
Vertrauen und Loslassen
Vertrauen auf das Leben lernen. Gerade in Zeiten von viel Wandel und ungewollter Veränderung verspüren wir oft unangenehme Gefühle, wie Angst, innere Unruhe oder Sorgen. Diese Meditation, hilft dir einen liebevollen Raum dafür zu schaffen, und in drei Schritten zu lernen, zu vertrauen. Eine inspirierende Geschichte hilft dir noch mehr in die innere Ruhe zu kommen, zu entspannen und loszulassen.
Transkription
Willkommen.
Schön,
Dass du dabei bist.
Mach es dir schon mal bequem,
Setz dich aufrecht hin und dann starten wir gleich.
Dann leg deine Hände in deinem Schoß ab oder auf deinen Oberschenkeln oder auf dein Knie,
Was sich für dich gut anfühlt.
Deine Wirbelsäule gerade,
Entspann dein Gesicht,
Augen hüllen,
Ganz entspannt,
Zunge ist locker,
Stirn ist ganz glatt.
Und dann lade ich dich noch zu einer kleinen Meditation ein,
Heute mit dem Thema Vertrauen ins Leben.
Lass die Augen geschlossen und nimm zum Start noch mal ein paar ganz bewusste Atemzüge.
Grounde dich hier,
Erde dich,
Komm richtig schön an in diesem Moment.
Und dann gibt es manchmal Situationen in unserem Leben,
Wo wir versuchen,
Viele Dinge zu kontrollieren,
Wo wir viele Gedanken haben zum Thema,
Wie geht es weiter für mich,
Was wird passieren,
Was soll ich tun,
Was ist richtig,
Was ist falsch.
Und das ist oft ausgelöst durch Gefühle in uns drin,
Wie das Gefühl der Angst,
Sorgen,
So eine Unsicherheit.
Und ich würde dich gerne dazu einladen,
Jetzt hier einen Raum in dir aufzumachen,
Wo alles da sein darf und dich einfach mal zu fragen,
Was bereitet mir aktuell gerade Sorgen,
Wovor habe ich gerade Angst.
Und wenn du an diese Dinge denkst,
Die dir Angst machen oder Sorgen bereiten,
Dann schau einfach mal,
Wie die sich anfühlen und ob es da auch so ein Pendant-Gefühl in deinem Körper dazu gibt.
Vielleicht in einem bestimmten Körperteil ein ungutes Gefühl spürst.
Wir versuchen hier alles wahrzunehmen,
Ohne zu beurteilen.
Und das ist immer der erste Schritt,
Um Vertrauen ins Leben zu stärken,
Dazu erschaffen,
Es immer erst mal wahrzunehmen,
Was macht mir eigentlich Sorgen und wie fühlt sich das an für mich.
Und im zweiten Schritt geht es um das Thema unterscheiden können,
So eine Unterscheidungskraft entwickeln.
Und zwar sich meine Sorgen anzuschauen und mich zu fragen,
Ist das etwas,
Was ich kontrollieren kann oder ist das außerhalb von meiner Kontrolle.
Und oft gibt es Dinge,
Die wir nicht kontrollieren können,
Die uns Angst oder Sorgen machen.
Und was wir oft tun,
Ist dann uns ganz viel informieren und auf den schlimmsten Fall vorbereiten,
Den ganzen Tag Nachrichten lesen,
Um zu schauen,
Dass wir auf jeden Fall alles mitbekommen.
Dabei gibt es,
Wenn wir wirklich keine Kontrolle darüber haben,
Auch noch die Möglichkeit zu vertrauen.
Vertrauen,
Dass das Leben es gut mit uns meint.
Vertrauen,
Dass auch jede Krise,
Jede schwierige etwas Gutes mit sich bringt.
Vertrauen darauf,
Dass ich das Ergebnis gehen lassen kann.
Vertrauen,
Dass ich mit Ungewissheit auch in Ordnung,
Okay sein kann.
Deswegen frag dich jetzt mal für deine Sorge oder deine Sorgen.
Ist das etwas,
Was ich kontrollieren kann?
Vielleicht ein Teil davon?
Oder ist das komplett außerhalb von meiner Kontrolle?
Und wenn du etwas gefunden hast darin oder vielleicht die ganze Sorge,
Die außerhalb deiner Kontrolle ist,
Dann nimm die mal ganz bewusst zu deinem Herzen hin,
In deinem Geist.
Und schau mal,
Wie sich das Wort Vertrauen in deinem Körper anfühlt.
Wenn du möchtest,
Kannst du auch deinen Atem sanft vertiefen.
Ein bisschen länger und tiefer ein- und ausatmen und so auch deinem Körper signalisieren,
Dass alles in Ordnung ist.
Vielleicht hattest du auch in deinem Leben schon Situationen,
In denen du dich nicht so gut gefühlt hast und Angst hattest,
Nicht wusstest,
Wie es weitergeht oder ob dir das gefällt,
Wie es weitergeht.
