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Weniger Stress in 2022? Experteninterview mit Swetlana Wall

by Kevin Kockot

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Interview mit der Stressbewältigungsexpertin Swetlana Wall. Swetlana Wall geht darauf ein, wie Stressbewältigung in Zeiten wie diesen gelingen kann. Sie erklärt in diesem ausführlichen Interview die Unterschiede zwischen Stressursachen und Stressreaktion, gibt Beispiele für die negativen Folgen von Stress und zeigt auf, was man genau bei erlebtem Stress tun kann. Im Interview gehen wir auf Studien ein, auf übliche Ursachen, Mechanismen und Unterschiede zwischen Männern und Frauen.

Transkription

Ja,

Hallo und herzlich willkommen zu Einfach Gesund.

Heute mit einem ganz,

Ganz tollen Interviewgast,

Svetlana Wall.

Freue mich,

Dass wir zusammenkommen zu diesem sehr,

Sehr spannenden Thema und sehr wichtigen Thema unserer Zeit und zwar Stress.

Was ist Stress?

Wie kann ich gut mit Stress umgehen?

Svetlana ist Expertin in diesem Gebiet.

Sie hat studiert an der Universität Bielefeld Psychologie und Pädagogik,

Das heißt dann noch mal als Masterstudium Sportpsychologie und ist weiterhin Coach,

Stressmanagement-Trainerin und Trainerin für autogenes Training und progressive Muskelentspannung,

Also unbedingt eine Expertin in diesem Bereich.

Insofern freue ich mich,

Dass wir zusammenkommen,

Auch anhand deiner vielfältigen Erfahrungen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung,

Das heißt insbesondere im Themenfeld Stressmanagement und Entspannung.

Zudem,

Interessante Info,

Ist Svetlana Bundes-Kaderathletin in Karate gewesen.

Das heißt,

Ja,

Super,

Dass wir hier zusammenkommen.

Ich freue mich,

Svetlana.

Hallo und herzlich willkommen.

Ja,

Vielen Dank für die netten Worte und ich freue mich auch über das wichtige Thema Stress mit dir zu reden.

Danke dir.

Super,

Wunderbar.

Erst mal,

Um einen Einstieg zu finden und erst mal eine Grundlage zu schaffen,

Was ist denn überhaupt Stress,

Von dem viele Leute reden?

Was ist der Begriff,

Was steht dahinter?

Wie würdest du denn Stress beschreiben?

Ja,

Sehr interessante Frage,

Die ich auch direkt in meinen Workshops und Seminaren an die Teilnehmer weitergebe,

Weil jeder hat Stress,

Vor allem heutzutage,

Jeder kennt Stress.

Unabhängig von der Berufsgruppe ist es ein Thema,

Das irgendwie,

Ja,

Jeder mit sich rumschleppt und dann ist es ganz interessant mal zu gucken,

Was verstehen die Leute unter Stress.

Und als erstes wird grundsätzlich immer genannt,

Sowas wie Zeitdruck oder zu viele Aufgaben gleichzeitig,

Konflikte,

Aber auch sowas wie Langeweile,

Monotonie,

Der Arbeitsweg.

Manchmal werden aber auch Symptome genannt,

Wie zum Beispiel,

Ja,

Man fühlt sich unruhig,

Man fühlt sich angespannt,

Man fühlt sich gereizt,

Man hat Kopfschmerzen und so weiter.

Diese Faktoren haben alle mit Stress zu tun,

Aber wenn man ganz streng ist,

Ist das alles gar kein Stress.

Also diese Faktoren,

Die ich vorhin genannt habe,

Wie zum Beispiel Zeitdruck oder Leistungsdruck,

Störungen und so weiter,

Sind,

Ja,

Einfach Reize aus der Umwelt,

Die auf uns eintreffen und die potenziell Stress auslösen können.

Was ist denn dann Stress?

Also Stress ist im Grunde ein Programm,

Was in uns abläuft,

Eine Reaktion,

Also man kann auch sagen,

Eine Reaktion,

Die abläuft,

Die,

Ja,

Evolutionär bedingt ist.

Also es ist ein Erbe aus der Steinzeit,

Das ist ein Programm,

Das früher vor allem da war,

Wo es ums Überleben ging,

Ja,

Uns zu schützen.

Also ein Programm,

Das abläuft,

Das uns aktiviert.

Das heißt,

Von Stress spricht man,

Wenn man zum Beispiel auf der körperlichen Ebene eine Aktivierung spürt,

Die durch die Stresshormone ausgelöst wird.

Also wenn wir in eine lebensbedrohliche Situation kommen,

So was eben der Säbelzahntiger oder ein anderes wildes Tier,

Das uns überrascht hat,

Und wenn wir da eben tief und entspannt geblieben wären und zehn Minuten überlegt hätten,

Okay,

Was soll ich machen,

Soll ich jetzt kämpfen oder fliehen,

Dann wären wir natürlich weg vom Fenster.

Also brauchen wir irgendwas,

Was uns blitzschnell aktiviert.

Sprich,

Es kommt zur Stressreaktion,

Cortisol,

Adrenalin und No-Adrenalin werden ausgeschüttet im Körper und die haben eine aktivierende Wirkung und auch eine Wirkung der Energiebereitstellung.

Also es wird zum Beispiel Glucose schneller bewerten können,

Die zum Beispiel das Gehirn braucht oder die Muskelzellen.

Was passiert im genauen Körper?

Der Blutdruck wird hochgejagt,

Damit eben Blut schneller durch die Gefäße fließen kann.

Dann noch ein Phänomen,

Was jeder kennt,

Das Herz schlägt schneller.

Das heißt also,

Der Körper wird besser mit Nährstoffen,

Schneller mit Sauerstoff versorgt.

Dann auch ein Nebeneffekt,

Den man auch längerfristig vielleicht in einer unangenehmen Art und Weise mitbekommt,

Manchmal,

Wenn man im Dauerstress ist,

Der Muskeltonus wird stärker.

Das heißt,

Die Muskulatur ist stärker angespannt und vor allem auch die Wahrnehmung ist fokussiert auf den Stressreiz.

Das heißt,

Wir haben so einen Tunnelblick und die ganze Konzentration,

Die ganze Aufmerksamkeit geht auf diesen Stressfaktor.

Das heißt also ganz kurz und knapp,

Stress bedeutet eine Aktivierung auf,

Jetzt habe ich die körperliche Ebene beschrieben,

Damit wir schneller funktionieren,

Damit wir eben oder besser funktionieren,

Damit wir Höchstleistungen bringen können.

Die geht natürlich aber auch einher auf der emotionalen Ebene,

Das heißt,

Man fühlt sich vielleicht gereizt oder aggressiv.

Ja,

Aber auch auf der kognitiven Ebene,

Das wirkt sich dann so aus,

Also auf der Wahrnehmungs- und Gedankenebene,

Das wirkt sich dann so aus,

Dass man manchmal längerfristig dann,

Wenn man im Stress unterwegs ist,

Sich schlechter konzentrieren kann,

Blackouts hat und so weiter.

Aber im Grunde ist Stress eine Reaktion,

So ist das definiert.

Okay,

Stress als Reaktion,

Du hast auch zwischendurch erwähnt,

Dass es eine Aktivierung des Körpers ist,

Das heißt,

Auch mal interessant zu sehen,

Ist ja nicht unbedingt schlecht,

Oder?

Also viele Leute assoziieren ja mit Stress was,

Was lästiges,

Was negatives,

Aber eine Aktivierung ist ja nicht per se was,

Was negativ ist,

Oder?

