Das ist für uns nämlich auch ein wichtiger Faktor,

Weil wir ja auch im Miteinander viel miteinander zu tun haben als Menschen.

In einer Firma heutzutage bist du so arbeitsteilig unterwegs und hast mit so vielen Menschen zu tun.

Das ist natürlich auch das,

Wie wir miteinander umgehen,

Wie ich bestimmte Emotionen bei mir selbst oder anderen wahrnehme,

Mir unheimlich helfen kann,

Mein Zuhören zu verbessern und so weiter.

Und da sehen wir eben,

Dass sowohl im Bereich emotionaler Intelligenz,

Aber auch in den ganzen Bereichen,

Wie Menschen mit Belastungen umgehen und das erleben,

Wie sie aufmerksam und fokussiert sein können.

Plus,

Und das ist eben auch ein Faktor,

Der einem Unternehmen,

Das muss man vielleicht dann auch ehrlich sagen,

Auch relevant ist,

Prioritäten setzen,

Fokussiert zu sein.

Die Werte sind also wirklich so,

Dass ich keine anderen Veranstaltungen kenne,

Die diese Wirkungen haben.

Das kenne ich übrigens auch aus meiner Erfahrung bei REWE.

Da habe ich ja auch mehrere Gruppen über einen längeren Zeitraum begleitet und da kamen ähnliche Rückmeldungen.

Natürlich auch die Verbesserung im Umgang mit belastenden Situationen oder die Verbesserung der Kommunikation.

Aber auch Erkenntnisse darüber,

Es ist ja gar nicht so schlimm und es tut ja auch gar nicht weh und es lässt sich auch total in den Alltag integrieren.

Ich denke,

Das haben einige von Beginn an gar nicht so wirkungsvoll für sich betrachtet.

Wie ist das bei euch?

So die Feedbacks,

Die Leute sagen,

So qualitativ ist,

Dass sie eigentlich geht es in so eine Richtung.

Vorher,

Obwohl ich mich freiwillig angemeldet war,

War ich ein bisschen skeptisch.

Ich war total erstaunt,

Wie das gelingen kann,

Dass ich an mir selber arbeite,

Ohne dass ich mich jetzt vor einer Gruppe so outen muss.

Da haben,

Glaube ich,

Viele Leute Sorgen und trotzdem war es gut zu sehen,

Dass andere auch ähnliche Fragestellungen haben,

Wie ich.

Bis hin zu,

Es hat mir extrem geholfen,

Meine eigenen Muster zu erkennen und stabiler damit umzugehen.

Es wird als sehr,

Sehr wertschätzend empfunden und es bringt der Firma auch noch was.

Es ist nicht nur so,

Wir machen Well-Being,

Sondern es hat wirklich einen Nutzen im wahrsten Sinne des Wortes.

Das ist schon etwas,

Was wir auch sehen,

Wenn wir Menschen haben,

Die da dann mehr investieren,

Auch vielleicht für sich privat,

Wirklich dann auch in formelle Praktiken gehen und morgens anfangen,

An sich 20 Minuten oder 10 Minuten zu meditieren.

Wir sehen es auch tatsächlich so über diesen Verlauf von den drei Monaten,

Dass die,

Die da einfach mehr investieren,

Auch noch positivere Rückmeldungen geben.

Und auch jetzt so in Gesprächen,

Die man sieht,

Da sieht man eben,

Dass doch einige ganz intensiv dann dabei sind.

Und wie das bei diesem Thema so ist,

Ich meine,

Du bist ja Stress-Profi,

Kann mit dir in den Wald gehen eine Woche.

Wenn ich mich danach wieder wie wild in mein Leben stürze und das alles vergesse,

Was ich da erlebt habe und nicht mehr an mir arbeite,

Dann wird mich das immer wieder.

.

.

Hat das keinen haltenden Effekt,

Absolut.

Genau.

Ich glaube,

Dass die Effekte,

Die du dort hast,

Wenn du da an diesen Weg begehst,

Das ist ja eine Selbstentwicklung.

