
Selbstfürsorge - Wie wir gut durch Krisen gehen können
by Nicole Stern
Das Thema dieser Folge ist "Was bedeutet Selbstfürsorge"? Wenn äußere Räume kleiner werden, iste es umso wichtiger, den verengten Bewusstseinsraum zu weiten. Je enger es außen wird, umso weiter und positiver sollte es es innen werden. Hier gebe ich praktische Inspirationen und Empfehlungen zur Selbstfürsorge. Was können wir für uns tun?
Transkription
Also ich habe mir Gedanken gemacht,
Was ich gerne mit euch teilen möchte,
Auch so an Inspiration heute.
Das Thema Für-Mich-Selbst-Sorgen.
Für mich ist das ein sehr aktuelles Thema im Moment.
Ich gehöre zu denjenigen,
Die durch diese Krise und den Lockdown doch mehr herausgefordert sind als einige andere.
Ich glaube,
Dass auch diejenigen,
Die Kinder haben,
Schulpflichtige,
Sehr herausgefordert sind.
Ich bin insofern davon betroffen,
Dass ich einerseits 20 Stunden in der Woche für eine Risiko- und Krisenberatungsfirma arbeite,
Tätig bin.
Und ihr könnt euch vorstellen,
Die sind natürlich völlig in ihrem Element Risiko- und Krisenberatung.
Das heißt,
Ich habe da tatsächlich viel zu tun.
Auf der einen Seite,
Weil es auch darum geht,
Die ganze Kommunikation untereinander zu stärken.
Das heißt,
Mit den Mitarbeitern,
Aber auch den Kunden gegenüber.
Das ist da so meine Aufgabe.
Und das andere ist,
Dass ich insofern davon betroffen bin,
Dass jetzt meine beiden Kurse,
Das eine im Waldhaus,
Wo ich seit 15 Jahren zweimal im Jahr unterrichte.
Einige Jahre habe ich sogar drei-,
Viermal im Jahr da unterrichtet.
Und nächste Woche auch noch einen Kurs,
Der eben abgesagt werden muss.
Gut,
So war es im März,
April auch schon.
Aber für mich bedeutet das sehr viel Veränderung,
Umbuchen,
E-Mails beantworten,
Schauen,
Wie man Dinge lösen kann,
E-Mails schreiben,
Euch einladen,
Mir Gedanken machen und so weiter.
Und das,
Was mir auffällt,
Ist,
Dass ich in dieser Aktion,
In diesem Tun tatsächlich meine Selbstfürsorge ein Stück leidet.
Also ich bin bemüht,
Das Ganze so zu bewältigen,
So wie ihr das wahrscheinlich auch in eurem Alltag habt.
Zumindest einige Gruppen,
Die beruflich sehr belastet jetzt sind oder die Eltern,
Höre ich immer wieder von Freundinnen,
Dass die sagen,
Hoffentlich bleiben die Schulen offen.
Und bei mir ist es eben sehr viel Organisation,
Sehr viel Mehrarbeit.
Also ich würde sagen,
Ich habe ein Drittel,
Wenn nicht sogar noch das Doppelte,
Mehr an Mehrarbeit als sonst.
Und die Selbstfürsorge für mich selbst leidet.
Und was ist das eigentlich,
Die Selbstfürsorge?
Und für mich bedeutet das,
In meinem Leben gut mit mir umzugehen.
Für mich bedeutet Selbstfürsorge,
Lebendig sein,
Im Fluss sein und so achtsam mit mir zu sein,
Dass ich das merke,
Wenn es zu viel ist.
Wenn ich wirklich Stopp sagen muss und sage,
Tut mir leid,
Das jetzt heute nicht mehr.
Dass es einfach zu viel wird,
Dass die Pausen nicht mehr da sind,
Dass ich mich selbst nicht erholen kann.
Also gut mit meinem Leben umzugehen.
Und jetzt könnte man sagen,
Ja das sind aber die äußeren Bedingungen und die erwarten das und da muss man reagieren.
Und in der Krisenberatungsfirma,
Wenn eine Krise ist,
Kann man nicht sagen,
Ja nächste Woche,
Da muss man reagieren.
