
Einfach nur wahrnehmen
by Anne Kuebart
Heute geht es darum, eine Haltung einzunehmen, in der man offen und neugierig sein kann. Da dies ein Gegenpol zum Beurteilen ist, nennen wir es die Haltung des Nicht-Urteilens. Es geht also darum, wahrzunehmen was gerade ist, ohne es sofort zu werten. Wenn wir diese Haltung üben, haben wir die Wahl, ob wir beurteilend oder offen in Situationen gehen. Wir nutzen dafür die Achtsamkeitsmethode des Body-Scans.
Transkription
Herzlich willkommen!
Schön,
Dass du hier bist.
Heute geht es darum,
Eine Haltung einzunehmen,
In der wir offen und neugierig sein können.
Da dies ein Gegenpol zum Beurteilen ist,
Nennen wir es die Haltung des Nicht-Urteilens.
Es geht also darum,
Wahrzunehmen,
Was gerade ist,
Ohne es sofort zu werten.
Wenn wir diese Haltung üben,
Haben wir die Wahl,
Ob wir beurteilend oder offen in Situationen gehen.
Wir nutzen nun dafür die Achtsamkeitsmethode des Bodyscans.
Mache es dir bequem in einer aufrechten Haltung,
In der du dich gleichzeitig wach und entspannt fühlen kannst.
Nimm ein paar tiefe Atemzüge,
Schließe die Augen oder richte den Blick weich vor dich auf den Boden.
Spüre das Gewicht deines Körpers und bemerke die Geräusche um dich herum.
Bringe für ein paar Augenblicke die Aufmerksamkeit zur Atmung.
Fühle,
Wie sich dein Bauchraum beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt,
Ganz von selbst.
Nimm dir bewusst ein paar Momente Zeit,
Um anzukommen.
Wir gehen jetzt durch den Körper entlang einzelner Körperteile.
Du bist eingeladen,
Mit deiner Aufmerksamkeit in die entsprechenden Regionen zu folgen und dort Empfindungen wahrzunehmen oder auch die Abwesenheit von Empfindungen.
Es geht nicht so sehr darum,
Was du empfindest,
Sondern um die Qualität deiner Aufmerksamkeit.
Neugierig und interessiert wahrnehmen,
Was in diesem Moment gerade auftritt.
Und all das ohne es zu bewerten,
Ohne es anders haben zu wollen.
Darum geht es heute.
Wertungen mögen auftreten,
Wie,
Das fühlt sich angenehm an,
Das mag ich nicht,
Das ist langweilig.
Dann nimm auch einfach das wahr,
Ohne das Werten zu bewerten,
Wie,
Mist,
Ich wollte doch nicht werten.
Und kehre mit Offenheit und Freundlichkeit zurück zu der direkten Erfahrung in diesem Moment.
Nimm als erstes ganz bewusst die Fußsohlen wahr und die Kontaktpunkte,
Die sie gerade haben.
Einfach nur das,
Empfindungen der Fußsohlen in diesem Moment.
Dann lasse die Aufmerksamkeit weiter nach oben wandern und werde dir deiner Beine bewusst,
Ihrer Stellung und vielleicht eben Kontakt zur Kleidung.
Und immer wieder ganz wach und freundlich alles wahrnehmen,
Was sich zeigt.
Ganz gleich,
Ob angenehm,
Unangenehm oder neutral.
Sobald du merkst,
Dass der Geist sich mit einer Bewertung des Moments beschäftigt,
Hole deine Aufmerksamkeit zum Atem und zur jeweiligen Körperregion zurück.
Dann werde dir deines Rückens bewusst.
Spüre den unteren Rücken,
Den mittleren Rücken,
Den oberen Rücken und spüre nun den ganzen Rücken,
Von den Schultern bis zum Steißbein.
Unser Rücken trägt viel Gewicht und speichert oft viel Anspannung.
Wenn du Anspannung wahrnimmst,
Bleibe hier in dieser ganz offenen,
Ganz freundlichen Haltung.
Aha,
So fühlt sich dieser Rücken in diesem Moment an.
Bringe deine Aufmerksamkeit nun zur Vorderseite deines Oberkörpers,
Deinem Bauch,
Deinem Brustkorb.
Vielleicht kannst du diese Region wie von innen heraus wahrnehmen,
Das Innere des Bauchraums und dem Brustkorb,
Wie er sich beim Einatmen hebt und beim Ausatmen senkt.
Nimm wahr,
Wo du mit deiner Aufmerksamkeit bist.
Vielleicht sind deine Gedanken abgewandert oder du merkst,
Wie du die Körperempfindungen bewertest.
Werde dir dieser Gedanken einfach bewusst und lasse sie dann los und kehre zur Wahrnehmung deines Körpers zurück.
Richte nun deine Aufmerksamkeit auf deine Arme und Hände.
Spüre,
Wie sie sich anfühlen,
Ihre Stellung und vielleicht auch hier Kontaktpunkte zu Oberschenkeln,
Zur Kleidung.
Dann wende dich deinem Kopfbereich zu.
Spüre hier auch die Muskulatur im Gesicht.
Um die Augen herum halten wir oft Anspannung fest.
Vielleicht ist da aber auch Leichtigkeit,
Freude und egal,
Was du wahrnimmst.
Alles so sein lassen,
Wie es jetzt gerade ist.
Nun weite deine Wahrnehmung auf den gesamten Körper aus,
Von Kopf bis zu den Füßen.
Ein von deiner Haut umhüllt des Ganzes.
Was verändert sich im Körper,
Wenn du ihm deine ganze Aufmerksamkeit schenkst?
Richte nun deine Aufmerksamkeit wieder für ein paar Momente auf deinen Atem.
Einatmen,
Ausatmen.
Hier und jetzt.
Dann atme noch einmal bewusst tief ein,
Bewusst tief aus.
Nimm die Geräusche in deiner Umgebung wahr.
Und wenn du soweit bist,
Öffne langsam deine Augen.
Bleibe bewusst noch ein paar Momente sitzen.
Wie fühlst du dich nach dieser Meditation?
Womöglich hast du in dieser Übung etwas wahrgenommen,
Was du gerne weghaben wolltest,
Zum Beispiel Schmerzen oder Verspannungen.
Oder du dachtest zu Beginn,
Als ich Body Scan sagte,
Super ein Body Scan.
Oder auch,
Oh nein,
Ist gar nicht meins.
Dieses ständige Bewerten kostet uns viel Energie und macht uns das Leben zusätzlich schwerer,
Als es sein müsste.
In der Meditation üben wir,
Den Moment so sein zu lassen,
Wie er ist.
Weil wir so offener werden,
Für die Erfahrung des Gegenwärtigen und lernen,
Wirklich hinzuschauen.
Vielleicht magst du in deinem Alltag beobachten,
Wie du Situationen wahrnimmst und bewertest.
Sei es ein Mensch,
Der an dir vorbeiläuft und den du innerlich kommentierst.
Sei es eine Aussage eines Kollegen,
Die du bewertest,
Bevor sie zu Ende gesprochen ist.
Oder auch eine Bewertung deiner selbst.
Und vielleicht magst du schauen,
Ob du ab und an von deinem Urteil ein Stück loslassen kannst und mit einem neugierigen,
Offenen Blick hinschauen kannst und was dann anders ist.
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