Also es ist ja,

Wie gesagt,

Wir machen ja nicht ein achtsamkeitsbasiertes Unternehmen jetzt,

Sondern wir wollen den Menschen ja wirklich für die Selbstentwicklung Dinge mitgeben.

Es ist ja nicht so,

Dass wenn man jetzt sich mit den Themen beschäftigt,

Dass man irgendwie alles ist rosa-rot,

Alles verlauert und viel los,

Aber ich merke es halt.

Und ich kann früher gegensteuern,

Wo ich früher vielleicht entweder gar nicht gemerkt habe,

Durch Autopilot oder es mich in einem schwierigeren Zeitpunkt nicht einfach mal erschöpft war,

Kann ich das einfach viel besser aussteuern.

Und ich habe auch andere Ressourcen irgendwie,

Um mit diesen Fragen umzugehen.

Das ist ein wichtiger Gedanke,

Den du dazu hast.

Das hätte ich jetzt auch noch mal formuliert,

Dass es halt nicht darum geht und das ist auch bei mir gar nicht so,

Dass man jetzt immer auf der Wolke sieben schwebt und irgendwie tiefenentspannt durch den Alltag läuft.

Überhaupt nicht.

Es gibt solche und solche Situationen.

Aber genauso wie du das sagst und so erlebe ich das auch.

Ich nehme dann diese Situationen wahr,

Dass die passieren und dann habe ich die Möglichkeit,

Auch was dagegen zu tun,

Auch wenn es schon passiert ist,

Auch wenn ich schon irgendwie mal laut geworden bin oder gestresst bin.

Aber ich nehme wahr,

Dass es da ist und das ist sehr,

Sehr hilfreich,

Um da frühzeitig auch wieder eine Veränderung herbeizuführen.

Und du hast vorhin noch mal erwähnt,

Dass du auch das Thema Achtsamkeit sozusagen nicht nur in Form des Programmes integrierst,

Sondern dass du auch sagst,

Hey,

Wenn jetzt ein Meeting anfängt,

Sage ich auch,

Wir nehmen uns da mal eine Minute Zeit,

Um einfach mal zu atmen und anzukommen.

Wie sieht das aus und wie reagieren da deine Kollegen drauf?

Also das kommt,

Glaube ich,

So ein bisschen darauf an,

In welchem Kontext.

Es gibt eben zum Beispiel Meetings,

Die ich ja selber verantworte,

Also wo ich die Einladung mache.

Ich bin derjenige,

Der dort im Lead ist und kann im Prinzip die Agenda bestimmen und auch wie die Art und Weise dieses Meetings ablaufen soll.

Ich glaube,

Was ganz gut funktioniert,

Oder habe ich zumindest die besseren Erfahrungen gemacht,

Anstatt es einfach irgendwie,

Sage ich mal,

Die Leute vor den Kopf zu stoßen und zu sagen,

Jetzt meditieren wir erst mal eine Minute,

Ihr seid ja total gestresst,

Zerrascht,

Ist tatsächlich von sich selber erst mal auszugehen.

Oder auch vielleicht zum Beispiel zu sagen,

Es gibt eine Untersuchung dazu,

Dass wenn man ein Meeting so startet,

Dass es eigentlich produktiver ist.

Und was wir eigentlich alle erreichen wollen,

Ist,

Dass wir vielleicht auch weniger Meetingzeit brauchen zum Beispiel.

Oder dass wir eben,

Wenn wir miteinander umgehen,

Auch besser zuhören oder fokussierter sind.

Und da gibt es eine einfache Methodik.

So fange ich das dann meistens an.

Das ist,

Wenn man einfach mal eine Minute ankommt und ich schlage euch ein,

Macht doch mal mit,

Probieren wir es mal gemeinsam aus.

Und dann mache ich das meistens so,

Dass ich das ganz kurz anmoderiere und lade einen die Augen auf oder zu.

Also das geht ja am Anfang überhaupt nicht darum,

Sondern es geht eigentlich um diese eine Minute.

Und dann ist so,

Was haltet ihr davon,

Wenn wir das jetzt einfach mal ein paar Wochen ausprobieren?

