
Was ist Stress - Wie hilft meditieren
In dieser Lektion analysieren wir Stress, wo er her kommt, wie er sich auf unseren Körper und Geist auswirkt, wie wir durch Meditation Resilience entwickeln, und auch, wie der Stress sich auf unsere Meditation auswirkt und welche Tools wir gegen ihn haben. Stress wird im Körper und Geist als Anspannung gespeichert, und kann sich vom Motivator für Anpassung und Entwicklung hin zu Krankheitsverursacher entwickeln. Am Ende gibt es noch Tipps, was du bei akutem, intensivem Stress machen kannst.
Transkription
Schön,
Dass ihr hier seid.
Mein Name ist Simon Sureshbara und ich möchte heute mit euch über Stress reden.
Ich befinde mich hier in Ubud im Bali und bin in meinem kleinen Häuschen am Rande des Dorfes mit den Reißfällen um mich herum und dem normalen indonesischen Leben,
Das stattfindet.
Also bitte störe dich nicht an eventuellen Hintergrundgeräuschen.
Viele von euch fangen ja mit Meditation an,
Wegen erhöhtem Stress,
Weil sie Ruhe finden wollen,
Weil sie Frieden finden wollen.
Und Stress ist ein Faktor,
Der durch Meditation gemindert werden kann,
Der uns aber auch in der Meditation beeinflusst,
Wie entspannt wir meditieren können.
Und es kann sein,
Dass du vielleicht gerade in intensiven Stresssituationen steckst und schlecht zum Meditieren kommst.
Dann hilft dir das,
Was ich jetzt erzählen werde,
Vielleicht weiter.
Es kann sein,
Dass du deine Stressresilienz erhöhen möchtest und einfach mehr über Stress verstehen möchtest.
Dann wird dir das hier weiterhelfen.
Es kann sein,
Dass du permanent im Stress ausgesetzt bist.
Deswegen,
Wenn du Meditation angefangen hast,
Dich jetzt fragst,
Wie funktioniert das eigentlich?
Warum bin ich jetzt weniger gestresst?
Warum steigt meine Stressresilienz?
Wir versuchen also hier dem Thema Stress und Meditation,
Stress und Meditieren,
Ein bisschen auf den Zahn zu fühlen und versuchen da einen tieferen Einblick,
Ein tieferes Verständnis zu bekommen.
Da geht es um so grundsätzliche Fragen wie,
Was ist denn Stress eigentlich?
Wo kommt der her?
Wie wirkt er sich auf uns aus und wie wirkt er sich auf die Meditation aus?
Und dann im Umkehrschluss,
Wie wirkt sich Meditieren auf Stress aus?
Und was kann ich tun,
Um diesen Effekt in der Meditation noch zu verstärken,
Sodass ich meine Stressresilienz eben noch viel besser erhöhen kann oder eine tiefere,
Entspanntere Meditation haben kann?
Oder was kann ich tun,
Wenn ich sehr gestresst bin und mein Geist einfach nicht zur Ruhe kommen will,
Ich meditieren will,
Ich aber einfach Unruhe,
Nervosität fühle,
Sodass es mir einfach schwerfällt,
Mich hinzusetzen,
Um dann zu meditieren,
Um mein Geist in die Ruhe zu führen?
Das wollen wir heute alles besprechen und angehen.
Also mach dir gerne einen Tee,
Bevor du weiterhörst.
Das wird ein bisschen länger sein.
Das machst du gemütlich.
Und dann wollen wir uns der ersten Frage widmen und die wäre,
Was ist denn Stress eigentlich?
Stress ist ein eigentlich englisches Wort und das heißt,
Kommt auch aus dem englischen,
Heißt anspannen,
Unter Druck,
Druck,
Ja.
Oder aus dem lateinischen stressere,
Was auch anspannen meint.
Das passt ganz gut,
Da kommen wir auch gleich noch zu.
Aber eigentlich,
Wo kommt Stress her?
Stress ist etwas,
Das allen Lebewesen zugrunde liegt.
Stress ist ein Mechanismus,
Der mit unserem Überlebensinstinkt zusammenhängt.
Es ist ein evolutionärer Faktor,
Dass Stress uns hilft.
Je besser wir ihn überstehen,
Je besser wir uns anpassen können,
Umso weiter entwickeln sich die Lebewesen,
Umso besser werden sie quasi.
Stress war schon immer ein evolutionärer Faktor und die Lebewesen,
Die sich am besten anpassen konnten,
Die sich den Stresssituationen am besten anpassen konnten,
Diese überstehen konnten,
Die haben sich weiterentwickelt,
Die haben den Fortschritt des Lebens mitgebracht.
Also Stress ist eigentlich etwas,
Das sehr hilfreich ist.
