
Entkomme der Angst, indem du ihr behutsam begegnest
Wie oft hast du schon versucht dich von der Angst abzulenken, ihr keine Beachtung zu schenken oder ganz im Gegenteil, hast dich von ihr komplett in Beschlag nehmen lassen? Keine dieser Methoden verspricht eine nachhaltige Verbesserung, denn der Weg aus der Panik führt genau durch die Panik. Gemeinsam begegnen wir der Angst (ganz behutsam) und nehmen ihr etwas von ihrer Macht, indem wir sie akzeptieren und nicht verdammen. Lass uns mal diesen Weg versuchen!
Transkription
Hi,
Hier ist Sophia.
Heute meditieren wir mit Ängsten.
Normalerweise,
Wenn wir Ängsten begegnen,
Ist das letzte was wir wollen,
Dass uns jemand sagt,
Beruhige dich bitte.
Deswegen werde ich nicht sagen,
Beruhige dich bitte.
Ehrlich gesagt,
Werde ich wirklich nicht versuchen dich zu beruhigen.
Wir werden auch nicht einmal versuchen,
Unsere Ängste zu reduzieren.
Was wir in Wirklichkeit machen werden,
Ist Ängste zu reduzieren,
Indem wir sie nicht reduzieren.
Du bist verwirrt?
Keine Sorge,
Ich erkläre dir,
Was ich damit meine.
Bei dieser Meditation geht es darum,
Dass wir den Widerstand,
Den wir gegenüber unseren Ängsten hegen,
Einfach beiseite legen.
Ich weiß,
Das klingt alles sehr vereinfacht,
Aber keine Sorge,
Ich führe dich durch die Meditation und zum Schluss wirst du sehen,
Was ich meine.
Denn ich,
Ich glaube nämlich,
Den Ängsten die Angst zu nehmen,
Ist das,
Was wirklich einen entspannen kann.
Also tun wir jetzt genau das.
Mach es dir bequem,
Sitzend oder liegend oder vielleicht auch stehend,
Wo auch immer du bist.
Am besten schließt du auch deine Augen.
Jetzt versuche einfach deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem zu bringen.
Wo genau spürst du deinen Atem?
In der Nase,
Im Mund,
Im Bauch.
Versuche deine Aufmerksamkeit genau auf diesen Punkt in deinem Körper zu bringen.
Da,
Wo du einfach den Atem am lebendigsten spürst.
So,
Jetzt in diesem Zustand der relativen Ruhe.
Schau,
Ob du spüren kannst,
Physisch spüren kannst,
Wo denn deine Angst ist.
Wo sitzt sie bei dir im Körper und wie fühlt sie sich an?
Es geht hier auch nicht um den Gedanken der Angst,
Sondern wirklich das physische Empfinden.
Hast du vielleicht Herzklopfen oder ist dein Magen verspannt oder sind deine Hände klitschenass?
Wo ist dieses physische Empfinden und wie fühlt es sich an,
Wenn du das physische Empfinden ausfindig gemacht hast?
Schau,
Ob sich irgendetwas ändert.
So,
Als nächsten Schritt,
Lass es dich einnehmen.
Ich weiß,
Es klingt nicht natürlich,
Aber verbleib hier mit mir einen Moment.
Versuche keinen Widerstand auszuüben,
Wann immer dieses Gefühl der Angst aufkommt.
Schiebe es nicht weg.
Wir wollen es ja auch nicht vergrößern,
Aber versuche auch nicht wegzulaufen.
Stell dir einfach vor,
Du tauchst einmal tief ein im Becken der Angst.
Lass es einfach geschehen.
Erlaube diesem physischen Gefühl der Angst dorthin zu gehen,
Wohin es gehen möchte.
Wir erlauben einfach dem Gefühl der Angst dorthin zu gehen,
Wohin es gehen möchte.
Es ist nicht so schlimm.
Du und die Angst könnt miteinander existieren,
Oder?
Ich weiß,
Es ist nicht einfach,
Aber es ginge,
Theoretisch,
Oder?
In der Meditation nennen wir das,
Was wir gerade gemacht haben,
Mit Mitgefühl etwas halten,
Dem Erlauben zu sein,
Ohne es zu verurteilen.
Vielleicht hast du durch dieses Nicht-Urteilen bemerkt,
Dass die Gefühle in deinem Körper,
Die durch die Angst hervorgerufen werden,
Sogar einer Aufgeregtheit ähnlich sind.
Und normalerweise sagen wir ja,
Aufgeregt zu sein kann ja auch was Schönes sein.
Es ist im Endeffekt ein Empfinden im Körper.
Wir versuchen nichts zu lösen und nichts zu ändern.
Wir beobachten einfach ein Gefühl,
Das da ist,
Und wir sagen,
Okay,
Das ist das Gefühl,
Das gerade in meinem Körper vorherrscht.
Das ist das,
Was ich empfinde.
Es ist vielleicht nicht mein Lieblingsgefühl,
Aber es ist im Moment da.
Und im Endeffekt möchte ich nicht gegen die Realität ankämpfen,
Denn ich würde ja jedes Mal verlieren.
Deswegen erlaube ich es einfach da zu sein,
Genauso wie es ist.
Und nun kommen wir zum Ende der Übung.
Danke fürs Dasitzen.
Das hast du echt gut gemacht.
Mit der Angst an einem Tisch zu sitzen,
Ist gar nicht so einfach.
Bis bald.
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