Ja,

Auf jeden Fall,

Also da ist was dran,

Stress,

Wenn man so mal fragt in die Runde,

Im Seminar oder so,

Ist sehr,

Sehr negativ besetzt,

Weil man dann oft an die negativen Konsequenzen denkt oder das assoziiert mit dem Gefühl,

Was man mit Stress hat,

Wenn man sich den Zeitgrund vorstellt,

Dann hat man dieses unangenehme Gefühl der Überforderung,

Man fühlt sich an der Sache nicht gewachsen,

Hat dann diese lästigen Symptome,

Aber im Grunde,

Hast du recht,

Also man kann,

Stress ist eigentlich was Neutrales,

Also eine Aktivierung kann negativ sein,

Wenn man sich überfordert fühlt und sich der Situation nicht gewachsen fühlt,

Die ist aber auch notwendig in manchen Situationen,

Also es gibt den sogenannten positiven Stress auch,

Das wäre der Eustress jetzt im Fachterminus erwähnt oder gesagt,

Das heißt also,

Wir brauchen manchmal eine Aktivierung,

Um überhaupt adäquat zu funktionieren,

Also um Leistungen zu bringen,

Ich muss ja schon erwähnt,

Ich komme aus dem Leistungssport und wenn man da das Beispiel nimmt,

Ein Wettkampf und wenn man da nicht ausreichend aktiviert ist,

Also tief und entspannt zum Beispiel auf die Kampfläche geht und gar nicht richtig mobilisiert ist,

Gar nicht richtig wach ist,

Dann bringt man keine Leistung,

Von daher brauchen wir im Alltag eine Aktivierung,

Ja um zu funktionieren,

Aber auch um längerfristig jetzt gesehen,

Wenn man in den Berufskontext zum Beispiel schaut,

Um zu wachsen,

Also um seine Kompetenzen zu erweitern,

Weil wenn wir immer Aufgaben machen,

Die wir schon seit zehn Jahren kennen und überhaupt nicht aufgeregt sind und keine Herausforderung sehen,

Dann gibt es kein Wachstum,

Das kann man dann auch auf den persönlichen Bereich übertragen,

Wir brauchen eine Aktivierung,

Um uns weiterzuentwickeln,

Um überhaupt Motivation aufzubauen und es gibt auch Belege dafür,

Dass zum Beispiel Situationen längerfristig ungesund sind,

In denen man gar nicht aktiviert ist,

Also wenn man längerfristig nichts zu tun hat,

Keine Aufgaben hat,

Viel Langeweile hat und sehr viel Monotonie ausgesetzt ist,

Dann kann das auch eher in die negative Richtung gehen.

Ist das dann der sogenannte Bore-out?

Ja,

Also man spricht ja das Wort Bore-out-Syndrom,

Also es geht dann einfach mit einer längerfristigen Unterforderung einher,

Dann sieht man keinen Sinn in den Sachen,

In denen man macht und Sinngebung ist ja auch ein ganz ganz wichtiger Faktor,

Der ja im Gesundheitskontext Sinn macht,

Also ja,

Sinnfaktor macht auf jeden Fall Sinn.

Sinn macht Sinn,

Definitiv.

Vielleicht auch mal interessant zu sehen,

Dass du das auch so beschreibst,

Es scheint ja auch so eine Art Optimum zu geben,

Das heißt zu wenig scheint ja auch Stress auszulesen,

Genauso wie zu viel,

Also es scheint ja diese beiden Begriffe jetzt zu geben,

Die auch da eine Rolle spielen können,

Das kannst du ja noch mal einschätzen.

Burn-out und Bore-out als zwei Extreme,

Ist das dann einmal zu wenig Stress,

Einmal zu viel Stress,

Kann man das so sagen?

Ja,

Interessante Frage,

Kann man tatsächlich so sagen und du sprichst auch was ganz Interessantes an,

Es gibt für jeden sozusagen ein individuell optimales Niveau von Aktivierung oder von Stress,

Das ist bei jedem unterschiedlich und wenn das eben zu wenig wird oder zu viel,

Dann geht man entweder in das eine Extrem oder in das andere Extrem.

Man muss natürlich nicht in das eine oder andere Extrem gehen,

Das hängt auch ganz viel davon ab,

Wie ist so der Lebensstil,

Schafft man es,

Auch wenn man viel zu tun hat und überlastet ist,

Schafft man es irgendwie einen Ausgleich zu schaffen im Alltag,

Dann driftet man nicht in diese Negativkonsequenz rein,

Also man kann selber ganz,

Ganz viel dafür tun,

Beispielsweise,

Damit man eben nicht in die Negativfolgen driftet.

Burn-out wäre ja nur eine Folge,

Also eine mentale Erkrankung,

Depressionen wären zum Beispiel eine weitere Folge,

Aber es gibt ja auch ganz viele Folgen,

Die auf der körperlichen Ebene zum Beispiel ablaufen,

Also fast alle Zivilisationskrankheiten kann man tatsächlich mit einer Dauerstressbelastung in Verbindung bringen.

Wow,

Hast du da ein paar Beispiele?

Ja,

Also wir haben ja gerade schon gehört,

Stress ist ja eine Aktivierung und es werden Hormone ausgeschüttet.

So als kurzzeitiges Programm kann der Organismus ganz gut mit diesen Hormonen oder mit dieser Aktivierung umgehen,

Also ursprünglich war dieses Programm auch nur als Schutzmechanismus für wenige Stunden angesehen und es folgte ganz wichtig,

Was heute oft ausbleibt,

Wir hatten früher die Abarbeitung dieser Hormone,

Das heißt man hat mit dem wilden Tier gekämpft oder man ist weggerannt oder wie auch immer und hat eben diese Energiebereitstellung abgearbeitet,

Abgenutzt und hat entsprechend durch die sportliche Aktivität sozusagen die Hormone rausgespült aus dem Körper oder abgearbeitet und dann hat man das Signal bekommen vom Körper,

Da hat der Steinzeitmensch noch ein bisschen besser darauf reagieren können als wir heute,

Okay es war jetzt anstrengend für mich,

Ich bin müde,

Ich bin erschöpft,

Das heißt der Steinzeitmensch hat sich damals einen ruhigen Ort gesucht,

Hat sich hingelegt und hat sich erholt.

Das sind zwei wesentliche Aspekte,

Die heute oft ausbleiben,

Also zum einen ist Stress heute oft nicht eine kurzzeitige Reaktion,

Sondern wir sind in so einer Dauerspirale unterwegs,

Man hat anstrengende Projekte zum Beispiel,

Die längerfristig gehen oder eine Prüfungsphase in der Uni geht auch nicht irgendwie ein Tag,

Sondern mehrere Wochen und oft,

Wenn man mal ganz ehrlich ist,

Hat man dann in diesen Phasen wenig Zeit für Sport,

Also das wäre eine Möglichkeit zum Beispiel,

Um die Stresshormone abzubauen oder für Entspannung,

Man schläft weniger,

Man macht weniger Pausen und ja,

Dann bleibt der Körper einfach leider in dieser Negativzirkulation mit den Hormonen und die bewirken natürlich längerfristig dann ein paar Schäden im Körper,

Zum Beispiel ist das Herz-Kreislauf-System stark beansprucht,

Das heißt wir haben dauerhaft einen erhöhten Blutdruck,

Dann sind die Blutgefäße natürlich beansprucht.

