
Meditation für Ungeduldige: Mach' mal Pause
Du bist ungeduldig? Dann ist diese Meditation genau das Richtige für dich - wir üben uns gemeinsam durch Pausenmachen in Geduld. Das ist ein guter Trick, den du nach dieser Meditation auch allein im Alltag anwenden kannst. Und falls du dich über die Länge der Meditation wunderst - ich dachte, eine zu kurze Meditation ist kontraproduktiv beim Üben der Geduld, wir fangen somit mit dem Üben schon bei der Länge an - halte durch!
Transkription
Hi,
Hier ist Sophia.
Willkommen zu dieser kurzen Meditation,
Die dir dabei helfen soll,
Etwas geduldiger zu werden.
Wir werden viel Wert aufs Pausemachen legen,
Denn ich glaube,
Wir leben in einer sehr schnelllebigen Welt und wir merken gar nicht,
Wie sehr wir uns davon einnehmen lassen,
Wie sehr wir immer in Eile sind.
Wir machen alles schnell,
Schnell,
Schnell und dann machen wir uns Vorwürfe,
Dass wir ungeduldig sind.
Aber wie sollen wir denn geduldig sein,
Wenn alles immer an uns vorbei rast und wir mit rasten.
Daher wollen wir uns heute daran üben,
Mal innezuhalten,
Ganz bewusst anzuhalten.
Denn je öfter wir das machen,
Desto mehr wird es für uns ganz natürlich sein,
Mal Pause einzulegen,
Innezuhalten,
Durchzuatmen und dadurch ein Gefühl der Geduld aufzubringen.
Dann lass uns anfangen.
Versuche eine Haltung einzunehmen,
Die entspannt ist,
Aber in der du weiterhin wach bist.
Das heißt,
Wenn möglich,
Leg dich nicht hin,
Sondern setz dich hin.
Wenn du magst,
Kannst du gerne deine Augen schließen oder sie auch offen lassen.
Schau einfach,
Dass du nichts anstarrst,
Sondern einfach so einen leeren Blick nach unten hältst.
Das hilft dir dabei,
Dich besser zu konzentrieren,
Denn deine Augen sind mit irgendwas beschäftigt,
Aber ohne dass dich das gedanklich irgendwie ablenkt.
Jetzt wo du die richtige Position gefunden hast,
Ist es dir möglich,
Einfach dich auf das Jetzt einzulassen.
Da merkst du schon,
Dass du so schnell wie möglich beginnen möchtest.
Schau,
Ob du kurz innehalten kannst,
Ob du etwas Raum für diesen Moment kreieren kannst,
Anstatt zum nächsten Moment zu hetzen.
Vielleicht kannst du deine Schultern jetzt entspannen,
Deinen Bauch entspannen.
Erlaube es deinen Kiefer- und Gesichtsmuskeln,
Sich auch zu entspannen.
Und jetzt mit ganz viel Geduld,
Schau,
Ob du in der Lage bist,
Den Prozess des Atmens einfach zu beobachten,
Ohne dass du dich irgendwohin beeilst.
Verbleib einfach bei deinem Atem,
Ganz entspannt.
Beobachte,
Wo in deinem Körper spürst du deinen Atem am besten.
Wenn du diesen Ort ausfindig gemacht hast,
Verbleib einfach bei diesem Ort.
Beobachte,
Ob du einen Drang hast,
Deinen Atem irgendwie zu manipulieren,
Oder schnell diesen Moment zu überspringen und zum nächsten zu kommen.
Kannst du jedes Einatmen und Ausatmen beobachten,
Mit einem Gefühl von Geduld?
Probier es mal aus.
Es gibt hier auch kein richtig und kein falsch.
Wir üben uns hier.
Vielleicht merkst du,
Dass du es kaum erwarten kannst,
Bis diese Meditation vorbei ist und du dich dabei ertappst,
Dass du am liebsten auf Stopp drücken möchtest.
Das ist absolut normal.
Es fällt uns oft schwer,
Geduldig dazusitzen.
Zurück zu deinem Atem.
Vielleicht wartest du immer auf das Einatmen oder kannst es kaum erwarten,
Auszuatmen.
Schau einfach,
Ob du kurz innehalten kannst,
Ob du etwas Raum kreieren kannst für das Jetzt,
Für das Ein- und das Ausatmen.
Was heißt es für dich,
Wenn du dich nicht beeilst mit dem Atmen?
Wie wäre es,
In jedem noch so kurzen Moment einfach da zu sein,
Dich nirgendwo hin zu beeilen?
Wir kommen langsam zum Schluss unserer Meditation.
Aber nach dieser kurzen Übung kannst du es dir vorstellen,
In deinem Alltag mal kurz innezuhalten und Raum für das Jetzt zu kreieren.
Versuche dir Momente und Situationen deines Alltags zu überlegen,
In denen du genau diese Momente des Innehaltens einbringen könntest.
Es müssen nicht viele sein.
Ein paar am Tag sind schon genug.
Auch nur ein Moment ist genug.
Alles ist besser als nichts.
Wenn du soweit bist,
Kannst du gerne deine Augen nun öffnen und zu deiner gewohnten Umgebung zurückkehren.
Danke fürs gemeinsame Meditieren.
Bis zum nächsten Mal und gut gemacht.
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