Es ist aber auch etwas,
Das auch eng mit dem Überlebensinstinkt zusammenhängt.
So kann man sich das vorstellen.
Es ist einfach ein Werkzeug,
Das uns hilft,
In anforderungsvollen Situationen höhere Leistungen zu verbringen.
Also man stellt sich das vor,
Man lebt in der Steinzeit in seiner Höhle und auf einmal steht ein Bär vor der Tür.
Das ist eine Stresssituation.
Man muss gegen diesen Bären kämpfen oder von ihm wegrennen,
Um zu überleben.
Und das heißt,
Der Körper muss höhere Anforderungen überwinden,
Auch der Geist in dieser Gefahrensituation.
Und je besser wir das machen können,
Umso höher sind unsere Überlebenschancen.
Dasselbe gilt aber auch dann,
Wenn auf einmal unsere Höhle Feuer fängt oder so.
Das heißt Feuer,
Ja Gefahr und wir müssen gegen das Feuer ankämpfen oder fliehen.
In der heutigen Zeit sagen wir,
Stress ist eine Flucht- oder Kampfreaktion auf einen Stressor.
Also jeder Stressor löst eine Flucht- oder Kampfreaktion aus.
Eine Situation,
Von der wir fliehen wollen oder gegen die wir ankämpfen wollen.
Und das hat verschiedene physikalische und auch psychische Auswirkungen auf uns.
Genauso auf alle anderen Lebewesen.
Wie schon gesagt,
Wir sind zu mehr leistungsfähig und unser Organismus fährt auf Hochtouren,
Um sich sein Überleben zu sichern.
Das ist ein Automatismus,
Den wir gar nicht besonders steuern können.
Stress kann verschiedene Intensitäten haben und es spielt dann auch eine Rolle über die Menge des Stresses,
Den wir erfahren und über die Länge der Zeit.
Generell besteht immer die Möglichkeit,
Dass wir uns den Stresssituationen anpassen,
Diese überwinden und dann eine Stressresilienz entwickeln.
Auch unser Organismus,
Unser System,
Körper-Geist-System,
Mit diesem Stress einfach ganz natürlich umgehen kann und dann es intensiveren Stress benötigen müsste,
Um uns neu in eine Herausforderung zu bringen,
Die starken Stress auslöst.
Was ist Stress noch?
Stress kann man damit eigentlich sagen,
Ist alles das,
Was wir vermeiden wollten oder würden,
Wenn wir es könnten.
Alles,
Was wir nicht gerne tun,
Alles,
Wovon wir gerne wegrennen würden,
Ob das jetzt bewusst oder unterbewusst ist,
Intensiv oder weniger intensiv,
Das ist Stress für uns.
Stell dir jetzt einfach mal vor,
Du bist Milliardär,
Du könntest alles tun auf der Welt,
Was du wolltest und all die Dinge,
Die du jetzt nicht mehr tun würdest,
Einkaufen gehen,
Arbeiten gehen,
Alle möglichen anderen Haushaltssachen,
Solche Kleinigkeiten,
All das,
Was du jetzt nicht mehr machen würdest,
Wo du jemanden engagieren würdest,
Dass er das für dich tut,
All das ist irgendwo Stress für dich.
Das ist kein intensiver Stress,
Das ist kein Stress,
Der dich zum Zusammenbruch führen würde,
Dein Überleben gefährden würde oder so,
Höchstwahrscheinlich.
Aber all diese Dinge,
Die du vermeiden würdest,
Wenn du könntest,
Das ist in einer Art und Weise Stress für dich.
Wirklich wenig intensiv,
Aber vielleicht über einen langen Zeitraum,
Was auch wieder Auswirkungen auf unser gesamtes Körper-Geist-System hat.
Also an einem Strand liegenden Cocktail in der Hand,
Das ist vielleicht kein Stress.
Im Supermarkt an der Kasse stehen,
Auf die Verkäuferin zu warten,
Die so ganz langsam die Waren übers Band zieht,
Das ist schon wieder Stress.
An der Arbeit mit den Kollegen diskutieren,
Stress.
Montagmorgen auf der Autobahn,
8 Uhr,
Die Leute fahren wie verrückt Auto,
Stress.
Aber auch diese ganz normalen alltäglichen Dinge zu erledigen,
Nach der Arbeit mit dem Hund Gassi gehen,
Das ist vielleicht schon wieder Entspannung.
Aber dann Essen kochen,
Sich vor den Fernseher setzen,
Diese ganzen Informationen,
Das ist alles Stress.
In der modernen Zeit ist es quasi so,
Dass wir uns mit sechs bis acht Stunden,
Manche auch die glücklichen zehn Stunden,
Durch die Nacht schlafen und dann den Rest der Zeit,
Von den 24 Stunden,
Die wir pro Tag haben,
Sind wir gestresst.
