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Unser Körper als Rückzugsort für Eltern (CH-DE)

by MoMento Swiss | Achtsamkeit in Schule & Familie

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Meditation
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In dieser Praxis versuchen wir, mit schwierigen Gedanken und Gefühlen zu sein und sie zu beobachten, aber ohne uns von ihnen davontragen zu lassen. Dafür verankern wir uns in unserem Körper als sicheren Rückzugsort. Speziell geeignet für Eltern, die eines der MoMento-Trainings absolvieren.

Transkription

Praxis,

Mein Körper als möglicher Rückzugsort.

In dieser Praxis versuchen wir,

Mit den auftauchenden Gedanken und Gefühlen zu sein,

Sie zu beobachten,

Aber uns nicht von innen davontragen zu lassen.

Mach es dir dann bequem,

Entweder im Sitzen oder im Liegen.

Nimm den Kontakt zu den Unterlagen wahr.

Weite deine Aufmerksamkeit auf den ganzen Körper aus.

Nimm wahr,

Wie dein Körper hier sitzt und atmet.

Du kannst auch einmal tief ein- und ausatmen.

Beim Einatmen spüren,

Wie der Körper sich auch aufrichtet.

Und beim Ausatmen,

Wie er vielleicht ein bisschen mehr loslassen kann.

Lasse auch deine Gesichtsmuskeln bei jedem Atem noch ein bisschen mehr los.

Die Stirn.

Der Kiefer.

Deine Schultern oder auch den Nacken.

Mach dir bewusst,

Dass die nächsten Minuten ganz alleine dir gehören.

Du darfst bei dir ankommen.

Nimmst dir Zeit,

Dich dir zuzuwenden und zu beobachten,

Was ich dir jetzt zeigen möchte.

Richte deinen Fokus dann zuerst auf die Atmung.

Dort hin,

Wo der Körper die Atmung am meisten spüren kann.

Vielleicht im Bauch- oder im Brustbereich.

Das Heben und Senken von der Bauchdecke oder vom Brustkorb.

Vielleicht aber auch um die Nase herum den feinen Luftzug entdecken.

Mach das mit einer kindlichen Neugier.

Wie wenn du das erste Mal den Atem beobachten würdest.

Wenn du willst,

Kannst du auch deine Arme vor dem Brustbereich verschränken und in die Hände reinatmen.

Vielleicht kann der Atem so noch ein bisschen mehr zur Ruhe kommen.

Manchmal ist es auch schön,

Sich mit dem Gedanken zu verbinden,

Dass ich mir mit so einer Berührung etwas Gutes tue.

Mit Ruhe und Zuwendung schenken.

Oder auch allgemein mit der Praxis.

Mir ein hilfreiches Werkzeugtun zugänglich machen.

Du kannst dann deine Beobachtungshaltung wieder ein bisschen mehr ausweiten.

Den ganzen Körper.

Und einfach schauen,

Was ich dir zeigen will in den nächsten Minuten.

Vielleicht hat die längere Zeit ohne Begleitung dazu geführt,

Dass du dich ein bisschen mehr in den Gedanken oder Gefühlen verloren hast.

Dann nimm das einfach zur Kenntnis.

Gedanken oder Gefühle dürfen und sollen auch auftauchen.

Das ist ganz normal.

Bei uns ist es sehr selten ganz still.

Wir versuchen aber,

In einem Modus vom Beobachten zu bleiben.

Wenn Gedanken auftauchen,

Nimmst du wahr,

Wie da Gedanken sind.

Wenn Gefühle auftauchen,

Nimmst du auch das zur Kenntnis.

Sie dürfen da sein.

Du brauchst sie nicht wegzuschieben.

Und manchmal spürt man auch gar nichts.

Und auch das ist in Ordnung.

Alles darf sich zeigen,

So wie es gerade ist.

Wenn es für dich aber hilfreich ist,

Wieder einen Anker zu setzen,

Um deinen Fokus ein bisschen besser zu fokussieren,

Zum Beispiel mit dem Atem,

Dann gönnt dir diese Ausrichtung.

Kehr zurück,

Dorthin,

Wo du dich neugierig deinem Erleben zuwenden kannst.

Ein hilfreiches Bild kann die Metapher der Wolken sein.

Stell dir deine Gedanken vor wie Wolken am Himmel,

Die auftauchen und durch den Wind weiterziehen dürfen.

Du beobachtest den Himmel und siehst,

Wie sie vorbeiziehen.

Du springst jedoch auf keine Wolken auf,

Die dich dann mit dem Gedanken davontragen,

Sondern du lässt sie weiterziehen.

Indem du vielleicht für eine kurze Zeit wieder deine Aufmerksamkeit auf den Atem lenkst oder auf die Erdung,

Zum Boden.

Indem du nachspürst,

Wie es sich anfühlt,

Auf dem Boden zu sitzen oder zu liegen.

Du brauchst nichts zu tun,

Nichts zu erreichen.

Nur deinem inneren Erleben neugierig zu folgen.

Und falls dich ein Gedanke oder ein Gefühl wieder etwas weiter weggedreht hat,

Ist jetzt der Moment zu entscheiden,

Ob du wieder zurückkehren möchtest und bewusst dein Leben neugierig zu beobachten.

Wo bist du gerade mit deiner Wahrnehmung?

Was zeigt sich dir?

Such dir einen hilfreichen Anker,

Falls es dich immer wieder wegzieht zu längeren Gedankengängen.

Bleib aber nicht zu dir und verurteile dich nicht für deinen lebendigen Geist.

Lasse dich hinein,

Was gerade hilfreich sein könnte.

Vielleicht ist es die Atembeobachtung.

Vielleicht erst erkunden und ertasten mit den Fingern und im Fokus wieder etwas auszurichten.

Schaffe dir immer wieder einen guten Raum,

Um dein Leben beobachten zu können.

Mach dir bewusst,

Dass das Erkunden ein wunderbares Werkzeug ist,

Um immer wieder mehr bei dir anzukommen.

Dir Zeit schenken,

Zu spüren,

Was sich gerade richtig und wichtig anfühlt.

Vielleicht magst du dich am Schluss zu dieser Praxis noch fragen,

Ob es einen Wunsch gibt,

Der dich unterstützen könnte.

Zum Beispiel,

Dass ich mehr Gelassenheit finde,

Oder dass ich mir heute mehr Zeit für mich nehmen kann.

Oder ich möchte gerne offen mit mir und anderen umgehen.

Welche Ausrichtung könnte dich unterstützen und in den nächsten Tagen begleiten?

Gönne dir dann für die letzte Minute noch genau das,

Was du im Moment für passend empfindest.

Vielleicht magst du weiter in der Stille sitzen oder liegen,

Vielleicht aber auch noch in ein achtsames Bewegen kommen.

Bleib aber mit deinem Fokus noch einmal ganz in dir rein und gehe nur nicht ins Aussen.

Um den Übergang in den Alltag zu finden,

Kannst du dich heute vielleicht zuerst mit den Geräuschen in deiner Umgebung verbinden.

Das Lauschen.

Vielleicht magst du dich dann auch noch ein wenig strecken,

Dir einen tiefen Atemzug gönnen und dann langsam die Augen zu öffnen,

Falls du sie geschlossen hattest.

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