Was auch passiert,

Man kann den Herzschlag messen,

Also es gibt einen schönen Ruhepuls,

Vor allem bei Ausdauerathleten,

Die haben dann noch ein bisschen einen niedrigeren oder ökonomischeren Puls als Nicht-Ausdauerathleten und unter Dauerstress geht der Puls eben nach oben,

Dann haben wir tatsächlich einen schnellen Herzschlag,

Abends merkt man das dann,

Man kommt da nicht runtergefahren,

Man kann schlechter einschlafen,

Weil man so ein Herzrasen hat und was dann auch passiert,

Das Herz verändert so ein bisschen den Schlagmodus,

Also das gesunde Herz,

Das entspannte Herz schlägt zum Beispiel,

Das wissen viele nicht,

Im Millisekundenbereich unregelmäßig und das ist auch notwendig,

Damit sich das Herz schneller anpassen kann oder flexibler anpassen kann an verschiedene Umweltreize und diese Eigenschaft geht verloren,

Je länger man unter einer Dauerbelastung steht,

Weil das Herz ja ständig,

Es kommt irgendein Stressreiz rein,

Dann passt das Herz quasi den Herzschlag an,

Schlägt schneller,

Dann wieder langsamer,

Dann kommt das nächste,

Dann passt es den Herzschlag wieder an und dann schlägt es wieder langsamer und das macht es die ganze Zeit,

Bis es sagt,

Okay,

Es ist ja ständig was los,

Es ist ständig Action,

Ich muss die ganze Zeit unter Leistung sein,

Dann schlägt es generell schneller und fängt an,

Wie eine Maschine zu schlagen,

Sehr,

Sehr,

Sehr,

Sehr regelmäßig und dann geht die Anpassungsfähigkeit verloren und das Herz ist in so einem eingefahrenen Muster und kann sich dann schwer einstellen auf neue Reize,

Das heißt,

Dann entwickeln sich möglicherweise so Geschichten wie Rhythmusstörungen oder Extraschläge oder sonstige Auffälligkeiten,

Also auf jeden Fall Herzsystem ist stark beeinträchtigt und aufgrund dessen,

Dass wir schon den Bluthochdruck haben eventuell,

Kommt es eventuell auch zum Schlaganfall oder Herzimpaktrisiko.

Bedingt ist es auch dadurch,

Zum Beispiel kommt ein weiterer Risikofaktor dazu,

Wenn dauerhaft das Hormon Cortisol im Körper zirkuliert,

Ist es eben so zum Beispiel,

Dass Cortisol bewirkt,

Dass der Körper mehr körpereigenes Cholesterin produziert und weniger abgebaut wird,

Das heißt also,

Wir haben schon einen erhöhten Cholesterinspiegel im Blut und das macht Cholesterin,

Wenn wir zu viel davon haben,

Es lagert sich dann auch in den Blutgefäßen ab,

Also haben wir quasi durch den Bluthochdruck und durch das Cholesterin ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall und weitere Aspekte,

Also weitere Geschichten wie Herzinfarkt.

Kreislauferkrankungen,

Herzinfarkt,

Okay.

Genau,

Also das wäre jetzt nur die Herzebene,

Dann ist es auch so,

Ja,

Auch so Banalitäten jetzt im Vergleich dazu,

Was vielleicht dann für die Betroffenen gar nicht so Banalitäten sind,

Aber bestehende Krankheiten,

Wie zum Beispiel Hautkrankheiten,

Verschlechtern sich,

Also wenn man schon Neurodermitis hat oder eine Schuppenflechte,

Die wird dann schlimmer oder bricht aus,

Dann haben wir sowas wie Nierenerkrankungen oder Schilddrüsenerkrankungen,

Man wird auch öfter anfällig für verschiedene Krankheiten,

Also weil die Immunabwehr des Körpers geschwächt ist,

Weil der Körper sich zum Beispiel dann gezielt mit einem Stressor auseinandersetzt,

Mit einem Stressreiz und die ganzen Kräfte,

Die ganze Energie wird auf diese Bearbeitung fokussiert und dann leidet eben die Immunabwehr,

Auch weil die T-Helferzellenproduktion runterreguliert wird zum Beispiel.

Man hat Schlafstörungen,

Klar,

Weil der Körper die ganze Zeit im Leistungsmodus ist,

Man kann gar nicht runterfahren und man kommt nicht in die Tiefschlafphasen rein oder durchschläft die nicht ausreichend lang genug und vorhin habe ich auch angesprochen,

Dass unter Stress der Muskeltonus erhöht ist,

Viele leiden auch unter Verspannungen,

Man kennt es hier,

Die Bürostuhltäter und so weiter,

Hier die Nackenverspannungen oder auch im unteren Rücken hat man dann Probleme und das geht dann über diese Verspannungen oft auch in den Spannungskopfschmerzen,

Also Migränekopfschmerzen sind auch so ein Faktor,

Aber auch sowas wie Tinnitus,

Verdauungsprobleme,

Magengeschwerden,

Das kann dann auch bis zum Geschwür gehen,

Also eigentlich kann man alle modernen Zivilisationskrankheiten,

Die auch eventuell bedingt durch eine falsche Ernährung oder Bewegungsmangel zustande kommen,

Mit Stress in Verbindung bringen.

Ja,

Das ist super,

Dass du das so beschreibst,

Weil es ja eine ganzheitliche Sicht ist und da ist ja immer wieder auch zu sehen,

Dass ja manche Leute ja erst an den Symptomen anfangen,

Ja sich mit dem Thema auseinanderzusetzen,

Das ist ja eigentlich schon zu spät,

Beziehungsweise noch nicht komplett zu spät,

Aber ja man muss ja nicht erst das Kind in den Brunnen fallen lassen,

Um es zu retten,

Das heißt über das Bewusstsein um die Stressabläufe ist es ja möglich auch etwas früher anzusetzen,

Würdest du das so sagen,

Ist das auch etwas,

Was du so bestätigen würdest,

Dass man dann präventiv auch mit Hilfe von Stress agieren kann,

Mit einem Bewusstsein um Stress und die Mechanismen?

Ja,

Würde ich auf jeden Fall so bestätigen,

Das ist aber eine wesentliche Herausforderung,

Eine wesentliche Challenge,

Würde ich sagen,

In der heutigen Zeit,

Weil viele,

Also der Körper ist in dem Sinne genial,

Wir kriegen sofort Signale,

Der Körper gibt einige Sofortsignale,

Wenn man überfordert ist,

Es gibt ja diese Red Flags oder Stresssignale,

Wie zum Beispiel eben schwitzige Hände,

Herzrasen,

Schlafstörungen,

Also es muss gar nicht in der Krankheit ausatmen,

Man kriegt vorher schon die Signale,

Das Problem ist einfach,

Dass wir heutzutage in der Leistungsgesellschaft unterwegs sind,

Das heißt man hat gar nicht so den Luxus,

Man muss funktionieren und man nimmt diese Signale vielleicht gar nicht wahr oder oft stellt sich auch so ein Effekt ein,

Ja das ist normal,

Man wirbt sich dann eine Kopfschmerztablette rein und beschäftigt sich gar nicht damit,

Aber wichtig wäre klar,

Wie du sagst,

Dass man präventiv schon was macht und da kann man einiges machen,

Wenn man dann in eine Stressphase kommt,

Damit die Symptome nicht so ausatmen,

Damit es nicht zur Entwicklung von einer Krankheit kommt,

Was man natürlich machen kann,

Ist auf jeden Fall Sport,

Also weil man über die Bewegung über Sport Stresshormone abbauen kann,

Auch beispielsweise den Muskeltonus reduziert,

Also Verspannungen vorbeugen kann und Wohlfühlhormone werden ausgeschüttet,

Wie Serotonin und Dopamin,

Das heißt man steigert das Wohlbefinden,

Was man auch macht,

Ich habe gerade ganz viel über das Herz erzählt,

Wenn man zum Beispiel regelmäßig Ausdauertraining macht,

Ja da gibt es so Empfehlungen,

Wie viel man machen soll,

Da kann jeder für sich mal gucken,

Aber wenn man so ein bisschen Ausdauertraining macht,

Dann trainiert man das Herz sozusagen stressresistent,

Das heißt die Anpassungsfähigkeit bleibt erhalten und der Herzschlag,

Also der Puls bleibt im niedrigeren Bereich,

Also man schafft Ausgleich und macht präventiv auch ganz viel,

Das wäre so die eine Richtung und die andere Richtung ist,

Dass man Entspannungsphasen einbaut,

In den Alltag Pausen macht,

Ja auch mal reflektiert,

Wie beginne ich überhaupt meinen Tag,

Gehetzt mit dem Smartphone,

Informationsüberflutet schon oder wie gestalte ich meinen Tag und da gibt es ganz ganz viele Ansätze,

Mit denen man sich auseinandersetzen kann,

Ganz viele Techniken,

Man kann in den systematischen Bereich gehen und mit Entspannungsverfahren zum Beispiel arbeiten,

Da muss man für sich herausfinden,

Welche funktioniert für mich am besten oder man kann unsystematisch arbeiten,

Das heißt ja einfach alles nutzen,

Was man bisher so kennengelernt hat an Aktivitäten,

Tätigkeiten,

Die einem helfen,

Also einen Spaziergang machen,

Bad nehmen und so weiter.