Deswegen morgens mit dem Aufstehen an,
Sich für die Arbeit vorbereiten,
Den Haushalt vorbereiten,
Kinder für die Schule fertig machen,
Was auch immer das ist,
Umgeht bis abends,
Wo wir uns dann vielleicht vor den Fernseher setzen,
Uns die Nachrichten anschauen oder wie auch immer wir versuchen,
Uns zu entspannen,
Wir sind in einem permanenten Stress quasi gefangen.
Also wir kommen bewusst wirklich,
Wirklich schwer in einen Zustand,
In dem wir keinen Stress erfahren.
Das hat Auswirkungen auf unser Körper und auf unseren Geist,
In dem Sinn,
Dass wir Stress im Körper speichern.
Intensiven Stress über kurze Zeit und auf lange Zeit,
Zanften Stress über kurze,
Lange Zeit,
Alles wirkt sich auf unser System aus und all den Stress speichern wir im Körper.
Wenn du mir das jetzt nicht glaubst,
Kannst du das einfach direkt mal überprüfen.
Mach einfach deine Augen zu und dann spüre deinen Kiefer.
Die Zähne zusammen zu beißen,
Das ist eine der ersten Dinge,
Die wir in einer stressvollen Situation machen.
Ja,
Kannst du dir vorstellen,
Du hast eine Diskussion mit deinem Boss oder einen Streit mit deinem Partner,
Mit deinen Kids,
Was auch immer.
Du beißt die Zähne zusammen.
Du kannst jetzt schauen,
Wie sich dein Kiefer verhält.
Beißt du gerade die Zähne zusammen,
Ist deine Kiefermuskulatur angespannt,
Klebt deine Zunge vielleicht noch am Gaumen.
Das ist auch so eine Sache,
Die wir in einer Stresssituation machen.
Zunge nach oben an den Gaumen kleben.
Ja,
Wenn du fest deine Zähne zusammen beißt oder so halb fest,
Das ist Stress gespeichert im Körper.
Spüre die Muskeln um die Augen herum,
Kannst du auch wahrnehmen,
Sind die angespannt.
Auch das ist Stress gespeichert im Körper.
Stress wird also wo gespeichert?
In den Muskeln und dem Bindegewebe des Körpers.
Stress,
Und da kommen wir wieder zu dem Stressere aus dem lateinischen Anspannung,
Sorgt nämlich dafür,
Dass der Körper sich auf diese erhöhte Anforderung in den Situationen einstellt,
Also auf einen Flucht oder auf einen Kampf.
Und das macht er,
Indem er die Muskeln anspannt.
Indem er sich kampf- oder fluchtbereit macht,
Blutdruck erhöht,
Herzschlag erhöht,
Adrenalinspiegel erhöht,
Kortisolspiegel erhöht und dann die Muskeln anspannt.
Kiefer,
Zunge,
Gesicht,
Stirn,
Schulter,
Nacken ganz besonders,
Obere Rücken,
Die Arme,
Die Beine.
Bereit zum Wegrennen,
Bereit zum Kämpfen.
Und das in jeder stressigen Situation.
Ob das jetzt auf der Autobahn ist,
Wo du plötzlich schnell reagieren musst,
Weil dich jemand schneidet,
Oder ob das im Supermarkt ist und du ein bisschen angespannt oder abgespannt darauf hart ist,
Dass diese langsame Kassiererin am Ende deines Tages,
Wenn du Feierabend hast,
Endlich deine Waren übers Band zieht.
Und da wir permanent diesen Stress erfahren,
Diese Anspannung auch,
Die wir bewusst gar nicht so wahrnehmen,
Bleibt diese Anspannung in den Muskeln bestehen,
Wie du das jetzt merkst am Kiefer.
Selbst wenn ich jetzt sage,
Entspanne deine Kiefermuskulatur,
Löst die Zähne,
Deine Zahnreihen ein bis zwei Millimeter voneinander,
Ungefähr 15 Sekunden später beißt du deine Zähne wahrscheinlich wieder zusammen.
Der Stress sitzt so tief in der heutigen Zeit in unserem System,
Dass wir uns quasi,
Selbst wenn wir nach der Arbeit auf der Couch liegen und ein Buch lesen,
Nicht vollständig entspannen können.
Oder noch schlimmer,
Nach der Arbeit scrollen wir durch Instagram oder schauen Fernsehen,
Noch mehr Informationen,
Noch mehr Ausforderungen für unser System.
Auch geistiger Stress lässt uns dann einfach nicht mehr los.
