
Verbindung mit dem Atem aufnehmen
Die Basis der Einsichts- Meditation- praktizierte Achtsamkeit. Richte deine Aufmerksamkeit auf den Atem, spüre den Lebensatem, den wir alle teilen und gehe mit einer kurzen Geschichte aus dem Zen-Buddhismus in deinen weiteren Tag.
Transkription
Meditation,
Verbindung mit dem Atem aufnehmen.
In dieser Meditation wollen wir unsere Aufmerksamkeit auf den Atem richten und uns mit dem Atem verbinden.
Finde einen aufrichten,
Bequemen Sitz und da Meditation etwas ist,
Was wir nicht nur mit dem Kopf tun,
Sondern mit dem ganzen Körper,
Mit unserem ganzen Sein.
Lass dir Zeit,
Deine Haltung zu finden.
Finde eine Haltung,
In der du bequem sitzen kannst,
Egal ob auf einer Meditationsbank,
Einem Kissen oder einem Stuhl.
Finde eine Haltung,
In der du dich sicher fühlst und in der du eine Weile sitzen kannst,
Ohne dich hin und her bewegen zu müssen.
Wenn du mit gekreuzten Beinen meditierst,
Dann achte darauf,
Dass dein Becken höher ist als deine Knie und finde so Stabilität.
Und dann erde dein Becken und lass dich mit einer vollkommenen Ausatmung noch ein bisschen mehr in die Matte,
Auf die Decke oder auf das Kissen sinken.
Entspann die Beine Richtung Erde und nimm deinen Körper als Gesamtheit wahr.
Spüre die Form des Körpers,
So wie sie gerade in deiner sitzenden Haltung ruht.
Leg die Hände in den Schoß oder bequem auf den Oberschenkeln ab.
Entspann die Arme.
Entspann deine Schultern.
Entspann deine Zungenwurzel,
Die Augen,
Entspann die Haut.
Nimm dann die innere Ausrichtung deines Körpers wahr und spüre,
Wie der Körper sich nach unten Richtung Erde verwurzelt und sich nach oben gleichzeitig über die Krone des Kopfes ausrichtet,
Verbindet.
Meditieren bedeutet nicht,
Dass du mit dir selber kämpfen sollst und wenn du bemerkst,
Dass du dich unwohl fühlst,
Weil zum Beispiel die Beinhaltung unbequem wird,
Dann kannst du ruhig die Beine behutsam bewegen.
Schließe jetzt,
Wenn du es noch nicht getan hast,
Sanft deine Augen.
Bringe deine Aufmerksamkeit hier und jetzt ganz in die Gegenwart.
Finde heraus,
Was es zu entdecken gibt.
Spüre,
Wie sich dein Körper anfühlt.
Sind da bestimmte Empfindungen oder Spannungen?
Ist der Körper entspannt?
Achte auf die Geräusche um dich herum.
Achte auf die Bewegungen deines Herzens oder deines Geistes.
Achte auf die Gefühle,
Die gerade jetzt da sind.
Auf deine Gedanken und Erwartungen.
Das ist der Stoff,
Aus dem dein Leben besteht.
Empfindungen,
Gefühle,
Gedanken.
Und dann,
Mitten in all dem,
Mach dir die Tatsache bewusst,
Dass du atmest oder genauer gesagt,
Dass das Atmen geschieht.
In dieser Meditation wollen wir die Bewegung des Atems nutzen,
Um das Bewusstsein darin zu üben,
Mit der Aufmerksamkeit ganz im Moment zu bleiben.
Und dann spüre inmitten all der Dinge,
Wie du deinen Atem empfindest.
Mach jeden Atemzug quer ein und ausströmend.
Egal,
Wo er sich bemerkbar macht.
Ob in der Nase oder im Bauch.
Wo auch immer.
Spüre jeden Atemzug ganz.
Während du den Atem spürst,
Versuche nicht ihn zu kontrollieren,
Sondern lass ihn ganz frei fließen.
