
Geführte Meditation zum Loslassen. Ruhen im offenen, weiten Gewahrsein
by Nicole Stern
Geführte Meditation zum Loslassen und sein lassen. Anleitung zum tiefen Ruhen im offenen, weiten Gewahrsein. Zu Beginn kurze Meditationsanleitung und Erklärung zu Gewahrsein und Achtsamkeit. Was ist Gewahrsein? Gewahrsein = Offenheit und Weite des Geistes. Ein inneres Bild für dich: Meditiere so, als wärst du mit dem Auto in einen Stau geraten, nichts geht mehr vorwärts. Du stellst den Motor ab und nutzt die Zeit einfach da zu sein. Entspanne dich in die offene Weite deines Geistes.
Transkription
Ich möchte eine Meditation anleiten,
Ich gebe da einfach mal einen Titel,
Das große Sein lassen.
Es ist eine Anleitung für eine Gewahrseinsmeditation und im Gegensatz zur Achtsamkeit,
Wo wir doch sehr auf den Fokus achten,
Differenziert schauen,
Was wir gerade wahrnehmen,
Geht es im Gewahrsein darum,
Sich dem zu öffnen,
Was wahrnimmt,
Dass wir achtsam sind.
Ich stelle auch immer wieder fest,
Dass das Wort Gewahrsein irgendwie gar nicht,
Für viele gar nicht so greifbar ist.
Die sagen Gewahrsam oder was ist das eigentlich?
Da kommen wir dann später zu.
Zur Einleitung möchte ich sagen,
Achte von Anfang an darauf,
So entspannt wie möglich zu sein.
Es gibt wirklich nichts zu tun in der Meditation.
Diese Gewahrseinsmeditation ist das Tor in eine Bewusstseinsqualität,
Die wir natürlicherweise haben.
Und das ist weniger anstrengend,
Als die Achtsamkeit auf etwas zu richten.
Und dann komm in deiner Haltung an,
Ob du sitzt oder dich hingelegt hast.
Gib dir einen Moment Zeit anzukommen und den Blick nach innen zu wenden.
Und dann richte deine Aufmerksamkeit mal auf das Gewicht deines Körpers und spüre,
Wo dein Gesäß oder dein Körper den Boden berührt,
Das Kissen,
Die Unterlage.
Und dann meditiere so,
Als wenn du mit dem Auto unterwegs warst und in einen Stau geraten bist.
Nichts mehr geht vorwärts,
Alle stehen.
Du stellst den Motor ab und nutzt die Zeit,
Einfach da zu sein.
Alles wollen,
Das Ziel,
Wo wir hinwollten,
Lassen wir los und kommen ganz im Augenblick an.
Auf unserem Sitz,
Spüren unseren Atem,
Nehmen wahr,
Wie wir ausatmen und irgendwann ganz natürlich wieder einatmen.
Die Atemzüge kommen und gehen und es gibt eine Instanz in uns,
Die das wahrnimmt.
So eine ganz entspannte,
Zurückgelehnte Instanz,
Auch Bewusstsein genannt,
Was wahrnimmt,
Dass wir atmen,
Sitzen oder liegen.
Bei dieser Meditation lassen wir alles so sein,
Wie es ist.
Wir lassen uns in Ruhe und beziehen uns auf dieses Gewahrsein,
In dem Achtsamkeit,
Wahrnehmen enthalten ist.
Wir nehmen Augenblicke von Erfahrung wahr.
Im Körper,
Vielleicht zwickt es irgendwo.
Lass dich noch mehr in dieses Hintergrundbewusstsein hineinfallen,
Was bemerkt,
Indem du wahrnimmst,
Was abläuft in dir gerade.
Du erforschst es nicht im Einzelnen,
Sondern lässt es vorbeiziehen.
Vielleicht hörst du gerade Geräusche.
Wenn da ein Geräusch ist,
Was du wahrnimmst,
Woher weißt du das?
Was informiert dich über diese Geräusche?
Du beginnst nicht zu denken,
Sondern werde dir nur bewusst,
Dass da ein größeres Bewusstsein ist,
Was all diese Bewegungen wahrnehmen kann.
