
Vipassana Meditation
Meine Lieben, heute habe ich eine geführte Vipassana Meditation für euch vorbereitet. Ich freue ich, dass Ihr dabei seid. Lasst uns gemeinsam meditieren, um zu dem zu erwachen, was sich für dich wahr anfühlt. In dieser Meditation wirst du 35 Minuten lang von mir begleitet. Viel Spass und tolles meditieren!
Transkription
Vipassana ist eine der ältesten Meditationstechniken Indiens und bedeutet,
Die Dinge so zu sehen,
Wie sie wirklich sind.
Hallo und herzlich Willkommen bei Du hast Pause.
Mein Name ist Maria und ich begleite Dich durch die heutige Meditation.
Mache es Dir für die kommende gemeinsame Meditation möglichst bequem und lasse uns gemeinsam eintauchen,
Um zu dem zu erwachen,
Was sich für Dich wahr anfühlt.
Lockere einengende Kleidungsstücke.
Vergewissere Dich so gut es geht,
Dass Du für die nächsten Minuten nicht gestört wirst.
Lege Deine Hände in eine Dir angenehme Position auf den Oberschenkeln ab.
Lasse alle Anspannung aus den Armen los und aus den Händen los.
Schließe in Deinem eigenen Tempo Deine Augen.
Wiederhole innerlich für Dich,
Dass Du bereit bist für diese Meditation.
Bereit,
Loszulassen einzutauchen in diese Meditation,
Gemeinsam mit mir hier und jetzt.
Atme einmal bewusst ganz tief durch die Nase ein,
Halte den Atem und atme aus,
Lasse die Schultern dabei los,
Den Bauch,
Entspanne Deine Beine so gut es geht.
Richte nun Deine Aufmerksamkeit zum Scheitelpunkt an Deinem Kopf,
Ganz oben,
Blenke all Deinen Fokus dorthin,
Schließe spätestens jetzt den Mund und lasse die Atmung ganz natürlich durch die Nase ein- und ausströmen,
Ohne sie in irgendeiner Form lenken zu wollen.
Sie navigiert sich,
Ohne Dein Dazutun.
Was ich mir von Dir wünsche ist,
Dass Du all Deinen Fokus auf Deinen Scheitelpunkt am Kopf bringst,
So als wäre das der einzige Punkt in diesem Universum,
Der Deiner Aufmerksamkeit bedarf,
In diesem einen Moment.
Und scanne den Scheitelpunkt auf mögliche Verspannungen,
Auf mögliches Ziehen oder Zwicken.
Und das alleine genügt,
Dass Du vielleicht ein leichtes Kribbeln spürst,
Vielleicht spürst Du auch nichts,
Auch das ist völlig okay.
Und ganz langsam von hier aus,
Wie mit einem Laser,
Gehst Du zu dem Stirnbereich und scannst von links nach rechts,
Scanne von Deiner linken Schläfe Deinen Kopf bis zur rechten Schläfe über die Stirnvorderseite,
Deinen Kopf nach Verspannungen.
Wenn Du irgendeine Verspannung feststellen kannst oder ein Festhalten,
Zum Beispiel zwischen den Punkt Deiner Augenbrauen,
Lasse den Fokus dort und zoome rein,
Indem Du einfach diese Verspannung wahrnimmst,
Das Festhalten.
Und bei jeder Verspannung,
Die Du während dieses gesamten Körperscannens feststellen kannst,
Fragst Du Dich,
Woher kommt diese Verspannung,
Wo wurzelt sie,
Welchen Gedanken,
Welcher Idee,
Welchen Konzept,
Woher kommt sie.
Und einfach indem Du das tust und weiter den Fokus,
Den Laser auf dieser Stelle behältst,
Löst sich diese Verspannung auf,
Das Zusammenhalten,
Das Zusammenziehen und wird weich und öffnet sich und wird wieder durchlässig und transparent.
Scanne also Deine gesamte Stirn von der linken Schläfe bis hinüber zur rechten.
Der Atem fließt ruhig und von hier aus gehst Du weiter zu Deinem linken Ohr und scannst von links nach rechts Deinen Kopf vom linken Ohr bis zum rechten Ohr Deine beiden Gehörgänge.
