
Körpergewahrsein
Dies ist eine Achtsamkeitsmeditation mit dem Fokus bei Körperempfindungen. Körperempfindungen werden bewusst, offen und freundlich wahrgenommen. Diese Übung stärkt die Konzentration, das Körpergewahrsein und fördert die Präsenz.
Transkription
Herzlich willkommen zu unserer heutigen Übung.
Nimm für diese Meditation wieder eine Haltung ein,
In der du gerade aufgerichtet sitzt und gleichzeitig entspannt.
Das Gewicht des Körpers kann jetzt vertrauensvoll an die Sitzfläche abgegeben werden.
Die Wirbelsäule darf sich gerade nach oben aufrichten.
Der Kopf würdevoll ausbalanciert zur Decke streben.
Schultern und Nacken dürfen sich vollständig entspannen.
Die Hände ruhen gelöst im Schoß oder auf den Knien.
Nimm dir nun zunächst einen Moment Zeit bewusst zum Atmen zu spüren.
Spüre mal in welchem Bereich des Körpers die Atmung in diesem Moment am leichtesten spürbar wird.
Ist es der Bereich des Naseneingangs,
Der Brustkorb oder die Bauchdecke?
Lasse die Aufmerksamkeit für einige Momente ganz anstrengungslos dort verweilen.
Diesen einen Atemzug spüren,
Der jetzt gerade fließt.
Für diese Zeit der Meditation ist nichts weiter zu tun,
Nichts zu erreichen.
Wir dürfen einfach hier sein,
Den Atem spüren und uns darüber bewusst werden.
Und dann kann sich die Aufmerksamkeit nun zum Empfinden im ganzen Körper hinwenden.
Vielleicht wird von Moment zum Moment eine Empfindung in einem bestimmten Bereich des Körpers spürbar.
Vielleicht in einem Moment eine Empfindung im Rücken,
Im nächsten Moment eine Empfindung in den Beinen,
Im Bauch oder im Kopf zu dem Bereich,
Der die Aufmerksamkeit auf sich zieht,
Können wir dann hinspüren und ganz bewusst und offen wahrnehmen.
Neugierig erkunden.
Wie genau fühlt sich diese Empfindung eigentlich an?
Was hat sie für eine Qualität?
Verändert sie sich von Moment zum Moment?
Und wenn keine konkreten Empfindungen im Vordergrund sind,
Kann ein Gewahrsein des Körpers als Ganzes entstehen.
Der Körper,
Wie er jetzt hier in diesem Moment sitzt und atmet,
Spüren und bewusst darüber werden.
Es ist möglich,
Dass von Zeit zu Zeit auch unangenehme oder schmerzhafte Empfindungen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
Wenn du dies bemerkst,
Dann sieh mal,
Ob es möglich wird,
Die Aufmerksamkeit freundlich und offen zu diesen schwierigen Empfindungen hinzuführen,
Anstatt sie abzuwenden.
Oft haben wir die automatische Tendenz,
In den Widerstand mit schwierigen Empfindungen zu gehen oder aber sie auszublenden.
Nun können wir ausprobieren,
Wie es ist,
Anstatt dessen akzeptierend und liebevoll mit ihnen in Beziehung zu treten.
Dabei zu bleiben,
Weich mit diesem Erleben zu werden und wie ein Forscher erkunden,
Wie sich schwierige Empfindungen unter dem Licht des Bewusstseins vielleicht auch umgestalten.
Vielleicht möchtest du auch ausprobieren,
Dir wie innerlich selbst mit diesen schwierigen Empfindungen liebevoll beizustehen.
Wenn die Empfindungen jedoch überwältigend zu werden scheinen,
Ist es jederzeit möglich,
Auch wieder einen Schritt davon zurück zu treten.
Wir können weise damit umgehen.
Wissen,
Wie viel wir uns unangenehmen Empfindungen aussetzen möchten und wann es stimmiger ist,
Sich auch wieder zu anderen,
Nicht schmerzenden Bereichen des Körpers zu wenden.
Hier geht es immer auch darum,
Uns in Unterscheidungsfähigkeit zu üben.
Welche Körperempfindungen fühlen sich verletzend an und wann ist es daher wesentlich,
Veränderungen an der Körperhaltung vorzunehmen?
Wir wollen uns nicht durch Schmerzen hindurch treiben.
Wir wollen aber auch erkennen,
Wann es möglich wird,
Mit schwierigen Empfindungen mal einfach zu sein,
Um auszuprobieren,
Wie sie sich in Angesicht der Akzeptanz umgestalten können.
Schaue dann wieder,
Wo ist die Aufmerksamkeit in diesem Moment und wenn sie davongewandert war,
Können wir uns dessen wieder bewusst werden,
Um dann freundlich und geduldig zurück im Augenblick zu landen.
Hier sitzen,
Als das verkörperte Wesen,
Das wir sind,
Ganz in die Erfahrung im Körper in diesem Moment eintauchen.
Das Sitzen spüren,
Wissend darüber.
Bringe zum Ende der Meditation die Aufmerksamkeit nun langsam auch wieder in den Raum um den Körper herum.
Nimm die Geräusche im Raum wahr,
Spüre die Luft,
Die den Körper umgibt.
Vielleicht möchtest du dich auch kurz bei dir selbst bedanken,
Dass du dir heute Zeit für diese Praxis genommen hast.
Zeit mit dir selbst in bewussten und freundlichen Kontakt zu treten.
Dieses offene Sein mit Körperempfindungen darf uns auch in den weiteren Tag hinein begleiten.
Bis zu unserer nächsten Session wünsche ich dir alles Gute.
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