Du wolltest etwas kontrollieren,
Was du gar nicht kontrollieren kannst.
Und dann denk mal daran zurück,
Wenn dir so eine Situation einfällt,
Wie das damals war für dich.
Und dann denk mal daran zurück aus deiner heutigen Perspektive,
Wie du diese Situation und auch den Verlauf danach jetzt,
Dem heutigen Wissen einschätzt,
Was du gelernt hast.
Und wie du auch damals noch gar nicht alles sehen konntest,
Was vor dir lag.
Vielleicht hattest du auch eine Situation,
In der du damals gesagt hast,
Dass es nicht gut war,
Etwas verurteilt hast,
Obwohl es im Nachhinein gut für dich war.
Vertrauen heißt auch abzugeben und gar nicht für sich zu beanspruchen,
Alles zu wissen,
Sondern darauf eben zu vertrauen,
Den Weg nicht zu kennen,
Aber zu wissen,
Dass das Leben mir immer nur Dinge gibt,
Die mich wachsen lassen,
Die mir helfen,
Die mir neue Erkenntnisse bringen über mich und über andere.
Auch wenn ich das in diesem Moment vielleicht noch nicht sehen kann.
Man bleibt mit diesem Gefühl,
Dieses Wortesvertrauen,
Der Aufmerksamkeit,
Noch so ein bisschen in deinem Körper,
Vielleicht gerade im Bereich deines Herzens.
Und ich habe dir noch eine Geschichte dazu mitgebracht,
Die erzähle ich dir kurz.
Und zwar gab es eines Tages einen Bauer.
Und dieser Bauer lebte in einem Dorf.
Und er hatte ein Pferd.
Eines Tages lief dieses Pferd einfach so davon.
Und der Bauer und sein Sohn hatten viel mehr Arbeit und mussten ihre Felder von selbst pflügen.
Die Nachbarn bekamen das mit und sagten zu den Bauern,
Was für ein Pech,
Dass euer Pferd weggelaufen ist.
Aber der Bauer antwortete,
Man wird es sehen.
Eine Woche später kam das Pferd zum Bauernhof zurück und brachte eine ganze Herde wilder Pferde mit.
So ein Glück,
Riefen die Nachbarn.
Aber der Bauer sagte,
Man wird es sehen.
Kurz danach versuchte der Sohn des Bauern,
Eines der wilden Pferde zu reiten.
Aber er wurde abgeworfen und brach sich ein Bein.
Auch so ein Pech,
Sagten die Bauern und hatten großes Mitleid.
Aber der Bauer sagte wieder,
Man wird es sehen.
Ein paar Tage später zog der Landesherrscher alle jungen Männer in sein Heer ein,
Um in die Schlacht zu ziehen.
Nur den Sohn des Bauern ließen sie wegen seines gebrochenen Beins zu Hause.
Die Nachbarn sagten,
Was für ein Glück hast du,
Dass dein Sohn nicht in die Schlacht ziehen muss.
Aber der Bauer bemerkte nur wieder,
Man wird es sehen.
Du hast die Augen noch für einen kurzen Moment geschlossen.
Und wenn du möchtest,
Kannst du dir selber die folgenden Sätze sagen,
Sie einfach im Geist wiederholen für dich.
Ich weiß nicht alles.
Ich gebe die Kontrolle ab über Dinge,
Die ich nicht kontrollieren kann.
Ich vertraue auf das Leben.
Ich weiß nicht alles.
Ich gebe Kontrolle ab über die Dinge,
Die ich nicht kontrollieren kann.
Ich vertraue dem Leben.
Bleib hier noch ein paar Momente so sitzen.
Atme bewusst tief ein und aus und spüre diesen Sätzen nach.
Wenn du magst,
Geh noch einmal zu dieser Sorge oder diesen Sorgen zurück,
Die du dir am Anfang dieser Meditation vorgestellt hast,
Die gerade Präsenz in deinem Leben.
Und lächle die nochmal ganz bewusst an und sag ihnen vielleicht auch nochmal,
Ich weiß nicht alles.
Ich gebe Kontrolle ab über die Dinge,
Die ich nicht kontrollieren kann.
Ich vertraue dem Leben.
Und dann nimm nochmal eine tiefe Einatmung.
Ein durch die Nase,
Aus durch den Mund.
Nochmal ein durch die Nase,
Lang und tief.
Ausatmen,
Gerne so ein bisschen lauter.
Und noch einmal einatmen,
Frischen Sauerstoff.
Ausatmen,
Lass alles gehen,
Was du nicht mehr brauchen kannst.
Und dann in deiner eigenen Zeit,
Fang an deine Augen sanft zu öffnen.
Ich hoffe,
Die Meditation hat dir gefallen.
Und falls ja,
Würde ich mich unglaublich freuen,
Wenn du mir ein kurzes Kommentar dalässt,
Dass ich einfach weiß,
Wer du eigentlich bist und was die Meditation mit dir gemacht hat.
Und ich wünsche dir noch einen richtig schönen,
Entspannten Tag.
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