Das halten wir ganz gut aus,
Wenn es moderat bleibt,
Wenn es sanft bleibt und dann kann es auch über sehr lange Zeit gehen und wir sind da resilient gegen.
Aber wenn das dann irgendwann mal mehr wird und dann der Zeitraum auch bestehen bleibt,
Wo es mehr Stress ist,
Dann wird uns das letztlich nicht nur in die Anpassungen bringen,
Sondern in die Überforderung.
Und diese Überforderung fängt dann ganz einfach auch körperlich an.
Das heißt dann Verspannung,
Die Muskeln sind permanent angespannt,
Gerade an der Vorderseite auch Brustmuskulatur,
Die Schultern fallen nach vorne,
Man beugt den oberen Rücken,
Kommt in so eine Verteidigungshaltung hinein und im Gesicht,
Im Kiefer und diese ganzen Muskelstränge,
Die hängen natürlich zusammen.
Dann kriegt man Schulterschmerzen,
Man kriegt Nackenschmerzen,
Von den Nackenschmerzen vielleicht Kopfschmerzen,
Dann kommt noch Insomnia dazu,
Schlaflosigkeit oder Unruhe,
Nervosität und das Ganze gibt es auch psychisch natürlich.
Dass die Gedanken rasen,
Dass man emotional aus dem Gleichgewicht geraten ist,
Dass man depressiv wird,
Melancholisch und am Ende von intensivem Stress über auch längere Zeit stehen dann wirklich organische Probleme,
Also zum Beispiel Magengeschwüre,
Magenprobleme,
Organversagen vielleicht sogar,
Dass die Organe einfach nicht mehr mitspielen und dann natürlich auch psychische Probleme und ganz am Ende steht dann der komplette Burnout,
In dem du vielleicht nicht einmal mehr deine alltäglichen Dinge geregelt bekommst und dann am Ende von zu viel Stress und einer Situation,
In der wir uns einfach nicht mehr anpassen können,
Dann kann der Körper oder auch eben der Geist einfach aufgeben,
Sodass wir sterben könnten.
Also Stress ist einmal etwas Hilfreiches,
Etwas Notwendiges aus der Evolution,
Um uns an Veränderungen in unserer Umwelt anzupassen,
Uns zu trainieren und stärker zu machen,
Uns weiterzuentwickeln,
Aber zu viel Stress ist wirklich schädlich für uns.
Er kann unser System schädigen,
Er sorgt für Unwohlsein und sowohl physische als auch psychische Krankheit.
Und das Zähne zusammenbeißen,
Die Zunge an den Gaumen zu kleben,
Das ist halt erst der Anfang davon.
Wie wirkt sich denn jetzt Meditation auf Stress aus?
Also das gibt es natürlich schon viele Studien drüber und so,
Dass sich Meditation positiv für Leute auswirkt,
Die Stress erleben.
Das funktioniert natürlich am besten,
Wenn man eine regelmäßige Praxis hat und in dieser regelmäßigen Praxis wird dein Geist,
Dein Verstand,
Also deine Gedankenwelt,
Deine emotionale Welt immer mehr von deinem Ich,
Von deinem Bewusstsein abgekoppelt.
Man schafft Distanz zwischen den Gedanken und den Emotionen.
Wenn man lange genug meditiert,
Das regelmäßig genug macht,
Dann wird der Geist auch immer ruhiger.
Er nimmt sich dann auch die Möglichkeit zu entspannen.
Dasselbe gilt für den Körper.
Aber das Wichtigste durch die Meditation,
Was wir verstehen können,
Was wir erfahren können auch ist,
Dass unsere Gedanken und unsere Emotionen gar nicht wir sind.
Wir sind dieses spürende,
Wahrnehmende Selbst,
Das Bewusstsein,
Reines Bewusstsein in uns,
Das immer da ist,
Auch wenn keine Gedanken da sind.
Oder die Gedanken,
Die gerade da sind,
Einfach keine Bedeutung haben,
Weil es einfach das ständige Pallava ist,
Das unser Gehirn da rund um die Uhr loslässt.
Und dasselbe gilt natürlich auch für die Emotionen.
Meine Emotionen können mich nicht mehr kontrollieren,
Wenn ich verstehe,
Dass ich einfach Bewusstsein bin.
Dass meine Emotionen mit meinem Dasein eigentlich keine Connection haben.
Dass ich sie loslassen kann,
Dass ich sie abgeben kann,
Dass ich sie beobachten kann,
Ohne involviert zu sein.
Meditation,
Wenn man das richtig macht,
Hat natürlich auch noch andere Effekte.
In der Meditation solltest du dich ja ganz bewusst auch körperlich entspannen.
Also das heißt,
Immer wieder deinen Körper durchscannen,
Wo hast du Anspannung,
Wo ist Verspannung und die dann lösen.