Wichtig wäre hier aber eine Regelmäßigkeit und tatsächlich schon im Vorfeld sozusagen gesunde Routinen aufzubauen,

Damit man dann in Stressphasen nicht überrollt wird und den Stand halten kann.

Was würdest du Leuten sagen,

Die sagen,

Ja für mich funktioniert irgendwie ein,

Zwei Bier am Abend ganz gut,

Um meinen Stress des Tages zu reduzieren?

Ja,

Das Fatale ist,

Es stimmt ja tatsächlich,

Als Alkohol kann man tatsächlich auch als Stressbewältigung bewerten,

Aber vielleicht nicht die gesündeste Variante,

Weil Alkohol natürlich,

Wie wir alle wissen,

Auch Folgen hat und auch in die Sucht driften kann und das nennt man so im Stressbereich maladaptive Stressprävention oder Stressstrategien,

Also alle Stressstrategien,

Die nicht optimal sind,

Die man eher nicht anwenden sollte.

Ja gut,

Also wenn es einmal die Woche passiert,

Einmal im Monat,

Wie auch immer,

Ist es vielleicht nicht so tragisch,

Aber längerfristig,

Es geht ja um die Gesundheitsförderung,

Sollte man vielleicht Alternativen aufbauen.

Also es ist jetzt nicht die optimale Lösung,

Genauso wie Rauchen,

Was ja nachweislich auch die Personen in dem Moment von der Prüfung oder so beruhigt,

Aber optimal ist es eben nicht,

Weil es natürlich Schädigungen auch bewirkt im Körper,

Also lieber Alternativen suchen und da gibt es eine ganze Menge.

Gut,

Dass du das beschreibst,

Weil das,

Was jetzt manche so als ihre Lösung empfinden oder Lösung im Sinne von,

Ich bin sozusagen etwas beruhigter in meinem Gefühl,

Vielleicht eigentlich eher nur,

Könnte auch eine Ablenkung sein,

Oder?

Ist ja nicht unbedingt eine Lösung,

Das heißt nicht unbedingt eine längerfristige Strategie,

Um Stress umzugehen,

Ist ja eher ein Ablenken vom eigentlichen Thema.

Vielleicht ist es ja manchmal auch die Frage,

Gehe ich das echte Problem an oder lenke ich mich ab bei dem,

Was ich hier in Sachen Stress machen kann.

Wie würdest du das nochmal vielleicht unterscheiden?

Gibt es da jetzt auch Ablenkungen,

Die vielleicht sogar Sinn machen oder sollte man jetzt wirklich das Thema bei der Wurzel packen und dadurch seinen Stress lösen,

Um damit freier und beruhigter durchs Leben zu gehen?

Wie würdest du das beschreiben für dich?

Ja,

Sehr interessante Frage.

Also Ablenkung als solche,

Ob man das jetzt unbedingt mit Alkohol irgendwie in Verbindung bringt,

Muss nicht sein,

Aber Ablenkung als solche ist ja auch eine bewährte Stressstrategie,

Die allerdings eher in der Kurzfristigkeit wirkt.

Also wenn man gerade irgendwie auf der Arbeit merkt,

Okay,

Jetzt steht irgendwie ein Vortrag an oder ich habe gleich ein anstrengendes Gespräch mit einem Kunden oder so,

Ich bin nervös.

Dann kann man beispielsweise rausgehen,

Sich ablenken,

Was anderes machen,

Damit man quasi dem Körper hilft,

Dass die Stressreaktion sich nicht so stark aufbaut.

Also für den kurzfristigen Effekt ist das ganz gut,

Aber längerfristig,

Wenn man halt immer wieder in die gleiche Stresssituation kommt oder immer wieder irgendwie durch bestimmte Persönlichkeitseigenschaften sich in bestimmte Stresssituationen selber bringt,

Dann bringt dir die Ablenkung nicht so viel.

Also man müsste dann tatsächlich,

Wenn man längerfristig seinen Stressniveau verbessern will oder seine Stressursachen beheben will,

Muss man tatsächlich in die Reflexion gehen und mal schauen.

Erstens,

Was sind denn so die Stressoren,

Die mir begegnen?

Also da einen bewussten Blick drauf werfen.

Ist es der Zeitdruck?

Ist es der Kollege?

Ist es vielleicht was ganz anderes?

Und dann muss man auch noch mal den Blick nach innen richten,

Was manchmal ein bisschen unangenehm ist,

Weil oft sucht man ja die Faktoren im Außen,

Das ist einfacher.

Aber ja,

Oft sind die Stressoren auch intern bedingt durch bestimmte Persönlichkeitseigenschaften oder Denkweisen,

Eigenschaften,

Die wir so mitbekommen haben,

Die auch in uns veranlagt sind,

Wie zum Beispiel Perfektionismus,

Ein Klassiker heutzutage.

Und längerfristig würde ich empfehlen,

Also Stressbewältigung heißt ja nicht nur jetzt kurzfristig die Stressreaktion zu beheben,

Macht Sinn,

Klar,

Aber längerfristig,

Um den Stress zu beheben,

Muss man drauf schauen,

Was sind die Stressoren,

Kann ich die im Vorfeld eliminieren,

Zum Beispiel durch Zeitmanagement oder so.

Also wenn es immer wieder an mir liegt,

Dass ich beispielsweise zu spät komme oder meinen Zeitbedarf unrealistisch einschätze und dadurch in Stress komme,

Dann kann ich daran zum Beispiel arbeiten.

Ich kann aber auch,

Komme nicht drumrum,

Einfach mal auf meine Bewertungsmuster zu gucken.

Also Stress entsteht ja nicht nur automatisch,

Wenn irgendwie ein Reiz auf mich eintritt und dann bin ich direkt in einer Stressreaktion,

Da passiert ja auch intern ganz viel.

Sehe ich die Situation zum Beispiel als bedrohlich oder nicht für mein Wohlbefinden,

Meinen Selbstwert,

Sehe ich irgendwelche negativen Konsequenzen,

Nachteile für mich in dieser Situation,

Wenn ich die nicht erfolgreich bewältige und so weiter.

Und da kann ich zum Beispiel an meinen eigenen Bewertungen ansetzen,

An meinen eigenen Gedanken,

Wenn man mal reflektiert,

Wie denkt man denn in so einer Stresssituation.

Oft sind die Gedanken sehr dysfunktional.

Also ich schaffe es sowieso nicht,

Es ist eh alles verloren und so weiter.

Schon wieder mache ich alles falsch und so weiter.