Oder in den nächsten Meetings,

Die wir haben.

Und wenn ihr dann sagt,

Ganz ehrlich Nils,

Bei aller Liebe,

Das ist irgendwie nichts für mich,

Dann lassen wir es wieder.

Es kam noch nie die Rückmeldung,

Das will ich nicht.

Die Rückmeldungen sind,

Oh,

Irgendwie spüre ich,

Dass mir das ganz gut tut.

Und es wird auch dann weitergetrieben.

Und ich finde es dann immer ganz nett,

Wenn mich dann jemand anspricht,

Weil ich selber schon irgendwie,

Ich komme rein,

Schon im Dialog mit einem anderen Teilnehmer und dann ist man ja schon fast im Meeting.

Wenn dann jemand sagt,

Ja können wir nicht jetzt erst mal die eine Minute,

Dass wir mal alle ankommen.

Wunderbar.

Gibt es denn noch so andere achtsame Momente,

Die du so während der Arbeit für dich integrierst?

Also für mich selber total viel.

Also es sind tatsächlich so diese berühmten drei Atemzüge,

Die man nimmt.

Ich habe irgendwie eine Anfrage.

Ich bin gerade selber noch in einem anderen Thema.

Es kommt jemand rein und stört ein Anführungszeichen tatsächlich,

Weil es dich aus deinem Fluss irgendwie rausnimmt.

Gleichzeitig habe ich immer den Anspruch,

Ich möchte auch für alle mal da sein.

Und dann musst du tatsächlich mal drei Atemzüge.

Und dann machst du mal den ersten,

Wo du nur den Atem wahrnimmst.

Den zweiten,

Wo du mal versuchst auch loszulassen einfach.

Und so den dritten,

Was ist jetzt eigentlich wichtig in dem Moment.

Sowas mache ich ganz gerne.

Ich habe inzwischen ein sehr,

Sehr gutes Körperempfinden,

Dass ich merke,

Okay,

Jetzt wird es mir gerade vielleicht zum Beispiel zu viel oder jetzt ist es mir zu hektisch.

Und dann so dieses sehr aktive mal zwei Minuten rausnehmen.

Ich sitze dann bei mir am Arbeitsplatz,

Merkt erst mal vielleicht gar keiner.

Und atme tatsächlich mal so diese Anspannung,

Die ich vielleicht in den Schultern wahrnehme oder wo auch immer.

Und die atme ich dann mal raus.

Also es sind so kleine,

So informelle Dinge,

Wo du einfach im Täglichen das machst.

Beim Zuhören habe ich gemerkt,

Dass es mir viel,

Viel besser gelingt.

Und da ist es tatsächlich so,

Dieses achtsame Zuhören,

Dass du wirklich vielleicht in dem Moment,

Wenn du merkst,

Dass deine Gedanken wandern,

Auch tatsächlich zu der Person gegenüber wieder zurückkehrst.

Dich auch vielleicht mal in deinen Atem wirklich verankerst für den Moment.

Und gleichzeitig mit Open Awareness dann eben diesem Gespräch präsent bist dort für die andere Person.

Und auch das länger warten.

Und ich habe mir so zur Gewohnheit gemacht zu versuchen,

Auch das gelingt mir nicht immer.

Ich bin ein extrovertierter,

Impulsiver Mensch,

Auch in der Kommunikation ab und zu.

Aber wenn es mir eben so,

Wenn ich das merke,

Dass das jetzt gerade der Fall ist,

Dann tatsächlich auch bevor ich irgendwie auf etwas antworte,

Noch einen Atemzyklus zu nehmen.

Dann entsteht so eine kleine Pause,

Die glaube ich ganz,

Ganz hilfreich ist.

Ich kenne das so aus meiner Vergangenheit noch,

Als ich noch jeden Tag auch ins Büro gefahren bin.

Hatte ich ganz häufig morgens so die Situation.

Ich wohne in Köln.

Die Stadt ist verstopft.

Und wie häufig saß ich hinter meinem Lenkrad und hatte mich über Bremslichter aufgeregt,

Die vor mir immer wieder aufleuchteten.