Wenn man im Krankenhaus arbeitet und da kommt ein Patient,
Dann muss man reagieren.
Aber ganz oft kommen wir selbst zu kurz.
Für mich bedeutet das auch,
Mich nicht vom Leben,
Von den äußeren Bedingungen zu sehr beeinflussen zu lassen,
Weil das passiert ganz leicht.
Dass ich nicht in die Angst,
In die Flucht gehe,
In die beiden Reaktionen,
Die wir sehr gut kennen,
Die eben aus der Evolution her,
Die wir verinnerlicht haben.
Das eine ist die Flucht oder der Angriff.
Also die Flucht wäre aus Angst.
Vielleicht Dinge zu tun und meine Selbstfürsorge dafür aufzugeben aus Angst.
Angst,
Dass ich meinen Job verliere.
Angst,
Dass die Leute,
Die letzte Woche bei mir den Meditationskurs schon vor einem Jahr oder halbem Jahr bezahlt haben,
Wo ich das Geld auch schon bekommen habe,
Weil das eine Teilnahmegebühr war,
Alles zurückzuzahlen.
Aus der Angst,
Dass ich denke,
Oh Gott,
Wenn die das alle zurückfordern,
Dann habe ich aber ein schönes Minus auf dem Konto,
Weil jetzt habe ich das schon zum Teil ausgegeben.
Und so kennt ihr das ja vielleicht auch.
Also die Angst aus Angst,
Von dem was geschieht,
Mich nicht mehr um mich selbst zu kümmern,
Sondern die äußeren Dinge so wichtig zu nehmen,
Dass ich mich selbst hinten anstelle.
Und das andere ist Angriff.
Wut,
Dass man einfach sagt,
Jetzt reicht es aber.
Auch das kenne ich in den letzten Wochen recht gut,
Dass ich merke,
Ich bin ein Stück durch die Anspannung,
Was gerade alles so los ist.
Diese ständige Veränderung.
Auf nichts kann man sich mehr irgendwie verlassen.
Vor zwei Wochen sah es noch so aus,
Dass wir an einem Halb-Teil-Lockdown vorbeikommen.
Dann plötzlich verdichtet sich das alles.
Dann die Nachrichten,
Was man so hört über Tests und falsche Tests und die Wahl,
Die Trumpisten und alles,
Was gerade so passiert.
Da kann es auch mal passieren,
Dass man wirklich in den Angriff geht und sagt,
Lasst mich in Ruhe.
Es ist zu viel.
Oder das System,
Der Körper sich meldet.
Auch das teile ich gerne mit euch.
Ich habe vor drei oder vier Wochen hier an den Außen,
An den Ellbogen,
Hier so ein großes Eczem bekommen.
An beiden Ellbogen.
Dann habe ich gedacht,
Was ist das denn?
Bin dann zum Arzt gegangen,
Der hat auch gesagt,
Das ist aber sehr seltsam,
Zur Hautärztin,
Und die sagte,
Es ist eine atypische Neurodermitis.
Dann habe ich gesagt,
Was ist das denn?
Habe ich ja noch nie gehabt.
Dann hat sie gesagt,
Es ist auch atypisch,
Weil das ist hier.
Wo wollen Sie sich denn Freiraum gerade schaffen?
Also wirklich dieses,
Und da habe ich gedacht,
Oh,
Das passt aber gut.
Das ist die,
Auch der Körper,
Der zeigt,
Schafft der mehr Raum,
Aber eben das dann so zeigt,
Weil ich nicht das fein genug wahrgenommen habe.
Wer nicht darauf gehört,
Dann zeigt der Körper das,
Und wenn man dann nicht weiter darauf hört,
Bei mir zumindest,
Dann geht es weiter.
Dann werden die Geschütze stärker auch ausgefahren.
Das heißt also,
Vielleicht können wir das mal unter genauer untersuchen,
Wo reagieren wir aus Sorge,
Aus Angst,
Um nicht für uns genügend zu sorgen,
Und wo gehen wir in den Angriff,
Wo ist vielleicht Wut,
Widerstand und Hass?
Und wir sind damit beschäftigt.