Es zieht noch runter zusätzlich,

Das heißt,

Es ist schon Stress da und es zieht noch zusätzlich runter,

Dass man noch dann obendrauf denkt,

Auf diese ohnehin schon belastende Situation.

Ja und das ist eben ein ganz wesentlicher Faktor.

Neben diesen belastenden Situationen,

Die von außen kommen,

Die müssen gar nicht Stress verursachen.

Aber mein eigener Anteil,

Also genau meine Einstellung,

Meine Gedanken,

Die tragen wesentlich dazu bei,

Ob es überhaupt zu Stressreaktionen kommt oder dass es vor allem zu Stressreaktionen kommt und wie stark die dann ausfällt.

Und da kann ich dann ansetzen.

Also der Blick lohnt sich nach innen und bei der längerfristigen Stressbewältigung geht es darum,

Den Blick tatsächlich auch dahin zu richten und da ein bisschen was umzustrukturieren.

Verschiedene Techniken,

Ablenkung oder Atemtechniken,

Also kurzfristige Geschichten regulieren nur kurzzeitig die Stressreaktion darunter.

Und wir wollen ja längerfristig so viele Stressfaktoren wie möglich eliminieren,

Damit man nicht in diese Negativspirale reinkommt.

Ja,

Negativspirale ist,

Glaube ich,

Ein gutes Stichwort.

Ich glaube,

Da befinden sich manche leider und sehen da auch manchmal nicht so die Optionen und sehen den Wald vor der Bäume nicht und sind da ein bisschen limitiert auf ihre bisherigen Muster und haben sich vielleicht auch etwas selbst beschränkt und erleiden dadurch auch Stress nach dem Motto,

Oh ja,

Ich weiß nicht,

Was ich tun kann.

Aber du sagst,

Es gibt Möglichkeiten.

Das heißt,

Es gibt Optionen,

Auch sein Stressempfinden des Alltags gut anzugehen.

Ist das richtig?

Ja,

Also da gibt es sehr,

Sehr viele Optionen.

Wie gesagt,

Da muss man,

Ist jeder so ein bisschen in der Bringschuld,

Mal zu schauen,

Was ist denn die richtige Methode für mich.

Also wir haben schon den Sport angesprochen.

Dann gibt es natürlich Techniken,

Die so ein bisschen,

Also das nennt man dann mentale Strategien oder mentales Stressmanagement,

Das wir so gerade besprochen haben,

Die so ein bisschen die Einstellung hinterfragen.

Da kann man mit so einer Technik arbeiten zum Beispiel,

Dass man seine Gedanken mal runterschreibt,

Die in Stresssituationen auftauchen und die dann mal reflektiert,

Kritisch durchleuchtet und dann positiv umformuliert und da so ein bisschen,

Ja,

Diese Bedrohung aus der Situation nimmt.

Und dann gibt es ganz viele Techniken,

Die dauerhaft quasi die Entspannung herbeiführen oder auch die Stressreaktionen abarbeiten.

Das wären dann so Techniken wie die progressive Muskelentspannung oder autogenes Training,

Fantasiereisen,

Meditation auch,

Wobei Meditation jetzt im klassischen Sinne eigentlich keine richtige Entspannungstechnik ist.

Aber mit dem,

Worauf sie abzielt,

Eben auch Entspannung herbeiführt,

Also eher Gelassenheit und so ein bisschen eine Distanzierung bewirkt zu den Reizen,

Die so auf einen eintreffen.

Also man kann ganz,

Ganz viele Sachen machen,

Yoga,

Klassiker zum Beispiel.

Es gibt auch weitere Bewegungsformen,

Die so ein bisschen auch die Atmung integrieren,

Die Tai Chi,

Qigong,

Also da gibt es wirklich eine ganze Menge,

Ja,

Mit denen man,

Mit Techniken,

Mit denen man arbeiten kann.

Ja,

Das ist gut,

Dass du es sagst.

Ich finde hier nochmal spannend,

Einen Abgleich zu machen und zwar zu einer Statistik.

Das ist vom letzten Jahr und zwar gab es dann eine repräsentative Telefonbefragung so im Sommer letzten Jahres.

Das heißt,

Da war 2020 ja schon einiges entgangen,

Auch in Sachen der aktuellen Corona-Situation.

Und da hieß es,

80 Prozent der Deutschen klagen über Stress.

An dieser Telefonbefragung kurz zusammengefasst und da fand ich jetzt sehr,

Sehr interessant,

Was gibt es denn für ergriffene Maßnahmen?

Das heißt,

Was machen die Leute denn,

Nachdem sie festgestellt haben,

Dass sie gestresst sind?

Und da hieß es dann zum Beispiel,

24 Prozent kümmern sich um mehr Bewegung,

27 Prozent gehen Entspannungsübungen an,

Das,

Was du auch schon erwähnt hast beispielsweise.

Und 32 Prozent allerdings machen keine Maßnahmen weitergehend.

Das heißt,

Die sind einfach gestresst,

Aber die machen auch nichts dagegen.

Das heißt,

Das finde ich sehr,

Sehr bemerkenswert,

Dass eben auch das hier zutage gekommen ist.

Was meinst du,

Woran liegt das?

Warum sind da manche Leute passiv?

Warten die dann darauf,

Dass ihnen geholfen wird oder was ist da aus deiner Sicht die Erklärung dafür?

Ja,

Interessant.

Also ich glaube,

Da gibt es einige Erklärungen dafür.

Ich glaube,

Sozialisation ist ein Faktor.

Also wie ist man in der Vergangenheit mit solchen Geschichten umgegangen?

Ja,

Leider kriegt man nicht viel mit,

Zum Beispiel in der schulischen Bildung oder so,

Wie man mit solchen Sachen umgehen kann.

Ich glaube,

Das Verständnis ist auch nicht da.

Was ist denn Stress genau?

Was bewirkt Stress?

Und oft hat man gar nicht die Zeit,

Sich mit solchen Sachen auseinanderzusetzen.

Also oft ist es dann so,

Dass man Stress quasi aushält und er geht dann irgendwann wieder auch von alleine weg.

Das ist so der Konsens und viele haben da einfach keine Idee,

Was man eigentlich tun kann.

Und dazu muss man erst mal im Vorfeld verstehen,

Was Stress überhaupt bewirkt.

Ich glaube,

Also so ein bisschen Aufklärung wäre sinnvoll.

Auch wenn ich in meinen Workshops oder Beratungen mal frage,

Was die Leute so machen,

Da kommen ähnliche Antworten.

Ja,

Man zieht es halt durch,

Man hält durch und so weiter.

Und dann,

Wenn man mal fragt,

Kennen Sie denn die Methode oder kennen Sie die Methode,

Dann hören die das zum ersten Mal.

Also ich glaube,

Unwissenheit spielt da so ein bisschen mit rein,

Aber auch so das Herangehen,

Ja,

Stress kommt halt und Stress vergeht.

Also das Mindset dazu,

Würde ich sagen.

Ja,

Spannend,

Dass du es beschreibst.

Also da ist noch ein bisschen Lernpotenzial vielleicht für einen oder die eine oder andere noch gegeben.

Und insofern,

Ja,

Vielleicht nicht verkehrt,

Dann ein paar Ideen noch anzubieten und einfach zu sagen,

Hey,

Es gibt Ansätze,

Sich nicht gestresst fühlen zu müssen.

Aber trotzdem nochmal interessant,

Aus deiner Perspektive,

Die aktuelle Zeit,

In der wir uns momentan hier befinden,

Nochmal zu betrachten.

Es gibt ja auch da ein paar Zahlen,

Dass jetzt eben das Stressempfinden von befragten Leuten,

Beispielsweise gibt es eine Techniker-Krankenkassenstudie anhand der Befragung von Versicherten,

Dass sich da herausstellt,

Dass der empfundene Stress zugenommen hat.