Entspannt,
Verspannt,
Einfach nur all Deine Wahrnehmung dorthin lenken.
Und dann gehst Du von hier aus weiter zu Deinen Augen.
Beginne mit dem linken Auge und dann mit dem rechten Laser sozusagen.
Deine Augäpfel,
Auch Verspannungen,
Die Augenhöhlen,
Muskeln.
Gehe dann zu Deinem rechten Auge und von hier aus gehst Du weiter zu Deiner Nase mit all Deinem Fokus.
Bringe,
Wenn möglich,
All Deine Aufmerksamkeit zu Deiner Nase,
Den Nasennebenhöhlen und schaue,
Ob es hier irgendwelche Verspannungen,
Verstopfungen,
Kribbeln gibt,
Was unangenehm ist in irgendeiner Form.
Ein Zusammenziehen,
Scannen und ich wiederhole,
Wenn es in irgendeiner Form eine Art Verspannung gibt,
Frage Dich,
Wohin gehörst Du,
Wo kommst Du her,
Wo wurzelst Du,
In welchem Gedanken,
In welcher Emotion,
In welcher Geschichte,
Die ich mir erzähle,
In welcher Idee,
In welchem Konzept und dann das kommen lassen,
Rein intuitiv.
Man muss das nicht verstehen oder mit dem Kopf begreifen,
Einfach wahrnehmen,
Den Fokus darauf lenken und während Du diese Verspannung,
Dieses Zusammenziehen untersuchst,
Offenbart es sich Dir und öffnet sich wie eine Blume und wird weich und warm und durchlässig.
Scanne weiter runter,
In Deinem Gesicht,
Deine Zähne,
Deinen Mund,
Deine Lippen,
Den Rachenraum.
Nutze Deine Willenskraft,
Um all Deinen Fokus auf die Kiefermuskulatur zu lenken und scanne hier,
Scharf,
Wie mit einem Laser,
Die rechte und die linke Kiefermuskulatur,
Dein Kinn,
Den gesamten Hals,
Vorderbereich,
Den Kehlkopf,
Speise- und Luftröhre.
Fahre fort,
Indem Du den Laser oder die Lupe wie runterbringst,
Wie mit einem Fahrstuhl,
Als Gesamtes runterfährst,
Zum gesamten Brustbereich.
Scanne linkes Schlüsselbein zu Beginn,
Danach das rechte Schlüsselbein.
Scanne Deine rechte und Deine linke Schulter.
Scanne beide Achselhöhlen.
Untersuche beide Schultergelenke.
Scanne,
Untersuche den rechten Arm,
Vorne und hinten,
Wie mit einem Stempel.
Gehe Schritt für Schritt durch den Arm,
Scanne ihn nach Verspannungen.
Den rechten Ellbogen,
Den rechten Unterarm,
Ganz detailliert.
Das rechte Handgelenk,
Die rechte Hand,
Alle fünf Finger der rechten Hand.
Rutsche,
Mithilfe Deines Willens,
Durch den gesamten Körper von der rechten Hand mit der Aufmerksamkeit,
Mit dem Laser,
Als würdest Du es verfolgen,
Mit all Deinem Fokus und all Deiner Wahrnehmung und Konzentration.
Folgst Du der Aufmerksamkeit durch den rechten Arm,
Über den Ellbogen,
Das rechte Schultergelenk über beide Schlüsselbeine zum linken Schultergelenk und scannst von hier aus,
Ganz präzise,
Den linken gesamten Arm inklusive Ellbogen,
Handgelenk,
Der gesamten Hand und allen fünf Fingern.
Untersuche den Arm nach eventuellen Verspannungen,
Schmerzen,
Was auch immer es ist.
Sollte eine Verspannung vorherrschen,
Frage,
Wozu dienst Du,
Worauf möchtest Du mich aufmerksam machen,
Warum bist Du da,
Was willst Du mir zeigen,
Was darf ich lernen,
Was darf ich loslassen,
Was darf ich erkennen,
Worin wurzelst Du,
Welche Geschichte glaube ich,
Die das unterstützt,
Was auch immer es ist.