Das heißt,
Auch in der Meditation führe ich immer wieder,
Egal welche Technik ich benutze,
Immer wieder einen Bodyscan quasi durch und gucke,
Hey,
Beiße ich gerade wieder die Zähne zusammen,
Klebt meine Zunge wieder im Gaumen,
Habe ich meine Stirn angespannt,
Meine Augen zusammengekniffen oder sowas in der Art und dann lasse ich diese Anspannung ganz bewusst los.
Und dadurch lernt unser Körper auch nach und nach,
Diesen Stress wirklich länger loszulassen.
Also je mehr ich das quasi übe,
Diese Anspannung zu lösen,
Umso länger wird die Zeit,
In der meine Muskeln entspannt sind.
Aber es ist ein Training natürlich,
Es ist eine Übung,
Die Zeit braucht.
Aber wenn ich das wirklich regelmäßig jeden Tag übe,
Umso mehr lernen das meine Muskeln,
Bis das irgendwann ein natürlicher Zustand ist,
Dass mein Kiefer entspannt ist,
Die Zunge nicht mehr im Gaumen klebt permanent,
Meine Stirn,
Mein Gesicht entspannt sind,
Aber auch meine Schulter,
Meinen Nacken.
Und ich glaube,
Das ist auch ein Grund,
Wo es herkommt,
Dass die Leute sagen,
Hey,
Guck mal,
Der strahlt ja so richtig von innen oder die strahlt ja so richtig von innen.
In meiner Zeit vom Ashram habe ich Minimum jeden Tag anderthalb Stunden meditiert,
Aber dann hatte ich auch so eine Zeit,
Wo ich dann drei Stunden meditiert habe am Stück.
Und dann kamen wirklich regelmäßig Leute zu mir und sagten,
Hey Simon,
Du strahlst irgendwie so von innen.
Und ich glaube,
Ich habe gar nicht so gestrahlt,
Sondern es war einfach der entspannte Gesichtsausdruck und meine entspannte Körpersprache,
Die die Leute unterbewusst dazu verführt hat zu denken,
Dass ich strahle.
Mein Kiefer war einfach die ganze Zeit entspannt,
Mein Gesicht war entspannt,
Meine Stirn war glatt.
Und das verstehen die Leute nicht,
Aber die sehen das unterbewusst über die Körpersprache und dann überträgt sich das auf die anderen Leute auch.
Du wirst es auch feststellen,
Wenn du mit Meditation und Yoga anfängst,
Auf einmal werden die Leute um dich herum auch entspannter und ruhiger,
Weil du das ausstrahlst.
Und das kann durch die Meditation so werden,
Dass es wirklich dein normaler Zustand ist,
Dass du entspanntes Gesicht hast,
Entspannten Kiefer,
Selbst in Stresssituationen.
Irgendwann wirst du ja auch verstehen,
Dass diese Situationen,
Stresssituationen,
Nichts mit deinem Selbst zu tun haben,
Mit deinem höheren Ich,
Mit deinem Bewusstsein,
Sondern dass die außerhalb von dir sind,
Du davon komplett abgetrennt sind und dadurch wirst du auch Stress anders erfahren.
Er wird nicht mehr solchen Druck auf dich ausüben.
Wie hilft uns Meditation noch bei Stress?
Das andere,
Was ich in der Meditation immer lehre,
Ist die tiefe Bauchatmung.
Die kommt aus dem Hatha-Yoga auch.
Da habe ich die das erste Mal kennengelernt.
Die tiefe Bauchatmung ist eine Atmung,
Bei der wir mit dem Einatmen die Bauchdecke entspannen,
Sodass der Bauch nach außen fällt und mit dem Ausatmen die Bauchdecke sanft anspannen,
Sodass sich der Bauchnabel die Bauchdecke wieder näher zur Wirbelsäule bewegt.
Was hat die tiefe Bauchatmung denn für eine Auswirkung,
Positive Auswirkungen auf unser System?
Die tiefe Bauchatmung ist die Atmung,
Die wir nur durchführen,
Wenn wir vollständig entspannt sind,
Also im traumlosen Tiefschlaf.
Wenn wir hypnotisiert oder bewusstlos sind,
Wenn unser ganzer Körper oder in Trance oder so,
Dann atmen wir mit dem Bauch.
Als neugeborenes Baby atmen wir mit dem Bauch.
Das ist unsere natürliche Atmung.
In einer Stresssituation,
In der unser System erhöhte Anforderungen hat,
Sich auf eine Flucht oder einen Kampf vorbereitet,
Braucht es auch mehr Sauerstoff.
