
Ausdehnungsatmung Zur Gefühlsregulation
Häufig wollen wir unangenehme Gefühle loswerden oder verdrängen, wodurch diese Gefühle stärker werden oder sogar Kontrolle über uns gewinnen. In dieser Übung geben wir jedem Gefühl den Raum, den es verdient. Indem wir den Kampf gegen das Gefühl loslassen, verliert es an Einfluss auf uns, ungeachtet dessen, ob es sich dadurch verändert. Diese Übung findet Anwendung bei intensiven Gefühlen wie Angst, Trauer, seelischem Schmerz, Wut oder Reaktion auf schwere Belastung.
Transkription
Ausdehnungsatmung Beobachten Ich beobachte die Empfindungen in meinem Körper.
Ich verschaffe mir einen Überblick und suche diejenige aus,
Die mich am meisten beschäftigt oder sogar am meisten belastet.
Ich richte den Scheinwerfer meiner inneren Aufmerksamkeit genau auf diese Empfindung.
Ich beobachte sie mit Neugier.
So,
Als ob ich mich mit ihr vertraut machen wolle.
Wo beginnt und wo endet diese Empfindung?
Wenn ich einen Umriss um diese Empfindung zeichnen würde,
Welche Form würde sie annehmen?
Wie klein oder groß?
Liegt sie an der Oberfläche oder am Inneren meines Körpers?
Wo ist diese Empfindung am intensivsten und wo am schwächsten?
Gibt es ein Pulsieren,
Vibrieren oder Fließen?
Ist sie leicht oder schwer?
Ist sie in Bewegung oder ruhig?
Ist diese Empfindung warm oder kalt?
Atmen Ich atme in die Empfindung hinein und um sie herum.
Ich atme langsam und tief und lasse beim Ausatmen meine Lungen ganz leer werden.
Langsames Atmen senkt mein Spannungsniveau in meinem Körper und gibt mir eine ruhige Mitte.
Meine Atmung kann damit zum Anker im Sturm meiner Gefühle und Empfindungen werden.
Raum schaffen Wenn mein Atem in die Empfindung und um sie herum fließt,
Ist es so,
Als würde ich im Innern meines Körpers zusätzlichen Raum schaffen.
Ich öffne mich.
Ich schaffe Raum um diese Empfindung herum und gebe ihr damit größeren Bewegungsspielraum.
Zulassen Ich erlaube der Empfindung da zu sein,
Auch wenn ich sie nicht mag oder nicht haben möchte.
Falls mein Verstand beginnt,
Das Geschehen zu kommentieren,
Dann bedanke ich mich kurz und knapp bei meinem Verstand und kehre zum Beobachten zurück.
Dieser Schritt kann am Anfang schwierig sein.
Vielleicht spüre ich den Drang,
Gegen das Gefühl anzukämpfen oder möchte es loswerden.
Wenn das passiert,
Nehme ich einfach den Drang zur Kenntnis.
Dieses zur Kenntnis nehmen ist wie zur Bestätigung mit einem Kopfnicken,
Als würde ich sagen,
Da bist du,
Ich sehe dich.
Ich kehre dann mit meiner Aufmerksamkeit zur eigentlichen Empfindung zurück.
Es ist nicht das Ziel von Ausdehnung,
Die Empfindung loszuwerden oder sie zu verändern.
Es geht darum,
Die Empfindung oder das Gefühl zu akzeptieren.
Und wenn ich den Kampf mit meinem Gefühl wirklich losgelassen habe,
Wird es weniger Einfluss auf mich haben,
Ungeachtet dessen,
Ob es sich verändert oder nicht.
Und ich kann diese Übung jederzeit wiederholen,
Wenn ich mich belastet fühle,
Ich eine Körperempfindung wahrnehme oder ein Gefühl spüre.
Ich bin vorbereitet auf das,
Was kommt und kann dieses Werkzeug anwenden,
Wenn ich es brauche.
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