Tja,

Ist das jetzt auch eine Beobachtung,

Die du in deinen Workshops,

In deinen Vorträgen und Seminaren beobachtest?

Gibt es eine gefühlte Zunahme von Stress oder wie siehst du das tatsächlich?

Ja,

Also in meinen Workshops und Seminaren sind die Leute immer gestresst.

Also unabhängig davon,

In welcher Situation wir sind,

Aber ich glaube,

Das sieht man ja auch anhand der Zahlen in manchen Studien,

Aktuell eben das,

Womit wir uns alle auseinandersetzen müssen.

Die Corona-Pandemie zum Beispiel spielt da auf jeden Fall mit rein,

Also ein Faktor,

Der von außen kommt,

Ein riesiger Stressreiz,

Der vielleicht auch irgendwie sowas wie Ungewissheiten mit reinbringt,

Ständig ändernde Strukturen oder Regelungen,

Vielleicht auch persönliche Betroffenheit,

Finanzielle Unsicherheiten und so weiter.

Und da gibt es tatsächlich auch interessante Aussagen oder Studien.

Zum Beispiel eine Studie hat einen Vergleich angestellt,

Das Jahr 2020 und das Jahr 2021.

Eine Studie,

Die in Deutschland durchgeführt wurde,

Da wurde erfragt,

Ja,

Wie die Teilnehmer denn ihre Stressbelastung wahrnehmen in Zeiten von Corona.

Also im Vergleich dieser zwei Jahre,

Ja,

Nehmen sie die Stressbelastung als weniger wahr,

Genauso oder mehr.

Und da war eine deutliche Tendenz in die Richtung zu erkennen,

In dem ein Jahr hat sich die Prozentzahl sehr stark nach oben bewegt,

Dass die Beteiligten tatsächlich mehr Stress empfinden aufgrund dieser Corona-Situation.

Vielleicht auch,

Weil keiner weiß,

Wann es zu Ende ist oder wie es im Endeffekt weitergeht und den persönlichen Lebensbereich auch sehr stark einschränkt.

Also da gibt es auf jeden Fall die Tendenz.

Aber ich glaube,

Generell ist Stress zurzeit ein Thema,

Was auch unabhängig von Corona immer mehr wird,

Wenn man jetzt in verschiedene Settings reinguckt.

In der Schule,

Da gibt es sehr,

Sehr viele Anfragen in letzter Zeit,

Auch da Seminare oder Workshops zu machen zu dem Thema Stressbewältigung.

In der Pflege,

Ein Klassiker,

Da war ich jetzt auch oft unterwegs,

Die haben jetzt besonders viel zu tun.

Da gab es auch eine Studie,

Die belegt hat,

Dass vor allem so Geschichten wie Angststörungen und Depressionen insbesondere bei den Mitarbeitern in Pflegebereichen gestiegen sind jetzt in den letzten Jahren im Vergleich zu dem normalen Bürger,

Sage ich jetzt mal.

Nachvollziehbar,

Nachvollziehbar.

Genau,

Gibt es halt in vielen Settings einen Anstieg,

Vor allem bedingt auch durch die Corona-Situation aktuell,

Aber nicht nur.

Okay,

Vielleicht auch nochmal interessant in diesem Zuge nochmal zu gucken,

Wie es aussieht mit psychischen Erkrankungen.

Als eine Möglichkeit ja auch die psychische Belastung zu messen und da zeigt sich jetzt auch,

Dass das rund 20 Prozent des Gesamtkrankenstandes ausmacht bei manchen Krankenkassen.

Das heißt,

Ja,

20 Prozent ist schon eine große Hausnummer,

Wenn man jetzt alle Krankenstandsoptionen sieht und das jetzt als einzelne Position betrachtet,

Ist eben der Ausfall wegen psychischen Erkrankungen ja ein sehr,

Sehr wesentlicher und auch ein wachsender Faktor.

Ist das eine Möglichkeit,

Auch diesen Stress zu messen in der Gesellschaft aus seiner Sicht?

Wie schätzt du das ein,

Die psychischen Erkrankungen auch hier mit ins Spiel zu nehmen und das nochmal sich gezielt anzuschauen?

Naja,

So pauschal das in Zusammenhang zu bringen,

Ist natürlich schwierig.

Es gibt Zusammenhänge,

Stress hat ja auch,

Oder eine Dauerstressbelastung,

Wie wir schon gehört haben,

Hat ja nicht nur eine Komponente auf der körperlichen Ebene,

Sondern auch auf der psychischen und Burnout und Depression sind eben mögliche Folgen.

Da müsste man natürlich immer bei den Beteiligten genauer gucken,

Wo so die Ursachen liegen,

Weil ja,

Da gibt es ganz,

Ganz viele Aspekte,

Die reinspielen,

Aber auf jeden Fall kann es Zusammenhänge geben,

Dass Depressionen,

Angststörungen und andere psychische Erkrankungen jetzt vermehrt auftauchen,

Vor allem in Bezug auf die Situation,

Die wir gerade haben.

Würdest du jetzt,

Das ist auch nochmal vielleicht wichtig,

Würdest du sagen,

Dass es dort wirklich objektiv messbar mehr Belastung gibt oder sind die Leute auch ein bisschen sensibler geworden in den letzten Jahren für das Thema Psyche,

Auch Stressbelastung,

Wie würdest du das aus seiner Sicht empfinden?

Ist es wirklich mehr geworden oder sind einfach die Fühler etwas feiner geworden in diesem Thema?

Vielleicht beides.

Also stressobjektiv messen ist sehr schwierig.

Es gibt Messverfahren physiologischer Art,

Also da gibt es zum Beispiel das EKG,

Worüber man Stress messen kann,

Da gibt es den Parameter Herzratenvariabilität,

Den ich vorhin schon so ein bisschen erklärt habe,

Ohne den Begriff zu nennen.

Das heißt also,

Man kann dann auf der Herzebene tatsächlich körperlich kontrollieren,

Wie stark die Anpassungsfähigkeit ist.

Genau,

Also wenn der HRV-Wert gering ist,

Dann ist das Stressniveau erhöht.

HRV,

Vielleicht nochmal kurz.

Ja,

HRV ist die Herzratenvariabilität.

Das ist ein Parameter in der Medizin und verschiedenen anderen Bereichen,

Der eben dazu herangezogen wird,

Um das Stressniveau zu bestimmen.

Und das heißt eben,

Wie gut kann sich dein Herz gerade anpassen.

Je länger du in einer Stressbelastung unterwegs bist,

Also je länger du in irgendwelchen anstrengenden Projekten unterwegs bist oder so,

Je mehr du zu tun hast und desto weniger du auf Entspannung und Regeneration achtest,

Also je weniger Ausgleich du hast,

Desto mehr geht dein Herz eben in diesen ungesunden Schlagmodus.

Das heißt,

Es fängt an,

Im Millisekundenbereich sehr,

Sehr regelmäßig zu schlagen.

Also die Abstände sind dann tatsächlich sehr identisch und es fängt an,

Sehr,

Sehr schnell zu schlagen.

Aber Herzratenvariabilität bezieht sich tatsächlich auf diesen variablen Herzschlag.

Wenn er zu regelmäßig ist,

Kann man sagen,

Okay,

Die Person ist im Vergleich zur Norm sehr gestresst.

Und wenn der Herzschlag aber flexibel bleibt,

Auch im Vergleich dann wieder zu Normwerten,

Dann ist die Anpassungsfähigkeit da.

Das ist dann quasi auf der Herzebene.

Das sagt natürlich noch nicht so viel darüber aus,

Wie derjenige sich selber fühlt.

