
Meditation während des Stillens
Achtsame Mama - achtsames Baby. Ob du Fläschchen oder Brust gibst, die Zeit des Stillens ist eine magische Zeit in die sich wunderbar etwas Achtsamkeit einbinden lässt. Diese Meditation soll dir dabei helfen, dich noch intensiver mit deinem Baby zu verbinden und ganz nebenbei auch etwas Entschleunigung in deinen hektischen Alltag zu bringen. Mach es dir bequem mit deinem Baby auf dem Arm und taucht für 20 Minuten in eine Welt ein, die nur euch allein gehört. Viel Freude damit!
Transkription
Hi,
Ich bin Sophia.
Ich bin auch Mama von einem vier Monate alten Baby und jedes Mal,
Wenn ich ihm das Fläschchen gebe,
Versuche ich mit ihm zu meditieren.
Diese Meditation möchte ich sehr gern an dich heute weitergeben.
Legen wir los.
Also für die Meditation brauchst du natürlich dein Baby.
Falls du es noch nicht in deinen Armen hältst,
Dann drück gern auf Pause und hol es zu dir rüber.
Wunderbar.
Fangen wir damit an,
Dass wir einfach tief Luft holen.
Bemerke nun,
Wie sich dein Baby an dich geschminkt hat.
Spüre seine Wärme.
Spüre sein Gewicht in deinen Armen.
Und wenn du nicht in deinen Armen hältst,
Dann werde dir einfach seiner Statur bewusst,
Der Länge seines Körpers,
Seiner Form.
Und schau dir sein Gesicht genau an,
Seinen Kopf,
Vielleicht sogar seine Haare,
Die Stirn.
Schau dir seine Augen an,
Seine kleine Nase,
Die Bäckchen und die Mundwinkeln,
Die so wunderbar süß an deiner Brust oder der Flasche saugen.
Wo sind die Hände deines Babys?
Vielleicht umarmt es die Flasche,
Hält ein Finger in der Hand oder hat seine Arme hochgelegt.
Wo sind seine Beinchen?
Schau sie dir an,
Fasse sie gern an,
Streichle sie.
Versuche dich nun auf alle Berührungspunkte zwischen euch zu fokussieren.
Wo berühren sich eure Körper?
Wie fühlt sich das an?
Spürst du einen Druck?
Spürst du die Wärme?
Spürst du die weichen Körperteile?
Verbleib so für einen Augenblick und spüre seinen Körper als Ganzes,
Wie es deinen Körper berührt.
Und nun zu dir Mama.
Spürst du deinen Körper?
Bist du angespannt?
Vielleicht im Nacken oder im Rücken?
Oft verbiegen wir uns physisch und emotional,
Damit es unser Baby gut hat.
Dabei merken wir aber nicht,
Dass wir uns auf die Dauer nicht gut tun.
Spüre in dich hinein.
Wie fühlt sich dein Körper an?
Wenn du merkst,
Dass du unbequem sitzt oder liegst,
Dann versuche deine Position so zu ändern,
Dass du und dein kleines Baby es bequem habt.
Nun gehen wir über zum Atmen.
Entspanne deine Gesichtsmuskeln und deinen Kiefer.
Stell dir vor,
Dass du mit jedem Atemzug Zuversicht einatmest und beim Ausatmen dein Baby mit Zuversicht bedeckst.
Nun atmest du mit jedem Atemzug Verbundenheit ein und beim Ausatmen bedeckst du dein Baby mit Verbundenheit.
Jetzt atmest du Liebe ein und atmest Liebe auf dein Baby wieder aus.
Zuletzt atmest du Wärme ein und atmest Wärme auf dein Baby wieder aus.
Diese Wärme ist eine andere Form der positiven Energie.
Du merkst,
Wie positive Energie und Stärke dich erfüllen mit jedem Einatmen.
Und genau das gibst du deinem Baby weiter.
Denn nur wenn du positiv und stark bist,
Kann es dein Baby auch sein.
Es lernt alles von dir.