Die Meditation würde uns dahin bringen,
Dass wir im Leben stehen können,
Ich spreche jetzt nochmal von mir,
Dass ich im Leben stehen kann,
Ohne in das eine Extrem oder in das andere Extrem zu gehen.
Sorge und Angst oder Angriff,
Widerstand und Wut.
Also die Frage ist doch,
Wie können wir ein Leben führen,
Wie kann ich gut in meinem Leben sein,
Dass ich nicht von diesen Hauptströmungen gefangen genommen werde.
Man kann auch sagen,
Für etwas,
Gegen etwas,
Gegen harte Corona-Regeln,
Dagegen.
Das ist genau das,
Was sich im Moment in unserer Gesellschaft auch zeigt.
Die einen sind für Trump,
Die anderen sind dagegen.
Und sogar in meinem Bekanntenkreis sind Trump-Anhänge.
Wo sind wir in diesen Extremen zwischen der Flucht,
Der Angst,
Der Sorge und dem Angriff?
Wo ist eigentlich die Mitte?
Wie können wir uns ausrichten?
Ich sage ja,
Mein Weg ist die Meditation.
Und so wie ich das eben auch in der Meditation angeleitet habe,
Diesen Lebensfluss mal so zu sehen,
Was an körperlichen Empfindungen,
An Gefühlen und auch an Gedanken und Meinungen die ganze Zeit durch uns durchfließt.
Und für das eine,
Das ist angenehm,
Und das andere ist unangenehm.
Davon wollen wir mehr haben,
Davon wollen wir gar nichts mehr haben.
Und darin ist unser Leben die ganze Zeit verwickelt und auch verwirrt zunehmend.
Und das ist das,
Was ich feststelle,
Was so in meiner Umgebung passiert,
Dass wir für,
Dagegen,
Unsere Meinungen ändern,
Gar nicht mehr genau wissen und damit so beschäftigt sind und uns auch so auspowern darin,
Dass die Selbstfürsorge auf der Strecke bleibt,
Dass wir nachts nicht mehr schlafen können.
Dass es so viele Leute gibt,
Ich weiß nicht,
Wie es euch geht,
Aber die tatsächlich diese Wahlen in Amerika,
Die ja immer noch ungewiss sind,
So stark verfolgt haben,
Dass sie nachts nicht schlafen konnten.
Dass sie als erstes morgens geguckt haben,
Wer war es denn jetzt,
Wer hat denn da gewonnen.
Das heißt also eine extreme Verwicklung in den Dingen,
Die gerade in der Welt passiert.
Also Meditation halte ich auch für mich selbst,
Gerade in diesen Zeiten,
Wo das so kompakt wird,
Das Für oder Dagegen.
Für so essenziell,
Dass wir einen Rückzug in uns selbst haben,
Indem wir in diesem Zustand zur Ruhe kommen können,
Der nicht unser Flucht- oder unser Angriffssystem triggert.
Wie kann das also gehen?
Wie kann das gehen?
Wie kann ich für mich gut sorgen,
Dass ich nicht gleichgültig werde,
Was ich glaube,
Gleichgültigkeit ist fast für keine Person im Moment so einfach möglich.
Aber um das auch nochmal abzugrenzen,
Diese Meditation,
Die Zeit,
Die wir in diesen inneren Rückzug gehen,
Indem wir uns mit diesem größeren Bewusstsein verbinden,
Was wir ja auch sind,
Die ist keine Gleichgültigkeit dieser Dynamik gegenüber.
Ist mir scheißegal,
Ob jetzt Trump oder Biden gewinnt,
Ob die Demokraten oder die Republikaner,
Was das für eine Auswirkung auf uns alle hat,
Auf Deutschland hat,
Auf die Beziehungen hat,
Auf den Terror hat und so weiter.
Es ist keine Gleichgültigkeit.
Aber es geht darum,
In sich einen Raum zu betreten,
Der davon nicht gestört wird.
Das ist der Weg vom Außen ins Innere hinein.
Das ist das im Äußeren verwickelt zu sein.
Wir sind in einem Informationskrieg,
Kann man sagen.
Und die Meditation kann uns so wieder nach innen führen,
Dass wir für uns selbst sorgen,
In uns selbst zur Ruhe kommen und eine Auszeit nehmen von diesem Dafür,
Dagegen und dem Gegensätzlichen,
Was damit noch zu tun hat.
