
SOS Meditation Tierverlust: Schock & Frühe Trauer Überleben
by Biggi Junge
Eine geführte Meditation bei Tierverlust, die dich durch die Zeit von Schock, früher Trauer und emotionaler Überforderung begleitet. Diese geführte Praxis unterstützt dich dabei, dein Nervensystem zu stabilisieren, schwiergen Gefühlen Raum zu geben und im Hier und Jetzt zu bleiben. Finde Halt, innere Ruhe und einen kleinen Anker – einen Atemzug nach dem anderen. Hintergrundmusik von Chris Collins.
Transkription
Hi und Willkommen zur SOS Meditation bei Tierverlust für Zeiten von Schock und früher Trauer.
Mein Name ist Biggi,
Ich bin Hundetrainerin und unter anderem Trauercoach für Tiereltern.
Und ich vermittle das Thema nicht aus einer theoretischen Perspektive,
Sondern aus eigener,
Schmerzhafter Erfahrung heraus.
Im Juni 2024 habe ich meinen Seelenhund Charlie verloren,
Der 13 Jahre an meiner Seite war.
Und ich war nicht darauf vorbereitet,
Wie tief mich die Trauer treffen würde,
Als er starb.
Wenn du jetzt hier bist,
Geht es dir vielleicht ähnlich.
Schock,
Schmerz,
Emotionen,
Die in Wellen kommen und sich kaum halten lassen.
Diese Meditation ist dafür da,
Dich in solchen Momenten zu unterstützen.
Nicht um die Trauer wegzunehmen,
Sondern um dir zu helfen,
Bei dir selbst zu bleiben.
Einen Atemzug nach dem anderen.
Finde einen Ort,
An dem dein Körper ein bisschen Unterstützung findet.
Ob du sitzt oder liegst,
Spielt dabei keine Rolle.
Lass deine Hände ruhen,
Auf dem Bauch,
Auf den Oberschenkeln,
Wo auch immer sie sich entspannen können.
Und wenn es sich gut anfühlt,
Schließ deine Augen oder lass den Blick einfach weich werden.
Es gibt hier nichts zu tun und auch nichts zu kontrollieren.
Atme ein und ein kleines bisschen länger wieder aus.
Nochmal ein und wieder aus.
Lass dein Ausatmen ein klein wenig mehr Raum einnehmen.
So als würde sich dein Körper daran erinnern,
Dass es okay ist,
Loszulassen.
Wenn auch nur für einen klitzekleinen Moment.
Dann richte deine Aufmerksamkeit auf deinen ganzen Körper.
Nicht,
Um etwas zu verändern,
Sondern einfach nur,
Um wahrzunehmen,
Was da ist.
Was kannst du spüren?
Vielleicht ist da eine Enge im Herzraum.
Eine Schwere in den Gliedern.
Ein hohles Gefühl im Bauch.
Oder eine Art Taubheit,
Als könntest du manche Bereiche deines Körpers gar nicht spüren.
Alles,
Was da ist,
Darf da sein.
Nichts an deiner Reaktion ist falsch.
Trauer klopft nicht höflich an.
Sie bewegt sich wie das Wetter durch dein Nervensystem.
Ungebeten und unkontrolliert.
Wenn es dir möglich ist,
Dann fang langsam an,
Dich in deiner Umgebung zu orientieren.
Was kannst du sehen?
Nimm drei Dinge wahr.
Lass sie einfach in dein Bewusstsein kommen,
Eins nach dem anderen.
Wenn dir das hilft,
Kannst du sie innerlich benennen,
Du musst es aber nicht.
Reines Wahrnehmen genügt.
Dann nimm zwei Dinge wahr,
Die du körperlich spürst.
Zum Beispiel den Kontakt zum Boden.
Deine Kleidung auf der Haut.
Die Luft im Gesicht.
Oder etwas ganz anderes.
Und dann noch ein Geräusch,
Das du hören kannst.
Vielleicht dein eigener Atem.
Autos vor dem Fenster.
Oder das Summen des Kühlschranks.
Das können kleine Anker für dich sein.
Nichts Besonderes,
Nichts Anstrengendes,
Nichts Großes.