Und ich hatte den Termin im Hinterkopf,

Den ich gleich irgendwie hatte und erreichen musste.

Und irgendwann habe ich für mich so einen Anker gefunden im Aufblinken der Bremslichter.

Nämlich immer wenn so ein Bremslicht leuchtete,

Habe ich das als Aufforderung für mich genommen,

Einen tiefen Atemzug zu nehmen.

Und ich bin viel entspannter im Büro und beim Meeting angekommen,

Als ich im Kopf hatte,

Was jetzt alles gleich Schlimmes passieren könnte,

Wenn ich das Meeting nicht pünktlich erreiche.

Das hat für mich einen wesentlichen Unterschied gemacht.

Ich habe etwas Ähnliches.

Ich pendel über die Autobahn antizyklisch.

Also ich habe eigentlich keinen Stau,

Was schon mal ein Luxus ist.

Und die Autobahn ist theoretisch leer.

Und trotzdem fahre ich ein bisschen langsamer,

Weil ich irgendwie festgestellt habe,

Das macht eh keinen Unterschied,

Ob du 130 fährst oder 150.

Bei dem einen bist du gestresst und bei dem anderen Tempomat.

Und was es heutzutage gibt mit Abstandsregler,

Da fährt er für dich mehr oder weniger.

Aber wenn so Menschen drängeln,

Das kann ich irgendwie nicht leiden.

Da habe ich mich früher furchtbar aufgeregt.

Also ich bin immer froh,

Dass mich keiner angezeigt hat,

Weil visuell und wenn er was gehört hätte,

Was ich vielleicht hinterher gerufen hätte,

Das wäre nicht mehr gut ausgegangen.

Inzwischen ist es was total anderes.

Wie gelingt es?

Meistens,

Es sei denn,

Er ist immer total aggressiv und schneidet mich oder so,

Dann erschrecke ich mich natürlich auch.

Aber ich mache der Person einfach Platz,

Ganz entspannt und dann sage ich mir,

Schöne Reise.

Ich wünsche der Person eigentlich,

Dass sie irgendwo sicher ankommt.

Das macht ein anderes Gefühl.

Ja,

Und zwar bei mir selber.

Das ist ja eigentlich gerade in dieser ganzen Loving-Kindness das Schöne,

Dass es dir selber ein gutes Gefühl gibt.

Insofern,

Das gelingt meistens.

Das muss man echt trainieren,

Oder wie schätzt du das ein?

Ich glaube,

Bei den Themen ist es einfach Praxis,

Praxis,

Praxis,

Übung,

Übung,

Übung.

Ich weiß nicht,

Wie es dir geht,

Aber ich habe keine Langeweile mehr.

Ich stehe im Supermarkt an der Kasse.

Jetzt kann man die Füße spüren und so.

Einfach mal tiefer atmen.

Ich atme in die Fußsohlen.

Oder man lächelt mal Leute an und merkt,

Da lächelt man total viel zurück.

Der Punkt ist,

Man kann es ja sowieso.

Selbst wenn man das nicht tun würde und sich stattdessen aufregt,

Wie man es vielleicht früher getan hat,

Es ändert sich ja trotzdem nicht.

Es geht trotzdem nicht schneller.

Man kommt nicht weiter voran.

Das Einzige,

Was wirklich dann nachhaltig bleibt,

Ist dieses gestresste Gefühl in sich.

Die Entscheidung hat man in jedem Moment,

Das einfach anders zu handhaben in so einer Situation.

Genau,

Und das Interessante ist,

Wenn man jetzt nochmal auf den Unternehmenskontext,

Diesen Effekt,

Den du dort spürst,

Ich kann das,

Bestimmte Sachen kann ich nicht beeinflussen.

Ich kann vielleicht auch meinen Kollegen,

Der jetzt gerade da aus einer eigenen Angst heraus reagiert und mich irgendwie vielleicht ein bisschen schräg anredet,

Ich kann dem die Angst in dem Moment ja gar nicht nehmen.