Weil keiner kann im Moment,
Glaube ich,
Eindeutig sagen,
Was ist jetzt richtig oder falsch,
Auch mit der Corona-Krise.
Das werden wir hinterher wissen,
Vielleicht.
Die größte Selbstfürsorge für mich ist also,
Regelmäßig nach innen zu gehen,
Mich von diesen äußeren Bedingungen zu befreien und mich vor allen Dingen inmitten der Situation zu befreien.
Inmitten der Situation heißt,
Ich merke,
Ich bin gerade identifiziert mit dem Ärger.
Eine Bekannte von mir war in München auf dem Marienplatz,
Hat leichtes Asthma und hat von ihrer Heilpraktikerin eine Bescheinigung ausgestellt bekommen,
Dass sie keine Maske trägt.
Und sie war alleine,
Sie sagt,
Das war irgendwie nach Geschäftsfluss auf dem Marienplatz,
Großer Platz in München.
Und da kamen Polizisten,
Waren viele Polizisten da auch,
Kamen auf sie zu und sie hat eine Anzeige bekommen.
Und diese Heilpraktikerin jetzt wohl auch.
Und diese Bekannte da von mir,
Die macht wegen ihrem Asthma seit 15 Jahren so ein Atem-Yoga.
Und sie sagt,
Ich lasse mir die Maske nicht auf den Mund kleben.
Und ist sehr in diesem Angriff,
In diesem Widerstand und hat auch jetzt einen Mahnbescheid bekommen und so weiter.
Und solche Sachen hört man ja einfach.
Also wir sind wirklich im Moment alle gefragt oder betroffen,
Kann man fast sagen.
Wie kann man sich also inmitten der Situation befreien,
Inmitten eines Ärgers?
Das hat mich auch geärgert,
Als ich das gehört habe.
Ich dachte,
Mein Gott,
Die wirklich mit ihrem Atem so Probleme hat.
Und die arme Heilpraktikerin,
Die jetzt auch noch irgendwie eine Anzeige bekommt und so weiter und das nachweisen muss.
Also es gibt genügend Möglichkeiten,
Um sich im Moment zu verwickeln.
Um in diesen Strom hineinzufallen.
Der Strom der Ereignisse und der Strom geht im Moment sehr schnell.
Was wir an Informationen aufnehmen,
Das ist Wahnsinn.
Ist ja kaum noch zu verarbeiten.
Das heißt also,
Die Frage ist,
Wie können wir so ruhig in uns zur Ruhe kommen und uns in diesen inneren Raum zurückziehen,
Ohne gleichgültig zu sein.
Und was auch noch dazu kommt,
Je enger der äußere Raum wird,
Wir dürfen viele Sachen nicht mehr.
Umso größer sollte auch der innere Raum werden.
Der innere Raum,
In dem mehr Platz ist für das,
Was uns unterstützen kann.
Es geht auch darum,
Das Leben,
So wie es gerade ist,
Meine Reflexion,
Fließen zu lassen.
Mich nicht zu sehr mit dem einen oder anderen zu identifizieren.
Nicht so viel im Widerstand sein.
Es gibt,
Wie gesagt,
Genügend Anlässe im Moment.
Aber mir ist ein Bild eingefallen,
Das ist vor ein paar Tagen gewesen.
Und zwar habe ich das Gefühl,
Wir sind gerade alle in einem Strudel drin.
In einem Strudel der Ereignisse.
Ob das Corona ist,
Die Wirtschaft ist,
Vor allen Dingen die Umwelt,
Die immer mehr zerstört wird,
Natur,
Die zerstört wird.
Und überall Hiobsbotschaften.
Und das ist wie ein Strudel.
Was macht man,
Wenn man in einem Strudel oder in eine ganz starke Strömung gerät?
Was macht man da?
Wenn man versucht,
Rauszuschwimmen.
Riesenkraftanstrengung.
Wenn man versucht,
Dagegen anzukämpfen.
Kaum eine Chance.
Im Strudel versucht man,
Nach unten zu tauchen.
