
Schweinehund-Meditation
by Tanja Misiak
Der Kampf gegen den inneren Schweinehund, die Überwindung, der innere Konflikt... Das sind unsere üblichen Bilder zum Schweinehund. Hier nähern wir uns unserem inneren Schweinehund auf eine liebevolle und neugierige Weise und verbessern unsere Beziehung mit ihm. So können wir auch unseren Vorsätzen anders begegnen. Viel Freude beim Kennenlernen!
Transkription
Hallo,
Hier ist die Tanja und für heute habe ich eine Meditation vorbereitet,
In der du deinen inneren Schweinehund besser kennenlernen kannst.
Es ist ja so,
Dass wir eigentlich immer vom Kampf gegen den Schweinehund sprechen.
Oder,
Dass wir ihn überwinden müssen oder,
Dass wir ihm erlegen waren und wir dann wütend werden und frustriert und ein schlechtes Gewissen haben.
Auf jeden Fall hat das alles immer mit einem inneren Konflikt zu tun.
Wenn es um den Schweinehund geht und hier in der Meditation lade ich zu einer Erfahrung ein,
Die da ganz anders ist.
Wir lernen unseren Schweinehund mal kennen,
Seine Motive und das kann potenziell unsere Beziehung mit unserem Schweinehund verändern und damit auch die Ergebnisse.
Wenn es um Sport geht oder diverse andere Dinge,
Bei denen wir normalerweise mit unserem inneren Schweinehund kämpfen und damit auch natürlich Energie verschwenden.
Für die Meditation denke dir doch mal eine Situation aus,
Also nicht ausdenken,
Sondern erinnere dich an eine Situation,
In der du deinem Schweinehund erlegen warst.
Also eine Situation,
In der du dir etwas vorgenommen hast und am Ende hat der Schweinehund gewonnen und du hast etwas nicht gemacht.
Diese Situation brauchst du gleich während der Meditation.
Und für die Meditation setze dich jetzt mal bequem hin oder lege dich hin,
Wie du es magst.
Wenn du nicht auf einer stark befahrenen Straße bist,
Schließe die Augen und wende deinen Blick jetzt nach innen und dann tauche mal in deine Situation ein.
In der du deinem Schweinehund erlegen warst.
Erlebe die Situation jetzt und hier.
Also das heißt spüre nach,
Wie du die Situation jetzt erlebst,
Wenn du dich daran erinnerst.
Spüre noch mal nach,
Wie du deinen Vorsatz jetzt erlebst und wie der Verlauf war,
Wenn du dich daran erinnerst.
Was hast du nicht gemacht?
Was hast du stattdessen gemacht?
Hole dir diese Erinnerung mal ganz bewusst hervor.
Und jetzt überlege oder spüre am besten auch körperlich,
An welcher Stelle war dein innerer Schweinehund beteiligt.
Wann ist der auf den Plan getreten?
Und genau mit dieser Stelle möchte ich,
Dass wir uns da mit beschäftigen und da mal auf Stop drücken in deiner Erinnerung.
Bleib mal an dieser Stelle stehen.
Halte sozusagen die Zeit an.
Verweile mal an der Stelle,
Wo dein innerer Schweinehund dich aufhält.
Und da steht er jetzt.
Kannst du den Schweinehund vor dir sehen?
Innerlich,
In dieser Situation,
An dieser Stelle,
Der Schweinehund kommt.
Es kann sein,
Dass du ihn nicht siehst jetzt.
Aber wenn du ihn siehst,
Wie sieht er aus?
Ist es wirklich ein Hund oder ein anderes Wesen?
Wie groß ist er?
Welche Farbe?
Wo steht er?
Und wenn du jetzt so kein visueller Typ bist,
Dann kann es aber auch sein,
Dass du ein bestimmtes Gefühl mit dem Schweinehund verbindest.
Wie fühlt sich das an,
Wenn der Schweinehund da so kommt?
Merkst du das irgendwie körperlich auch?
Meinetwegen im Brustbereich,
Dass der enger wird,
Dass du kleiner wirst.
Oder wie auch immer,
Dass deine Beine schwächer werden,
Dass du die Kraft verlierst.
Oder andersherum.
Alles möglich.
Welche Empfindungen hast du körperlich?
Und wie geht es dir damit?
Vielleicht merkst du eine enge,
Eine weite,
Eine wärme,
Eine kühle.
Fühlt sich lebendiger oder eben gerade nicht.