Untersuche den linken Arm und alle Verspannungen,
Die eventuell da sind.
Du kannst Dir als Hilfe auch vorstellen,
Dass der Laser,
Wenn alles okay ist,
Die Farbe grün hat und wenn irgendetwas nicht stimmt,
Leuchtet der Laser auf einmal rot und dann hältst Du inne und weißt,
Hier untersuche ich.
Bringe nun Deine Aufmerksamkeit von der linken Hand,
Den linken Handballen zurück in die linke Schulter.
Mit Hilfe Deiner Aufmerksamkeit,
Deiner Entschlusskraft,
Platziere den Laser zwischen beiden Schlüsselbeinen und scanne nun beidseitig Deinen Brustbereich inklusive der Lunge,
Beiden Lungenflügeln,
In genau der gleichen Weise,
Liebevoll,
Achtsam,
Präzise,
Hingebungsvoll,
Ohne Urteil,
Ganz offen und empfangsbereit für jegliche Information,
Die Dir hilft zu erkennen.
Du scannst nun Deinen Bauchbereich,
Ober- und Unterbauch.
Wenn Dir danach ist,
Kannst Du auch noch die Rippenbögen beidseitig einbeziehen,
Den Unterbauch und platziere dann den Laser zwischen beide Hüftgelenke,
Für den Fall,
Dass das Scannen zu schnell geht und Du noch bei einer Verspannung bist,
Einer Kontraktion und dessen oder deren Untersuchung drücke Pause,
Bis Du hier fertig bist mit der Untersuchung,
Um dann weiterzufahren.
Von der Mitte beider Hüftgelenke fährst Du mit dem Laser jetzt nach rechts zu dem rechten Bein und scannst die komplette Vorderseite des rechten Beines,
Oberschenkel,
Knie,
Schienbein,
Fußgelenk und den gesamten Fuß und alle fünf Zehen.
Der Atem fließt von ganz alleine,
Ohne Dein Zutun,
Mühelos,
Gleichmäßig,
In seinem eigenen Rhythmus,
Wie die Wellen am Meer.
Wenn Du alle fünf Zehen durchgescannt hast,
Lenkst Du den Laser zu der rechten Fußsohle und beginnst hier zu scannen,
Über die Ferse,
Die Achillessehne,
Über die Wade,
Rückseite des Knies bis hin in das rechte Hüftgelenk.
Scanne rüber zum linken Hüftgelenk und mache dasselbe mit dem gesamten linken Bein.
Wenn Du im linken Hüftgelenk mit dem Laser angekommen bist,
Platziere Dich wieder mittig und beginne nun die Körperrückseite zu scannen,
Beginnend bei dem Steißbein,
Die gesamte Wirbelsäule nach oben und je nachdem wie es sich für Dich richtig anfühlt,
Kannst Du über die Flanken gehen oder erst die komplette Wirbelsäule durchscannen.
Nimm wirklich diesen Laser,
Der vielleicht die Farbe Grün besitzt,
Der sich nach oben zieht.
Wo sind Verspannungen?
Wo leuchtet es Rot auf?
Rippenbögen beidseitig,
Schulterblätter links und rechts.
In Deinem eigenen Tempo.
Nimm Dir Zeit.
Solltest Du bei beiden Schulterblättern angekommen sein,
Führe den Laser ganz bewusst einmal durch die inneren Organe.
Ohne bewusst an einem hängen zu bleiben,
Sieh den Laser eher als Ganzes,
Der einmal runter scannt,
Bis zu den Geschlechtsorganen und von den Geschlechtsorganen auch wieder hoch scannt.
Scanne in derselben Art und Weise wie zuvor.
Noch einmal zur Erinnerung,
Falls Du mehr Zeit benötigst,
Drücke Pause.
Nun,
Angelangt bei den Schulterblättern,
Platziere den Laser direkt zwischen beiden Schulterblättern und beginne die Halswirbelsäule zu scannen und den gesamten Nackenbereich,
Bis Du beim Hinterkopf ankommst.