Ganz nach unten,
So tief es geht,
Um unten in Richtung Boden zu tauchen und dann weiter unten ist der Sog am schwächsten.
Und da rauszukommen.
Kann uns das Bild vielleicht helfen in der jetzigen Zeit?
Wir sind in einem Strudel drin.
Ich fühle mich zumindest manchmal so.
Und dieses Bild,
Da habe ich gedacht,
Ja,
Stimmt.
Das dagegen kämpfen bringt überhaupt nichts.
Ich tauche nach unten.
Und das Unten ist für mich in mich selbst.
In den inneren Raum,
Der nicht beschränkt ist.
Was gibt es sonst,
Was wir tun können?
Was wir ganz praktisch tun können,
Um für uns selbst gut zu sorgen?
Also das eine ist eine,
Ich würde es nennen,
Mediale Desinfektion.
Genau schauen,
Wie viel wir von den Katastrophenbotschaften,
Die gerade so sind,
Ob das der Amazonas ist,
Der brennt.
Irgendwelche Impfungen,
Die getestet werden,
Wo man überhaupt nicht weiß,
Was damit los ist.
Überhaupt irgendein Erdbeben.
Katastrophenberichte aus allen Ecken.
Die Medien,
Die darauf fokussiert sind.
Und da würde ich sagen,
Man sollte schauen,
Und ich versuche das auch zu tun,
So wenig wie möglich davon zu konsumieren.
Sich vielleicht nur jeden zweiten Tag zu informieren.
Was es da für eine Entwicklung gibt.
Es ist etwas,
Was uns in unserem Allerinnersten erschüttert.
Es ist etwas,
Was uns die Kraft nimmt.
Was uns die Hoffnung nimmt.
Und das Schlimme ist,
Es ist einfach einseitig,
Was da in den Medien gebracht wird.
Deswegen habe ich so eine Zeitschrift,
Also Online-Zeitschrift,
Die heißt Newslichter.
Also news-und-lichter.
De.
Nur mit guten Nachrichten abonniert.
Also wenn ich morgens mein Handy anmache,
Den Computer anmache,
Dann sehe ich erst mal,
Was an guten Nachrichten in der Welt noch abläuft.
Um da ein Gewicht zu bekommen.
Ein weiterer Hinweis ist,
Die Dramatik,
In der wir gerade sind,
Auch zu relativieren.
Wir müssen einfach sehen,
Dass die Medien mittlerweile durch das Internet so echtzeitmäßig geworden sind,
Dass eine richtige Dramatik reinkommt.
Das war früher so nicht.
Auch da hilft es,
Das mal tatsächlich durch die Medien ein wenig zu entzerren.
Dann ist es ganz wichtig,
Sich wirklich positiv einzustellen.
Wie man so neuartig sagt,
Ein positives Mindset.
Ich würde sagen,
Eine positive innere Haltung.
Eine freundliche Haltung.
Trotz allem eine freundliche Haltung von allem,
Was in mir vorgeht.
Wir üben das ja in der Meditation immer wieder.
Dass wir uns aufregen,
Dass wir vielleicht auch Angst,
Sorge haben.
Trotzdem unten drunter diese positive,
Freundliche Haltung.
Können wir auch bei Corona machen.
Wir können uns bewusst machen und vertraut machen mit diesem Virus.
Wir werden wahrscheinlich alle mit ihm in Berührung kommen.
Das ist etwas,
Worauf wir uns einstellen können.
Warum nicht auf eine freundliche Weise?
Warum im Kampf und in der Angst auch im Miteinander?
Wahrscheinlich,
Wenn wir nicht gerade zu einer Risikogruppe gehören,
Mittleren Alter sind und gesund sind,
Wahrscheinlich werden wir auch eine Infektion gut überstehen.
Diejenigen,
Die Risikogruppen sind,
Müssen sowieso etwas mehr aufpassen.
Vor allem,
Ob es eine Erkältung ist,
Die Sorge vor einer Lungenentzündung oder sonst was.
Sich positiv der Sache gegenüber einstellen.
Was es noch braucht,
Ist unsere Genussfähigkeit.
Unsere Genussfähigkeit in diesen Zeiten ist auch etwas,
Wo man für sich selbst sorgt.