Sobald wir in einer Stresssituation sind,
Atmen wir mit der primären Atmung und das ist die Atmung mit der Brust und dem Zwerchfell,
Aber hauptsächlich Brust.
Nimm einmal einen tiefen Atemzug.
Was ist jetzt passiert?
Ist gerade dein Bauch nach außen gegangen oder hat sich dein Brustkorb gewölbt?
Hast du in die Brust hineingeatmet?
Die meisten Menschen werden direkt in die Brust eingeatmet haben und das ist,
Weil sie das gewohnt sind,
Weil das jetzt durch den permanenten Stress,
Den wir erfahren,
Quasi rund um die Uhr,
Deine natürliche Atmung geworden ist.
Du hast dir diese Atmung antrainiert.
Der Stress wirkt sich auf den Atem aus,
Der Atem auf unseren Geist und den Körper.
Also Atem und Geist und Körper sind eng verknüpft.
In jeder Situation atmen wir anders.
Wir atmen anders,
Wenn wir glücklich sind,
Wenn wir lachen natürlich.
Wir atmen anders,
Wenn wir singen.
Wir atmen anders,
Wenn wir traurig sind,
Wenn wir verängstigt sind.
Und so wird unser Atem immer wieder vom Geist beeinflusst.
Das Interessante ist aber,
Das zeigen auch viele wissenschaftliche Studien,
Dass wenn wir unseren Atem beeinflussen,
Wir unseren Geist beeinflussen können.
Das ist auch ein kleiner Trick,
Den wir anwenden können,
Wenn wir intensiven Stress ausgesetzt sind und meditieren wollen und das einfach nicht hinbekommen.
Da kommen wir auch noch gleich zu.
Atem,
Körper und Geist sind verbunden.
Stresssituation,
Erhöhter Herzschlag,
Atmung mit der Brust,
Unruhiger Atem,
Schneller Atem.
Geist aktiv,
Bereit,
Gefahren zu erkennen,
Auf Gefahren zu reagieren.
Tiefen entspannt,
In Trance,
Bewusstlos,
Tiefe Bauchatmung.
Herzschlag langsam und ruhig,
Geist langsam,
Ruhig und entspannt.
Was ich also immer allen versuche beizubringen ist,
Wirklich bewusst tief mit dem Bauch zu atmen.
Das fühlt sich am Anfang besonders unnatürlich an,
Weil du eben die primäre Atmung zu deiner natürlichen Atmung gemacht hast,
Aber mit ein bisschen Übung immer mal wieder den Tag über zu schauen,
Atme ich gerade mit der Brust oder mit dem Bauch,
Auch wenn ich jetzt nicht meditiere,
Einfach den ganzen Tag über mal schauen und das ein paar Tage lang,
Dann wirst du feststellen,
Dass du gerade in Stresssituationen immer wieder mit der Brust atmest und dann kannst du auch,
Wenn dir das sonst so auffällt,
Ein paar tiefe Atemzüge mit dem Bauch machen.
Nach einiger Zeit wird dann die Bauchatmung deine natürliche Atmung wieder werden und das wird im Umkehrschluss dazu wirken,
Führen,
Dass dein Geist ruhiger wird,
Dass deine Gedankenvorgänge langsamer werden,
Dass sich dein Geist entspannt,
Aber auch,
Dass sich dein Herzschlag senkt,
Dass sich dein Puls beruhigt,
Dein Blutdruck anpasst,
Normalisiert.
Das heißt,
Durch unseren Atem können wir unseren Geist beeinflussen und unseren Stresslevel.
Also auch das lohnt es sich in der Meditation zu trainieren,
Wenn du meditierst,
Nicht nur immer wieder ein Bodyscan zu machen und zu schauen,
Hey,
Weiß ich gerade meine Zähne zusammen,
Habe ich irgendwo Anspannung,
Verspannung im Körper,
Die ich nicht benötige und die dann lösen,
Aber auch immer wieder zu schauen,
Wie atme ich denn gerade.
Atme ich ruhig und tief und langsam oder atme ich schnell mit der Brust.
Tiefe Bauchatmung,
Da empfiehlt es sich auch immer ein bisschen länger auszuatmen,
Als man einatmet.
Auch das ist ein starkes Signal für unser Körper-Geist-System,
Dass wir in einer Situation sind,
In der es keinen Stress gibt.
Sanft und langsam einatmen und sanft etwas länger ausatmen.
Halte diesen Atem aber so natürlich wie möglich.
Ich komme immer wieder dazu zurück,
Wenn du merkst,
Dass du den verlierst.
So,
Das letzte ist,
Was mache ich,
Wenn ich wirklich intensiv im Stress ausgesetzt bin und meditieren möchte,
Um mich zu beruhigen und es einfach nicht schaffe.
