
Herzmeditation: Alte Verletzungen loslassen
Wir speichern verletzende, emotionale Erfahrungen häufig in unserer Herzgegend. Diese Meditation ist dazu gedacht, zu erkennen, wie diese Verletzungen sich auf körperlicher Ebene manifestieren. Durch das angeleitete Erkennen und Loslassen, wird es möglich, die Spannungen, die in den Körperzellen gespeichert sind, aufzulösen und die Emotionen zu transformieren. Für diesen Prozess nutzen wir Visualisierungen und unwillkürliche, aber hilfreiche, körperliche Reaktionen.
Transkription
Diese Meditation bietet dir die Möglichkeit,
Verletzungen in deinem Herzen zu sehen,
Zu fühlen und dann loszulassen.
Da dies eine sehr intensive Erfahrung sein kann,
Ist es am besten,
Diese Meditation in einem Raum durchzuführen,
In dem du dich sicher fühlst.
Ich rate dir dazu,
Dich für diese Meditation eher hinzulegen,
Du kannst sie aber auch im Sitzen machen,
Wenn dir das lieber ist.
Wichtig ist,
Dass du einen guten inneren Zugang zu deiner Herzregion hast,
Um dich dort hineinfühlen zu können.
Solltest du während dieser Meditation den Drang haben,
Dich zu bewegen,
Kannst du diesen Drang ruhig nachgeben,
Insbesondere wenn es sich dabei um Bewegungen handelt,
Die etwas freisetzen.
Ganz egal,
Was das ist,
Es ist vollkommen okay und es hilft dir dabei,
Alte Verletzungen loszulassen.
Und wenn du auf der anderen Seite an irgendeiner Stelle den Drang dazu fühlst,
Dich zu schützen oder für einen Moment aus dem Geschehen auszusteigen,
Ist das ebenfalls vollkommen in Ordnung.
Wir werden zu Beginn einen Anker installieren,
Der dir Sicherheit geben kann und von dem aus du immer wieder zurück in den Prozess gehen kannst,
Sobald du dich dafür wieder sicher genug fühlst.
Hör dabei einfach auf deinen eigenen Körper,
Denn der weiß sehr gut,
Was du gerade brauchst und was gut und richtig für dich ist.
Alles,
Was du während dieser Meditation fühlst,
Denkst oder tust,
Ist absolut okay.
Es gibt hier kein richtig oder falsch und auch kein besser oder schlechter.
Du kannst dir auch so viel Zeit für den Prozess nehmen,
Wie du es brauchst und diese Meditation so oft wiederholen,
Wie du möchtest.
Für viele Meditierende hat es sich bewährt,
Sich für diese Meditation eine Decke zu holen und sie über sich auszubreiten,
Um das Gefühl eines sicheren Rahmens zu verstärken.
Und wenn du nun also soweit bist,
Schließe,
Wenn du magst,
Die Augen und nimm deine Atmung wahr.
Spüre,
Wie sich deine Brust und dein Bauch heben und senken.
Spüre,
Wie der Atem in dich hinein strömt und auch wieder hinaus und hinein und hinaus.
Und bevor wir mit dem schwierigen Part dieser Meditation starten,
Zeige ich dir,
Wie du einen sicheren Anker in deinem Körper finden kannst.
Bring dafür deine Aufmerksamkeit auf einen Bereich deines Körpers,
Den du ganz besonders magst und der dir ein gutes und liebevolles Gefühl dir selbst gegenüber vermittelt.
Das kann ein großer Bereich sein,
Wie dein Oberkörper oder auch ein sehr kleiner,
Wie die Grübchen in deinen Wangen oder deine Augen.
Wenn du diesen Bereich gefunden hast,
Fühl dich für einige Atemzüge ganz in diesen Bereich hinein.
Nimm alles wahr,
Was du fühlen kannst.
Vielleicht fühlt es sich weich und liebevoll an,
Vielleicht aber auch stark und beschützend.
Es kann auch sein,
Dass du dort eine bestimmte Farbe wahrnimmst oder eine Form oder Textur.
Und vielleicht fühlt es sich aber auch einfach nur sicher an,
Mit genau dem,
Was du brauchst,
Um dich sicher zu fühlen.
