
Mehr Gelassenheit durch Beobachten von Innen
Unser inneres Powertool: der Innere Beobachter. Wir alle haben die FĂ€higkeit, unsere Aufmerksamkeit zu lenken und somit auch die FĂ€higkeit zu beobachten. Beobachten ist eine QualitĂ€t unseres menschlichen Bewusstseins. Es ist ein klarer Bewusstseinszustand, der uns erlaubt, jede innere und Ă€uĂere Erfahrung im gegenwĂ€rtigen Moment vorurteilsfrei wahrzunehmen, zuzulassen und wertfrei zu betrachten. Dadurch gewinnen wir Abstand zu den stĂ€ndigen VerĂ€nderungen um uns herum und in uns.
Transkription
Der innere Beobachter.
Herzlich willkommen.
Finde einen ruhigen Platz,
Wo du ungestört bist.
Mach die TĂŒr zu,
Dein Handy aus und finde eine bequeme Sitzhaltung.
SchlieĂe sanft deine Augen.
Heute machen wir eine Meditation zur mehr Gelassenheit durch Inneres Beobachten.
Wir alle haben die FĂ€higkeit unsere Aufmerksamkeit zu lenken.
Zum Beispiel kannst du gerade spĂŒren,
Wo dein Körper den Boden oder den Sitz berĂŒhrt.
Du kannst deine Zehen spĂŒren,
Deine Ohren,
Deine Finger.
Du kannst deine Aufmerksamkeit lenken,
Wie du dich gerade fĂŒhlst.
Du kannst deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem richten,
Wie er ein- und ausflieĂt.
Du kannst hören,
Welche GerÀusche du gerade um dich herum wahrnimmst.
Diese FĂ€higkeit deine Aufmerksamkeit zu lenken,
Zeigt dir deine FĂ€higkeit zu beobachten.
Beobachten ist eine QualitÀt unseres menschlichen Bewusstseins.
Es ist ein klarer Bewusstseinszustand,
Der uns erlaubt,
Jede innere und Ă€uĂere Erfahrung im gegenwĂ€rtigen Moment verurteilsfrei wahrzunehmen und zuzulassen.
Es ist ein Power-Tool,
Mit dem du mehr Gelassenheit in dir und um dich herum schaffst.
Es ist ein Power-Tool,
Da du dadurch mehr Klarheit in dir schaffst und effektivere Entscheidungen treffen kannst.
Alles kommt und geht.
Unsere inneren Erfahrungen,
Also insbesondere unsere Gedanken und GefĂŒhle,
VerÀndern sich stÀndig.
Unsere Gedanken interpretieren,
Analysieren,
Bewerten,
Urteilen und lösen meistens GefĂŒhle aus.
Unsere GefĂŒhle wiederum lösen oft Gedanken aus,
Ein rastloser Zyklus.
Gedanken und GefĂŒhle sind Teil von uns und sie kommen und gehen.
Unsere Ă€uĂeren UmstĂ€nde Ă€ndern sich auch stĂ€ndig.
Nichts bleibt so,
Wie es mal war.
Situationen sind stÀndig anders und neu.
Selbst wenn du mal ein Foto vom Meer genommen hast,
Kannst du nie wieder dasselbe Foto erstellen,
Da die Wellen stets anders sind,
Die Wolken,
Das Licht,
Die Möwen,
Die SandabdrĂŒcke.
Nie wieder wird es so sein,
Wie in dem Moment,
Als du das Foto aufgenommen hast.
So ist auch jede Situation im BĂŒro stets anders und neu.
Die inhaltlichen Fragestellungen und Aufgaben,
Die Kollegen,
Mit denen du zusammenarbeitest,
Wie du mit ihnen zusammenarbeitest und was,
Wie,
Wer dazu beitrÀgt.
Alles in uns und um uns herum Àndert sich stÀndig.
Jedoch unsere FĂ€higkeit,
Dies zu beobachten,
Das Àndert sich nicht.
Der Beobachter beobachtet neutral,
Bewertet aber nicht.
Der Beobachter ist wie eine Filmkamera,
Die am Rande einer Szene steht und ohne Urteil aufnimmt,
Was passiert,
Wenn genau in dieser neutralen Draufschau nicht die Kraft unseres inneren Auges.