Also ich habe oft Messungen zum Beispiel in dem Bereich,

Wo Teilnehmer sagen,

Ja,

Ich bin super entspannt und ich habe ein bisschen was zu tun,

Aber ich fühle mich jetzt nicht gestresst.

Und die haben dann hohe Werte in dem Bereich,

Also haben eine schlechte Anpassungsfähigkeit,

Sind gestresst,

Obwohl die das gar nicht so wahrnehmen.

Und dann ist die Frage,

Okay,

Womit hängt das zusammen?

Die eigene Wahrnehmung oder man gewöhnt sich an Belastungen und so,

Nimmt die gar nicht mehr so wahr.

Und der umgekehrte Fall gilt aber auch,

Dass Leute sagen,

Die sind super gestresst und dann hat man eben tiefenentspannte Ergebnisse.

Also dann hat man eine gute Anpassungsfähigkeit.

Und von dem her würde ich sagen,

Ja,

Es ist eine sehr individuelle Sichtweise.

Vielleicht achten die Leute jetzt so ein bisschen mehr auch auf Stress oder sind sensibler geworden,

Weil die Wahrnehmung irgendwie auch gesellschaftlich darauf jetzt fokussiert wird.

Aber ja,

Ob das dann tatsächlich auch immer so ist,

Ist eine andere Frage.

Objektiv,

Ja,

Schwierig.

Sicherlich.

Da muss sicherlich auch jeder sich selbst in den Blick nehmen und schauen,

Ja,

Wie ist der Abgleich für sich selbst losgelöst von dem,

Was auch an Themen besprochen wird.

Das für sich dann festzustellen und Bedarf für sich festzustellen,

Ist,

Glaube ich,

Immer das,

Was am Ende ja auch zählt.

Man wird ja nicht die Gesellschaft als Ganze erreichen können,

Auch mit Maßnahmen,

Sondern es geht ja darum,

Dass jeder Einzelne seinen Weg findet.

Und insofern beschreibst du es ja auch schon genau richtig.

Man kann ja auch nicht für alle die gleiche Lösung hier entsprechend auch deswegen parat halten.

Also insofern macht das ja auch absolut Sinn,

Was du sagst.

Aber was mich noch interessieren würde auch in diesem Sinne,

Du hast schon verschiedene Berufsgruppen angesprochen.

Siehst du auch noch vielleicht Unterschiede zwischen Männern und Frauen nochmal ganz speziell im Thema Stress erleben?

Ja,

Ich würde sagen,

Also wenn man einen Blick jetzt nochmal auf die Studie der Krankenkasse zurücklegt,

Da haben die auch geschlechtsspezifisch zum Beispiel geschaut,

Was stresst denn eher die Männer und was stresst denn eher die Frauen.

Und interessant war,

Dass da so ein bisschen die klassische Rollenverteilung immer noch sichtbar ist.

Also die Männer waren eher gestresst von der Arbeit und bei so Tätigkeiten wie zum Beispiel Kindererziehung und Arbeitsbelastung im Haushalt,

Da waren die Frauen eher gestresst.

Aber auch ein Thema wie zum Beispiel sehr hohe Ansprüche an sich selber.

Ich w��rde sagen,

So mein Eindruck allgemein ist,

Dass die Frauen eher eine Tendenz haben,

Sich selber zu stressen.

Und die Männer so ein bisschen lockerer oder vielleicht von anderen Themen gestresst sind als die Frauen.

Aber Frauen,

Ja,

Würde ich sagen,

Stressen sich so ein bisschen mehr auf sich selber heraus.

Also durch die eigene Bewertung und eigene Erwartung vielleicht auch?

Genau,

Also vielleicht ja,

Erwartungshaltungen an sich selber.

Bei Frauen ist auch oft so,

Ja,

Das klingt jetzt alles so ein bisschen wertend,

Aber es gibt einfach diese Tendenzen,

Das Helfersyndrom.

Also Frauen machen sich eher viele Gedanken,

Die sie wahrgenommen werden von anderen,

Wollen nicht schlecht dastehen,

Wollen nicht negativ bewertet werden,

Stellen die Bedürfnisse von anderen vielleicht vorne an und ihre eigenen zurück und längerfristig driftet das dann auch oft in die Stressbelastung.

Also wenn man immer wieder seine eigenen Bedürfnisse zurückstellt,

Seine eigenen Stresssignale vielleicht nicht wahrnimmt und auf den Körper nicht hört,

Ja,

Dann kriegt man längerfristig eine Konsequenz dann vom Körper.

Also die Zahlen geben dir recht von dem,

Was ich jetzt hier zum Beispiel direkt vor der Nase habe.

Das heißt,

Auch hier hat man nochmal die Zahlen,

Relativ aktuell aus dem letzten Jahr,

Eben verglichen zwischen Männern und Frauen.

Und da hieß es zum Beispiel,

Dass es 76 Prozent gestresste Männer gibt anhand dieser Befragung und 84 Prozent gestresste Frauen.

Und das ist dann ja doch schon ein gewisser Unterschied.

Also nicht ganz zehn Prozent mehr bei den Frauen.

Insofern würde das natürlich auch das unterstreichen,

Was du gerade beschrieben hast.

Aber vielleicht nochmal Gegenfrage aus deiner Einschätzung heraus.

Könnte es auch sein,

Dass manche Männer sich diese vermeintliche Schwäche des Stresses nicht eingestehen wollen?

Ist es vielleicht auch so die Frage,

Wenn man sich reindenkt,

Jemand wird befragt und soll einschätzen,

Ist er gestresst?

Dass es dann einfach so eine Art,

Naja,

Erwartungen an sich selbst gibt,

Nicht Schwäche zeigen zu wollen und zu sagen,

Nein,

Ich bin schon nicht so gestresst,

Das ist schon nicht so schlimm.

Ich gebe an,

Das ist ein bisschen weniger,

Als ich das vielleicht wirklich für mich beobachten und beschreiben würde.

Das heißt,

Weißt du,

Was ich meine?

Das heißt,

Diese soziale Erwartung und nicht unbedingt ehrlich zu sein,

In Anführungszeichen,

Könnte das hier auch bei solchen Befragungen mit reinspielen?

Das wäre auch mal interessant,

Aus deiner Sicht zu hören.

Ja,

Kann ich mir vorstellen.

Da sind wir wieder beim Thema Männerrollenbild,

Männerverständnis,

Frauenrollenbild und so weiter.

Wie geht man erzogen?

Wie wird man sozialisiert?

Und ich würde mal vermuten,

Dass Männer öfter den Spruch hören,

Die Indianer kennen keinen Schmerz,

Stell dich nicht so an und Schwäche ist was für Schwächlinge und so weiter.

Also ich denke,

Das ist auch eng an die Männerrolle geknüpft,

Wie du sagst,

Dass viele Männer da nicht so offen sind eventuell oder einfach mehr durchhalten über ihre eigenen oder auch in der Realität dann im Alltag über die eigenen Leistungsgrenzen hinaus noch versuchen zu leisten und zu performen und so weiter.

Und da eher die Tendenz ist und Frauen da ein bisschen offener sind,

Weil die anders sozialisiert sind.

Klar,

Also ich finde,

Solche Männer- und Frauenrollen,

Erziehungsgeschichten mit rein,

Da sind ja auch innere Antreiber,

Die dann wirken in uns,

Unbewusst,

Implizit,

Die dann oft nicht hinterfragt werden,

Die aber dann auch Stress verursachen.

Also hier waren wir wieder bei dem Ansatz,

Ja,

Wenn ich mir selber nicht eingestehe,

Dass ich überfordert bin oder dass ich nach außen hindern,

Keine Schwäche vor den Mitarbeitern zeigen darf und so weiter,

Obwohl ich eigentlich schon total überlastet bin,

Dann geht es ja eher in die Stressbelastung,

Als wenn ich mit mir selber umgehe und diese Signale wahrnehme und dann auch irgendwie,

Ja,

Vielleicht auch als Vorbild dann für meine Mitarbeiter agiere.

