
SOS Meditation - Schwierige Gefühle integrieren
by Margit Alt
Du kämpfst gerade mit einem schwierigen Gefühl? Bist vielleicht traurig, verunsichert, ängstlich oder wütend? In dieser Meditation wirst du dieses Gefühl einmal ziemlich genau betrachten und bemerken, dass es zwar zu dir gehört, aber nicht DU ist! So kannst du selbst entscheiden, wie du mit deinem Schmerz umgehen möchtest, wirst freier und autonomer im Prozess der Heilung.
Transkription
Hallo und herzlich willkommen.
Schön,
Dass du da bist.
Ich führe dich heute durch eine Meditation,
Die dich unterstützen wird,
Ein vielleicht unangenehmes oder schmerzliches Gefühl anzusehen,
Dich eine Weile mit ihm auseinanderzusetzen,
Damit es sich dann vielleicht auflösen kann,
Dass du es loslassen oder auf eine heilsame Art mit ihm umgehen kannst.
Finde bitte einen für dich angenehmen und ganz bequemen Sitz.
Wähle deine Position so,
Dass du stabil und sicher,
Aber auch leicht und gut aufgerichtet sitzen kannst.
Und wenn du soweit bist,
Dann schließ bitte jetzt deine Augen oder lass deinen Blick weich werden und beginne als erstes dein Fundament zu spüren.
Lass dafür deine Beine,
Deine Füße und deine Sitzhöcker weich in die Erde schmelzen und erlaube mit dem nächsten Ausatem noch mehr von deinem Körpergewicht in den Boden hinein sinken zu lassen.
Nimm wahr,
Wie sicher du getragen bist von der Erde,
Wie deine Wurzeln dich halten.
Diese Verwurzelung lässt dich nun ganz leicht und frei nach oben wachsen.
Entlang deiner inneren Achse richte dich Wirbel für Wirbel auf.
Heb dein Brustbein einen Hauch nach oben an.
Die Kopfkrone fließt sanft in den Himmel hinauf.
Du bist in deinem Inneren gut verwurzelt und aufgerichtet.
Alles,
Was im Körper Spannung trägt,
Darf sich langsam lösen.
Lass deine Schultern noch mal bewusst ein Stückchen nach unten sinken.
Der Bauch ist weich.
Deine Mimik wird sanft,
Die Stirn entspannt,
Die Zunge löst sich vom Gaumen und der ganze Mundraum wird weit.
Richte deinen Blick nun liebevoll nach innen.
Finde erst mal deinen Atem und verbinde dich mit dem Ein- und Ausströmen deines Atems,
So wie er in diesem einzigartigen Moment ist.
Bemerke deinen Atem,
Nimm wahr,
Wie er kommt und geht,
Ohne dich anzustrengen,
Ohne etwas zu verändern.
Und vielleicht kannst du allein unter dieser weichen Beobachtung schon ein bisschen mehr Harmonie und Balance im Atem finden.
Erlaube jetzt etwas tiefer nach innen zu sinken und bemerke,
Mit welchen Gefühlen,
Mit welchen Gedanken,
Emotionen und inneren Bildern du heute hier bist.
Zeigt sich ein intensiveres Gefühl,
Das dich beschäftigt?
Ein Gefühl,
Das dich heute hierher geführt hat in diese Meditation?
Nimm es wahr,
Wo im Körper kannst du es spüren?
Wie zeigt es sich in deinem Körper vielleicht als Enge,
Als Schmerz,
Als Kälte,
Als Wärme,
Als eine Art von Energie?
Versuche,
Dein Gefühl zu benennen.
Gib ihm einen Namen.
Und bei allem,
Was du jetzt suchst,
Nimm am besten gleich das,
Was dir spontan in den Sinn kommt.
So kannst du dich fühlend nähern,
Ohne deine Gedankenkonzepte anzuschalten.
Was ist das Gefühl?
Ist das Traurigkeit,
Angst,
Unsicherheit,
Wut?
Du hast deinem Gefühl jetzt einen Namen gegeben und nun betrachte es ein bisschen genauer.
Als würdest du es aus dir herauslösen,
Nimm es in deine Hände und schau es an.
Wie sieht dieses Gefühl aus?
Welche Form hat es?
Welche Farbe?
Welche Oberfläche?
Ist es eher ein fester Gegenstand?
Ist es ein Licht,
Ein Nebel?
Ist es flüssig?
Wie fühlt es sich unter deiner Berührung an?
Verändert es sich vielleicht,
Je länger du es betrachtest?
Und wenn du jetzt auf dein Gefühl schaust,
Dann kannst du bemerken,
Du bist nicht dieses Gefühl.
Es gehört zu dir,
Aber es ist nicht du.
Und jetzt,
Was braucht dieses Gefühl,
Um sich beruhigen zu können?
Um nicht mehr ganz so traurig,
Wütend,
Unsicher oder verzweifelt zu sein?
Was könntest du mit diesem Gefühl tun,
Um besser mit ihm leben zu können?
Vielleicht möchtest du ihm etwas sagen,
Kannst du es loslassen,
Auflösen,
Vielleicht in ein Licht schicken oder ihm einen Platz geben.
Manche schmerzhaften Gefühle wollen auch einfach umarmt werden,
Damit sie weicher werden können.
Nimm dir jetzt bitte ein paar Momente in Stille,
Um zu schauen,
Was dieses Gefühl von dir braucht.
Lass dich dabei leiten von deinen inneren Bildern und den Antworten,
Die in dir sind.
Nicht als Gedanken in deinem Kopf,
Sondern geführt vom Herzen,
Von deinem natürlichen inneren Kompass.
Konntest du deinem Gefühl einen Platz geben,
Es loslassen oder dich vielleicht sogar mit ihm anfreunden?
Falls all das heute noch nicht geschehen ist,
Dann lass es einfach sein.
An einem anderen Tag,
In einem anderen Moment geht es vielleicht besser.
Halte es auch für möglich,
Dass sich in den nächsten Stunden oder Tagen etwas verändert,
Ohne dass du selbst aktiv etwas tust.
Ich bitte dich jetzt langsam wieder zurück zu finden,
Zu deinem Atem und in deinen Körper.
Nimm dich ganz bewusst hier wahr und nimm zwei,
Drei tiefere Atemzüge.
Und wenn du soweit bist,
Dann öffne langsam wieder deine Augen und komm zurück.
Ich wünsche dir noch einen wunderschönen Tag.
Alles Liebe und bis zum nächsten Mal.
Namaste.
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