Ich kann den auch nicht anders machen und ich will den auch gar nicht anders haben.

Der ist in dem Moment,

Wie er ist.

Aber wie ich darauf reagiere und damit umgehe,

Da habe ich natürlich die größte Handlungsmöglichkeit.

Also weißt du,

Zwischen Reiz und Reaktion diese berühmte kleine Pause zu entdecken und die produktiv nutzen zu können für gute Entscheidungen,

Für die richtige produktive Reaktion drauf.

Vielleicht dann mal Fuß vom Gas zu nehmen eine Minute oder nochmal nachzufragen,

Was der andere jetzt genau gemeint hat,

Anstatt mit der eigenen Meinung und aus der eigenen Angst heraus sofort zu reagieren,

Weil ich muss meinen Punkt jetzt durchsetzen.

Und das ist ein Mehrwert,

Der auch eine kulturelle Veränderung in so einem Unternehmen natürlich irgendwie erzielen kann.

Wenn wir uns dann in ein,

Zwei Jahren nochmal in deinem Podcast vielleicht treffen,

Dann kann ich dir berichten,

Ob das auch so eingetroffen ist oder ob sie mich doch mit einer großen Packung Erdbeertee vom Hof gejagt haben.

Ja,

Aber was ich auch nochmal schön finde an dem,

Was du sagst,

Es geht ja auch wirklich nicht darum,

Sich leer zu machen oder den Stress wegzumachen oder immer in diese Gelassenheit zu kommen,

Sondern es geht einfach im Kern um diese Bewusstheit.

Bewusst zu merken,

Was geht da ab und bewusst zu überlegen,

Wie möchte ich jetzt reagieren.

Und dahin zu kommen,

Das finde ich sehr,

Sehr spannend.

Du hast jetzt auch gerade gesagt,

Du machst das seit zwei Jahren,

Dass du morgens auf dem Kissen sitzt und wenn jetzt der eine oder andere zuhören mag und sagt,

Oh Gott,

Braucht man zwei Jahre dafür,

Um irgendwie an diesen Punkt zu kommen,

Was würdest du denn sagen,

Ist ja auch so eine gern gestellte Frage,

Wann treten solche Effekte oder erste wahrnehmbare Effekte für einen selbst ein mit so einem Training und wie muss das aussehen?

Ich habe gerade das Buch Alter Traits gelesen von Daniel Goldman und ja,

Es ist faszinierend.

Ich weiß aber nicht,

Ob ich nochmal auf 65.

000 Stunden Meditation in meinem Leben kommen werde,

Um dann einen Yogi-Status zu erreichen.

Und ich muss ganz ehrlich sagen,

Es ist auch wahrscheinlich überhaupt nicht die Frage.

Es braucht man das.

Aber ich glaube,

Dass und je nachdem,

Wie man dem dann folgt,

Dass dann tatsächlich Gehirnstrukturen sich so verändern,

Also nicht nur du ein kurzfristiges,

Positives Erleben hast,

Sondern tatsächlich dein Gehirn anfängt,

Sich zu restrukturieren.

Das ist ja eigentlich das Faszinierende,

Dass wir heute das beweisen können,

Dass diese Effekte da sind,

Nicht nur erfunden von Leuten,

Die jetzt,

Sage ich mal,

Eine Klangschale aus Versehen gefunden haben.

Und ich glaube,

Wenn man das anschaut,

Ich würde sagen,

Die Effekte sind wahnsinnig schnell,

Die Subjektiven sind unglaublich schnell da.

Wir haben jetzt einen Piloten bei uns im eigenen Team mal gemacht.

Also die Beobachtung von außen von den Führungskräften ist,

Okay,

Man merkt,

Dass ihr da was zusammen gemacht habt.

Ihr kommuniziert anders miteinander,

Ihr hört euch anders zu.

Es ist schon,

Wie die Kommunikation und das Vertrauen sich auch verändert.

Ist nochmal ein ganz anderes Level.

Das waren zwei Tage plus jetzt ein paar begleitende Momente,

Die wir da anbieten.