Trotz der äußeren Beengung,
Die wir haben,
Gerade da dem Genuss wieder Stoff geben.
Worüber kann man das machen?
Indem wir gemeinsam lachen,
Musik hören,
Zu Hause tanzen,
Gute Literatur lesen,
Vielleicht mit Menschen,
Die ein positives Mindset haben,
Telefonieren,
Lächeln.
Es braucht wirklich,
Und das finde ich ganz wichtig,
Je enger es außen wird,
Umso weiter sollte es innen sein.
Positiv und weit.
Wie kann man die Zeit noch nutzen,
In der wir gerade sind,
Als auch eine Selbstfürsorge?
Indem wir die Kreativität einladen.
Es ist eine wunderbare menschliche Fähigkeit,
Die wir haben.
Und anstatt uns von den Medien und den Katastrophennachrichten in die Enge und immer mehr in die Enge hineinbringen zu lassen,
Zumindest gedanklich hineinbringen zu lassen,
Könnten wir die Aufmerksamkeit auf unsere ursprüngliche Kreativität hinwenden.
Zum Beispiel Pläne machen,
Vorfreude.
Ich habe zum Beispiel eine unheimliche Vorfreude auf nächstes Jahr im Juni,
Wenn ich wieder auf Corfu sein werde.
Und ich bin mir auch sicher,
Dass das gehen wird.
Weil das kann man nicht ewig so lassen.
Nächstes Jahr wird das sein.
Und ich sage euch,
Die Vorfreude,
Das hat meine Mutter immer schon gesagt,
Kann mir keiner mehr nehmen.
Ich freue mich einfach darauf.
Die Zukunft planen.
Was kann man Schönes planen,
Wenn von außen so viel Beengung kommt und so viel Nachrichten.
Wir müssen alle verzichten.
Mein Gott,
Was macht das mit uns?
Kreativität entgegensetzen und weiten und sagen,
Ja,
Aber meine Gedanken sind frei.
Und ich kann träumen.
Ich kann Ideen erschaffen.
Ich kann erfinderisch sein.
Ich kann neue Wege finden.
Das ist auch ein neuer Weg,
Was wir hier machen.
Haben sich ganz viele Menschen mittlerweile daran gewöhnt.
Und so schlecht finde ich das gar nicht.
Es ist auch bequem,
Weil sonst könnte Norwegen und Hamburg und Freiburg und wo wir alle herkommen,
Das wäre gar nicht so einfach.
Also es heißt Kreativität,
Sich selbst zu fragen,
Was kann ich eigentlich Kreatives schaffen?
Und das ist ja auch etwas,
Was mir gerade passiert.
Ich habe euch ja in einem Newsletter geschrieben,
Dass ich eine Yamas-Gruppe anbiete.
Ja,
Warum?
Weil ich merke,
Wie wichtig es ist,
Eine ganze Zeit lang miteinander fest verbunden zu sein.
Einen gemeinsamen Weg zu gehen,
Austausch zu haben,
Nicht nur mal da rein zu hüpfen und ein bisschen hier und ein bisschen da,
Sondern gemeinsam zu gehen.
Und das ist auch in dem Fall jetzt bei mir eine kreative Leistung gewesen,
Zu überlegen,
Was für Bilder nehme ich da und wie beschreibe ich das und was kommt in die Jahresgruppe rein und wie kann man das machen?
Das ist absolute Kreativität.
Ein weiterer Punkt,
Was man tun kann,
Ist füreinander da sein.
Halte ich für ganz,
Ganz wichtig.
Seelische Unterstützung geben in den Zeiten,
In denen so viel Verwirrung herrscht,
In denen wir,
Wie gesagt,
Zwischen Flucht,
Angst,
Sorge,
Kampf,
Angriff aufgespannt sein könnten und uns abreiben.
Dazwischen steht das ganz einfache Füreinander-Da-Sein.
Das bedeutet aber auch,
Erstmal für mich selbst da zu sein,
Mir Zeit zu nehmen für mich selbst und dann aber auch zu schauen,
Wo sind Menschen alleine,
Wo sind die einsam?
Wie kann ich die unterstützen?