Da gibt es verschiedene Möglichkeiten dafür und ich glaube,
Eine der besten ist wirklich,
Spazieren zu gehen,
Dich zu bewegen,
An der frischen Luft zu sein und vielleicht auch durch den Wald zu gehen.
Das wirkt sehr beruhigend mit den Farben und den Geräuschen und so.
Wenn du einen Wald in der Nähe hast,
Fahr einfach dahin,
Gib dir die Auszeit,
Lauf durch den Wald,
Atme die frische Luft und setz dich danach hin und meditiere.
Oder mach eine Laufmeditation,
Geh ganz langsam,
Beobachte den rechten Fuß,
Linker Fuß,
Rechter Fuß,
Linker Fuß.
Auch das geht natürlich und ich glaube,
Das ist eine wirklich,
Wirklich gute Empfehlung.
Wenn du intensiven Stress hast,
Geh raus in die Natur.
Es gibt auch aus der Traumatherapie eine Technik,
Die man anwendet.
Ich habe jetzt den genauen Namen vergessen,
Aber es hat mit der Augenbewegung zu tun.
Wenn wir in Stresssituationen sind,
Dann starren wir geradeaus.
Hier gibt es eine Technik,
In der man mit den Augen nach links,
Rechts,
Oben,
Unten,
Hin und her schaut,
Ganz wild durch die Gegend und ganz durcheinander und das wirkt traumerlösend auf unser System,
Weil wir das nämlich tun und so umschauen,
Entspannt,
In alle Richtungen und sowas,
Wenn wir in keiner Stresssituation sind.
Also wenn wir uns fortbewegen,
Ganz normal,
In einer Stresssituation sind wir mit unserem Fluchtinstinkt vollgepumpt und wir wollen einfach nur gerade wegrennen.
Zack.
Und dann schauen wir nur geradeaus und Tunnelblick.
Und das nutzen die bei der Traumatherapie.
Sie bringen dich in diese Traumatische Situation zurück und dann würdest du in diesen Tunnelblick hineinkommen und sagen sie,
Jetzt bewege deine Augen links,
Rechts,
Oben,
Unten,
Entspannt,
Schau dich,
Bewege deine Augen so,
Als ob du gerade durch den Wald läufst,
Dich umschaust und dir alles anschaust und dann gibt es ein sehr,
Sehr starkes Signal für unser System und sie werden nicht traumatisch oder retraumatisiert oder können dieses Trauma sogar lösen.
Und das wirkt sich,
Glaube ich,
Beim Spazierengehen sehr gut auf diesen intensiven Stress auch aus.
Was ich noch empfehlen kann,
Ist Atemübung.
Dich auf den Rücken legen,
Eine Hand auf den Bauch und zu der Hand auf den Bauch ist hinatmen.
Und dann atme so drei,
Vier Sekunden lang ein,
Mit dem einen Atem drück die Bauchdecke gegen die Hand,
Heb die richtig ein bisschen lang an,
Weg von der Wirbelsäule und atme ein bisschen länger aus,
Fünf,
Sechs Sekunden.
Und dann kannst du es ruhig mitzählen,
Dann machst du quasi eine Zählachtsamkeitsminimation.
Und dieses längere Ausatmen,
Die tiefe Bauchatmung wird auch dafür sorgen,
Dass du ganz subtil,
Unbewusst deinem Körpergeistsystem signalisierst,
Hier ist gerade kein Stress.
Und das erlaubt dann deinem System auch diesen Stress loszulassen.
Und das nächste wäre wirklich eine Gehmeditation.
Die binden die Aufmerksamkeit sehr intensiv und ermöglichen dir auch wirklich deinen Geist leichter zur Ruhe zu bringen,
Als mit einer Sitzenmeditation.
Und für die Gehmeditation machst du langsame,
Kurze Schritte,
Wo du immer den Fuß,
So eine halbe Fußlänge nach vorne setzt,
Maximal eine ganze Fußlänge.
Und dann kannst du das einfach ganz einfach machen.
Rechter Fuß,
Den rechten Fuß spüren,
Wahrnehmen,
Anheben,
Absetzen,
Linker Fuß,
Linken Fuß wahrnehmen,
Linken Fuß anheben,
Absetzen.
Und dann sagst du das aber auch in Gedanken.
Rechter Fuß,
Anheben,
Absetzen,
Linker Fuß,
Anheben,
Absetzen.
Das einfach so fünf bis 15 Minuten machen und dein Geist soll schon viel,
Viel ruhiger sein.
Dabei die Hände nicht hinter dem Rücken verschränken oder vor dem Körper.
Das ist auch noch so eine Sache,
Die Körperhaltung beim Meditieren,
Sondern die Arme einfach gleich neben dem Körper hängen lassen.