Für dich subjektiv,

Wie gesagt,

Das kann mit einem Atemzug beginnen.

Ich glaube,

Wenn du mich jetzt fragst,

Wenn mich jetzt jemand anspricht aus dem Bekanntenkreis,

Ich habe das mitbekommen,

Dass du da was machst.

Ich sage dann immer,

Also fang mal vielleicht an mit so einem ganz einfachen,

Ob das Insight-Timer ist oder Headspace und wie auch immer.

Mach doch da mal so ein Basic-Programm,

Nimm dir mal Kopfhörer und gucken,

Ob das was für dich ist.

Und dann ist eigentlich,

Finde ich,

Der nächste Schritt,

Was echt schon super ist,

Dass man mal irgendwie zwei Tage vielleicht sich gönnt und mal das mit Menschen macht,

Die einem das beibringen,

Die da ganz viel Erfahrung haben.

Also das finde ich faszinierend.

Du wirst ja selber viel bewusster deinen eigenen Denkmustern.

Das heißt,

Also das,

Was sich manche ja auch vorstellen,

Ich denke da immer noch beim Meditieren,

Wo man immer sagt,

Ja natürlich,

Das macht jeder Mensch.

Aber du nimmst es ja viel früher und viel bewusster wahr.

Und lässt dich davon nicht einfangen.

Also du identifizierst dich nicht mit dem,

Was du denkst,

Sondern du kannst es beobachten lernen.

Ja genau.

Oder du lernst vielleicht auch diese Haltung,

Dass selbst wenn ich mich mal von einem Gedanken habe wegtragen lassen,

Dass das total okay ist.

Ich habe es jetzt bemerkt,

Das ist was Gutes.

Genau,

Sich davon nicht so fremdbestimmen zu lassen,

Einschränken zu lassen,

Genau.

Es wird ja auch häufig so empfohlen,

Bei allen möglichen Gewohnheiten,

Die man so neu ins Leben bringen möchte,

Dass man es am besten irgendwie an irgendwas koppelt,

Was sowieso im Alltag passiert.

Also zum Beispiel beim Zähneputzen oder beim Duschen sich Momente zu nehmen,

Wo man sagt,

Ah wie schmeckt das denn,

Wie riecht das denn,

Wie fühlt sich das denn an.

Was würdest du denn sagen,

Was könnte denn so ein erster Schritt sein,

Das auch so in den Arbeitsalltag zu bringen?

Also ich finde eine Sache,

Die ich ganz gut finde,

Viele Menschen müssen morgens ihren Rechner hochfahren und jedes Mal,

Wenn du morgens deinen Rechner startest,

Setzt du dich einfach derweil,

Anstatt dann schon parallel irgendwie noch in deinem Handy zu kramen oder fünf Unterlagen zu sortieren,

Setzt du dich einfach vor diesen hochfahrenden Rechner und machst ganz bewusst ein paar Atemzüge.

Das ist so etwas,

Wo du es wirklich in einer täglichen Routine hast.

Ich habe noch etwas,

Also das ist ja immer eine Geschmacksfrage,

Aber ich mag auch mal zwischendurch bewusstes Gehen.

Das ist jetzt keine Zeitlupen-Gehmeditation,

Die ich da mache,

Aber wenn ich zum Beispiel mir einen Kaffee hole und dann,

Wenn ich die Tasse zurückbringe,

Also beziehungsweise die volle Tasse mitnehme aus der Kaffeeküche zu meinem Arbeitsplatz,

Dann kann man ja wunderbar so tun,

Als wäre die sehr voll und geht ein bisschen langsamer.

Da achtet einfach beim Gehen auf Ein- und Ausatmen.

Das sind jetzt so Sachen,

Die du im Alltag wunderbar machen kannst,

Finde ich,

Also gerade aus so einem Berufsalltag.

Ja,

Oder vor einem Telefonat,

Bevor ich jemanden anrufe,

Diese drei Atemzüge zu nehmen,

Bei dir zu sein,

Was will ich jetzt eigentlich.

Das kann ich tatsächlich aus eigener Erfahrung auch sagen.