Und auch da ein Beispiel geben,
Eine 78-jährige Großtante und wir hatten Weihnachten zusammen verbracht und Ostern verbringen wir auch zusammen.
Und sie sagt,
Nee,
Nee,
Sie gehört zur Risikogruppe,
Sie bleibt zu Hause und sie geht auch kaum noch vor die Tür.
Und dann habe ich gesagt,
Okay,
Sonnenuntergänge gibt es immer.
Gerade geht auch hier langsam die Sonne unter.
Immer wenn die Sonne untergeht,
Bin ich gedanklich bei dir.
Und das ist die Art der Verbindung.
Einfach nur zu wissen,
Da ist jemand,
Der daran denkt und indem ich euch das gerade sage,
Habe ich es wieder getan,
An sie gedacht.
Weiterer Punkt,
Was können wir tun in solchen Zeiten,
Was Heilsames,
Selbstfürsorge?
Gesundheit,
Gesundheitsversorgung,
Ernährung.
Ich habe,
Nachdem ja alle nach einem Impfmittel suchen,
Händeringend und mein eigener Vater zum Beispiel gesagt hat,
Ich werde nächste Woche gegen Grippe geimpft und ich bin froh,
Dass ich noch eine Impfung bekommen habe.
Und habe gesagt,
Oh schön,
Ich würde das nicht tun.
Ich würde mich nicht gegen Grippe impfen lassen,
Weil ich unter anderem von Ärzten gehört habe,
Dass die Corona-Infektion,
Wenn man sie dann bekommt,
Sogar noch problematischer sein kann.
Da hat man sozusagen die Türen und Tore aufgemacht.
Das ist eine Meinung.
Da gibt es vielleicht auch wieder Gegenmeinungen.
Aber ich werde mich auf jeden Fall nicht impfen lassen.
Und was habe ich stattdessen gemacht?
Ich habe jetzt im September 17 Tage lang eine Energiekur gemacht,
Eine Darmreinigungskur.
Ich habe weggelassen Alkohol,
Kaffee,
Milchprodukte,
Zucker.
Alle Getreidesorten.
Nur noch Nüsse,
Gemüse und ja,
Alles reduziert.
Das ist eine Darmkur,
Nennt sich das,
Nach Dr.
Friederike Feil.
Kann ich gerne mal nennen,
Wenn es jemand interessiert.
Ich habe das jetzt zum zweiten Mal gemacht.
Das ist,
Man muss nicht hungern dabei,
Aber ich kann euch sagen,
Ich fühle mich einfach wieder,
Mein Immunsystem ist wieder auf der Höhe.
Und die ersten zwei Tage habe ich sogar Entgiftungserscheinungen gehabt.
Also so Gliederschmerzen und sowas,
Kein Kaffee.
Und jetzt ist aber tatsächlich der Darm,
Ich merke das richtig,
Ist erholt und ich trinke immer noch keinen Kaffee,
Einen Getreidekaffee oder einen Sikori-Kaffee trinke ich gerade.
Auch noch keine Milch wieder,
Klein bisschen Sahne.
Und es tut gut.
Das ist meine Vorsorge,
Meine Impfung gegen die Grippezeit,
Die jetzt kommt,
Eine mögliche Corona-Infektion,
Die kommen kann.
Und das ist einfach wohltuend für den Körper.
Frische Luft natürlich,
Sich mit der Natur verbinden.
Aber Ernährung ist tatsächlich eine ganz wichtige Sache.
Das ist genau das,
Was mir zum Beispiel auch fehlt,
In unserer ganzen Diskussion,
Katastrophendiskussion.
Was kann man denn tun?
Ich gehe davon aus,
Dass ihr euch auch wahrscheinlich informiert,
Aber ich habe mir die Frage wirklich gestellt.
Ich vertraue darauf,
Dass mein Immunsystem,
Zumindest in meinem Alter,
Soweit fit ist.
Und wenn es nicht fit ist,
Dann ist es natürlich auch nochmal so eine Sache.
Dann gibt es eben auch noch andere Dinge,
Mit denen ich mich auseinandersetzen muss.
Ich habe noch drei Tipps,
Ganz praktische,
Wie ich für mich selbst gut sorge,
Mir das aufgeschrieben,
Möchte ich das wirklich als Anregung nutzen.
