
Keine Macht der Kritik - eine Meditation zum Loslassen
Du wurdest kritisiert, dir wurden Vorwürfe gemacht oder vielleicht bist du ja selbst dein größter Kritiker? Lass uns gemeinsam erkunden, wie wir mit den Gefühlen, die Kritik in uns oft hervorruft, anders umgehen können. Vielleicht ist der Ansatz in dieser Meditation der Richtige für dich, so dass du immer wieder zu ihm zurückkehren kannst - denn an Situationen, in denen Kritik vorkommt, mangelt es im Alltag meistens nicht.
Transkription
Hi,
Hier ist Sophia.
Sich Vorwürfe zu machen oder sich zu kritisieren,
Das gehört einfach zum Leben dazu.
Aber auch wenn wir mal keine Fehler machen,
Findet sich immer irgendjemand,
Der nicht ganz so glücklich ist mit dem was wir tun.
Meditation kann uns in solchen Momenten helfen eine größere Balance zu erschaffen und auch mehr Akzeptanz zu kreieren.
Und je öfter wir uns in Akzeptanz und Balance üben,
Umso leichter fällt es uns über die Zeit einen echten Resilienzmuskel aufzubauen.
Somit kommen wir auch damit viel besser klar,
Wenn immer andere Menschen nicht glücklich mit uns sind und uns kritisieren und uns vielleicht sogar Vorwürfe machen.
Und deswegen wollen wir uns heute genau daran üben.
Mach es dir bequem und fang gern mit drei tiefen Atemzügen an.
Wenn du soweit bist,
Dann schließe doch gern deine Augen und bringe deine Aufmerksamkeit nach innen.
Bemerke wie dein ganzer Körper sitzt oder vielleicht liegst du ja.
Und bemerke auch,
Wie du den Boden unter deinen Füßen spürst.
Und wenn du liegst,
Konzentriere dich einfach weiterhin auf deinen ganzen Körper und wie die Oberfläche des Bettes oder der Couch dich trägt.
Verbleibe so gut es geht mit deiner Aufmerksamkeit in deinem Körper.
Schau,
Ob du irgendeinen Druck verspürst,
Eine schwere oder irgendein anderes besonderes Gefühl,
Das dir auffällt durch den Kontakt deines Körpers mit der Oberfläche von einer Sitzgelegenheit oder Schlafgelegenheit.
Versuche durch diese Empfindungen deine Aufmerksamkeit immer weiter auf deinen Körper zu richten.
Um uns mit etwas so schwierigen und emotionsgeladenen wie Kritik und Vorwürfen besser auseinandersetzen zu können,
Benötigen wir einen ruhigen,
Stabilen Geist.
Deswegen schlage ich vor,
Fangen wir mit einer ganz einfachen Übung an,
So dass wir uns beruhigen,
Dass wir einen ganz klaren Kopf bekommen und dass wir dann uns ganz langsam dem Thema nähern können.
Bring deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.
Versuche den Ort in deinem Körper ausfindig zu machen,
An dem du deine Atmung am stärksten spürst.
Es können die Nasenlöcher sein,
Es kann dein Mund sein,
Dein Brustkorb oder vielleicht dein Bauch.
Verbleibe mit deiner Aufmerksamkeit genau an diesem Ort und folge diesem Rhythmus auf und ab für noch eine kurze Weile.
Lass uns jetzt an eine Situation denken,
In der dich irgendjemand beschuldigt hat oder dir Vorwürfe gemacht hat.
Es könnte etwas sein,
Das vor kurzem passiert ist oder etwas,
Das du schon lange mit dir mitschleppst.
Was auch immer es ist,
Es sollte etwas Leichtes sein,
Also nicht etwas,
Das dich komplett aus der Fassung bringt,
So dass wir ein bisschen damit üben können.
Lass uns jetzt einen Blick darauf werfen,
Was hier eigentlich passiert.
Nimm einen Schritt zurück und versuche mal zu fühlen,
Was geht in deinem Körper vor,
Was geht in deinem Kopf vor,
Jetzt wo du dieses Ereignis dir vor Augen geführt hast.