Und dieser Teil deines Körpers kann für dich ein sicherer Ort sein,
An den du dich jederzeit zurückziehen kannst,
Wenn du dich während dieser Meditation überwältigt fühlst oder von deinen Gefühlen bedroht.
Dann bringst du einfach deine Aufmerksamkeit ganz auf diesen Anker und verbindest dich wieder mit dem Gefühl von Sicherheit und Liebe darin.
Und dann,
Wann immer es für dich passend ist,
Kannst du wieder in den Prozess zurückkehren.
Nimm dir jetzt noch zwei Atemzüge Zeit,
Um ganz in diesen sicheren Bereich einzutauchen.
Und mit dem nächsten Atemzug lenke deinen Fokus ganz allmählich auf dein Herz.
Nimm zunächst einfach nur wahr,
Was du dort fühlen kannst.
Vielleicht schaffst du es,
Mit einer liebevollen Neugier einfach auf das zu schauen,
Was dort auf dich wartet.
Und was sich mit jedem Moment in jeder Sekunde ein kleines bisschen verändert,
Wenn du diesem Teil von dir Aufmerksamkeit schenkst.
Und was immer es ist,
Das in dir aufsteigt,
Das ist vollkommen okay.
Es ist einfach nur ein Teil von dir,
Der zu deinem Herzen gehört und der weder gut noch schlecht,
Sondern einfach nur ein Teil von dir ist.
Nimm dir ein wenig Zeit,
Um hineinzufühlen und wahrzunehmen,
Ohne etwas zu verändern,
Etwas festhalten oder etwas loswerden zu wollen.
Und je länger du von Moment zu Moment neu beobachtest,
Was in deinem Herzen passiert,
Umso genauer kannst du spüren,
Dass es sich immer wieder verändert.
Nimm nun die nächsten drei Atemzüge,
Also einfach nur das wahr,
Was sich immer wieder verändert.
Wenn du magst,
Kannst du auch deine Hand auf dein Herz legen und auch jetzt wieder beobachten,
Was sich dadurch verändert.
Und falls du an irgendeiner Stelle dieser Meditation irgendwo in deinem Körper etwas spürst,
Das deine Aufmerksamkeit auf sich zieht,
Kannst du dieser Empfindung ruhig für einige Momente folgen und sie einfach nur freundlich und ein bisschen neugierig beobachten,
Bevor du dann zurück zu deinem Herzen kehrst und beobachtest,
Was immer aus deinem Herzen aufsteigt.
Vielleicht ist es eine Person oder eine ganz bestimmte Situation oder vielleicht auch einfach nur ein ganz bestimmtes Gefühl.
Ganz egal,
Was genau es ist,
Atme einfach tief in dein Herz hinein und nimm wahr,
Wie es sich gerade anfühlt,
Welche Gedanken es auslöst,
Welche Gefühle und welche Körperempfindungen.
Und ganz egal,
Was jetzt gerade in dir aufsteigt,
Es ist okay,
Genau dies genau jetzt zu fühlen.
Es geht nur darum,
Es wirklich zu spüren.
Es geht nicht darum,
Etwas zu ändern oder loszuwerden,
Sondern nur darum,
Dir voll und ganz zu erlauben,
Es zu fühlen.
Denn alles,
Was du in deinem Herzen trägst,
Will gefühlt und gesehen werden.
Es muss wissen,
Dass du es wahrnimmst und dass du dich um dich selbst kümmerst.
Dass du es nicht länger ignorierst,
Sondern hinschaust und es voll und ganz wahrnimmst und dabei auch bemerkst,
Dass nichts so bleibt,
Wie es gerade noch war,
Sondern dass in jedem Moment und jedem Atemzug und jeder Sekunde die Chance verborgen liegt,
Dass sich etwas ändert.
Und wenn du ganz genau wahrnimmst,
Was in deinem Herzen ist,
Brauchst du selbst nichts mehr zu ändern,
Denn du spürst,
Wie dein Herz selbst sich verändert,
Wie es zu dir spricht und dir zeigt,
Was du noch einmal sehen,
Spüren und erkennen musst,
Bevor du es gehen lassen kannst.