Das ist die wirklich gute Kommunikation.
Wie wäre es,
Jeden Tag ein gutes Gespräch mindestens zu führen?
Und tief zuzuhören,
Aus dem Innersten zu sprechen und aber auch dem anderen tief zuzuhören,
Anstatt diesen Schlagabtausch,
Den es im Moment überall gibt.
Freundschaften pflegen.
Und ein Punkt,
Der mir noch ganz wichtig ist,
Ist,
Sich tatsächlich anzufreunden,
Auch mit dem Virus und mit der ganzen Bedrohung,
Die damit verbunden ist.
Wenn wir da wirklich fragen,
Warum haben wir denn diese große Angst,
Dann ist es doch die Angst,
Dass wir krank werden,
Dass wir leiden und dass wir sterben könnten daran.
Und ich kann sehen,
Dass die Auseinandersetzung genau mit dem Thema der Endlichkeit einfach unterbelichtet ist,
In unseren breiten Graden.
Es ist in unserer Kultur so negativ verhaftet.
Dabei ist der Virus Natur,
Genau wie ein Grippevirus auch.
Wir sind endlich.
Keiner weiß,
Wie lange es geht.
Krank werden will natürlich niemand.
Aber sich wirklich mit dieser Endlichkeit auseinanderzusetzen,
Uns mit dem Leben und aber auch mit dem Sterben zu versöhnen und uns dann im nächsten Schritt wirklich auch mit dem Größeren zu verbinden,
Uns zu erkennen als Teil eines Größeren Ganzen.
Und das sind so meine Reflektionen,
Was ich glaube,
Vor allen Dingen der letzte Punkt,
Auch der Buddha dazu gesagt hätte zu unserer heutigen Situation,
Dass es darum geht,
Sich mit dem Leben anzufreunden,
Aber auch mit dem Sterben anzufreunden und zu sehen,
Das ist nicht mein Körper.
Ich habe einen Körper.
Das sind nicht meine Gefühle.
Ich habe Gefühle.
Das sind nicht meine Gedanken.
Meine Gedanken.
Meine Meinungen.
Ich habe Gedanken und Meinungen.
Das heißt,
Diese straffe Identifikation von da stehe ich jetzt,
So soll es bleiben,
Das ist meine Meinung,
So geht es mir,
Etwas aufzulösen,
Indem wir uns,
Das ist tatsächlich eine Einladung zu einem Bewusstseinssprung,
Indem wir auf eine andere Ebene gehen.
Ja,
Und das sind meine Ideen und Reflektionen dazu,
Wie wir mit dieser sehr anspruchsvollen,
Herausfordernden Zeit umgehen können und wie wir gut durch die Krise kommen können.
Eine Krise ist ja auch immer ein Merkmal dafür,
Dass etwas nicht im Balance war.
Es ist eine Umbruchzeit.
Das Alte reicht nicht mehr,
Ist nicht mehr gut genug.
Krise bedeutet völliges Loslassen,
Erzwungenermaßen von einem Alten und einem Neuen,
Hineingehen in etwas Neues.
Das Wichtigste ist,
Dass wir für uns selbst sorgen,
Dass wir das alles,
Was da geschieht,
Nicht als Opfer betrachten,
Sondern in unsere Handlungsfähigkeit hineinkommen.
Ganz oft glauben wir,
Dass die Krise oder die Umweltkrise,
Die Corona-Krise,
Die Wirtschaftskrise,
Vielleicht demnächst noch die Finanzkrise,
Dass die über uns rollt und wir keine Handlungsfähigkeit haben.
Und das würde ich ganz stark bezweifeln.
Wir haben sehr wohl Handlungsfähigkeiten.
Wir können uns ein Stück rausnehmen.
Wir haben die Zuflucht in uns selbst.
Und es geht darum,
Mit dem Leben zu fließen und sich nicht dagegenzustellen und auch mit der Entwicklung zu fließen und darin unsere Kreativität zu entfalten,
Unsere Freundlichkeit,
Unsere Unterstützung,
Unseren Kontakt mit anderen.
Lasst uns noch einen kleinen Moment still sein.
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