Lass deinen ganzen Erfahrungsraum zu.
Atmen,
Spüren,
Geräusche,
Gedanken,
Gefühle,
Alles gleichzeitig.
So wie immer.
Nur diesmal beziehst du dich dieses Bewusstsein,
Was das alles wahrnimmt und entspannst dich da hinein.
Manchmal ist es gar nicht so leicht,
Bei diesem gewahren,
Spürenden Bewusstsein von allem zu bleiben.
Dann kannst du noch mal deine Achtsamkeit nutzen,
In der du etwas erforschst,
Wie zum Beispiel deine Nasenlöcher.
Jetzt am Atmen.
Spüre,
Wie der Atem einfließt und wieder ausfließt.
Gibt es dabei eine Empfindung von Wärme oder Kühle?
Werden vielleicht auch die Härchen in der Nase bewegt beim Ein- und Ausatmen?
Und indem wir das mit Achtsamkeit untersuchen,
Konzentrieren wir automatisch unseren Geist auf dieses Körperteil und können wieder feststellen,
Es gibt noch eine Instanz,
Die das wahrnimmt,
Dass ich das gerade tue.
Dann lassen wir unsere Nase wieder los und lehnen uns wieder zurück in dieses einfache Sein und wir entspannen uns in diese Bewusstseinsebene hinein,
Die so weit ist wie der Himmel.
Du brauchst nichts zu kontrollieren,
Wenn du dich so in dich selbst,
In diese Bewusstseinsebene des offenen Gewahrseins hineinfallen lässt.
In dieser Bewusstseinsebene,
Die wir alle kennen,
Aber die wir so selten ansteuern,
Weil wir immer mit etwas beschäftigt sind.
In dieser Bewusstseinsebene ist nur der weite offene Fluss von Erfahrungen,
Körperlichen Erfahrungen,
Atem,
Gefühlen,
Die kommen und gehen,
Gedanken,
Die verstehen wollen,
Aber auch flüchtig sind.
Und in diesem Geisteszustand lassen wir alles so sein,
Wie es ist.
Ebenso,
Als würden wir in einem Stau stehen,
Nichts geht vorwärts,
Können auch nichts tun und entspannen uns in unseren Sitz hinein,
Nutzen die Zeit,
Um die Augen zu schließen und einfach da zu sein.
Das Leben um uns herum tobt weiter,
Menschen regen sich auf in dem Staubild,
Sind verhakt mit ihren Vorstellungen,
Ideen,
Terminen,
Haben gute Gründe oder lenken sich ab.
Und wir nutzen die Zeit zum Entspannen,
Hineinfallen lassen in dieses Gewahrsein,
Was offen und weit ist und all das wahrnimmt.
In diesem Gewahrsein,
In diesem Seinlassen,
Nicht mehr einmischen,
Gibt es nur das Jetzt,
In dieser großen Offenheit,
Die eine geistige,
Natürliche Qualität ist,
Gibt es nur den offenen Fluss der Wandlungen.
Alles wandelt sich im Körper,
Die Empfindungen,
Alles wandelt sich stetig in unseren Gefühlen,
Alles wandelt sich stetig in unseren Gedanken,
Meinungen,
Konzepten.
Und mit dieser Meditation treten wir diesen Schritt zurück,
Von diesem ständigen Wandel,
Diesem ständigen Entstehen,
Entfalten,
Aktivitäten,
Kommen in eine tiefe Ruhe,
Ein Seinlassen.
Und dann langsam führen wir uns selbst wieder zurück zu dem spezifischen Spüren,
Wieder in unseren Körper,
So differenziert hinein.
Wie fühlt sich mein Gesäß an?
Wie fühlt sich mein Körper an?
Wo genau ist es entspannt im Körper?
Wo verspannt?
Aber wir vergessen nicht mehr die Frage,
Woher weiß ich das,
Dass sich im Körper etwas entspannt oder verspannt anfühlt.
Und dann langsam in unserem Bild gibt es wieder Bewegung,
In diesem Stau,
Der Fluss der Dinge,
Der Autos geht weiter,
Lassen von der inneren Welt los,
Hören diesen Gong und öffnen dann langsam auch wieder die Augen.
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