Sie erinnern dich daran,
Dass du jetzt hier bist.
Nicht nur in deiner Erinnerung.
Nicht nur in deiner Trauer.
Nicht nur im Schmerz.
Hier,
Jetzt.
Wenn du gerade ein geliebtes Tier verloren hast,
Kann sich deine innere Welt anfühlen,
Als würde es sich alles gleichzeitig drehen oder zusammenbrechen.
Oder sie fühlt sich viel zu leer an oder viel zu voll an schwierigen Emotionen.
Wenn es dir hilft,
Stell dir für einen Moment vor,
Du sitzt neben all dem,
Was gerade in dir geschieht,
Anstatt mittendrin.
Als würdest du den Sturm beobachten,
Ohne in ihm gefangen zu sein.
Für diesen Moment bist du die Beobachterin oder der Beobachter.
Tritt einen kleinen Schritt zurück und schau.
Spür den Raum zwischen dir und dem,
Was in dir geschieht.
Und erlaube dir genau diese kleine Distanz.
Gerade genug,
Damit du wieder atmen kannst.
Während du hier sitzt und atmest,
Tauchen vielleicht Gedanken auf.
Fragen,
Die sich immer wieder im Kreis drehen.
Habe ich genug getan?
Habe ich zu spät gehandelt?
Oder zu früh?
Da können Schuldgefühle sein.
Oder Wut auf den Verlust,
Auf das Leben,
Auf die ganze verdammte Ungerechtigkeit,
Dass die Lebensspanne unserer Tiere so viel kürzer ist als die unsere.
Vielleicht auch auf dich selbst.
Oder auf eine Welt,
Die sich einfach weiter dreht,
Obwohl deine gerade zusammengebrochen ist.
Wenn das auftaucht,
Lass es da sein.
Du musst keine Antworten haben.
Diese Gedanken und Gefühle sind Ausdruck deiner Liebe.
Der Liebe,
Die ihren Ankerpunkt verloren zu haben scheint.
Lass alles da sein,
Genau so wie es ist.
Ohne etwas tun zu müssen.
Und kehre immer wieder zu deinem Atem zurück.
Wieder und wieder.
So oft,
Wie du es brauchst.
Erlaube jedem Atemzug,
Ein wenig mehr Raum zu schaffen um das,
Was gerade da ist.
Vielleicht kannst du für ein paar Atemzüge ganz leise diesen einen Gedanken zulassen.
Die Liebe ist nicht verschwunden.
Sie ist noch da.
Sie hat nur ihre Form verändert.
Was du gerade so intensiv fühlst,
Ist nicht die Abwesenheit von Liebe.
Es ist Liebe,
Die in ihrer alten Form keinen Anker mehr findet.
Du musst das jetzt nicht verstehen.
Lass den Gedanken einfach da sein,
Mit ein klein bisschen Raum um ihn herum.
Atme nochmal tief ein und langsam länger wieder aus.
Lass die Schultern sinken.
Lass den Kiefer entspannen.
Lass die Hände sich lösen.
Und dann bring deine Aufmerksamkeit langsam wieder in den Raum um dich herum zurück.
Und wenn du bereit bist,
Öffne deine Augen oder heb deinen Blick.
Bevor diese Meditation endet,
Möchte ich dir noch einen kleinen Impuls mitgeben.
Du musst deine Trauer nicht komplett und nicht auf einmal tragen.
Du darfst ihr einen Atemzug nach dem anderen begegnen.
Und wenn du dir in den kommenden Tagen und Wochen mehr Unterstützung wünschst,
Dann gibt es da noch einen Kurs namens Der Tod eines geliebten Tieres Teil 1.
Die Zeit des Überlebens.
Er begleitet dich durch Schock,
Schmerz,
Schuldgefühle und Wut mit einfachen Übungen,
Zu denen du jederzeit zurückkehren kannst.
Er ist als fortlaufende Begleitung gedacht und nicht als etwas,
Das du absolvieren musst.
Wenn du magst,
Bist du herzlich in den Kurs eingeladen.
Oder bleib einfach bei dieser kleinen Meditation und kehre so oft zu ihr zurück,
Wie es dir guttut.
Pass gut auf dich auf.
Bis bald.
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