Wie häufig sitze ich am Computer und bin da irgendwie vertieft in Mails oder Konzept schreiben oder was auch immer,

Steuer.

Und es kommt ja immer mal ein Telefonat rein.

Also ist man ja sozusagen so rausgerissen aus dem,

Was man da gerade tut.

Und das habe ich tatsächlich angewandt und tue es auch immer noch in solchen Situationen.

Bevor ich das Telefon annehme und abhebe,

Dass ich dann wirklich ganz bewusst mich von dem einen verabschiede und mich so dem nächsten zuwende.

Man sieht ja häufig auch,

Wer anruft und sich mit einem Atemzug sozusagen darauf einstellt,

Dass jetzt das Gespräch wahrscheinlich zu diesem Thema stattfindet.

Ich finde,

Allein dieser eine Atemzug,

Wenn man zwei oder drei schafft,

Umso besser,

Hat schon einen für mich wahrnehmbaren anderen Effekt,

Als wenn ich einfach so,

Oh Gott,

Telefon klingelt,

Ich gehe schnell ran.

Ich finde,

Es gibt noch so einen Faktor,

Den hast du eben so mit angedeutet,

So dieses,

Ach Gott,

Da ruft mich jetzt jemand an.

Also ich,

Das gibt Phasen,

Wo man das vielleicht negativ bewertet und Phasen,

Wo man prinzipiell selber auch ein bisschen entspannter ist insgesamt,

Dann nimmt man das ja gar nicht wahr,

Dass das jetzt,

Da will mich jemand sprechen,

Oh Gott.

Aber ich glaube auch genau diese Haltung,

Irgendwie diese Muster zu erkennen,

Da bin ich jetzt irgendwie im Widerstand zu diesen Themen und ist das eigentlich gerechtfertigt?

Weil ich sage jetzt mal,

Wenn ich es jetzt mal auf extreme,

Das soll jetzt nicht rosa-rot sein zu dem Thema,

Aber ich sage mal,

Wenn ich viel zu tun habe,

Dann habe ich auch ein reichhaltiges Leben.

Und dass ich mir das in den Fokus rücke,

Anstatt dieses Negativ,

Oh Gott,

Dass das nicht funktioniert,

Jetzt muss ich mich wieder darum kümmern,

Macht natürlich auch schon wieder einen totalen Unterschied.

Es hat auch ganz viel mit dem zu tun,

Wie wir jetzt bei uns im Unternehmen versuchen,

Auch dann so Mindfulness zu etablieren.

Eben nicht nur,

Ich habe Stress und Belastung und wie komme ich jetzt da runter,

Sondern ich glaube,

Dass es wirklich eine ganz,

Ganz tolle Wirkung hat,

Wenn man auch merkt,

Dass Menschen irgendwie anders mit Herausforderungen umgehen.

Weil auch davon lernen wir ja.

Nils,

Ich genieße das unheimlich,

Mit dir zu sprechen.

Ich finde,

Wir sind uns da auch irgendwie so von unserem Mindset her total nah.

Dennoch hat auch so ein Interview irgendwann mal ein Ende,

Leider.

Ich möchte dir zum Abschluss trotzdem noch drei Fragen stellen.

Und zwar würde ich von dir gerne mal wissen,

Welchen Tipp würdest du denn deinem fünf Jahre jüngeren Ich geben?

Der Otto Schama sagt es so wunderbar in seinem Buch Theory You,

Let the Future Emerge.

Also nimm die Dinge mal so und die entwickeln sich auch und vertraue da auch drauf,

Dass Dinge sich entwickeln.

Das wäre so eins,

Das wäre meinem fünf Jahre jüngeren Ich.

Der zweite wäre tatsächlich so,

Fang viel früher damit an.

Und vielleicht das dritte,

Was ich mitgeben würde,

Ist,

Wenn ich jetzt mich selber mal anschaue,

Was ich vor fünf Jahren noch für eine Pace auch selber hatte,

Von einem Meeting ins nächste,

Ins Flugzeug,

In der anderen Zeitzone wieder zurück.