Wie geht es dir gerade?
Fühlst du dich wütend oder möchtest du dich verteidigen?
Machst du dir selbst Vorwürfe?
Nimmst du das an,
Was der andere dir gesagt hat?
Hast du das Gefühl,
Dass du erstarrt bist oder dass du einfach nicht weiterkommst?
Was auch immer du gerade empfindest,
Schau mal,
Ob du wirklich einen Raum für all das kreieren kannst,
Um es so sein zu lassen,
Wie es ist.
Du musst nichts ändern,
Du musst nichts verurteilen.
Lass einfach die ganze Energie und die ganzen Gefühle so sein,
Wie sie sind.
Alles,
Was du jetzt machen musst,
Ist es,
All das so anzunehmen,
Wie es ist.
Lass uns jetzt ein bisschen weiter forschen und während wir das tun,
Bleib auch mit einer Aufmerksamkeit bei deinem Atem.
Atme ruhig weiter und wann immer du das Gefühl hast,
Dass du ein bisschen aus der Balance geworfen wirst,
Kehre zu deinem Atem zurück.
Wann immer wir Vorwürfe erleben,
Bringt es in uns ganz schön viele Emotionen hoch.
Im Endeffekt ist es wie eine Geschichte,
Die sich ständig in unserem Kopf abspielt.
Du hast etwas falsch gemacht,
Es ist deine Schuld.
Und jedes Mal,
Wenn wir dieser Geschichte glauben,
Leiden wir.
Also,
Wenn wir die Energie dieses Erlebnisses,
Der Vorwürfe ändern wollen,
Dann müssen wir uns die Geschichte anschauen und vor allem,
Welche Bedeutung wir dieser Geschichte beimessen.
Jägliche Vorwürfe und Verurteilungen können eigentlich als ein nicht gestilltes Bedürfnis angesehen werden.
Nimm dir einen Moment Zeit und schau in diese Vorwürfe hinein.
Beruhige deinen Geist und frag dich selbst,
Welches Bedürfnis liegt diesem Vorwurf zugrunde.
Frag dich aufrichtig,
Was ist dieser Person so wichtig,
Dass die einzige Art,
Mit der sie das ausdrücken kann,
Die ist,
Vorwürfe zu machen oder zu verurteilen.
Indem wir versuchen zu verstehen,
Welches Bedürfnis hinter diesen Vorwürfen steckt,
Fällt es uns viel leichter,
Mit diesem Menschen klar zu kommen,
Ohne dass wir mit ihm einer Meinung sein müssen oder seine Vorwürfe uns zu Herzen nehmen und dadurch leiden.
Immer und immer wieder kannst du dich fragen,
Welches Bedürfnis wurde hier nicht erfüllt,
Was ist hier wirklich wichtig für diese Person und wenn diese Person du bist,
Wenn du dir selbst Vorwürfe machst,
Was ist wirklich wichtig für dich,
Welches Bedürfnis steckt hinter deinen Vorwürfen.
In Wirklichkeit ist es doch so,
Wir alle machen Fehler.
Fehler zu machen hilft uns zu lernen.
Niemand ist perfekt.
Mensch zu sein heißt nicht perfekt zu sein.
Die Frage ist,
Können wir das akzeptieren?
Während du deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem lenkst,
Frag dich einfach,
Kann ich das akzeptieren?
Kannst du das annehmen?
Denn wir alle lernen nur.
Wir alle machen Fehler und wenn du es nicht schon getan hast,
Dann denk drüber nach,
Was ist dir wichtig,
Was sind deine Bedürfnisse in dieser Situation.
Nun kannst du langsam zu den Empfindungen in deinem Körper im Jetzt zurückkehren.
Spürst du wie deine Füße den Boden berühren oder merkst du wie die Couch deinen Körper trägt.
Wenn du soweit bist,
Kannst du auch deine Augen öffnen und vielleicht hilft es dir mal tief durchzuatmen und einfach alles loszulassen.
Das hier ist harte Arbeit.
Ich bin froh,
Dass du es durchgehalten hast.
Gut gemacht.
Bis bald.
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