Scanne den gesamten Hinterkopf nach möglichen Verspannungen,
Kontraktionen.
Scanne das Gehirn und während Du das Gehirn scannst,
Kannst Du bemerken,
Dass das Gehirn für sich selbst steht und dass in Deinem Kopf nicht wirklich Gedanken,
Ideen oder Konzepte wohnen oder lokalisiert sind.
Auch Du wohnst nicht in Deinem Kopf.
Die Person wohnt nicht in einem bestimmten Körperteil,
In einer bestimmten Idee.
Versuche Dich als das,
Was Du Dich wahrnimmst,
In Deinem Gehirn zu finden oder in Deiner rechten Hand oder einer bestimmten Verzerrung.
Du kannst Dich dort nicht finden.
Du bist nicht dort.
Du wohnst nicht dort.
Das Selbst lässt sich nicht in irgendeinem körperlichen Organ finden,
Noch in der Wirbelsäule oder einer Extremität.
Ohne das mit dem Verstand begreifen zu wollen,
Erfasse das intuitiv.
Lasse Weichheit eintreten und weite und einen Freiraum.
Versuche Dich einmal in Deinem rechten Ohr zu finden.
Du kannst das Selbst Dich selbst nicht in Deinem Ohr wahrnehmen oder finden.
Dennoch spürst Du,
Dass Du bist,
Dass es Dich gibt,
Dass Du existierst.
Verweile nun möglichst lange mit diesem Gefühl,
Mit diesem Wissen,
Mit diesem Wissen,
Dass Du existierst,
Wenn auch nicht in einem bestimmten Körperteil,
Einer bestimmten Geschichte,
Idee oder einem bestimmten Konzept über Dich und Dein Leben.
Weil wenn Du die Idee oder das Konzept untersuchst,
Findest Du Dich nicht darin.
Die Existenz von Dir,
Du existierst nicht konkret,
Direkt in einer Geschichte,
In Deinem Körper.
Dennoch weißt Du ganz genau,
Dass Du bist und existierst,
Denn es gelingt Dir nicht,
Nicht zu existieren.
Wenn Du versuchst einmal nicht zu existieren,
Bemerkst Du,
Dass Dir das nicht gelingen kann,
Denn Du existierst jenseits von Gedanken,
Formen oder Ideen.
Du bist vielmehr das,
Was den Körper wahrnehmen kann,
Ideen erkennen und wahrnehmen kann,
Schmerz oder Freude wahrnehmen kann.
Ich bitte Dich,
In diesem Ich-Bin-Bewusstsein zu verweilen,
Indem Du einen tiefen Atemzug einnimmst und für diesen Moment alle Gedanken und Konzepte loslässt und dann nach der Ausatmung einfach in diesem minimalen,
Kleinen,
Aufpoppenden Gefühl des Ich-Bin-Ich-existiere-jenseits von all dem,
Von allen Gedanken,
Ideen und nur in dem eine Sekunde verweilen,
Das eine Sekunde wahrnehmen.
Du kannst das so oft aneinanderhängen,
Wie Du möchtest und wie es sich gut anfühlt.
Immer wieder einatmen,
Ausatmen,
Alles loslassen an Ideen,
Konzepten und in dieser minimalen Erkenntnis,
In der minimalen Wahrnehmung,
In dem Wissen ruhen für ein,
Zwei Sekunden das Ich-Bin und eintauchen in dieses Gefühl des Ich-Bins.
Wiederhole das so oft Du magst und komme in Deinem eigenen Tempo aus dieser Meditation zurück.
Ich bitte Dich,
Diese Übung nicht während einer fahrtüchtigen Tätigkeit auszuführen oder wenn Du mit Maschinen arbeitest oder ein Auto lenkst.
Bis zum nächsten Mal.
Ich verbeuge mich vor Dir,
Dass Du diese Übung gemacht hast mit mir,
Diese Meditation.
Vergiss nicht,
Dich selbst zu ehren für die Zeit,
Die Du Dir genommen hast,
Dich der Selbstuntersuchung zu widmen,
Zu heilen und Dich zu erkennen als das,
Was Du bereits bist.
Bis zum nächsten Mal.
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