Und das war auch das,

Sage ich mal,

Wie ich ja den Weg in das ganze Thema reingefunden hätte,

Dass man auch da tatsächlich gut auf sich acht gibt.

Wie kann dann so ein erster Schritt sein,

Das so in die Arbeitswelt zu bringen,

Vielleicht für sich oder auch für die Organisation?

Also bei mir ging es los,

Dass ich tatsächlich mit Leuten mal darüber gesprochen habe,

Dass ich das für mich entdeckt habe,

Das Thema.

Wie können wir es schaffen mit den Belastungen,

Die die VUCA-Welt,

Also diese Volatilität und diese Komplexität und die Geschwindigkeiten,

Die wir auslösen,

Wie können wir das schaffen,

Dass wir es miteinander irgendwie auch hinbekommen,

Besser damit umzugehen?

Und dann,

Glaube ich,

Ist das Nächste,

Zu gucken,

Dass man vielleicht einen Moment erwischt oder auch vielleicht intern einen Kunden hat,

Wie in meinem Fall,

Oder eine Führungskraft oder jemand,

Der sagt,

Lasst uns das einfach mal ausprobieren.

Die letzte Frage,

Die ich an dich habe,

Hast du vielleicht eine Empfehlung für eine Ressource?

Finde ich tatsächlich das Search-and-Cite-Yourself-Buch von Meng.

Das finde ich eine sehr,

Sehr gute Quelle.

Ich finde auch,

Sich mit Menschen zu vernetzen,

Die in einer ähnlichen Situation sind,

Einfach wichtig.

Also weil man ist dann doch derjenige,

Der vielleicht der Pionier in der Firma ist.

Und man hat vielleicht zwei,

Drei Leute,

Die sich auch für das Thema interessieren.

Aber ich sage mal,

Ich glaube,

Man braucht einfach gute Kontakte.

Ja,

Hab vielen,

Vielen Dank für das Teilen deiner Erfahrung und für die vielen,

Vielen Tipps,

Die ich ganz wunderbar finde und auch sehr praktisch,

Sehr leicht umsetzbar.

Und ja,

Einfach dazu einladen,

Finde ich,

Da mal loszulegen mit.

Danke für deine Zeit.

Ja,

Vielen Dank,

Dass du mich eingeladen hast.

Mir hat es große Freude bereitet,

Hier im Podcast mit Nils zu sprechen.

Dabei hat es sich für mich nochmal bestätigt.

Die Kultivierung von Achtsamkeit in einer Organisation bringt weitreichende positive Veränderungen mit sich.

Mehr Verbundenheit,

Zusammenarbeit und letztlich auch weniger Konflikte.

Dazu braucht es erst einmal nur ein wenig Mut und einen ersten kleinen Schritt.

Der Weg beginnt bei dir selbst.

Dazu möchte ich dich heute hier ermutigen.

Wie könnte dein erster Schritt aussehen,

Mehr Achtsamkeit in deinen Arbeitsalltag zu bringen?

Welche Erfahrung machst du damit?

Hast du Fragen oder vielleicht auch Wünsche für kommende Folgen?

Dann lass mich das doch gerne wissen.

Alle Möglichkeiten dazu findest du in den Shownotes.

Ich freue mich sehr,

Dass du heute reingehört hast in diese Folge und natürlich auch,

Wenn du beim nächsten Mal wieder mit dabei bist,

Bei Distressio,

Dem Podcast für mehr Stresskompetenz im Alltag.

4.3 (9)

Neueste Bewertungen

March 3, 2021

Sehr guter Beitrag. Vielen Dank!

Kathrin

March 9, 2020

Ein sehr gutes Gespräch! Grossartig für alle, die noch Zweifel daran haben, dass es möglich ist, mehr Bewusstsein in die Geschäftswelt zu bringen. Und eine schöne zusätzliche Motivation für diejenigen, die schon begonnen haben, mehr Achtsamkeit in den Lebensalltag zu bringen. Auch die Buchempfehlungen am Ende sind sehr wertvoll. Danke dafür!

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