
Kindermeditation: Die Weiche Ente
In dieser Meditation wirst du auf eine spielerische und beruhigende Reise mitgenommen, die so einfach und natürlich ist wie das Atmen. Mit leichten Atemübungen lernst du, deinen Körper und Geist zu entspannen, während du dir vorstellst, wie eine ruhige Ente auf einem stillen See zu treiben. Du wirst erfahren, wie du deinem Atem lauschen und ihn spüren kannst, um langsam in einen Zustand tiefer Entspannung zu gelangen. Diese Meditation ist perfekt, um Leichtigkeit und Ruhe in deinen Tag zu bringen.
Transkription
Hey,
Mein Name ist Youssef und dies ist eine Kindermeditation für jeden Tag.
Vielleicht weißt du schon,
Was Meditation eigentlich ist.
Vielleicht aber auch nicht.
So viel ist zumindest klar.
Meditieren ist das einfachste auf der Welt.
Fast so einfach wie Atmen.
Das ist noch ein bisschen einfacher,
Denn unser Körper atmet ja von ganz alleine.
Es sei denn,
Wir atmen ganz bewusst.
Lass uns das mal probieren.
Atme jetzt einmal ganz tief ein.
So tief,
Dass keine Luft mehr in deinen Körper hineinpasst.
Und jetzt kurz anhalten.
Aber bitte nicht platzen,
Das wäre sehr schade.
Okay,
Jetzt kannst du wieder ausatmen.
Siehst du,
Dieser Atemzug war vollkommen bewusst.
Das heißt,
Du hast ganz genau darauf geachtet,
Ein- und auszuatmen und das ganz selbst gesteuert.
Das heißt es,
Wenn jemand sagt,
Etwas bewusst zu tun.
Und eine ganz einfache Art des Meditierens ist im Grunde genommen,
Einfach ein paar Mal ganz bewusst zu atmen.
Und danach,
Vertrau mir,
Fühlst du dich gleich viel entspannter und besser.
Das mag vielleicht langweilig klingen,
Kann aber auch ganz schön spannend sein.
Kommt nämlich ganz darauf an,
Worauf du achtest.
Lass uns loslegen.
Wenn du noch nicht bequem in deinem Lieblingssitz verweilst,
Dann such dir doch eine schöne Stelle und mach es dir so richtig gemütlich.
Schieb nun deinen Kopf so hoch wie möglich,
Als könntest du so mit deinem Scheitel die Decke des Zimmers berühren.
Stell dir nun vor,
Du könntest deinen Körper aufplustern wie eine Ente und dann deine Federn ganz sanft wieder zurück an ihre Stelle bringen.
Stell dir also vor,
Du bist eine Ente,
Die zufrieden und satt auf dem See schwimmt und ein bisschen entspannt.
Du lässt dich vom Wind leicht auf dem See herumführen und jede einzelne Feder deines Federkleides ist ganz samtweich.
Atme nun einmal langsam und tief durch die Nase ein,
In den Bauch und plustere deinen Federmantel mal so richtig auf.
Du darfst keinen Körperteil dabei bewegen,
Sondern musst das Gepluster lediglich durch das tiefe Einatmen hinbekommen.
Versuch es nochmal.
Tief einatmen,
Aufplustern,
Dabei nichts bewegen und wieder ausatmen und weich werden.
Und nun kannst du,
Kleine Ente,
Durch den Schnabel genauso langsam wieder ausatmen,
Wie du eingeatmet hast.
Und nochmal.
Tief einatmen,
Bis nichts mehr in die kleine Ente passt,
Kurz Luft anhalten,
Überprüfen,
Ob Flügel und Schnabel ganz entspannt sind und dann ganz langsam wieder ausatmen.
Und so weiter und so fort.
Und jetzt,
Jetzt mach mal gar nichts.
Ich weiß,
Das ist gar nicht so leicht.
Setz dich hin,
Mach dich locker und mache nichts.
Außer natürlich atmen.
Das solltest du weiterhin tun.
Und zwar ganz natürlich,
Ganz alleine.
Du kannst sozusagen deinem Atem dabei zusehen und zuhören,
Wie er seine Arbeit verrichtet,
Ohne dass du etwas daran veränderst.
Konzentriere dich nun einmal ausschließlich auf das,
Was du hörst.
Auf Stimmen,
Meine zum Beispiel,
Oder Geräusche,
Klänge,
Was auch immer du gerade hören kannst.
Und versuch einmal alles andere dabei auszublenden.
Schließe dabei ruhig die Augen,
Dann ist das noch leichter.
Ab jetzt.
Und nun,
Wenn du etwas in der Musik versunken bist,
Dann stell dir vor,
Du könntest in einen dichten Urwald hineintauchen und befindest dich nun mitten im dichtesten Blätterwald.
Keine Sorge,
Hier ist es sicher und angenehm.
Du kannst noch besser erleben,
Was du hörst.
Nun schiebst du vorsichtig die Blätter zur Seite und die Musik- und Geräuschkulisse verschwindet plötzlich und nun hörst du es selbst.
Ganz vorsichtig kommst du näher und entdeckst ihn.
Er ist leicht und dann immer deutlicher.
Du beobachtest ihn.
Er ist ganz sanft und versuchst ihn auf keinen Fall zu stören.
Du hörst ihm einfach nur zu,
Wie er seine Arbeit verrichtet.
Sekunde um Sekunde.
Stunde um Stunde.
Tag und Nacht.
Solange es dich gibt,
Wird er dein Begleiter sein.
Weißt du,
Wen ich meine?
Hör einmal genau hin.
Genau.
Dein Atem.
Da ist er in seiner natürlichen Pracht.
Hörst du ihn?
Kannst du ihn hören?
Vielleicht ja im Gesicht oder in den Ohren.
Wo genau hörst du ihn?
Spürst du ihn?
Vielleicht ja in der Nase,
Im Hals oder am Bauch.
Wo genau spürst du ihn?
Siehst du ihn?
Wenn du die Augen geschlossen hast,
Was siehst du genau?
Gut.
Versuche nun,
Bei deinem Atem zu bleiben.
Ihm zu folgen,
Als wärst du ein kleiner Minivogel,
Der einfach mit hinein und hinaus fliegt,
Wenn der Atem in deinen Körper gelangt.
Versuche nun,
Den Atem immer langsamer werden zu lassen,
Bis du vollkommen ruhig und entspannt bist.
Und wenn du nun soweit bist,
Dann erinnere dich gut an dieses Gefühl,
An diese Leichtigkeit und nimm sie mit in den Tag.
Und nun komme vorsichtig und langsam zurück in dieses Zimmer und in den Moment und fühle einmal in dich hinein.
Wie fühlst du dich jetzt?
So,
Das war es auch schon für heute.
Ich hoffe die kleine Meditation hat dir gefallen und du bist jetzt schön entspannt und gut gelaunt.
Ich freue mich schon aufs nächste Mal.
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