Und jetzt,
Wenn du die Möglichkeit hast,
In Beziehung zu treten zu diesem Gefühl oder diesen Empfindungen oder den Bildern,
Die du hast,
Versuch mal,
Deinen Schweinehund zu zeigen,
Dass du wirklich Interesse an ihm hast.
Frag mal,
Wie geht es dem Schweinehund?
Du kannst ihn da direkt ansprechen.
Also du sagst dann,
Wie geht es dir zu deinem Schweinehund?
Und du bist ja jetzt an dieser Stelle in der Situation,
Die du dir ausgesucht hast.
Frag mal deinen Schweinehund,
Was er denn gemacht hat.
Was er denn gemacht hat.
Aus seiner Sicht.
Ich bin sicher,
Dein Schweinehund ist ein Beschützer für dich.
Irgendwas versucht er für dich zu erreichen.
Und sei es noch so abstrus.
Frag ihn mal,
Was versucht er denn für dich zu bewirken.
Und auch hier rede ihn gerne direkt an,
In deinem inneren Dialog.
Was versuchst du für mich zu bewirken?
Was ist deine Absicht?
Welche Rolle hast du?
Bekommst du vielleicht Antworten direkt in Gedanken,
In Bildern,
In Empfindungen?
Und dann frag weiter,
Was befürchtet denn der innere Schweinehund?
Könnte passieren,
Wenn er dich nicht aufhält,
Etwas zu tun.
Und das kann auch wirklich,
Wie gesagt,
Abstrus sein.
Das heißt,
Vielleicht hat er ein Problem damit,
Wenn du meinetwegen versuchst,
Sport zu machen und dann siehst du aber zu gut aus oder bist zu sportlich.
Das bist du ja gar nicht gewohnt.
Oder es ist eben zu unbequem oder er hat Angst vor einer Veränderung,
Körperlich auch.
Je nachdem und welche Situation es gibt,
Können die Antworten in alle möglichen Richtungen gehen.
Und der innere Schweinehund ist jemand,
Der es gut mit dir meint,
Aber eben sehr stark in seiner eigenen Welt lebt.
Versuche ihn wirklich zu verstehen.
Kannst du spüren,
Dass er es gut mit dir meint?
Kannst du Vertrauen aufbauen zu ihm?
Kannst du wertschätzen,
Was er für dich versucht?
Kannst du ihm vermitteln,
Dass ihr ab jetzt zusammenarbeiten wollt und nicht gegeneinander?
Vielleicht kannst du ihm ja auch etwas sagen,
Dass du ihn verstehst,
Wieso er seine Rolle spielt und vielleicht kannst du auch Dankbarkeit für ihn ausdrücken,
Für seine ganz speziellen Bemühungen.
Gleichzeitig kannst du ihm aber auch vermitteln,
Dass du eine Veränderung möchtest.
Wie fühlt sich eure Beziehung an für dich?
Dieser vielleicht neuen Perspektive und dem,
Was du jetzt über deinen inneren Schweinehund gelernt hast.
Vielleicht könnt ihr euch verabreden.
Vielleicht morgen um die gleiche Zeit noch mal oder nächste Woche.
Und euch beiden fällt etwas ein,
Was du probieren könntest und der Schweinehund kann einfach mal schauen,
Ob wirklich das passiert,
Was er befürchtet.
Das heißt,
Du nimmst ihn ein wenig von seinen Sorgen.
Ihr seid jetzt sozusagen mehr ein Team.
Und dann bedanke dich noch mal für dieses besondere Treffen und verbleibe mit einem bis bald und komme so langsam wieder zurück in deine jetzige Situation.
Spüre mal nach mit diesen Erkenntnissen.
Wie fühlst du dich jetzt an?
Wie fühlst du dich an?
Hat sich vielleicht körperlich was verändert?
Spüre nach.
Vielleicht merkst du,
Wie dein Brustbereich sich aufhebt.
Du größer wirst oder wie auch immer.
Und dann kannst du mal dich ein bisschen recken und strecken und dich darauf vorbereiten,
Dass du nun von deiner Aufmerksamkeit in die Innenwelt so langsam wieder mit der Aufmerksamkeit in die Außenwelt herübergleitest.
Atme mal tief durch und dann öffne die Augen und lass wirken,
Was du erlebt hast.
Und gerne kannst du auch aufschreiben,
Was du erlebt hast und was deine Verabredung war mit dem Schweinehund.
Ich wünsche dir jetzt für deine nächsten gemeinsamen Schritte mit dem Schweinehund alles Gute.
Bis bald.
Dein Jörg.
Dein Natalia.
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