Kannst du seinen eigenen Rhythmus finden,
Ganz wie es ihm beliebt?
Du wirst vielleicht bemerken,
Dass deine Gedanken abschweifen.
Jedes Mal,
Wenn dir bewusst wird,
Dass du dich in Gedanken,
In Plänen oder in Erinnerungen verlierst,
Erlöse dich von ihnen,
Sobald du sie bemerkst und kehre ins Hier und Jetzt zurück.
Deinen Atem spüren.
Und jedes Mal,
Wenn du abschweifst,
Wieder hierher,
Zurück.
Spüre den nächsten Atemzug,
Wie er ein- und ausströmt.
Und wenn es dir hilft,
Kannst du auch in Gedanken leise das Wort Ein zu dir sagen,
Wenn du einatmest,
Und das Wort Aus,
Wenn du ausatmest.
Aber schenke diesen Worten nur einen winzigen Teil deiner Aufmerksamkeit,
Vielleicht 5%,
Und bleibe mit den restlichen 95% bei deinem Atem.
Spüre diesen Lebensatem,
Den wir alle teilen.
Spüre den Atem,
Wo immer er sich bemerkbar macht.
Und jedes Mal,
Wenn du bemerkst,
Dass deine Gedanken abschweifen,
Lass sie einfach los und kehre mit liebevoller Achtsamkeit hierher zurück.
Spüre den nächsten Atemzug.
Bleibe mit deiner Aufmerksamkeit ganz bei deinem Atem.
Spüre ihn behutsam nach,
Während er durch deinen Körper strömt.
Eine Minute.
Versuche eine Minute lang wirklich jeden einzelnen Atemzug zu spüren.
Und dann richte deine Aufmerksamkeit langsam wieder auf deine Umgebung.
Achte auf die Geräusche,
Auf den Raum,
Der dich umgibt.
Spüre die Luft auf deiner Haut,
Das Licht,
Das durch deine Augenlider hindurchschimmert.
Und wenn du dazu bereit bist,
Öffne behutsam deine Augen und komme wieder zurück in die Außenwelt.
Dann möchte ich die Meditationen enden mit einer kurzen Geschichte aus dem Zen-Buddhismus.
Es kamen ein paar Suchende zu einem alten Zen-Meister.
Herfragten sie,
Was tust du,
Um glücklich und zufrieden zu sein?
Wir wären auch gerne so glücklich wie du.
Der Alte antwortete mit millem Lächeln,
Wenn ich liege,
Dann liege ich.
Wenn ich aufstehe,
Dann stehe ich auf.
Wenn ich gehe,
Dann gehe ich.
Und wenn ich esse,
Dann esse ich.
Die Fragenden schauten etwas betreten in die Runde.
Einer platzte heraus.
Bitte treibe keinen Spott mit uns.
Was du sagst,
Tun wir auch.
Wir schlafen,
Essen und gehen.
Aber wir sind nicht glücklich.
Was ist also dein Geheimnis?
Es kam die gleiche Antwort.
Wenn ich liege,
Dann liege ich.
Wenn ich aufstehe,
Dann stehe ich auf.
Wenn ich gehe,
Dann gehe ich.
Und wenn ich esse,
Dann esse ich.
Die Unruhe und den Unmut der Suchenden spürend,
Fügte der Meister nach einer Weile hinzu.
Sicher liegt auch ihr und ihr geht auch und ihr esst.
Aber während ihr liegt,
Denkt ihr schon ans Aufstehen.
Während ihr aufsteht,
Überlegt ihr,
Wohin ihr geht.
Und während ihr geht,
Fragt ihr euch,
Was ihr essen werdet.
So sind eure Gedanken ständig woanders und nicht da,
Wo ihr gerade seid.
In dem Schnittpunkt zwischen Vergangenheit und Zukunft findet das eigentliche Leben statt.
Lasst euch auf diesen nicht messbaren Augenblick ganz ein und ihr habt die Chance,
Wirklich glücklich und zufrieden zu sein.
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