Genau,
Körperhaltung.
Das ist auch wichtig beim Meditieren.
Das habe ich noch vergessen,
Das möchte ich noch anhängen,
Dann sind wir auch schon fertig.
Und zwar,
Viele von uns sitzen viel am PC,
Nach vorne gebeugt,
Schultern rollen nach vorne,
Der obere Rücken rund.
Und das ist auch so eine Körperhaltung,
Die mit einer Verteidigungsposition übereinstimmt.
Wir wollen uns klein machen,
Wir wollen unsere Körpermitte schützen,
Unser Herz,
Unsere Lungen und auch die Kehle.
Und das machen wir halt,
Indem wir den oberen Rücken rund machen,
Die Schultern nach vorne bringen.
Also das sollten wir in der Meditation auch beachten,
Um uns zu signalisieren,
Hey,
Ich bin selbstbewusst,
Hier findet gerade kein Stress statt,
Ich möchte mich entspannen,
Ich bin entspannt.
Da sitzen mit einer ganz lang gestreckten Wirbelsäule und einer offenen Brust und dafür kann man vor der Meditation einmal einatmend die Schultern zu den Ohren geben und ausatmend nach hinten unten gleiten lassen,
Sodass dein Brustkorb geöffnet ist und du nicht mit einem runden Rücken nach vorne gebeugt sitzt.
Wenn das bei dir der Fall ist,
Dass du viel am PC arbeitest und du einfach diese Position auch inne hast,
Dann hilft dir natürlich Yoga,
Deine Position zu korrigieren,
Länge in die Wirbelsäule zu bringen und dich aufzurichten.
Aber auch in der Meditation,
Bei deinem Bodyscan immer wieder darauf achten,
Wie sitze ich denn gerade,
Bin ich wieder in mich hineingesunken,
Nehme ich wieder diese Verteidigungshaltung ein,
Werde ich wieder klein und dann ganz bewusst Länge in die Wirbelsäule zu geben,
Den oberen Rücken gerade zu machen,
Den Nacken zu strecken,
Grohle des Kopfes,
Den Scheitel zum Himmel zu geben,
Vielleicht das Kinn ein bisschen heben oder Kinn ein bisschen zur Brust,
Sodass dein Nacken wirklich lang gestreckt ist.
Auch das sind so unterbewusste Signale,
Die wir beeinflussen,
Die wir geben können,
Um unserem Körper-Geist-System zu helfen,
In Stresssituationen besser zu meditieren oder auch den Stress in der Meditation besser zu überwinden.
Okay,
Nochmals zusammenfassend.
Was ist denn Stress?
Stress an sich ist nichts Schlimmes,
Es gibt ja auch positiven Stress,
Er ist eine Anforderung an unser System,
An das wir uns anpassen können,
Aber über lange Zeit und auch intensive Stress können uns krank machen.
Auch sanfter Stress über lange Zeit wird im Körper gespeichert,
Sowohl in der Körperhaltung als auch in der Atmung als auch psychisch und das können wir mindern durch Meditation.
Dabei in der Meditation dann darauf zu achten,
Ob wir entspannt sind,
Dass wir aufrecht sitzen mit offener Brust und wie wir atmen.
Wenn wir Probleme haben,
Wegen intensiven Stress zu meditieren,
Dann hilft frische Luft,
Bewegung,
Bewegung generell,
Schwitzen sorgt dafür,
Dass man Adrenalin,
Dass sich der Adrenalin- und Kortisolspiegel senkt,
Also auch ein Workout würde helfen oder so,
Aber Bewegung generell wird Stress mindern,
Spaziergang,
Frische Luft,
Natur,
Atemübung,
Pranayama aus dem Yoga,
Tiefe Bauchatmung,
Vielleicht auch Wechselatmung,
Hilft auch Stress zu mindern oder Gehmeditation,
Auch sehr zu empfehlen.
Gut,
Wenn du Fragen hast,
Kannst du mir gerne direkt schreiben noch zu dem Thema.
Ich hoffe,
Ich konnte dir damit ein bisschen helfen,
Vielleicht einige Sachen ein bisschen klarer machen,
Woher denn Stress kommt,
Wie er sich auf uns auswirkt.
Es ist jetzt noch sehr breit gefächert und gar nicht so sehr ins Detail gegangen,
Aber ich hoffe auch,
Dass ich dir ein paar Tipps geben konnte,
Was du bei Stresssituationen machen kannst,
Wie du in der Meditation vielleicht noch besser mit Stress umgehen kannst.
Dann danke ich dir fürs Zuhören und wünsche dir noch einen wunderschönen Tag.
Bis ganz bald,
Dein Simon Sorejschwacher.
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