Im Bereich Gesundheit,

Wie gehe ich dann,

Ja,

Mit Überforderung um oder es muss ja nicht immer eine Überforderung sein,

Aber es ist ja vielleicht ganz gesund,

Auf sich selber zu hören und das dann,

Ja,

Den Mitarbeitern zu spiegeln,

Vielleicht in einer Führungsrolle oder so.

Aber klar,

Dass dieser Aspekt dann nicht ganz so einfach ist oder nicht ganz so easy umzusetzen ist,

Ja.

Ja,

Kann sein,

Dass da manche nicht ganz so ehrlich sind,

Aber das würde auch in die Kerbe schlagen,

Die man auch bei den,

Ja,

Präventiv Screenings ja sieht.

Das heißt,

Wenn es zum Beispiel um diese Angebote geht,

Auch präventiv Vorsorgeuntersuchungen wahrzunehmen,

Da sind da,

Ja,

Frauen eher hinterher als Männer beispielsweise und das würde jetzt das auch ein Stück weit unterstreichen,

Was du gerade beschrieben hast.

Also insofern,

Ja,

Geht das in die gleiche Richtung.

Spannend,

Sehr,

Sehr interessant.

Was mich so Richtung Abschluss auch interessieren würde nochmal,

Ganz persönlich,

Wie gehst du da mit Stress um?

Hast du überhaupt Stress?

Ja,

Stress ist natürlich ein großes Thema immer gewesen,

Vor allem auch durch meine Zeit als Kaderathletin.

Da muss man natürlich viele Sachen koordinieren,

Die Schule und dann jeden Tag Training und dann hatte man viel Druck im Leistungsbereich,

Also vom Bundeskader aus.

Ich habe mir aber auch selber persönlich viel Druck gemacht.

Jetzt habe ich anderen Stress.

Ich bin selbstständig.

Natürlich muss ich zusehen,

Dass ich irgendwie Aufträge bekomme.

Also der finanzielle Aspekt spielt eine Rolle,

Aber ich mache mir selber ehrlich gesagt auch sehr viel Stress.

Also ich kenne meine Persönlichkeitsanteile und so weiter.

Aber da ich in dem Themenfeld ja unterwegs bin,

Habe ich mich natürlich da so ein bisschen mit mir selber auseinandergesetzt und meine Strategie ist,

Ich bin dem Sport treu geblieben,

Ist natürlich,

Weil ich ein aktiver Typ bin,

Der Sport.

Also ich versuche täglich Sport zu machen,

Auch verschiedene Sachen,

Krafttraining,

Ausdauertraining und so weiter.

Und ab und zu mache ich dann auch nochmal eine Entspannung.

Also Atemtechniken wirken,

Funktionieren bei mir.

Manchmal aber auch autogenes Training mit Anleitung.

Und die Meditation habe ich auch für mich entdeckt.

Also da bin ich jetzt am Machen und am Tun und Effekte stellen sich auch sehr schnell ein.

Aber vor allem muss man dann gucken,

Aktiver Typ oder nicht.

Ich bin ehrlich,

Ich mache dann lieber ein bisschen Sport,

Als mich umzulegen und zu entspannen.

Und da ist jeder von uns gefragt,

Genau das für sich herauszufinden,

Womit kann ich dann am besten entspannen und runterfahren.

Ich finde es ganz toll und sympathisch,

Dass du das auch so beschreibst,

Dass du jetzt nicht sagst,

Ich nehme mich da komplett raus und das ist irgendwie gar kein Thema für mich,

Sondern auch so ehrlich bist,

Dass du sagst,

Okay,

Ich kenne mich,

Ich habe auch da gewisse Stärken und Schwächen und ich gehe meinen Weg und das aus dem Weg der Selbsterkenntnis,

Indem ich halt meine Strategien mir entsprechend angehe.

Das ist ja auch dann eine Grundidee,

Die da mitschwingt.

Es geht ja nicht darum,

Stress komplett aus dem Leben zu verbannen.

Ich glaube,

Das ist ja illusorisch.

Ich glaube,

Jeder,

Der lebt,

Wird irgendwann mal Stress haben,

Sondern es geht ja eigentlich am Ende des Tages eher darum,

Zu gucken,

Wie ist mein eigener Weg?

Wie kann ich persönlich gut mit Stress umgehen?

Würdest du das so unterschreiben oder wie würdest du das beschreiben?

Ja,

Auf jeden Fall.

Also wie du schon gesagt hast,

Es ist gar nicht möglich,

Stress herauszustreichen,

Egal was man tut,

In welchem Beruf man unterwegs ist,

Aber auch privat.

Es wird immer irgendwas kommen,

Was einen umhaut oder wo viel zu tun ist oder eine Situation,

Mit der man erst mal gar nicht umgehen kann,

Die bedrohlich wirkt und so.

Aber ich habe halt die Verantwortung für mich selber zu schauen,

Was bin ich für einen Persönlichkeitstyp?

Welche Anteile bringe ich mit?

Wo stresse ich mich selber?

Was sind vielleicht meine Schwächen,

Die ich ausbauen kann?

Aber vor allem auch der Fokus,

Es wird immer auf Schwächen geschaut.

Was sind denn meine Stärken?

Was kann ich denn gut?

Und so weiter.

Und da vielleicht meine Kompetenzen auszubauen.

Und wie gesagt,

Jeder hat die Verantwortung,

Sich so ein bisschen mit sich selber auseinanderzusetzen,

Mit den Stressfaktoren und gute Routinen aufzubauen in den Alltag,

Damit man eben längerfristig,

Auch mit den ganzen Stressfaktoren,

Die man leider nicht immer eliminieren kann,

Gesund und vor allem auch glücklich und zufrieden durch den Alltag kommt.

Genau.

Und da hast du noch ein paar weiterführende Ideen.

Das heißt,

Da gibt es ja noch mal hier im Anschluss noch ein paar Möglichkeiten,

Tiefer einzusteigen.

Das heißt,

Für alle,

Die da Interesse haben,

Gibt es ja noch mal verlinkt das Ganze für etwas tieferen Einstieg in das Thema Stressbewältigung mit Svetlana.

Das heißt,

Auch noch mal ganz wichtig,

Hier schon mal zu erwähnen.

Svetlana,

Jetzt würde ich langsam hier den Abschluss finden.

Ist aus deiner Sicht noch irgendwas wichtig,

Was unbedingt gesagt werden sollte?

Dann möchte ich dir das letzte Wort noch überlassen.

Ja,

Ich würde mich einfach mal bedanken für das nette,

Informative Gespräch,

Für den Austausch.

War sehr interessant.

Ich finde,

Ein sehr wichtiges Thema,

Über das man nie genug sprechen kann,

Was ich auch immer wieder feststelle in verschiedenen Aufträgen und so.

Ja,

Also vielen Dank und ich würde mich freuen,

Wenn tatsächlich der ein oder andere noch den Weg findet in unsere weiteren Angebote.

Ja,

Perfekt.

Können wir auch genauso handhaben und vielleicht noch mal eine Möglichkeit anzuknüpfen.

Das Thema ist ja so vielfältig und so spannend.

Da gibt es ja noch vielleicht die eine oder andere Möglichkeit,

Noch mal auch eine Fortführung zu machen und vielleicht sogar noch mal ein nächstes Gespräch zu gestalten.

Ich würde mich auf jeden Fall freuen.

Ja,

Ich auch.

Super.

Dann erstmal dir einen allerbesten Dank und ja,

Dann bis bald.

Ciao.

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