Wenn wir strahlen vor GlĂŒck,
Nimmt der innere Beobachter wahr,
Dass wir Freude empfinden,
Ohne das als positiv zu bewerten.
Wenn wir verÀrgert sind,
Nimmt der innere Beobachter das wahr,
Dass wir verÀrgert sind,
Aber ohne das als negativ zu bewerten.
Beides,
Freude und Ărger,
Sind Anteile des Lebens.
Durch das Aktivieren des inneren Beobachters trennen wir zwischen Bewusstsein und Geist und können somit negative Gedanken und GefĂŒhle viel leichter loslassen.
Und das schafft Raum fĂŒr bewussteres Handeln,
Anstatt zu reagieren.
Ein Kollege kritisiert uns beispielsweise.
Anstatt zu reagieren und womöglich gereizt zu antworten,
Beobachten wir,
Dass wir gereizt sind.
Wir beobachten,
Welche Urteile ĂŒber den Kollegen und uns selbst in unseren Gedanken auftauchen.
Wir beobachten,
Was wir als ersten Impuls gerne erwidern wĂŒrden.
Wir beobachten unsere GefĂŒhle,
Eventuell Ărger oder Frustration.
Wir beobachten unsere körperlichen Reaktionen,
Eventuell steigt Hitze in uns auf oder wir ballen die FĂ€uste oder unser Nacken spannt sich an.
Das Aktivieren des inneren Beobachters schafft mehr inneren Abstand zu den sich stÀndig verÀndernden Geschichten,
Die unseren Alltag bestimmen.
Im Falle des kritisierenden Kollegen können wir uns beispielsweise entscheiden,
Anstatt Àrgerlich oder abwertend zu reagieren,
Können wir ihn fragen,
Was ihn genau zu dieser Kritik veranlasst hat und welche Lösung ihm vorschwebt.
So können wir gleichzeitig in empathischem Kontakt zu uns selbst und zu unserem Umfeld bleiben.
Das bedeutet nicht,
Dass wir gleichgĂŒltig oder gefĂŒhllos werden,
Sondern im Gegenteil,
Wir lassen unsere GefĂŒhle zu und empfinden sie tiefer,
Aber wertfreier.
Also lasst uns beginnen zu beobachten.
Nimm alle GerÀusche wahr,
Die weit entfernt sind,
Nah,
Meine Stimme,
GerÀusche in dir.
Nimm alle GerÀusche wahr und beobachte sie,
Ohne sie zu bewerten.
Einfach nur beobachten.
Und wann immer du merkst,
Dass deine Aufmerksamkeit abgelenkt wird durch einen Gedanken,
Komm sanft zurĂŒck und beobachte all die GerĂ€usche,
Die du wahrnehmen kannst.
SpĂŒr,
Wie du ein neutraler Beobachter bist.
Sei wie diese Filmkamera,
Die am Rande steht und ohne Urteil einfach alles aufnimmt,
Was passiert.
Jedes GerÀusch beobachte,
Ohne zu analysieren,
Ohne zu urteilen,
Beurteilen oder verurteilen.
Beobachte ganz neutral alle GerÀusche.
Nun lass das Beobachten der GerĂ€usche los und Ruhe in dir fĂŒr die nĂ€chsten Momente.
Je mehr du dir deines inneren Beobachters bewusst wirst,
Umso mehr nimmst du die kontinuierlichen VerÀnderungen im Alltag mit mehr NeutralitÀt wahr und kannst somit gelassener agieren und das wÀhlen,
Was wirklich wichtig ist fĂŒr dich.
Ich lade dich ein heute und in den nÀchsten Tagen bewusst GerÀusche wahrzunehmen.
Sei es,
Dass du dich fĂŒr fĂŒnf Minuten hinsetzt,
Die Augen schlieĂt und einfach beobachtest,
Was du hörst.
Oder sei es,
Dass du wÀhrend des Tages mal kurz innehÀltst und checkst,
Was du so alles hören kannst.
Möge dein innerer Beobachter mehr in dein Bewusstsein kommen.
Herzlichen Dank und Namaste.
Treffen Sie Ihren Lehrer
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