Verbleibt noch etwas in dieser positiven Energie.
Wenn du es nicht schon längst getan hast,
Kannst du deine Augen gern jetzt schließen.
Bringe deine Aufmerksamkeit auf das Hören.
Hörst du,
Wie dein Baby schluckt?
Jeder Schluck bringt euch einander näher.
Mit jedem Schluck habt ihr einen Moment länger miteinander in Zweisamkeit verbracht.
Diese gemeinsamen Momente werden für immer in deiner Erinnerung bleiben.
Werde dir dessen bewusst,
Dass genau diese Augenblicke viel zu schnell vergehen werden.
Kinder wachsen ja sehr schnell.
Also nimm dir einen Moment Zeit und genieße genau diesen Augenblick.
Ganz bewusst im Hier und Jetzt.
Lausche weiterhin deinem Baby,
Wie es atmet beim Schlucken,
Wie es seine Milch trinkt.
Schau nun,
Ob du dich auf deinen Atem konzentrieren kannst.
Während du weiterhin dem Atem deines Babys lauscht.
Es ist nicht ganz einfach,
Aber versuche weiterhin deinem Atem und dem deines Babys zuzuhören.
Es muss auch nicht unbedingt hören sein.
Es kann einfach spüren sein.
Spüre,
Wie du atmest und spüre,
Wie dein Baby atmet.
Bleib mit deiner Aufmerksamkeit bei genau diesem Empfinden.
Werde dir dessen bewusst,
Dass dein Baby so klein nur heute ist.
In ein paar Jahren wirst du es umarmen,
Eurem Atem lauschen und dein Kind wird sich so viel größer anfühlen.
Werde dir noch einmal dieses Wunders bewusst,
Das in deinen Armen liegt.
Erinnere dich daran,
Wie dein Baby in deinem Bauch war,
Wie es gewachsen ist,
Wie es auf die Welt kam.
Erinnere dich an all die Sorgen,
Die du dir davor gemacht hast und vielleicht noch größere Sorgen,
Die du danach hattest.
All das erscheint nicht mehr so wichtig,
Wenn du dir dieses kleine Bündel Glück anschaust.
Vielleicht möchtest du kurz Danke sagen,
Dem Universum oder Gott,
Deinem Partner,
Deinen Eltern,
Geschwistern,
Freunden.
Vielleicht möchtest du auch Danke sagen einem Buch,
Das du gelesen hast und das dir durch die Schwangerschaft geholfen hat,
Was auch immer oder wer auch immer dich auf dieser Reise unterstützt hat.
Vielleicht möchtest du ihm jetzt Danke sagen und auch du als Mensch bist ein Wunder und du hast dieses Wunder in deinen Armen zur Wirklichkeit gemacht.
Halte kurz inne und denk darüber nach,
Was dieser Gedanke in dir auslöst.
Langsam kommen wir zum Schluss dieser Meditation.
Dein kleiner Mann oder dein kleines Mädchen ist vielleicht schon eingeschlafen und endlich kommt der langersehnte,
Falls du es nicht schon vorher gemacht hast,
Der Kuss.
Zwei oder drei oder hundert,
Wie viele du auch willst.
Dein Baby wird es genießen.
Wenn immer du es küsst,
Spürt es all deine Liebe.
Es fühlt sich geborgen und geliebt und es ist doch etwas,
Was wir alle wollen.
Werde dir noch einmal des Körpers deines Babys bewusst.
Halte sein kleines Händchen und genieße jeden Augenblick.
Verbleib doch gerne etwas länger in diesem Zustand des Staunens über dieses kleine Wunder in deinen Armen.
Das war's für heute.
Gut gemacht.
Diese Meditation hat euch beide noch ein klein bisschen mehr zusammengeschweißt.
Auch wenn dein Baby es dir nicht sagen kann,
Aber spürt es ganz deutlich,
Wann immer du achtsam mit ihm umgehst.
Danke fürs Zuhören,
Fürs Mitmachen und bis bald.
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