Und all deine Erfahrungen kannst du nicht nur durch deinen Willen ändern,
Sondern indem du beobachtest,
Indem du wahrnimmst und der Weisheit deines Körpers und deiner Empfindungen folgst.
Einfach nur darum,
Liebevoll und ein bisschen neugierig zu beobachten.
Ganz egal,
Was du spürst,
Egal ob es Schmerz ist oder Angst oder Wut,
Vielleicht sogar Hass oder Liebe,
Sehnsucht oder vielleicht auch Trauer,
Alles davon ist genau jetzt genau richtig.
Und was immer dein Körper jetzt gerade tun möchte,
Sich bewegen,
Weinen,
Vielleicht aber auch aufstoßen oder eine Faust ballen,
All das ist okay,
Wichtig und richtig,
Denn es ist genau das Ventil,
Durch das dein Körper all das loslassen kann,
Das dir nicht mehr gut tut.
Und wann immer es sich zu viel anfühlt,
Denk daran,
Dass du deinen sicheren Anker hast,
An den du gehen kannst,
Bis du dich wieder sicher fühlst.
Wann immer du das brauchst,
Nimm dir einfach ein paar Atemzüge Zeit,
Um dich in deinen sicheren Anker hineinzufühlen,
Bevor du dann,
Ganz langsam und in deinem Tempo,
Wieder zurück zu deinem Herzen kommst und nimm wieder einfach nur wahr,
Was sich von Moment zu Moment verändert.
Und wenn du dich bereit dafür fühlst,
Atme beim nächsten Atemzug ganz tief in diese Wahrnehmung hinein und lass dann einen Teil davon bei deinem Ausatmen mit hinausströmen.
Und wenn du nichts wahrnehmen kannst,
Ist auch das vollkommen in Ordnung.
Sei einfach aufmerksam und beobachte,
Was sich,
Vielleicht nur als Hauch,
Beim nächsten Atemzug in deinem Herzen verändert.
Was immer du fühlst,
Vielleicht auch als Reaktion darauf,
Dass du nichts zu fühlen glaubst,
Ist vollkommen okay.
Erlaube dir es zu fühlen,
Denn es ist immer leichter etwas gehen zu lassen,
Wenn du weißt,
Dass du gehen lässt.
Und dann bring deine Aufmerksamkeit erneut zu deinem Herzen,
Beobachte,
Was sich dort zeigt,
Nimm es wahr,
Atme tief in diese Wahrnehmung hinein und lass dann einen Teil davon mit deinem Ausatmen wieder gehen.
Und atme wieder hinein und lass es wieder mit deinem Ausatmen gehen.
Und folge auch jetzt ruhig der Weisheit deines Körpers,
Wenn er gefangene Energie durch Bewegung oder Tränen,
Durch Spannung oder Entspannung oder vielleicht sogar durch Zittern oder Aufstoßen ebenfalls gehen lassen will.
Atme einfach immer wieder tief in deine Wahrnehmung hinein und lass so lange einen Teil davon ausströmen,
Bis du alles hast gehen lassen.
Und wann immer dein Geist dabei wegdriftet,
Bring ihn freundlich und liebevoll wieder zurück zu deinem Herzen.
Beobachte,
Was in dir aufsteigt,
Atme in diese Empfindung hinein und lass sie mit deinem Ausatmen wieder gehen.
Und nun,
Da wir ganz allmählich zum Ende dieser Meditation kommen,
Nimm dir Zeit für fünf weitere Atemzüge,
Mit denen du in dein Herz hinein atmest und all das gehen lässt,
Was dort jetzt immer noch festsitzt.
Und wenn du dich bereit dafür fühlst,
Nimm deine Hand wieder von deinem Herzen und lege sie neben dich.
Beginne allmählich wieder,
Deine Umgebung wahrzunehmen,
Die Geräusche um dich herum,
Den Boden unter dir und komm dann allmählich wieder ganz im Hier und Jetzt an,
Bewege deine Hände und Füße,
Streck dich,
Wenn du magst und nimm dir ruhig noch ein bisschen Zeit für das,
Was jetzt gerade nach dieser Meditation ist.
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